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	<title>Third Stream - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T11:45:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Third_Stream&amp;diff=76368&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wildtierreservat: /* Begriff und Entwicklung */</title>
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		<updated>2025-12-09T17:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Begriff und Entwicklung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Third Stream&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;dritte Strömung&amp;#039;&amp;#039;) wird eine von dem US-amerikanischen [[Komponist]]en [[Gunther Schuller]] zu Beginn der [[1950er]] Jahre initiierte Musikrichtung genannt, die Elemente der europäischen [[Neue Musik|Neuen Musik]] mit Elementen des [[Modern Jazz]] verbinden und eine Musik jenseits von [[E-Musik|E-]] und [[U-Musik]] hervorbringen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Schuller prägte den Begriff 1957 in einer Vorlesung an der [[Brandeis University]], um Musik zu beschreiben, die Elemente westlicher [[Kunstmusik]] und des Jazz kombinierte und dabei die „wesentlichen Kennzeichen und Techniken beider“ verbindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Schatt: &amp;#039;&amp;#039;„Jazz“ in der Kunstmusik&amp;#039;&amp;#039;, S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei geht es um die „Verbindung zweier im Materialstand und im künstlerischen Selbstverständnis hochentwickelter Sphären“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Hellhund]]: &amp;#039;&amp;#039;Third Stream. Zum Verhältnis eines strittigen Begriffs und einer mißverständlichen Sache.&amp;#039;&amp;#039; In: Ingrid Karl: &amp;#039;&amp;#039;Jazz op. 3. Die heimliche Liebe des Jazz zur europäischen Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1986, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt;, so dass rein unterhaltende Werke des &amp;#039;&amp;#039;Symphonic Jazz&amp;#039;&amp;#039; eines [[Paul Whiteman]] mit ihren Klassikanleihen oder streicherunterlegte Jazzimprovisationen hier ausgeklammert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komponisten wie [[Robert Graettinger]] (der für [[Stan Kenton]] komplexe Werke komponierte) oder [[Johnny Carisi]] können als Vorläufer des Third Stream gelten. Dieser Ansatz brachte einige exemplarische Werke wie [[Epitaph (Mingus)|Epitaph]] von [[Charles Mingus]] hervor, setzte sich aber nicht auf breiter Front durch und blieb eine Randerscheinung in der Musikgeschichte. Treibende Kräfte dieser Musikrichtung waren neben Schuller und Mingus unter anderen [[Bill Russo]], [[John Lewis (Pianist)|John Lewis]], [[Eddie Sauter]], [[Don Ellis]], [[Ran Blake]] und [[J. J. Johnson]]. [[Mátyás Seiber]] und [[John Dankworth]] schrieben 1958 gemeinsam das Werk &amp;#039;&amp;#039;Improvisations für Jazzband und Orchester&amp;#039;&amp;#039;, das [[Zwölftonmusik]] und [[Improvisation (Musik)|Jazzimprovisationen]] umfasste; im Programmheft zur deutschen Erstaufführung 1965 wurde das Stück als „der am weitesten geglückte Versuch, neue Musik und Jazz unter einen Hut zu bringen“ gewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach {{Webarchiv|url=http://www.schott-musik.de/news/archive/show,3501.html |wayback=20151221160223 |text=Mátyás Seiber: Improvisations (Schott-Verlag)}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Wenn die Aufbruchseuphorie des Third Stream dennoch schon in den sechziger Jahren erlahmte, so hauptsächlich aus zwei Gründen: Einerseits blieb strittig, wie denn nun am schlüssigsten jene Verbindung von Jazz und avancierter E-Musik zu gestalten sei … anderseits zeigte der aufkommende [[Free Jazz]] alternative Wege der Öffnung der erstarrten harmonischen, rhythmischen und formalen Schemata auf, die vielen Jazzhörern plausibler und stimmiger schienen als die als „zerebral“ und „konstruiert“ gescholtenen Third-Stream-Partituren“.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wil&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Niklas Wilson]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Neuen Musik und des Jazz.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Xaver Ohnesorg: &amp;#039;&amp;#039;Die Befreiung der Musik – Ein Einführung in die Musik des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Bergisch Gladbach, Gustav Lübbe Verlag, 1994, S. 337–361.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Musiker wie [[Anthony Braxton]] oder [[Frank Zappa]] blieben dennoch durch diese Richtung in ihrem kompositorischen Schaffen stark beeinflusst, fanden aber eigene Lösungsvorschläge. &amp;#039;&amp;#039;„In den achtziger Jahren freilich, da der Free Jazz seinerseits Verschleißerscheinungen zeigte, wurde die Idee des Third Stream von einer neuen Generation in Jazz und Klassik gleichermaßen bewanderter Musiker wieder aufgegriffen.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wil&amp;quot;/&amp;gt; Jüngere Musiker wie [[James Newton]], [[Anthony Davis (Komponist)|Anthony Davis]] oder [[Franz Koglmann]] nahmen ebenso wie erfahrene Musiker wie [[Allan Botschinsky]] die Herausforderung wieder auf. [[George Lewis (Posaunist)|George Lewis]] kritisierte den Begriff; damit würden lediglich „bestimmte idiomatische Vorannahmen weiter transportiert, das Afrologische wird dem Eurologischen fast schon klischeehaft gegenüber gestellt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Michael Rüsenberg]] |url=https://jazzcity.de/index.php/jazzpolizei/2840-what-you-have-missed-dell-lillinger-westergaard-wittener-tage-fuer-neue-kammermusik |titel=What you have missed: Dell/Lillinger/Westergaard, Wittener Tage für Neue Kammermusik |werk=jazzcity.de |datum=2023-04-23 |abruf=2023-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Relativ neue Werke mit einer Third-Stream-Charakteristik sind &amp;#039;&amp;#039;Alegría&amp;#039;&amp;#039; (2003) von [[Wayne Shorter]], &amp;#039;&amp;#039;Wide Angles&amp;#039;&amp;#039; (2003) von [[Michael Brecker]], &amp;#039;&amp;#039;African Portraits&amp;#039;&amp;#039; (1995) von [[Hannibal Marvin Peterson]], &amp;#039;&amp;#039;Scorched&amp;#039;&amp;#039; (1996–2001) von [[Mark-Anthony Turnage]] und &amp;#039;&amp;#039;Myth of the Cave&amp;#039;&amp;#039; (2002) von [[Yitzhak Yedid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Progressive Jazz]]&lt;br /&gt;
* [[Rhapsody in Blue]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Improvisationsmusik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunther Schuller: &amp;#039;&amp;#039;Musings: The Musical Words of Gunther Schuller&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press 1986. ISBN 0-19-503745-6.&lt;br /&gt;
* Peter W. Schatt: &amp;#039;&amp;#039;„Jazz“ in der Kunstmusik&amp;#039;&amp;#039;. Kassel 1995. ISBN 3-7649-2476-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.jazz.com/dozens/the-dozens-twelve-essential-third-stream-performances 12 Essential Third Stream Performances]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Stil]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wildtierreservat</name></author>
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