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	<title>Think Big - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T05:59:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Jesi: /* Geschichte */ BKL-Link</title>
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		<updated>2025-09-13T12:38:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; BKL-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Wirtschaftsstrategie in Neuseeland, für die gleichnamige US-amerikanische Filmkömodie aus dem Jahr 1990 siehe [[Highway Chaoten]]; für die gleichnamige Deutsche Comedy-Serie siehe [[Think Big!]].}}&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Think Big&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|englisch]]: &amp;#039;&amp;#039;to think = denken&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;big = groß&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet die in den 1980er Jahren in [[Neuseeland]] durchgeführte Wirtschaftsstrategie. Damals handelte es sich bei dem nun weitgehend [[Deregulierung|deregulierten]] und [[Privatisierung|privatisierten]] Pazifikstaat um eine [[Gelenkte Volkswirtschaft]], deren Wirtschaft größtenteils vom Staat bestimmt wurde. Das Projekt, hinter dem [[Robert Muldoon]], der damalige [[Premierminister von Neuseeland|Premierminister]] der [[New Zealand National Party]], stand, wurde zur Verringerung der Abhängigkeit von anderen Ländern sowie zur Lösung der enormen wirtschaftlichen Probleme des Landes ins Leben gerufen. Das Projekt sah die Errichtung von überdimensionierten industriellen Einrichtungen und infrastrukturelle Verbesserungen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Clyde Dam.jpg|mini|250px|Der Clyde-Staudamm in [[Central Otago]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tranzrail bumblebee.jpg|mini|250px|Elektrifiziertes Teilstück des North Island Main Trunk]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiwai Point Aluminium Smelter.jpg|mini|250px|Die Aluminiumschmelze am Tiwai Point]]&lt;br /&gt;
In den späten 1970er-Jahren litt die neuseeländische Wirtschaft unter mehreren Faktoren:&lt;br /&gt;
* der [[Ölkrise]] von 1973,&lt;br /&gt;
* einer extrem hohen [[Inflation]]srate&lt;br /&gt;
* dem Wegfallen des wichtigsten Handelspartners – [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] – nach dessen Beitritt zur [[Europäische Gemeinschaft|Europäischen Gemeinschaft]].&lt;br /&gt;
1978 erhöhte die [[OPEC]] ihre Preise für [[Erdöl]] nochmals und ein Jahr später fand die [[Islamische Revolution]] im [[Iran]] statt und dieses Land förderte zu diesem Zeitpunkt kein Öl mehr. 1979 sollte es zur zweiten Ölkrise kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination von Inflation und wirtschaftlicher Stagnation – in den 1970ern etablierte sich für dieses Phänomen das [[Kofferwort]] „[[Stagflation]]“ – machte damals den meisten der wichtigen Industrieländer zu schaffen. Die Inflationsprobleme hingen auch zusammen mit dem Scheitern eines Systems weitgehend fester Wechselkurse („[[Bretton-Woods-System]]“), das 1944/45 etabliert worden war. Das System war vor allem an den USA gescheitert, die über ihre Verhältnisse lebten (siehe auch [[Vietnamkrieg]], [[Wettrüsten]], [[Apollo-Programm]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 wurde [[William Birch (Politiker)|William Birch]] Energieminister Neuseelands. Er sah die ausgiebigen Reserven an [[Erdgas]] rund um den [[Mount Taranaki]] als Chance für die marode Wirtschaft. Nachdem 1979 eine weitere Ölkrise begann, verbot man den Verkauf von Benzin an Feiertagen und führte die &amp;#039;&amp;#039;Carless Days&amp;#039;&amp;#039; ein. Dabei musste jeder private Autofahrer an einem Tag der Woche auf das Autofahren verzichten. Vergehen gegen dieses Verbot wurden mit hohen Geldstrafen belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen [[Ölpreis]]e wirkten sich negativ auf das ohnehin schon vorhandene [[Außenhandelsdefizit]] aus, da Ölimporte einen großen Bestandteil der Gesamtimporte des Landes ausmachen. Die Realisierung verschiedener Think-Big-Projekte hatte als Ziele, die starke Abhängigkeit von [[Import]]en (besonders im Ölbereich) zu verringern, die Wirtschaft anzukurbeln und einer ausgeglichenen [[Außenhandelsbilanz]] näher zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Projekte ==&lt;br /&gt;
Den Kern der Think-Big-Strategie bildeten drei Hauptprojekte: Dazu zählte zum einen die Erweiterung der [[Ölraffinerie]] am [[Marsden Point]] nahe [[Whangārei]], außerdem die Errichtung einer zum [[ExxonMobil|Mobil]]-Konzern gehörigen Fabrik zur Herstellung von [[Synthetischer Kraftstoff|synthetischem Benzin]] sowie eine Fabrik zur Herstellung von [[Methanol]] für den Export. Es wurde Erdgas aus einem Feld in der [[Tasmansee]] zu Methanol umgewandelt und daraus im Folgenden zu [[Motorenbenzin|Benzin]] weiterverarbeitet. Da die Ölpreise kurz darauf aber wieder sanken, wurde die letzte Stufe dieser Umwandlung unwirtschaftlich und bald darauf beendet. Der am [[Clutha River/Mata-Au|{{lang|en|Clutha River}}/{{lang|mi|Mata-Au}}]] errichtete [[Clyde-Staudamm]] wurde damals gebaut, um die nahe gelegene [[Aluminiumschmelze]] mit genügend Energie versorgen zu können und bildet heute das größte [[Laufwasserkraftwerk]] des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen Projekte sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die [[Methanol]]-Fabrik in Waitara bei [[New Plymouth]]&lt;br /&gt;
* das Ammonia/urea-Ölfeld in [[Kapuni]] bei New Plymouth&lt;br /&gt;
* eine Anlage zur Erzeugung von synthetischem Benzin in [[Motunui]] bei New Plymouth&lt;br /&gt;
* die Erweiterung der [[Erdölraffinerie|Raffinerie]] am Marsden Point nahe Whangārei&lt;br /&gt;
* die Erweiterung des [[New Zealand Steel|New-Zealand-Steel]]-Stahlwerks in [[Glenbrook (Neuseeland)|Glenbrook]] bei [[Pukekohe]]&lt;br /&gt;
* die [[Elektrifizierung]] der [[North Island Main Trunk Railway|North-Island-Main-Trunk]]-Strecke zwischen [[Hamilton (Neuseeland)|Hamilton]] und [[Palmerston North]]&lt;br /&gt;
* die Erweiterung der [[Aluminium]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;schmelze&amp;lt;/nowiki&amp;gt; am [[Tiwai Point]] bei [[Bluff (Neuseeland)|Bluff]]&lt;br /&gt;
* sowie der Clyde-Staudamm am {{lang|en|Clutha River}}/{{lang|mi|Mata-Au}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen der Think-Big-Ära ==&lt;br /&gt;
Bis heute gibt es keine abschließende Studie darüber, ob die Think-Big-Politik für die neuseeländischen Wirtschaft von Nutzen war oder ob sie nur die [[Staatsverschuldung]] erhöhte. Dabei sind die Meinungen sehr gespalten. Während diese Projekte im Hinblick auf die Umwelt sicherlich schlecht waren, wären Neuseelands Probleme mit der [[Zahlungsbilanz]] in den späten 1980er Jahren ohne diese Projekte um einiges höher ausgefallen. Noch heute erwirtschaften einige dieser Fabriken hohe Gewinne, was für deren Produktivität spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.techhistory.co.nz/ThinkBig/ThinkBig.htm Techhistory – Think Big] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikgeschichte (Neuseeland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1970er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1980er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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