<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Thiosulfate</id>
	<title>Thiosulfate - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Thiosulfate"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thiosulfate&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T11:52:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thiosulfate&amp;diff=521373&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert. Abrufdatum aktualisiert.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thiosulfate&amp;diff=521373&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-25T05:36:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert. Abrufdatum aktualisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Thiosulfate-ion-2D-dimensions.png|mini|150px|Thiosulfat-Anion]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sodium thiosulfate pentahydrate.jpg|mini|150px|[[Natriumthiosulfat]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thiosulfate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Derivat (Chemie)|Derivate]] der im freien Zustand unbeständigen [[Thioschwefelsäure]] H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;. Ihre Salze enthalten das Thiosulfat-[[Anion]] S&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;2−&amp;lt;/sup&amp;gt;. Thiosulfat kommt natürlich vor und wird in bestimmten biochemischen Prozessen produziert, z. B. während der [[Desulfurikation|bakteriellen Sulfatreduktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Das Präfix „&amp;#039;&amp;#039;thio&amp;#039;&amp;#039;-“ bedeutet, dass im Vergleich zum [[Sulfate|Sulfat]]-Anion (SO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;2−&amp;lt;/sup&amp;gt;) im Thiosulfat-Anion ein Sauerstoffatom durch ein Schwefelatom ersetzt ist. Das Thiosulfat-Ion ist tetraedrisch und besitzt eine C&amp;lt;sub&amp;gt;3v&amp;lt;/sub&amp;gt;-Symmetrie. Der Abstand zwischen den Schwefelatomen entspricht etwa einer S-S Einfachbindung, während der Abstand zwischen dem zentralen Schwefelatom und den Sauerstoffatomen vergleichbar zu den Abständen im Sulfat-Anion ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wiberg, Egon., Wiberg, Nils, |Titel=Lehrbuch der anorganischen Chemie |Auflage=102., stark umgearbeitete und verb. Aufl |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2007 |ISBN=978-3-11-017770-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus folgt, dass – obwohl Sauerstoff elektronegativer ist – das periphere Schwefelatom eine negative Ladung trägt. Die zweite negative Ladung ist über die drei verbliebenen Sauerstoffatome verteilt. Entsprechend ist in der Thioschwefelsäure ein Proton am peripheren Schwefelatom, das andere an einem der Sauerstoffatome gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wässrige Lösung]]en von Thiosulfaten sind im [[pH-Wert|basischen Milieu]] stabil. In Gegenwart von [[Säuren]] zerfallen sie aufgrund der Unbeständigkeit der freien Thioschwefelsäure in einer [[Disproportionierung]] langsam zu [[Schwefel]], [[Schwefeldioxid]] und Wasser:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{S_2O_3^{2-} + 2 \ H^+ \longrightarrow SO_2 + H_2O + S\downarrow }&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Eisen]](II)-ionen tritt Komplexbildung ein. Diese Reaktion ist gut geeignet, um mit Hilfe von Stoppuhr und Anblick die Abhängigkeit der [[Kinetik (Chemie)#Reaktionsgeschwindigkeit|Reaktionsgeschwindigkeit]] von der [[Temperatur]] und der [[Stoffmengenkonzentration|(Stoffmengen-)Konzentration]] der Reaktionspartner zu demonstrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Das in [[Chemie]] und Technik wichtigste Thiosulfat ist das Natriumsalz und Ammoniumsalz, auch [[Fixiersalz]] genannt. Es wird in der [[Analogfotografie]] zum [[Fixieren (Fotografie)|Fixieren]] der belichteten Materialien (Filme, Fotopapier, Farb- und Schwarzweißmaterial) in der [[Dunkelkammer (Fotografie)|Dunkelkammer]] eingesetzt, da es das unbelichtete und damit unentwickelte [[Silberhalogenid|Silberbromid]] als löslichen Dithiosulfatoargentatkomplex auflöst. Bei Farbmaterial wird auch das reduzierte metallische Silber durch Bleichen entfernt, so dass die Emulsion nach der Verarbeitung silberfrei ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thiosulfat kann dabei u.&amp;amp;nbsp;a. (wie Sulfat) als [[Zähnigkeit|einzähniger]] sowie als zweizähnig-[[Chelatkomplexe|chelatbildender]] [[Ligand]] wirken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Na_2S_2O_3 + AgBr \longrightarrow Na[Ag(S_2O_3)] + NaBr}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2 \ Na_2S_2O_3 + AgBr \longrightarrow Na_3[Ag(S_2O_3)_2] + NaBr}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thiosulfat kann auch als [[Reduktionsmittel]] für [[Halogene]] verwendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Reaktion von Thiosulfat mit dem schwachen Oxidationsmittel [[Iod]] bildet sich unter oxidativer (S-S)-Verknüpfung das [[Polythionsäuren|Tetrathionat]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2 \ S_2O_3^{2-} + I_2 \longrightarrow 2 \ I^- + S_4O_6^{2-}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reaktion findet bei der [[Iodometrie]], ein Bestimmungsverfahren in der [[Analytische Chemie|Analytischen Chemie]], Anwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Blasius, Ewald, Jander, Gerhart |Titel=Jander/Blasius anorganische Chemie. 2 Quantitative Analyse und Präparate |Auflage=16., völlig neu bearb. Aufl |Verlag=Hirzel |Ort=Stuttgart |Datum=2012 |ISBN=3-7776-2133-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinische Anwendung ===&lt;br /&gt;
Natrium-Thiosulfat wurde erfolgreich getestet, um Nebenwirkungen von [[Cisplatin]] zu verhindern. Eine Chemotherapie mit Cisplatin kann bei Kindern mit Hepatoblastom zu bleibender Hörverschlechterung führen. Wurde 6 Stunden nach Chemotherapie Natrium-Thiosulfat infundiert, so traten seltener Hörstörungen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMoa1801109 |titel=Sodium Thiosulfate for Protection from Cisplatin-Induced Hearing Loss {{!}} NEJM |abruf=2018-12-17 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Die Reaktion von [[Salzsäure]] mit Natriumthiosulfat wird als Schulversuch zur Bestimmung der Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von der Temperatur verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.unterrichtsmaterialien-chemie.uni-goettingen.de/material/11-12/V11-139.pdf |titel=Die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von der Temperatur  |titelerg=Die Reaktion &lt;br /&gt;
von Salzsäure mit Natriumthiosulfat bei verschiedenen Temperaturen |werk=Unterrichtsmaterialien Chemie |abruf=2025-11-25 |format=PDF }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;Na2S2O3(aq) + 2 HCl(aq) -&amp;gt; 2 NaCl(aq) + H2O(l) + SO2(g) + S(s) v&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sonnenuntergangsreaktion.jpg|mini|Abfolge des Reaktionsverlaufs]]&lt;br /&gt;
In Gegenwart eines Überschusses an [[Silber]]ionen wird zunächst weißes Silberthiosulfat ausgefällt. Dieses [[Disproportionierung|disproportioniert]] dann zu Sulfid und Sulfat. Die Sulfidionen bilden hierbei mit den Silberionen einen schwarzen Niederschlag, sodass sich der Niederschlag von Silberthiosulfat in einem Farbwechsel von Weiß über Gelb-Orange und Braun zu Schwarz verfärbt. Dies wird zum Nachweis von Thiosulfationen ausgenutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jander, Gerhart, Blasius, Ewald |Titel=Jander/Blasius anorganische Chemie. 1 Einführung und qualitative Analyse : mit 21 Formeln und 79 Tabellen und Poster &amp;quot;Taschenfalter&amp;quot; |Auflage=17., völlig neu bearb. Aufl |Verlag=Hirzel |Ort=Stuttgart |Datum=2012 |ISBN=3-7776-2134-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Reaktion wird auch als &amp;#039;&amp;#039;anorganischer Sonnenuntergang&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Abendrotreaktion&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sonnenuntergangsreaktion&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da der Farbwechsel der Reaktion dem des Sonnenuntergangs ähnelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{S_2O_3^{2-} + 2 \ Ag^+ \longrightarrow Ag_2S_2O_3 \downarrow}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;small&amp;gt;1. Schritt: Thiosulfat wird durch Silberionen sofort als weißes Silberthiosulfat ausgefällt.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Ag_2S_2O_3 + H_2O \longrightarrow Ag_2S + H_2SO_4}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;small&amp;gt;2. Schritt: Das Silberthiosulfat zerfällt (disproportioniert) in Gegenwart von Wasser langsam in [[Silbersulfid]] und [[Schwefelsäure]].&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird hingegen Thiosulfat im Überschuss zugegeben, so reagieren die Silberionen sofort zum oben genannten Dithiosulfatoargentatkomplex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Praktikum Anorganische Chemie/ Thiosulfat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thiosulfat|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
	</entry>
</feed>