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	<title>Thesaurierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T06:59:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thesaurierung&amp;diff=135174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Robert Wetzlmayr: Formulierung nach gültiger Rechtschreibung.</title>
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		<updated>2025-03-31T06:39:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formulierung nach gültiger Rechtschreibung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thesaurierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|[[thesauros]]}}, „Schatzhaus“) ist im [[Finanzwesen]] die Bezeichnung für die Nicht-[[Ausschüttung]] von [[Gewinn]]en in [[Unternehmen]] oder für einen bestimmten [[Investmentfonds]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Thesaurierung ist allgemein die Anhäufung von [[Geld]] wie beispielsweise das [[Hortung|Horten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bank_Lexikon/hpOeBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Thesaurierung+lexikon&amp;amp;pg=PA1833&amp;amp;printsec=frontcover Josef Löffelholz, &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1983, Sp. 1833]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmen (in Deutschland) ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Aspekte ===&lt;br /&gt;
Werden [[Jahresüberschuss|Gewinne]] im Unternehmen einbehalten und nicht an die [[Gesellschafter]] ausgeschüttet, spricht man von [[Gewinnthesaurierung]]. Erwirtschaftete Gewinne sollen dabei im Unternehmen verbleiben, was durch [[Zuführung (Rechnungswesen)|Zuführung]] zu den [[Gewinnrücklage]]n (§{{§|272|hgb|juris}} Abs. 3 [[Handelsgesetzbuch|HGB]], {{§|266|hgb|juris}} Abs. 3 lit. A III HGB) in der [[Bilanz]] geschieht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Betriebswirtschaft/N5BdDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Thesaurierung+lexikon&amp;amp;pg=PA663&amp;amp;printsec=frontcover Wolfgang Lück (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 663]&amp;lt;/ref&amp;gt; Folge dieser [[Eigenfinanzierung]], [[Innenfinanzierung]] und [[Selbstfinanzierung]] ist eine – [[ceteris paribus]] – höhere [[Eigenkapitalquote]]. Für  [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaften]] besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Gewinnthesaurierung nach {{§|150|akt|juris}} Abs. 2 [[Aktiengesetz (Deutschland)|AktG]] ([[Rücklage#Gesetzliche Rücklagen|gesetzliche Rücklage]]). Voraussetzung der Gewinnthesaurierung bei [[Personengesellschaft]]en ist, dass der Gewinn durch [[Bilanzierung]] und nicht durch [[Einnahmenüberschussrechnung]] ermittelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Rechtsformen_und_Rechtsformwahl/gFQFuEBxu9EC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Thesaurierung&amp;amp;pg=PA164&amp;amp;printsec=frontcover Susanne Hierl/Steffen Huber, &amp;#039;&amp;#039;Rechtsformen und Rechtsformwahl&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 164]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gewinnthesaurierung ist eine Art der Gewinnverwendung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handelsrecht ===&lt;br /&gt;
Der [[Bundesgerichtshof]] (BGH) stellte im März 1996 fest, dass es eine [[Priorität]] der Thesaurierung vor der [[Gewinnausschüttung]] nicht gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 29. März 1996, Az.: II ZR 263/94 = {{Rspr|BGHZ 132, 263}}, 276&amp;lt;/ref&amp;gt; Vielmehr gehe das Gesetz vom Vollausschüttungsanspruch der Gesellschafter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steuerrecht ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Thesaurierungsbegünstigung}}&lt;br /&gt;
Sind gemäß {{§|34a|estg|juris}} [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]] in dem [[Zu versteuerndes Einkommen|zu versteuernden Einkommen]] nicht entnommene Gewinne aus [[Landwirtschaft|Land-]] und [[Forstwirtschaft]], [[Gewerbebetrieb]] oder [[Selbständigkeit (beruflich)|selbständiger Arbeit]] enthalten, so ist die [[Einkommensteuer (Deutschland)|Einkommensteuer]] für diese Gewinne auf Antrag des [[Steuerpflicht]]igen ganz oder teilweise mit einem [[Steuersatz (Steuerrecht)|Steuersatz]] von 28,25 Prozent zu berechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der niedrigeren Steuerlast soll die Bildung von [[Eigenkapital]] gefördert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Investmentfonds ==&lt;br /&gt;
Die meisten [[Investmentfonds]] schütten ihre [[Kapitalertrag|Kapitalerträge]] ([[Dividende]]n, [[Zinsertrag|Zinserträge]]) an die [[Inhaber]] der [[Investmentzertifikat]]e aus. Behalten sie diese Erträge jedoch ein und verwenden sie für die Wiederanlage, handelt es sich um &amp;#039;&amp;#039;Thesaurierungsfonds&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred B.J. Siebers, Martin Weigert: &amp;#039;&amp;#039;Börsen-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1998, [https://www.google.de/books/edition/B%C3%B6rsen_Lexikon/IaJsDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Thesaurierung+lexikon&amp;amp;pg=PA323&amp;amp;printsec=frontcover S.&amp;amp;nbsp;323]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Garantiefonds]] können Thesaurierungsfonds sein, wenn sie anfallende Erträge einbehalten und wieder anlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thesaurierung sorgt gegenüber der Ausschüttung oft für eine [[überproportional]]e Steigerung des Fondsanteilwertes, vergleichbar dem [[Zinseszins]]-Effekt bei Geldanlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einkommenssteuer in deutschsprachigen Ländern ===&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] unterliegen thesaurierende Fonds einer jährlichen Besteuerung einbehaltener Erträge (sog. &amp;#039;&amp;#039;„ausschüttungsgleiche Erträge“&amp;#039;&amp;#039;) mit 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – unabhängig von einer tatsächlichen Ausschüttung (§ 186 [[Investmentfondsgesetz 2011|InvFG 2011]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/i/2011/77/P186/NOR40216229 |titel=RIS - Investmentfondsgesetz 2011 § 186 - Bundesrecht konsolidiert |abruf=2025-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Auch Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen werden pauschal mit 27,5 % KESt besteuert, wobei keine Spekulationsfrist gilt (§ 93 Abs. 1 [[Einkommensteuergesetz (Österreich)|EStG]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1988/400/P93/NOR40133311 |titel=RIS - Einkommensteuergesetz 1988 § 93 - Bundesrecht konsolidiert |abruf=2025-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Steuerabwicklung erfolgt automatisch bei inländischen „Meldefonds“ (registrierten Fonds), während Anleger bei „Nicht-Meldefonds“ die Erträge selbst deklarieren müssen. Anders als in Deutschland existiert keine [[Vorabpauschale]]; die Besteuerung basiert stattdessen auf realisierten Fondserträgen (z. B. Zinsen, Dividenden oder interne Verkäufe). Der einheitliche Steuersatz und die automatische Abführung bei Meldefonds sollen administrative Hürden minimieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] muss der [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]]  sowohl ausgeschüttete als auch thesaurierte Erträge sowie Gewinne aus der Veräußerung von Fondsanteilen bei der [[Einkommensteuer (Deutschland)|Einkommensteuer]] als [[Einkünfte aus Kapitalvermögen (Deutschland)|Einkünfte aus Kapitalvermögen]] gemäß {{§|20|estg|juris}} Abs. 1 Nr. 3, 3a EStG versteuern. Bei thesaurierenden [[Publikumsfonds]] wird jährlich eine [[Vorabpauschale]] besteuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] unterliegen thesaurierende Fonds keiner direkten Besteuerung einbehaltener Erträge. Stattdessen werden sie im Rahmen der Vermögenssteuer erfasst, bei der der Marktwert der Fondsanteile jährlich deklariert werden muss. Ausschüttungen aus Fonds (z. B. Dividenden oder Zinsen) werden als Einkommen besteuert und unterliegen der Einkommenssteuer auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen sind steuerfrei, sofern die Anteile im Privatvermögen gehalten wurden. Bei ausländischen Fonds wird eine Quellensteuer von 35 % auf Ausschüttungen einbehalten, die jedoch über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Anders als in Deutschland oder Österreich existiert keine Vorabpauschale oder ähnliche Regelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Liechtenstein]] unterliegen thesaurierende Fonds keiner direkten Besteuerung einbehaltener Erträge. Stattdessen werden sie im Rahmen der Vermögenssteuer erfasst, bei der der Marktwert der Fondsanteile jährlich deklariert werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Luxemburg]] unterliegen thesaurierende Fonds ebenfalls keiner direkten Besteuerung einbehaltener Erträge. Sie werden jedoch im Rahmen der Vermögenssteuer erfasst, sofern der Gesamtwert des Vermögens die Freigrenze überschreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sondertarife gem. §§ 34 und 34a EStG.&amp;#039;&amp;#039; In: Christiana Djanani, Gernot Brähler, Christian Lösel: &amp;#039;&amp;#039;Ertragssteuern.&amp;#039;&amp;#039; 4. überarbeitete und aktualisierte Auflage. Lucius &amp;amp; Lucius Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8252-2549-0, S. 192–206, hier: &amp;#039;&amp;#039;Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG&amp;#039;&amp;#039; (S. 196–206)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thesaurierungsbegünstigung.&amp;#039;&amp;#039; In: Cord Grefe: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmenssteuern.&amp;#039;&amp;#039; 14., aktualisierte und ergänzte Auflage. NWB Verlag, Herne 2011, ISBN 978-3-470-58544-4, S. 240–250.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Thesaurierung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7593387-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Investmentfonds]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalmaßnahme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Robert Wetzlmayr</name></author>
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