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	<title>Theodor Thalheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:17:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_Thalheim&amp;diff=2334886&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;René Thiemann: Linkfix.</title>
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		<updated>2026-03-29T18:03:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Thalheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. März]] [[1847]] in [[Oleśnica|Oels]], [[Provinz Niederschlesien|Niederschlesien]]; † [[4. Februar]] [[1921]] in [[Breslau]]) war ein deutscher Lehrer, [[Klassische Philologie|Klassischer Philologe]] und [[Rechtshistoriker]]. Er ist besonders als Editor der attischen Redner und als Kenner des griechischen Staatsrechts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Theodor Thalheim, der älteste Sohn des Landgerichtsrates Albert Thalheim, besuchte von 1858 bis 1865 das [[Oelser Gymnasium|Gymnasium in Oels]], das er mit Auszeichnung abschloss. Ab Ostern 1865 studierte er Klassische Philologie an den Universitäten [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]], [[Universität Leipzig|Leipzig]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und  [[Universität Breslau|Breslau]]. Dabei beschäftigte er sich auch mit Philosophie, Germanistik und Rechtswissenschaft. Aus einer Berliner Preisschrift über eine Gerichtsrede des [[Lysias]] entwickelte er seine Abschlussarbeit. Anders als viele andere ging er nicht den Weg der [[Promotion (Doktor)|Promotion]]. Im November 1868 unterbrach er sein Studium für ein Jahr, um beim 1. Schlesischen Grenadierregiment Militärdienst zu leisten. Ab Ostern 1870 bereitete er sich in Breslau auf das Staatsexamen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Juli 1870 der [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französische Krieg]] ausbrach, meldete sich Thalheim freiwillig zum Kriegsdienst. Er nahm an den Schlachten bei [[Schlacht von Weißenburg|Weißenburg]] und [[Schlacht bei Wörth|Wörth]] teil und wurde zum Leutnant der Reserve befördert. Nach der [[Belagerung von Paris (1870–1871)|Belagerung von Paris]] wohnte er am 18. Januar 1871 der [[Deutsche Reichsgründung|Kaiserproklamation]] im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles bei und wurde wenige Tage später mit einigen anderen Offizieren dem Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr bereitete sich Thalheim auf das Staatsexamen vor, das er am 25. Februar 1872 bestand. Er erhielt die volle Lehrbefähigung für die Fächer Deutsch, Latein, Griechisch und Französisch, für Erdkunde und Geschichte bis zur Untersekunda. Zu Ostern 1872 begann Thalheim das Probejahr am Realgymnasium zu Reichenbach und am Gymnasium zu Ratibor. Am 1. April 1873 stellte ihn die Stadt Breslau als „ordentlichen Lehrer“ am [[Elisabet-Gymnasium|Elisabeth-Gymnasium]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Universitätsstadt Breslau konnte Thalheim neben dem Schuldienst seine wissenschaftlichen Interessen verfolgen. Er beschäftigte sich seit seinem Studium mit den attischen Rednern. Sein Gehalt ermöglichte ihm verschiedene Forschungsreisen, auf denen er zahlreiche Handschriften [[Kollation (Philologie)|kollationierte]]. 1880 reiste er nach London, 1881 nach Florenz, Rom und Neapel. Trotz dieser günstigen Arbeitsbedingungen wechselte Thalheim 1882 in die kleinere Stadt [[Brzeg|Brieg]], wo er eine Oberlehrerstelle am Königlichen Gymnasium erhalten hatte. Er konnte dort (anders als in Breslau) Unterricht in der Oberstufe erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem Wechsel nach Brieg begann für Thalheim eine abwechslungsreiche Berufsphase. 1885 kehrte er nach Breslau zurück, um am neu eingerichteten König-Wilhelm-Gymnasium zu unterrichten. Zum 14. Mai 1888 wurde Thalheim zum Direktor des Gymnasiums zu [[Piła|Schneidemühl]] in Westpreußen ernannt. 1893 kehrte er nach Schlesien zurück, als Direktor des Gymnasiums zu [[Jelenia Góra|Hirschberg]]. Von Januar bis September 1897 war er nebenamtlich mit der kommissarischen Verwaltung einer Provinzialschulratsstelle in Breslau betraut. In Hirschberg leitete Thalheim ab Ostern 1899 auch das neu eingerichtete pädagogische Seminar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf wechselte Thalheim endgültig in die Schulverwaltung: Zum 1. Februar 1900 wurde er zum Provinzialschulrat ernannt, am 5. Februar zum Mitdirektor des Pädagogischen Seminars in Breslau. Ab September 1907 leitete er die wissenschaftliche Prüfungskommission für die Lehramtskandidaten. Seit dem 22. Januar 1908 war er [[Geheimrat|Geheimer Regierungsrat]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] leitete er kommissarisch das Provinzialschulkollegium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus gesundheitlichen Gründen trat Thalheim zum 1. Juli 1916 in den Ruhestand. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm der [[Kronenorden (Preußen)|Kronenorden]] 2. Klasse verliehen. Kurz darauf legte Thalheim auch den Vorsitz der wissenschaftlichen Prüfungskommission nieder. In seinen letzten Jahren widmete er sich vor allem seinen wissenschaftlichen Arbeiten. Er starb nach längerer Krankheit (fortschreitende Lähmung der Gliedmaßen) am 4. Februar 1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Als Forscher beschäftigte sich Thalheim besonders mit den griechischen Rednern. Nach Handschriftenstudien in verschiedenen europäischen Bibliotheken erstellte er kritische Editionen von [[Lykurgos von Athen]], [[Deinarchos]], [[Lysias]], [[Isaios]], [[Xenophon]] und [[Antiphon von Rhamnus]]. Über die Beschäftigung mit den attischen Rednern wurde Thalheim zum Spezialisten des griechischen Staatsrechts. Als solcher besorgte er die Neubearbeitung des &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuchs der griechischen Rechtsalterthümer&amp;#039;&amp;#039; von [[Karl Friedrich Hermann]] in der dritten (1884) und vierten Auflage (1895). Diese Neubearbeitungen werden auch nach den Verfassern als „Hermann-Thalheim“ zitiert. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste erhielt Thalheim am 28. Juli 1902 die philosophische [[Ehrendoktor]]würde der Universität Breslau und am 2. Juli 1909 die juristische Ehrendoktorwürde der [[Universität Genf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thalheim schrieb von 1892 bis zu seinem Tode 293 Artikel für die &amp;#039;&amp;#039;[[Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft|Realenzyklopädie der klassischen Altertumswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, darunter auch einen 10 Doppelspalten umfassenden Artikel über [[Demosthenes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Des Lysias Rede für Polystratus&amp;#039;&amp;#039;. Breslau 1876 (Programm des Elisabeth-Gymnasiums)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lycurgi oratio in Leocratem&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1880&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dinarchi orationes tres&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1886&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lysiae orationes, editio maior&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1901. Zweite, verbesserte Auflage Leipzig 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lysiae orationes, editio minor&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1901. Zweite Auflage Leipzig 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Isaei orationes. Post Carolum Scheibium iterum edidit&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1903. Nachdruck Leipzig 1963&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Demosthenes’ Neun Philippische Reden&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1906&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Xenophontis scripta minora&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1910. Zweite Auflage Leipzig 1915&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Antiphontis orationes et fragmenta. Post Frid. Blaß edidit&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Thalheim&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Jahrbuch für Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;. 44. Jahrgang (1924), S. 139–160 ([https://archive.org/details/BiogJb1924/page/n141/mode/2up Digitalisat], mit Schriftenverzeichnis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117624217|TYP=Literatur von}}&lt;br /&gt;
* {{BBF Personaldaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117624217|LCCN=n/85/814868|VIAF=19766626}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thalheim, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Breslau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Genf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Preußen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thalheim, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Thalheim, Arthur Franz Theodor&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Lehrer, Klassischer Philologe und Rechtshistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. März 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oleśnica|Oels]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;René Thiemann</name></author>
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