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	<title>Theodor Roeingh - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:27:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_Roeingh&amp;diff=1467720&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A. Hartong: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-06-04T14:49:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:RoeinghTheodor.jpg|mini|hochkant|Theodor Roeingh]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Joseph Julius Roeingh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. November]] [[1882]] in [[Beverungen]]; † [[1945]] im KZ Sachsenhausen&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=nid%3D118818090 die Angaben] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&amp;lt;/ref&amp;gt;, in Parchim&amp;lt;ref&amp;gt;BIORAB-Online von [[Wilhelm Heinz Schröder]]&amp;lt;/ref&amp;gt; oder im KZ Bergen-Belsen)&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Schumacher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Droste-Verlag, Düsseldorf 1991, ISBN 3-7700-5162-9, S. 468f.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Landwirt]] und [[Politiker]] ([[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Leben im Kaiserreich (1882 bis 1919) ===&lt;br /&gt;
Roeingh wurde als Sohn eines Gutshofbesitzers geboren. Bis 1896 besuchte er die [[Volksschule]] in Beverungen, danach ein [[humanistisches Gymnasium]] in [[Paderborn]]. Nach dem Abitur, das er im Februar 1902 ablegte, absolvierte Roeingh von 1902 bis 1903 eine landwirtschaftliche Lehre auf einem Gut in Westfalen. Später studierte er von 1908 bis 1910 [[Landwirtschaft]] und [[Volkswirtschaft]] in [[Göttingen]]. Das Studium brach er vorzeitig ab. Stattdessen bewirtschaftete er das väterliche Gut bei Beverungen, das er später auch übernahm. 1914 heiratete er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1917 nahm Roeingh am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, in dem er mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik (1919 bis 1933) ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg begann Roeingh, sich verstärkt in der katholischen [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]] zu engagieren. 1919 wurde er Stadtverordnetenvorsteher in Beverungen. Im April 1924 wurde Roeingh Mitglied des [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtages]], dem er bis zum Februar 1930 angehörte, als er sein Mandat niederlegte. Im Nachrückverfahren übernahm der spätere Reichskanzler [[Franz von Papen]] Roeinghs Mandat.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard W. Rolfs: &amp;#039;&amp;#039;The Sorcerer&amp;#039;s Apprentice. The Life of Franz Von Papen&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben saß er auch im Kreistag und im Kreisausschuss. Am 11. Februar 1930 wurde Roeingh zum [[Ministerialdirektor]] ernannt und mit der Leitung der Domänenabteilung des [[Preußisches Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten|Preußischen Ministeriums für Landwirtschaft, Domänen und Forsten]] beauftragt. Am 1. Dezember 1932 wurde Roeingh als Beamter in den einstweiligen Ruhestand versetzt (Ministerialdirektor z. D.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf kommunaler Ebene nahm Roeingh eine lange Reihe von organisatorischen und politischen Funktionen wahr: Seit 1921 war er Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisvereins und des Waldbauvereins für den [[Kreis Höxter]]. Seit 1927 war er Präsident des Hauptvereins zur Förderung des landwirtschaftlichen Bezirks [[Paderborner Land]]. Im selben Jahr wurde er Vorsitzender des Bezirksverbandes des Westfälischen Landesvereins, Bezirk Paderborner Land. 1928 wurde Roeingh Mitglied des Aufsichtsrates und des Arbeitsausschusses der Deboktulag Berlin. Seine sämtlichen Ehrenämter legte er am 13. Februar 1930 nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Reichstagshandbuch für die 8. Legislaturperiode der Weimarer Republik, 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Tätigkeit in der Landwirtschaft wurde er unter anderem mit der &amp;#039;&amp;#039;Plakette der Landwirtschaftskammer Westfalen und des Reichsverbandes zur Zucht und Prüfung deutscher Warmblüter&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Reichstagswahl März 1933|Reichstagswahl im März 1933]] wurde Roeingh als Kandidat des Zentrums für den Wahlkreis 17 (Westfalen Nord) in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt, dem er bis zum November desselben Jahres angehörte. Das wichtigste parlamentarische Ereignis, an dem Roeingh während seiner Abgeordnetenzeit beteiligt war, war die Verabschiedung des [[Ermächtigungsgesetz]]es im März 1933, das unter anderem auch mit Roeinghs Stimme beschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1933 verlor Roeingh auf Grund des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] seine Pension. § 2 des Gesetzes bot die Möglichkeit, seit November 1918 eingestellten Beamten auch die Pension abzuerkennen. Da Roeingh weder ein akademisches noch ein staatliches Examen abgelegt hatte, fehlte ihm die laut Gesetz vorgeschriebene notwendige oder übliche Vorbildung. Nach widersprüchlichen Angaben erhielt er ab Juli 1933&amp;lt;ref&amp;gt;Detlefs J. Blesgen: &amp;#039;&amp;#039;Financiers, Finanzen und Finanzierungsformen des Widerstandes&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder ab Juli 1938&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, &amp;#039;&amp;#039;M.d.R.&amp;#039;&amp;#039;, S. 468f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Gnadenruhegehalt von 230, später von 250 [[Reichsmark]]. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] verdiente Roeingh seinen Lebensunterhalt als Handelsvertreter für Gegenstände des Kirchenbedarfs, wie Kirchenkerzen und [[Messwein]]&amp;lt;ref&amp;gt; Gemeindearchiv Kirchhundem, Bestand Amt Kirchhundem, Teil 2, Nr. 227; Die Wein-Großhandlung C. &amp;amp; H. Müller, Flape, beantragte am 19. Februar 1934 für ihren Mitarbeiter Ministerialdirektor a.&amp;amp;nbsp;D. Theodor Roeingh eine Gewerbelegitimationskarte.&amp;lt;/ref&amp;gt;, und den Vertrieb von Stoffen für Ordenshäuser, dann als Angestellter für die Schwedter Hagelversicherung sowie eine Paderborner Kohlen- und Baustoffhandlung. 1942 wurde er notgedrungen wieder Landwirt.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlefs J. Blesgen: &amp;#039;&amp;#039;Financiers, Finanzen und Finanzierungsformen des Widerstandes&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1944 wurde Roeingh im Rahmen der [[Aktion Gitter]] von der [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizei]] verhaftet und zunächst im Gestapo-Gefängnis [[Schildesche|Bielefeld-Schildesche]] gefangen gehalten. Vermutlich ab Mitte Januar 1945 befand er sich im [[KZ Sachsenhausen]]. Die genauen Umstände von Roeinghs Tod lassen sich nicht mehr feststellen:&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, &amp;#039;&amp;#039;M.d.R.&amp;#039;&amp;#039;, S. 469.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Aussagen eines ungarischen Mithäftlings von Ende 1945 starb Roeingh im April 1945 auf einem [[Todesmarsch]] Sachsenhausener Häftlinge nach Norden in [[Parchim]]. Diese Angabe wird von einer handschriftlichen Eintragung vom 12. Mai in einem dortigen Gräberbuch bestätigt. Nach Angaben eines anderen Häftlings befand sich Roeingh seit Mitte Februar 1945 im [[KZ Bergen-Belsen]] und starb dort am 16. oder 17. März 1945 an [[Fleckfieber]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SarahEwart-138.JPG|miniatur|rechts|Gedenktafeln am Reichstag]]&lt;br /&gt;
* Heute erinnern die Theodor-Roeingh-Straße in [[Beverungen]], die Roeinghstraße in [[Paderborn]] sowie eine Gedenkplakette, die Teil des [[Denkmal zur Erinnerung an 96 von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete|Denkmals für 96 vom NS-Regime ermordete Reichstagsabgeordnete]] in der Nähe des Reichstags in [[Berlin]] ist, an Theodor Roeinghs Leben.&lt;br /&gt;
* Die katholische Kirche hat Theodor Roeingh als Glaubenszeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Gerhard Hohmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Patrioten in Widerstand und Verfolgung 1933–1945: [[Paul Lejeune-Jung]], Theodor Roeingh, [[Josef Wirmer]], [[Georg Freiherr von Boeselager]]. Ein Gedenkbuch der Stadt Paderborn&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn 1986.&lt;br /&gt;
* Peter Möhring, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Roeingh&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, Band I, S. 606–608.&lt;br /&gt;
* [[Gisbert Strotdrees]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Opfer der „Gewitteraktion“: Theodor Roeingh&amp;#039;&amp;#039;, in: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Höfe, Bauern, Hungerjahre&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 194ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118818090}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118818090}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118818090|VIAF=22938102}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roeingh, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarpolitiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Aktion Gitter (1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roeingh, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roeingh, Theodor Joseph Julius (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Landwirt und Politiker (Zentrum), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Beverungen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=unsicher: [[Parchim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A. Hartong</name></author>
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