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	<title>Theophil Stengel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theophil_Stengel&amp;diff=1225730&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 10. April 2026 um 22:39 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-10T22:39:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Theophil Stengel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1905]] in [[Bodersweier]]; † [[9. Oktober]] [[1995]] in [[Brühl (Baden)]]) war ein deutscher Chorleiter, Komponist und [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] [[Musikwissenschaftler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stengel war der Sohn eines Pfarrers. Nach einem musikwissenschaftlichen Studium promovierte er mit einer [[Dissertation]] unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Klavierkonzerts von Liszt bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Zum 1. Dezember 1931 trat er in die [[NSDAP]] ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 738.803).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42941343&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee590&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 590.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er ab 1935 Mitglied der [[Reichsmusikkammer]] in der Fachschaft Musikerziehung. Zunächst arbeitete er in der Rechtsabteilung, später war er Referent für [[Ariernachweis|Abstammungsnachweise]] nach den [[Nürnberger Rassegesetze]]n und damit einer der Hauptverantwortlichen für die Berufsverbote.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee590&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stengel wurde hauptsächlich bekannt als Co-Autor des rassistischen &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Juden in der Musik|Lexikons der Juden in der Musik]]&amp;#039;&amp;#039; zur „Ausmerzung alles Fremdländischen“, das er zusammen mit [[Herbert Gerigk]] herausgab. Nach Angaben Gerigks hatte Stengel das meiste dazu beigetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee591&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 591.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Nachschlagewerk sollte Veranstalter von der „versehentlichen“ Aufführung von Werken „jüdischer“ und „[[Halbjude|halbjüdischer]]“ Komponisten abhalten, alle jüdischen Musikausübenden erfassen, hauptsächlich aber fest in der deutschen Musiktradition stehende Komponisten wie etwa [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] und [[Gustav Mahler]] durch Lügen und bewusst falsche Quellenauslegung diffamieren und abwerten. Schon kurz nach dem [[Anschluss Österreichs]] am 13. März 1938 hatte Stengel in der Presse auf die „Verjudete Wiener Musik“ hingewiesen und [[Arnold Schönberg]] als „Musik[[scharlatan]] […], der jüdischerseits oft als &amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039; Repräsentant der [[Wiener Schule (Moderne)|modernen Musik]] bezeichnet worden ist“, verunglimpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Theo Stengel: &amp;#039;&amp;#039;Vor dem 13. März: Verjudete Wiener Musik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 96. Nr. 92 vom 21. April 1938, S. (4); Sperrdruck gemäß Vorlage ([https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/6130676 online] bei [[Zeitungsportal NRW]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörte Stengel von 1941 bis 1944 verschiedenen Einheiten der [[Sicherungstruppen]] der [[Geheime Feldpolizei (Wehrmacht)|Feldgendarmerie-Ersatzabteilung]] der [[Wehrmacht]] an, wobei er vom 1. November 1942 bis Mai 1943 im [[Ghetto Litzmannstadt]] stationiert war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee591&amp;quot; /&amp;gt; Daneben schrieb er weiterhin für nationalsozialistische Musikzeitschriften, beispielsweise im August 1942 über &amp;#039;&amp;#039;Die Juden in der Musik&amp;#039;&amp;#039; in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Volksmusik&amp;#039;&amp;#039;: „Obwohl […] seitens der zuständigen Stellen immer und immer wieder auf die allgemeine zersetzende Gefahr des Judentums hingewiesen wird und zudem feststeht, daß der Krieg, den das nationalsozialistische Deutschland jetzt um seinen Bestand führt, von dem Weltjudentum heraufbeschworen ist, kann man zuweilen die Beobachtung machen, daß eine restlose Ausmerzung der jüdischen Musik immer noch nicht erfolgt ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständiges Zitat bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 591.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 war Stengel als Unteroffizier der [[Deutsche Dienststelle (WASt)|Feldgendarmerie (WASt)]] in [[Deutsche Besetzung Griechenlands|Griechenland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee591&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Stengel 1946 kurz in US-Internierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee591&amp;quot; /&amp;gt; Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. Anschließend wurde er Musiklehrer und zog nach [[Heiligkreuzsteinach]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee591&amp;quot; /&amp;gt; Er starb 1995 in Brühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eva Weissweiler]], Lilli Weissweiler: &amp;#039;&amp;#039;Ausgemerzt! Das Lexikon der Juden in der Musik und seine mörderischen Folgen.&amp;#039;&amp;#039; Dittrich-Verlag, Köln 1999, ISBN 3-920862-25-2 (enthält neben einer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte: S. 181–375: Theo Stengel: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Juden in der Musik.&amp;#039;&amp;#039; Faksimile der Ausgabe Berlin 1940).&lt;br /&gt;
* Willem de Vries: &amp;#039;&amp;#039;Sonderstab Musik. Organisierte Plünderungen in Westeuropa 1940–45.&amp;#039;&amp;#039; Dittrich, Köln 1998, ISBN 3-920862-18-X.&lt;br /&gt;
* [[Josef Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Musik im Dritten Reich. Eine Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1966 (&amp;#039;&amp;#039;ro-ro-ro-Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039; 818/820).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5.&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 7308–7311. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121614204}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Rainer Sieb |url=https://osnadocs.ub.uni-osnabrueck.de/bitstream/urn:nbn:de:gbv:700-2007091013/2/E-Diss699_Thesis.pdf |titel=Der Zugriff der NSDAP auf die Musik. Zum Aufbau von Organisationsstrukturen für die Musikarbeit in den Gliederungen der Partei |titelerg=Dissertation an der Universität Osnabrück |datum=2007 |format=pdf, 1,6 MB |abruf=2025-10-28 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Gisela Probst-Effah |url=http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Mus_volk/scripten/probst/rassismus.html |titel=Musik und Rassismus |werk=uni-koeln.de |datum=2004 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070825185745/http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Mus_volk/scripten/probst/rassismus.html |archiv-datum=2007-08-25 |abruf=2025-10-28 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121614204|LCCN=no99041723|VIAF=13168640}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stengel, Theophil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor (Antisemitismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Griechenlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stengel, Theophil&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stengel, Karl Theophil (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musikwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bodersweier]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Oktober 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brühl (Baden)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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