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	<title>Theodor Schiemann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: ISBN-Format, Commons hinzugefügt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-03-22T20:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN-Format, Commons hinzugefügt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Theodor Schiemann.jpg|mini|Theodor Schiemann ([[Heliogravüre]] von [[Rudolf Dührkoop]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Schiemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|17|7|1847|Link=1}} in [[Grobiņa|Grobin]], [[Kurland]]; † [[26. Januar]] [[1921]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Historiker]], [[Archivar]], Professor für Osteuropäische Geschichte in Berlin, politischer Schriftsteller und Begründer der Osteuropaforschung in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Theodor Schiemann war ein Mitglied der [[Deutsch-Balten|deutschbaltischen]] Familie Schiemann, die von &amp;#039;&amp;#039;konservativ-nationalem Denken&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;christlich-protestantischem Glauben&amp;#039;&amp;#039; geprägt war. Er besuchte das [[Academia Petrina|Gymnasium in Mitau]] und studierte von 1867 bis 1872 an der [[Kaiserliche Universität Dorpat|Kaiserlichen Universität Dorpat]] [[Geschichte]]. Hier wurde ihm [[Carl Schirren (Historiker)|Carl Schirren]] und dessen Kampf gegen die [[Russifizierung]] des [[Baltikum]]s zum Vorbild.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|22|741|742|Schiemann, Theodor|Helmut Altrichter|118794981}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend arbeitete es als Hauslehrer in Mitau sowie als Archivar in [[Danzig]]. 1874 wurde er an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] promoviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ostdt&amp;quot;&amp;gt;{{OstdtBio|schiemann-theodor|Schiemann, Theodor}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Vierhaus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Biographische Enzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-25030-9, S.&amp;amp;nbsp;849.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später schrieb er über diese Zeit in seinen Erinnerungen: &amp;#039;&amp;#039;Was ich ins bürgerliche Leben mitnahm, war ein festes deutschnationales Bewusstsein, und der Entschluss, mein Leben der deutschen Sache in den Ostseeprovinzen zu widmen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach Klaus Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Osteuropäische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Reimer Hansen (Historiker)|Reimer Hansen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichtswissenschaft in Berlin im 19. und 20. Jahrhundert. Persönlichkeiten und Institutionen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 1992, ISBN 3-11-012841-1, S.&amp;amp;nbsp;553–570, hier S.&amp;amp;nbsp;556.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiemann heiratete Caroline von Mulert und bekam fünf Kinder, darunter die spätere [[Botanik]]erin [[Elisabeth Schiemann]]. Um die Familie zu versorgen, fand er Beschäftigung als Gymnasiallehrer in [[Viljandi|Fellin]] und ab 1883 als Stadtarchivar in [[Tallinn|Reval]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Schiemann als politischer Publizist.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Rütten &amp;amp; Loening, Frankfurt am Main / Hamburg 1956, S.&amp;amp;nbsp;19. (= &amp;#039;&amp;#039;Nord- und osteuropäische Geschichtsstudien.&amp;#039;&amp;#039; Band 1).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der [[Russifizierung]]spolitik unter Zar [[Alexander III. (Russland)|Alexander III.]] übersiedelte Schiemann, wie viele andere Deutschbalten, 1887 mit der Familie nach Berlin, wo [[Heinrich von Treitschke]] sein Mentor wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Hiden]]: &amp;#039;&amp;#039;Defender of minorities. Paul Schiemann 1876–1944.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hurst, London 2004, ISBN 1-85065-751-3, S.&amp;amp;nbsp;5.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1889 fand er eine Anstellung im Geheimen Staatsarchiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; Schiemann lehrte an der [[Kriegsakademie]]. Er wurde Angehöriger der [[Rudolstädter Senioren-Convent|RSC-Corps]] Holsatia Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;CORPS – das Magazin.&amp;#039;&amp;#039; (Deutsche Corpszeitung), 110 Jahrgang, Heft 1/2008, S.&amp;amp;nbsp;25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er konnte sich schnell [[Habilitation|habilitieren]] und wurde an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] Privatdozent für mittlere und neuere Geschichte. 1892 erhielt er die neu eingerichtete außerordentliche Professur für osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Universität. Mit 30. Juni 1902 gelang Schiemann die Gründung des &amp;#039;&amp;#039;Seminars für osteuropäische Geschichte und Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, dem Grundstein für die Institutionalisierung der deutschen Osteuropaforschung. Er wurde Anfang 1906 zum ordentlichen Professor berufen und zählte zu den Herausgebern der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für osteuropäische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Osteuropäische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Reimer Hansen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichtswissenschaft in Berlin im 19. und 20. Jahrhundert. Persönlichkeiten und Institutionen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 1992, ISBN 3-11-012841-1, S.&amp;amp;nbsp;553–570, hier S.&amp;amp;nbsp;558 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dittmar Dahlmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hundert Jahre Osteuropäische Geschichte. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08528-9, S.&amp;amp;nbsp;7; und 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodor Schiemann starb am 26.&amp;amp;nbsp;Januar 1921 im Alter von 73&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin. Die Beisetzung erfolgte auf dem [[Alter Garnisonfriedhof|Alten Garnisonsfriedhof]] an der [[Linienstraße (Berlin)|Linienstraße]] im heutigen Ortsteil [[Berlin-Mitte]]. Das Grabmal ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1. S.&amp;amp;nbsp;61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizistisches und politisches Wirken ===&lt;br /&gt;
Die vierbändige &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte Russlands]] unter [[Nikolaus I. (Russland)|Nikolaus I.]]&amp;#039;&amp;#039;, sein Lebenswerk, ist eine stark personenbezogene Darstellung, bei der die Diplomatiegeschichte immer im Vordergrund steht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ostdt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 bis 1893 schrieb Schiemann als Berliner Korrespondent der [[Allgemeine Zeitung (19. Jahrhundert)|Münchener Allgemeinen Zeitung]] und von 1892 bis 1914 für die Neue Preußische Zeitung, die „[[Kreuzzeitung]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; Er vertrat dabei eine &amp;#039;&amp;#039;Politik der Stärke&amp;#039;&amp;#039; und eine außenpolitische Konzeption, die das „Miteinander“ Deutschlands und [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritanniens]] und das „Nebeneinander“ [[Deutsches Kaiserreich|Deutschlands]] und [[Russisches Kaiserreich|Russlands]] zum Inhalt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Schiemann als politischer Publizist.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Rütten &amp;amp; Loening, Frankfurt am Main / Hamburg 1956, S.&amp;amp;nbsp;86. (= &amp;#039;&amp;#039;Nord- und osteuropäische Geschichtsstudien&amp;#039;&amp;#039;, Band 1).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fachgebiet der Osteuropäischen Geschichte war damals in hohem Maße mit der Politik verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Osteuropäische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Reimer Hansen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichtswissenschaft in Berlin im 19. und 20. Jahrhundert. Persönlichkeiten und Institutionen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 1992, ISBN 3-11-012841-1, S.&amp;amp;nbsp;553–570, hier S.&amp;amp;nbsp;555.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine Bücher und die politischen Artikel in der Kreuzzeitung erregte Schiemann die Aufmerksamkeit Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelms II.]] und es entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis, durch das Schiemann als Berater vor allem in Fragen den [[Baltikum]]s politischen Einfluss ausüben konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Schiemann als politischer Publizist.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Rütten &amp;amp; Loening, Frankfurt am Main / Hamburg 1956, S.&amp;amp;nbsp;9 f. (= &amp;#039;&amp;#039;Nord- und osteuropäische Geschichtsstudien&amp;#039;&amp;#039;, Band 1).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;John Hiden: &amp;#039;&amp;#039;Defender of minorities. Paul Schiemann 1876–1944.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hurst, London 2004, ISBN 1-85065-751-3, S.&amp;amp;nbsp;39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] propagierte Schiemann in einer Vielzahl von Schriften die „russische Gefahr“ und vertrat eine [[Kriegsziele im Ersten Weltkrieg#Deutsches Reich|annexionistische Politik]] in Bezug auf das Baltikum. Er wurde der &amp;#039;&amp;#039;beredte Advokat der Vorstellung&amp;#039;&amp;#039;, dass &amp;#039;&amp;#039;wir aus dem Ostseeland ein deutsches Gemeinwesen schaffen müssten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrike von Hirschhausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzen der Gemeinsamkeit. Deutsche, Letten, Russen und Juden in Riga 1860–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-35153-4, S.&amp;amp;nbsp;364.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Medium dienten ihm mehrere deutsch-baltische Vereinigungen. In seiner [[Memorandum|Denkschrift]] &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Ostseeprovinzen Rußlands&amp;#039;&amp;#039; vertrat er im April 1915 die These, [[Estland|Est-]], [[Livland|Liv-]] und Kurland bildeten eine geographische und kulturelle Einheit und seien für das Reich nicht nur wegen ihres deutschen Charakters, sondern auch wegen ihrer handelspolitischen Bedeutung von Interesse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ostdt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte offizielle deutsche „Randstaatenpolitik“ war vor allem von der „Schiemannschule“ und ihrer &amp;#039;&amp;#039;Lehre vom russischen Nationalitätenstaat&amp;#039;&amp;#039; beeinflusst. Schiemanns „Osteuropäische Schule“ die von [[Paul Rohrbach]] geführt wurde, prägte diese „Randstaatenpolitik“, also die Auflösung des multinationalen Russlands, entscheidend mit.&amp;lt;ref&amp;gt;Oleh S. Fedyshyn: &amp;#039;&amp;#039;Germany&amp;#039;s Drive to the East and the Ukrainian Revolution 1917–1918&amp;#039;&amp;#039;. New Brunswick/New Jersey 1971, S.&amp;amp;nbsp;21 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutschbaltische Publizisten wie Schiemann und Rohrbach beeinflussten die überwiegend antirussisch und [[Ukraine|ukrainophil]] eingestellte öffentliche Meinung in Deutschland nachhaltig und begünstigten dadurch die Politik der deutschen Regierung der „Revolutionierung“ oder „Befreiung“ der [[Geschichte der Ukraine|Ukraine]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Borowsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ukrainepolitik 1918 unter besonderer Berücksichtigung der Wirtschaftsfragen.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck/Hamburg 1970, S.&amp;amp;nbsp;16 und 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz ihrer [[Germanisierung]]stendenzen, wie geplante Ansiedlungen von Russlanddeutschen im Baltikum, war die „Schiemannschule“ erbitterter Gegner der [[Alldeutscher Verband|Alldeutschen]] und gehörte zu deren schärfsten propagandistischen Gegnern. Sie wollte im Gegensatz zur alldeutschen „Herrenvolkattitüde“ den osteuropäischen „Randvölkern“ Autonomie gewähren.&amp;lt;ref&amp;gt;Oleh S. Fedyshyn: &amp;#039;&amp;#039;Germany&amp;#039;s Drive to the East and the Ukrainian Revolution 1917–1918&amp;#039;&amp;#039;. New Brunswick/New Jersey 1971, S.&amp;amp;nbsp;25 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch mit dem politischen [[Liberalismus]] gab es scharfe Auseinandersetzungen, insbesondere persönliche zwischen Theodor und seinem Neffen, dem Politiker [[Paul Schiemann]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike von Hirschhausen: &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzen der Gemeinsamkeit. Deutsche, Letten, Russen und Juden in Riga 1860–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-35153-4, S.&amp;amp;nbsp;115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;John Hiden: &amp;#039;&amp;#039;Defender of minorities. Paul Schiemann 1876–1944.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hurst, London 2004, ISBN 1-85065-751-3, S.&amp;amp;nbsp;31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die russische [[Februarrevolution 1917]] brachte der „Schiemannschule“ und den ukrainischen Publizisten erheblichen Aufwind, weil ihre Pläne realer wurden, und sie versuchten mehr Einfluss auf die zivile und militärische Führung des Reiches zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Oleh S. Fedyshyn: &amp;#039;&amp;#039;Germany&amp;#039;s Drive to the East and the Ukrainian Revolution 1917–1918&amp;#039;&amp;#039;. New Brunswick/New Jersey 1971, S.&amp;amp;nbsp;42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schiemann 1918 vom Kaiser zum Kurator der Universität der eroberten Stadt [[Tartu|Dorpat]] ernannt wurde, sprach er in seiner Eröffnungsrede von der &amp;#039;&amp;#039;Befreiung Alt-Livlands vom Zwang russischer Tyrannei und vom Druck russischen Größenwahns&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ostdt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodor Schiemann galt als der Russlandkenner Deutschlands. Dabei hielt er das Russische Reich für „morbid“, nur durch die „Klammer der Autokratie“ zusammengehalten. Sein Bild des [[Russen|russischen Volkes]] war dabei geprägt von Vorurteilen, da er ihm wegen seiner angeblichen orientalischen Orientierung politische Unmündigkeit attestierte, was er als das Resultat der langjährigen autokratischen Herrschaft beschrieb. Schiemanns Verdienst war es, die Grundlagen für die wissenschaftliche Erforschung Russlands im Deutschland gelegt zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ostdt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Schiemanns Töchter sind Edith Schiemann (1876–1976), die seit 1904 mit dem Kunsthistoriker [[Friedrich Rintelen (Kunsthistoriker)|Friedrich Rintelen]] (1881–1926) verheiratet war, und die Botanikerin [[Elisabeth Schiemann]] (1881–1972).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen Russlands]], korrespondierendes Mitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der älteste schwedische Kataster Liv- und Estlands: eine Ergänzung zu den baltischen Güterurkunden&amp;#039;&amp;#039; (im Auftrage der [[Felliner Literärische Gesellschaft|Felliner literärischen Gesellschaft]]). Reval : F. Kluge, 1882 ([https://dspace.ut.ee/handle/10062/35312 Digitalisat] der [[Universität Tartu]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rußland, Polen und Livland bis ins 17. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 1886/1887 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Geschichte in Einzeldarstellungen]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliothek russischer Denkwürdigkeiten]].&amp;#039;&amp;#039; 7 Bände. 1894–1895.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Rußlands.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände. 1904–1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roderich von Engelhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Universität Dorpat in ihrer geistesgeschichtlichen Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;. Franz Kluge, Reval 1933 (Nachdruck 1969), S. 348 f.&lt;br /&gt;
* Kurt Zeisler: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Schiemann als Begründer der deutschen imperialistischen Ostforschung.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Halle 1963.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Meyer (Historiker)|Klaus Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Russland, Theodor Schiemann und Victor Hehn.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Norbert Angermann]], [[Michael Garleff]], [[Wilhelm Lenz (Historiker, 1939)|Wilhelm Lenz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ostseeprovinzen, Baltische Staaten und das Nationale.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Gert von Pistohlkors]] zum 70. Geburtstag. Lit, Münster 2005, ISBN 3-8258-9086-4 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Baltischen Historischen Kommission&amp;#039;&amp;#039;, 14), S.&amp;amp;nbsp;251–288&lt;br /&gt;
* Wilhelm Lenz: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Schiemanns Revaler Jahre (1883–1887).&amp;#039;&amp;#039; In: Norbert Angermann, Michael Garleff, Wilhelm Lenz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ostseeprovinzen, Baltische Staaten und das Nationale.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Gert von Pistohlkors zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Lit, Münster 2005, ISBN 3-8258-9086-4,  (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Baltischen Historischen Kommission&amp;#039;&amp;#039;, 14), S. 227–250.&lt;br /&gt;
* [[Carola L. Gottzmann]] / Petra Hörner: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und St. Petersburgs&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11019338-1, S. 1132–1136.&lt;br /&gt;
* Ludmilla Gelwich: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Schiemann Und die deutsche Russlandpolitik 1887–1918:        Politische Publizistik als patriotische Pflicht&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh und Brill, Paderborn 2022, ISBN 978-3-506-79361-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118794981}}&lt;br /&gt;
* {{OstdtBio|schiemann-theodor|Schiemann, Theodor}}&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000110235709|NAME=Schiemann, Theodor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118794981|LCCN=no/2006/100474|VIAF=30333117}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schiemann, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osteuropahistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurator der Universität Tartu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gouvernement Kurland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen Russlands]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schiemann, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juli 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grobiņa|Grobin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Januar 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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