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	<title>Thiole - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T18:41:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thiole&amp;diff=107570&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: /* Herstellung */ Formulierung angepasst, eigener Artikel erscheint wenig sinnvoll.</title>
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		<updated>2025-11-01T13:47:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herstellung: &lt;/span&gt; Formulierung angepasst, eigener Artikel erscheint wenig sinnvoll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mercapto Group General Formulae.png|mini|Allgemeine Struktur von Thiolen mit der &amp;lt;span style=&amp;quot;color:blue;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;blau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/span&amp;gt; markierten Thiolgruppe (Mercaptogruppe)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thioalkohole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Organische Chemie|organisch-chemische]] Verbindungen, die eine oder mehrere [[Aliphatische Kohlenwasserstoffe|aliphatisch]] oder [[Aromaten|aromatisch]] gebundene &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thiolgruppen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mercaptogruppen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) (–SH) als [[funktionelle Gruppe]]n tragen. Thioalkohole entsprechen [[Alkohole]]n, deren [[Sauerstoff]]atom durch ein [[Schwefel]]atom ersetzt ist. Wie sich Alkohole und Phenole formal vom [[Wasser]] (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O) ableiten, sind die Thioalkohole und Thiophenole Abkömmlinge des [[Schwefelwasserstoff]]s (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S). &amp;#039;&amp;#039;Alkanthiole&amp;#039;&amp;#039; leiten sich direkt von den [[Alkane]]n mit Thiolgruppe ab. Thioalkohole bilden zusammen mit den [[Thiophenol]]en die Gruppe der Thiole.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nomenklatur ==&lt;br /&gt;
Thioalkohole nennt man aufgrund ihrer Fähigkeit, [[Quecksilber]](II)-Ionen zu binden, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mercaptane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lat. Mercurium captans: Quecksilber fangend). Die Namen einzelner Alkanthiole werden aus dem entsprechenden Namen des [[Alkane|Alkans]] und der Endsilbe &amp;#039;&amp;#039;-thiol&amp;#039;&amp;#039; gebildet, beispielsweise Methanthiol, Ethanthiol usw. Bei Molekülen mit einer funktionellen Gruppe höherer Priorität wird die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;Mercapto-&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Sulfanyl-&amp;#039;&amp;#039;, veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;Sulfhydryl-&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-20-01477|Name=Thiole|Abruf=2014-06-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) verwendet. Darüber hinaus haben viele Alkanthiole [[Trivialname]]n, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Ethylmercaptan&amp;#039;&amp;#039; für Ethanthiol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Durch nukleophile Substitution an [[Halogenkohlenwasserstoffe|Alkylhalogeniden]], [[Sulfonsäuren|Alkylsulfonaten]] oder [[Sulfate|Alkylsulfaten]] mit [[Schwefelwasserstoff|Hydrogensulfiden]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyer-Walter&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Hans Beyer, Wolfgang Walter|Titel=Lehrbuch der Organischen Chemie|Auflage=23|Verlag=S. Hirzel|Ort=Stuttgart|Datum=1998|ISBN=3-7776-0808-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;chem&amp;gt;R-X + SH- -&amp;gt; R-SH + X-&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;chem&amp;gt;X = Cl, Br, I, R-SO3^{-}, RO-SO3^{-}, SO4^{2-}&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nebenprodukte entstehen hier [[Thioether]]:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;chem&amp;gt;R-SH + SH- &amp;lt;=&amp;gt; R-S- + H2S&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;chem&amp;gt;R-S- + R-X -&amp;gt; R-S-R + X-&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bildung von Thioethern kann durch einen Überschuss von Schwefelwasserstoff unterdrückt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frei von Thioethern erhält man Thioalkohole durch [[Alkylierung]] von [[Thioharnstoff]] mit Alkylhalogeniden und anschließendes Erhitzen mit [[Natronlauge]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyer-Walter&amp;quot; /&amp;gt; Als Intermediat bildet sich hier ein Isothioronium-Salz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: [[Datei:Thiole-Synthese.svg|700px]]&amp;lt;!-- Klammer unvollständig&lt;br /&gt;
 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synthese kann auch durch Umsetzung von Alkoholen mit Schwefelwasserstoff an [[Aluminiumoxid]] als [[Katalysator]] erfolgen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyer-Walter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
: &amp;lt;chem&amp;gt;R-OH + H2S -&amp;gt; R-SH + H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Addition von [[Schwefelwasserstoff]] an endständige [[Olefine]] entstehen ebenfalls Thiole:&amp;lt;ref name=&amp;quot;fremy&amp;quot;&amp;gt;{{Patent|Land=DE|V-Nr=6031183|Titel=Katalytisches Verfahren zur Herstellung von Alkylmercaptanen durch Additionsreaktion von Wasserstoffsulfid an ein Olefin|V-Datum=2003-09-23|Erfinder= Georges Fremy, Nadina Essayem, Michael Lacroix, Elodie Zausa}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;chem&amp;gt;R-CH=CH2 + H2S -&amp;gt; R-CH2CH2SH&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Chemische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Als [[Homologe Reihe|Homologe]] der Alkohole – Schwefel steht in der gleichen [[Hauptgruppe]] wie Sauerstoff – gehen Thioalkohole ähnliche Reaktionen ein. Ihre Salze heißen [[Thiolate]]; die Anionen sind gute [[Nukleophilie|Nukleophile]]. Weiterhin sind sie [[Reduktion (Chemie)|Reduktionsmittel]], die beispielsweise vielfach in der [[Proteinchemie]] eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die S–H-Bindung schwächer ist als die O–H-Bindung, sind Thioalkohole stärker sauer als die analogen Alkohole und bilden bereits in wässriger NaOH-Lösung Thiolate. Ferner lassen sich Thiole im Gegensatz zu Alkoholen oxidativ zu [[Disulfide]]n [[Dimerisation|dimerisieren]]; dies ist wichtig bei [[Protein]]en, in denen zwei [[Aminosäure]]-Ketten über [[Cystein]]-Einheiten verknüpft sein können, wobei [[Cystin]]-[[Derivat (Chemie)|Derivate]] entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Physikalische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Thioalkohole sieden niedriger als die analogen Alkohole, da [[Schwefel]] aufgrund der geringeren [[Elektronegativität]] zum Wasserstoff schwächere Wasserstoffbrückenbindungen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Toxizität ===&lt;br /&gt;
Flüchtige Thiole, vor allem die kurzkettigen Homologe, riechen besonders widerwärtig. Sie wirken [[Toxizität|toxisch]] auf das [[Zentralnervensystem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Spilogale gracilis.jpg|mini|[[Fleckenskunks|Westlicher Fleckenskunk]] (&amp;#039;&amp;#039;Spilogale gracilis&amp;#039;&amp;#039;), dessen Analsekret Thioalkohole enthält.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Skunk-Spray-Thiols Structural Formulae V.2.svg|mini|hochkant|Thioalkohole im Drüsensekret des Stinktieres.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Aromastoffe findet man Thioalkohole u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Milch]], [[Käse]], [[Zwiebel]]n und [[Knoblauch]]. Sie werden bei Abbau- und [[Fäulnis]]prozessen von organischem Material frei, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Biogasanlage]]n. Mehrere Thioalkohole kommen im Drüsensekret des [[Stinktier]]s vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Legrum&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Wolfgang Legrum |Titel=Riechstoffe, zwischen Gestank und Duft |Verlag=Vieweg + Teubner |Datum=2011 |Seiten=55 |ISBN=978-3-8348-1245-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Beispiele für das Vorkommen von Thiolen sind Rohöl und das Kondensat aus der Erdgasgewinnung. Das Erdgaskondensat aus dem von [[Katar]] und dem [[Iran]] erschlossenen Gasfeld &amp;#039;&amp;#039;[[South-Pars-Gasfeld|South Pars]]&amp;#039;&amp;#039; kann bis zu 3000 [[parts per million|ppm]] Mercaptane enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Thioalkohole ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acetylcystein]]&lt;br /&gt;
* [[Dimercaptobernsteinsäure]]&lt;br /&gt;
* [[Dimercaptopropansulfonsäure]]&lt;br /&gt;
* [[Ethanthiol]] (Ethylmercaptan)&lt;br /&gt;
* [[Dithiothreitol]] (DTT)&lt;br /&gt;
* [[Dithioerythrit]]ol (DTE)&lt;br /&gt;
* [[Captopril]]&lt;br /&gt;
* [[Coenzym A]]&lt;br /&gt;
* [[Cystein]]&lt;br /&gt;
* [[Penicillamin]]&lt;br /&gt;
* [[1-Propanthiol]]&lt;br /&gt;
* [[2-Propanthiol]]&lt;br /&gt;
* [[Glutathion]]&lt;br /&gt;
* [[Homocystein]]&lt;br /&gt;
* [[Mesna]]&lt;br /&gt;
* [[Methanthiol]] (Methylmercaptan)&lt;br /&gt;
* [[Thiophenol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Insbesondere lineare Thiole wie [[Hexadecanthiol]] finden in neuerer Zeit verstärkt Anwendung beim Aufbau selbstorganisierender Monoschichten (&amp;#039;&amp;#039;Self Assembling Monolayers&amp;#039;&amp;#039;, SAM). Die hohe [[Affinität (Chemie)|Affinität]] der Thiolgruppe zu [[Münzmetalle]]n, vor allem [[Gold]], führt dazu, dass sich die Thiole spontan in einer hochgeordneten Schicht zusammenlagern, wenn ein Goldsubstrat einer Thiollösung exponiert wird. Sind die Thiole geeignet funktionalisiert, wie zum Beispiel mit ss[[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] oder Proteinen, bildet dieses System die Grundlage für [[Biosensor]]en (Biacore). Die metallkomplexierende Eigenschaft wird in verschiedenen [[Antidot]]en gegen [[Schwermetallvergiftung]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Blei]], [[Quecksilber]] oder [[Cadmium]]) genutzt. Ein weiterer antidotischer Effekt liegt in der [[Reduktion (Chemie)|reduzierenden]] Eigenschaft der Sulfhydrylgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden Brenngasen wie [[Erdgas]] oder [[Campinggas]] Gemische aus Methanthiol, Ethanthiol, Propan-1-thiol und [[2-Methyl-2-propanthiol]] ([[tertiär (Chemie)|&amp;#039;&amp;#039;tert&amp;#039;&amp;#039;]]-Butylmercaptan, TBM) als [[Odorierung]]smittel beigemengt. Sie erzeugen den „Gasgeruch“, da Erdgas bzw. Methan selbst geruchlos sind, und tragen zur sicheren Verwendung dieser [[Brennstoff]]e bei. Dies kann auch unbeabsichtigte Folgen haben. Ein Beispiel dafür ist die versehentliche Freisetzung des Odorierungsmittels am 16. Januar 2001 durch das Stadtlabor [[Bern]]s, wonach die Altstadt wegen &amp;#039;&amp;#039;Gasgeruchs&amp;#039;&amp;#039; für den Verkehr gesperrt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.news.ch/Gasgeruch+in+Berner+Altstadt/29975/detail.htm|titel=Gasgeruch in Berner Altstadt|werk=new.ch|datum=2001-01-16|zugriff=2019-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Thiol}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4185267-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thiol|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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