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	<title>Tholos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T16:46:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tholos&amp;diff=285814&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SJuergen: /* Neuzeit */ wikilink</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Neuzeit: &lt;/span&gt; wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den prähistorisch-antiken Rundbau. Für den Gattungsnamen vulkanischer Kuppeln auf Planeten und Monden siehe [[Tholus]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Tholos.png|mini|hochkant|Schema einer Tholos]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tholos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἡ θόλος|[[Altgriechische Flexion#Artikel|hē]] thólos}}, daher fachsprachlich [[Femininum]], allgemeinsprachlich auch [[Maskulinum]];&amp;lt;ref&amp;gt;Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Tholos &amp;#039;&amp;#039;Tholos&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Plural &amp;#039;&amp;#039;Tholoi&amp;#039;&amp;#039;) war in der griechisch-römischen [[Antike]] ursprünglich ein sakraler [[Rotunde|Rundbau]] mit oder ohne [[Peristase|Säulenumgang]]. Der Begriff wurde später auf jeden Rundbau und insbesondere das runde Dach ausgedehnt. Daher konnten runde [[Profanbau]]ten ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Tholos&amp;#039;&amp;#039; genannt werden. In römischer Zeit konnte &amp;#039;&amp;#039;Tholos&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|tholus}}) auch den runden Grabbau bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort taucht zuerst in [[Homer]]s [[Odyssee]] (22. Gesang, Verszeilen 442, 459, 466) auf. Daher werden in der Forschung auch [[bronzezeit]]liche Rundbauten, vor allem sogenannte Kuppelgräber des mediterranen Raumes und Rundbauten mit [[Kraggewölbe]], als Tholos bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Wegen der Verwendung des Begriffs bei Homer wurde er zunächst auch für [[Mykenische Kultur|mykenische]] Rundbauten, die sogenannten [[Tholosgräber von Mykene]], benutzt. In Anlehnung hieran wurde der Begriff in der Folge auf Rundbauten anderer vorgeschichtlicher Kulturen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung vorgeschichtlicher Tholoi ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lion-tholos-tomb-at-Mycenae.jpg|mini|Löwentholos in Mykene]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Müller et al A Map of European Megaliths Suppl 4.png|mini|Verbreitung verschiedener Megalithgrabtypen in Europa. Orange: Tholoi]]&lt;br /&gt;
Als älteste Tholoi oder tholosartige Bauten werden die [[Zypern|zypriotischen]] Anlagen von [[Chirokitia]] bezeichnet, die [[Levante|levantinisch]]e Vorläufer zu haben scheinen ([[Jerf el Ahmar]]). Es sind bienenkorbartige Bauten (&amp;#039;&amp;#039;Bienenkorbgräber&amp;#039;&amp;#039;; engl. &amp;#039;&amp;#039;Beehive tombs&amp;#039;&amp;#039;, oder [[Beehive-hut]]s in [[Irland]]), deren Kuppel aus [[Kraggewölbe]]n in [[Trockenmauerwerk]]s&amp;amp;shy;technik bestehen. Tholosartige Bauwerke kommen in fast allen mediterranen Kulturen der [[Metallzeit]] vor, von der [[Levante]] über die [[Provence]] ([[Tholos de la Lauve]]) bis zur [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] und [[atlantik]]nah nordwärts bis zu den [[Britische Inseln|Britischen Inseln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[kupfersteinzeit]]liche [[Iberische Halbinsel|iberisch]]e Kuppelgrab ist ein Rundbau mit mehr oder weniger langem, [[Dromos (Korridor)|Dromos]] genanntem Gang. Bei der Kuppel handelt es sich um eine [[Kraggewölbe|falsche Kuppel]]. Die Kuppeln können vom Boden ausgehen wie bei der [[Tholos do Barro]] und dem [[Kuppelgrab von Monge]] oder sie gehen wie bei [[Alcalar|Alcalar 3]] und [[Huerta Montero]] von einem [[Geschoss (Architektur)#Sockelgeschoss|Sockel]] aus Steinplatten aus, der die in den Untergrund eingetiefte untere Wand auskleidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Toten der iberischen Kupfersteinzeit wurden auch in natürlichen oder künstlichen [[Höhle]]n bestattet. Eine künstliche Höhle wurde meist in Form eines mit einem Gang versehenen [[Iglu]]s aus dem [[Kalkstein]]&amp;amp;shy;felsen herausgearbeitet. Von [[Georg Leisner|Georg]] und [[Vera Leisner]] wurde diese Anlagenform als Felskuppelgräber bezeichnet. Die ersten Felskuppelgräber wurden zwischen 1868 und 1878 von [[Carlos Ribeiro]] bei [[Palmela]] untersucht („künstliche Höhlen von [[Quinta do Anjo]] oder Casal do Pardo“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf [[Kreta]] wurden 94 Tholosgräber gefunden, die aus der frühen [[Bronzezeit]] stammen. Etwa 50 datierbare Tholoi befinden sich im Süden der Insel. Große Funde wurden insbesondere in der [[Messara-Ebene]] und deren Umgebung gemacht, wo 75 Tholosgräber entdeckt wurden, wovon 25 der im Süden Kretas gefundenen Tholosgräber in die Zeitstufe [[Minoische Kultur#Chronologie und Periodisierung|Frühminoisch I]] datiert wurden. Es handelt sich dabei um relativ kleine Kuppelgräber, die etwa 5,50 Meter Durchmesser aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Lesley Fitton: &amp;#039;&amp;#039;Die Minoer&amp;#039;&amp;#039;. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1862-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein größeres [[Mykene|mykenisch]]es Beispiel in fortgeschrittener Stein- und Gewölbetechnik ist das &amp;#039;&amp;#039;[[Schatzhaus des Atreus]]&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich um das älteste Beispiel eines Deckenausbaus unter ausschließlicher Verwendung mittelformatiger Steine. Ähnlich monumentale Grab-Tholoi wurden z.&amp;amp;nbsp;B. 1880 in [[Orchomenos]] und in den 1990ern bei [[Tzanata]] auf [[Kefalonia]] entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Tholoi fanden sich im Innern der zumeist ins 8. bis 5. Jahrhundert datierten [[Sardinien|sardischen]] [[Nuraghe]]n, doch sind davon nur wenige gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike ==&lt;br /&gt;
Die antike Tholos weist meist eine kreisrunde [[Cella]] und einen die Cella konzentrisch umgebenden [[Säule]]numgang auf. Man spricht dann von [[Peripteros|peripteraler]] Tholos. Sie kann im Innern einen weiteren Säulenring oder eine Halbsäulengliederung der Innenwand umfassen. Doch gibt es auch schlichte Lösungen ohne Säulenumgang wie die Tholos auf der [[Agora (Athen)|Agora von Athen]], die antiken Lexigraphen meist als Referenz für ihre Definition des Begriffs Tholos diente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauform der peripteralen Tholos war besonders im 4. Jahrhundert v. Chr. beliebt. Als besonders schönes Beispiel der griechischen Klassik gilt die [[Delphi#Tholos|Tholos der Marmaria]] im [[Athene|Athena]]-Heiligtum in [[Delphi]]. Sie ist zugleich auch eine der bekanntesten. Berühmt ist auch die Tholos von [[Epidauros]], die auch innerhalb der Cella einen Säulenring aufweist. Von diesem inschriftlich &amp;#039;&amp;#039;Thymele&amp;#039;&amp;#039; genannten Bau unbekannter Funktion sind zahlreiche Inschriften mit Bauabrechnungen erhalten. Weitere bekannte Tholoi waren das [[Samothraki#Archäologie|Arsinoeion in Samothrake]] und der Rundtempel für [[Philipp II. (Makedonien)|Philipp II. von Makedonien]] und seine Familie, das sogenannte [[Philippeion]] in [[Olympia (Griechenland)|Olympia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der besterhaltenen Beispiele ist der [[Tempel des Hercules Victor (Rom)|Rundtempel am Tiber]] auf dem [[Forum Boarium]] in [[Rom]], zudem der [[Tempel der Vesta (Forum Romanum)|Vestatempel]] auf dem [[Forum Romanum]], der ebenfalls als peripterale Tholos anzusprechen ist. Gleiches gilt für Tempel B (Tempel der &amp;#039;&amp;#039;Fortuna Huiusce Diei&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Largo di Torre Argentina|Area Sacra di Largo Argentina]] in Rom. Auch der [[Tempel des Hercules Victor (Rom)|Tempel des Hercules Victor]] entspricht dem Bautyp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein der peripteralen Tholos oberflächlich ähnelndes Bauwerk ist der [[Monopteros (Tempel)|Monopteros]], dem jedoch der entscheidende Rundraum, die Cella fehlt. In der antiken Literatur konnte der Begriff Monopteros dennoch gleichbedeutend mit Tholos verwandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
The tholos of the nuraghe Is Paras in Isili.JPG|Ansicht von unten in die Tholos der [[Nuraghe]] [[Is Paras]]&lt;br /&gt;
Tholos Athena Pronaia.JPG|Tholos in Delphi&lt;br /&gt;
Epidauros1969.jpg|Substruktionen der Tholos von Epidauros (1969)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Obwohl die meisten [[Trullo|Trulli]] in [[Apulien]] geschichtlich erst in die Zeit ab dem 16./17. Jahrhundert einzuordnen sind, reichen ihre architektonischen Vorbilder bis zu den antiken Tholosbauten zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antike Tholoi und Monopteroi wurden in der Zeit der [[Renaissance]], des [[Barock]] und des [[Klassizismus]] zum Vorbild für Kapellen sowie für Staffagebauten in [[Barockgarten|französischen]] und [[Englischer Landschaftsgarten|englischen Gärten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nahen Osten werden bis in die Gegenwart Feldställe, Hütten oder Unterstände mit [[Kraggewölbe]]n errichtet, wie die bienenkorbförmigen Lehmgebäude in [[Harran]] (Türkei) oder ähnliche bei [[Aleppo]] und [[Hama (Syrien)|Hama]] (Syrien). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alberobello BW 2016-10-16 13-03-13.jpg|[[Trullo|Trulli]] in [[Alberobello]]&lt;br /&gt;
000Tempietto-San-Pietro-in-Montorio-Rome.jpg|[[Tempietto di Bramante]], Rom (um 1505)&lt;br /&gt;
Pulawy swiatynia sybilli.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Tempel der Sibylle&amp;#039;&amp;#039; im [[Puławy (Garten)|Schlosspark Puławy]], Polen (1798–1802 als Nachbildung des Vestatempels aus Tivoli)&lt;br /&gt;
Mud houses, Syria.jpg|Bienenkorbhäuser bei Aleppo&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rotunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Losehand: &amp;#039;&amp;#039;Häuser für die Herrscher Roms und Athens? Überlegungen zu Funktion und Bedeutung von Gebäude F auf der Athener Agora und der Regia auf dem Forum Romanum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe Antiquitates.&amp;#039;&amp;#039; 42). Kovač, Hamburg 2007, ISBN 978-3-8300-3397-4.&lt;br /&gt;
* Stephen G. Miller: &amp;#039;&amp;#039;Circular Roofing Systems and the Athenian Tholos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Πρακτικά του ΧΙΙ Διεθνούς Συνεδρίου Κλασικής Αρχαιολογίας, Αθήνα, 4–10 Σεπτεμβρίου 1983.&amp;#039;&amp;#039; Band D. Ταμείο Αρχαιολογικών Πόρων και Απαλλοτριώσεων, Αθήνα 1988, S. 134–139, (Akten des Internationalen Kongresses für Klassische Archäologie in Athen 4.–10. September 1983).&lt;br /&gt;
* [[Florian Seiler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Tholos. Untersuchungen zur Entwicklung, Typologie und Funktion kunstmäßiger Rundbauten.&amp;#039;&amp;#039; Philipp von Zabern, Mainz 1986, ISBN 3-8053-0918-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Tempel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Säule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minoische Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mykenische Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tholos| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabkammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Grab)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SJuergen</name></author>
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