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	<title>Theodor von Sickel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_von_Sickel&amp;diff=359311&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Ergänzungen</title>
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		<updated>2026-01-13T10:23:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Theodor Sickel.jpg|mini|Theodor Sickel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sickel, Theodor von (1826-1908).jpg|mini|Theodor Sickel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MEZ 1908 04 24 18 sickel.png|mini|Todesanzeige für Theodor Sickel in der [[Meraner Zeitung]] vom 24. April 1908]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Sickel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1884 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritter von Sickel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Dezember]] [[1826]] in [[Aken (Elbe)|Aken]]; † [[21. April]] [[1908]] in [[Meran]], [[Südtirol]]) war ein deutsch-österreichischer [[Historiker]] und [[Diplomatik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Theodor Sickel wurde in eine streng protestantische Pastorenfamilie hineingeboren und begann 1845 – entsprechend der Familientradition einer engagierten Kirchentätigkeit – in [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Halle]] ein Studium der [[Evangelische Theologie|evangelischen Theologie]]. Später wechselte er nach [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], wo er sich für das Studium der Geschichte entschied. [[Promotion (Doktor)|Promoviert]] wurde er 1850 an der Universität Halle mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Ducatus Burgundiae quo modo et quo jure translatus est ad gentem Valesiam?&amp;#039;&amp;#039; Da er aktiv an der [[Revolution von 1848/49|1848er Revolution]] teilgenommen hatte und gegen die [[Preußen|preußische Politik]] nach 1848 eingestellt war, ging er nach [[Paris]], wo er die [[École nationale des chartes]] besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Auftrag des französischen Unterrichtsministeriums führte er Archivforschungen in Oberitalien über die Beziehung der [[Sforza]]s zu [[Frankreich]] durch, wo er bereits Kontakte zu österreichischen Historikern knüpfte. Später wurde sein französischer Forschungsauftrag auf Wien erweitert, wo er seit 1855 ansässig war. 1857 wurde er außerordentlicher Universitätsprofessor und Mitglied des [[Institut für Österreichische Geschichtsforschung|Instituts für Österreichische Geschichtsforschung]] (IfÖG). 1867 wurde er Ordinarius, von 1869 bis 1891 war er Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Hier widmete er sich in erster Linie der Ausbildung in den [[Historische Hilfswissenschaften|Historischen Hilfswissenschaften]] [[Diplomatik]], [[Paläographie]] und [[Chronologie]]. Seit 1870 war er auch wirkliches Mitglied der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften]]. Die [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]] nahm ihn 1868 als korrespondierendes Mitglied auf; seit 1886 war er auswärtiges Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/theodor-ritter-von-sickel/| titel=Mitglieder: Theodor Ritter von Sickel| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2026-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1876 war er korrespondierendes und seit 1900 auswärtiges Mitglied der [[Preußische Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-theodor-ritter-1884-von-sickel-2570 |titel=Mitglieder – historisch: Theodor Ritter von Sickel |hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] |abruf=2026-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1884 wurde er als auswärtiges Mitglied in die [[Bayerische Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|2923 |Name=Theodor Ritter von Sickel |Datum=12. Januar 2026}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1890 in die [[Académie des Inscriptions et Belles-Lettres]] aufgenommen. Nach der Öffnung der [[Vatikanisches Apostolisches Archiv|vatikanischen Archive]] durch Papst [[Leo XIII.]] gründete er 1881 das [[Österreichisches Historisches Institut in Rom|Österreichische Historische Institut in Rom]], das er zwischen 1891 und 1901 auch persönlich leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Auszeichnungen zählten die Erhebung in den erblichen [[Österreichischer Adel|österreichischen Ritterstand]] (1884), der Titel eines [[Hofrat|k. u. k. Hofrates]] und ein Sitz im [[Herrenhaus (Österreich)|Herrenhaus]] des [[Reichsrat (Österreich)|österreichischen Reichsrates]] (ab 1889). 1902 erhielt er den [[Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst|Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst]]. 1932 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Theodor-Sickel-Gasse&amp;#039;&amp;#039; in Wien-[[Favoriten]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sickel war mit Anna Semper (1843–1908), einer Tochter des Architekten [[Gottfried Semper]], kinderlos verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Leistung ==&lt;br /&gt;
Sickel stellte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die [[Diplomatik]] (Urkundenlehre) auf neue Grundlagen. In erster Linie widmete er sich der Ausarbeitung der diplomatischen Methode des Schrift- und Diktatvergleichs bei den frühmittelalterlichen Urkunden, die sich jedoch auch an jüngeren Quellen als tragfähig erwies und die er bei mehreren Editionen und analytischen Studien fast zur Perfektion ausbaute. 1875 wurde er in die [[Monumenta Germaniae Historica]] aufgenommen, wo er sogleich Mitglied der Zentraldirektion und Leiter der Diplomata-Abteilung wurde. Im Rahmen dieser Tätigkeit edierte er mehr als 1300 Diplome des 10. Jahrhunderts von [[Konrad I. (Ostfrankenreich)|Konrad I.]] bis [[Otto III. (HRR)|Otto III.]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunden Konrads I., [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrichs I.]] und [[Otto I. (HRR)|Ottos I.]]&amp;#039;&amp;#039; (MGH Diplomata 1, 1879); &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunden [[Otto II. (HRR)|Ottos II.]]&amp;#039;&amp;#039; (MGH Diplomata 2/1, 1888); &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunden Ottos III.&amp;#039;&amp;#039; (MGH Diplomata 2/2, 1893). Sickel war einer der ersten Historiker, der moderne technische Methoden ([[Fotografie]]) einsetzte: Neben dem Tafelwerk &amp;#039;&amp;#039;Monumenta graphica medii aevi&amp;#039;&amp;#039;, in das kodikologische und diplomatische Quellen der Habsburgermonarchie aufgenommen wurden, publizierte er die Kaiserurkunden in Abbildungen, teilweise zusammen mit [[Heinrich von Sybel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sickel war auch Begründer des Periodikums &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Monumenta graphica medii aevi ex archivis et bibliothecis imperii Austriaci Fasc. I–X.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1859–1882.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Diplomatik I–VIII.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1861–1882.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Acta regum et imperatorum Karolinorum digesta et ennarata.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Urkundenlehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Urkundenregesten.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1867.&lt;br /&gt;
* mit [[Heinrich von Sybel]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaiserurkunden in Abbildungen. Lieferung I–XI.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1880–1891.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;MGH. Diplomata regum et imperatorum Germaniae.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Conradi I., Heinrici I. et Ottonis I. Diplomata&amp;#039;&amp;#039;; Band 2,1: &amp;#039;&amp;#039;Ottonis II. Diplomata&amp;#039;&amp;#039;, 1888; Band 2,2: &amp;#039;&amp;#039;Ottonis III. Diplomata.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1879–1884.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Römische Berichte.&amp;#039;&amp;#039; 5 Bände. Gerold, Wien 1895–1901.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Römische Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. [[Leo Santifaller]]. Universum, Wien 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Sickel, Theodor|34|215|219}}&lt;br /&gt;
* [[Emil von Ottenthal]]: &amp;#039;&amp;#039;Theodor von Sickel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 29, 1908, S. 545–559.&lt;br /&gt;
* [[Michael Tangl]]: &amp;#039;&amp;#039;Theodor von Sickel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 33, 1908, S. 773–781.&lt;br /&gt;
* [[Horst Fuhrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;„Sind eben alles Menschen gewesen“. Gelehrtenleben im 19. und 20. Jahrhundert. Dargestellt am Beispiel der Monumenta Germaniae Historica und ihrer Mitarbeiter.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1996, S. 49 ([https://www.mgh.de/storage/app/media/uploaded-files/Geschichte%20der%20MGH_Sind%20eben%20alles%20Menschen%20gewesen.pdf online]).&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|12|223|224|Sickel (Friedrich Adolf) Theodor von|[[Winfried Stelzer]]}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|309|311|Sickel, Friedrich Adolf Theodor Ritter von|Winfried Stelzer|118797026}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Theodor von Sickel}}&lt;br /&gt;
* {{RegestaImp|Sickel, Theodor|Art=Autor}}&lt;br /&gt;
* [https://www.parlament.gv.at/WWER/PARL/J1848/Sickel.shtml &amp;#039;&amp;#039;Sickel, Theodor Ritter von (1884) Dr. phil.&amp;#039;&amp;#039;] Kurzbiografie auf der Website des [[Österreichisches Parlament|Österreichischen Parlaments]]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118797026}}&lt;br /&gt;
* [https://monuments.univie.ac.at/index.php?title=Theodor_von_Sickel Dänkmähler der Uni Wien:Theodor von Sickel]&lt;br /&gt;
* [http://bioeg.hypotheses.org/1072 &amp;#039;&amp;#039;Nachlass Theodor von Sickel: Bestandsverzeichnis online.&amp;#039;&amp;#039;] In: BIÖG, Blog des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung&lt;br /&gt;
* [http://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/1//24.04.1908/44202/1 Nachruf in der &amp;#039;&amp;#039;Meraner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 24. April 1908]. Digitalisat der [[Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118797026|VIAF=66599526}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sickel, Theodor von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1826]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sickel, Theodor von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-österreichischer Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Dezember 1826&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aken (Elbe)|Aken]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. April 1908&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Meran]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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