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	<title>Theodor Kordt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_Kordt&amp;diff=2198072&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12 am 22. April 2026 um 17:17 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-22T17:17:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Kordt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Theo&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Oktober]] [[1893]] in [[Düsseldorf]]; † [[27. Januar]] [[1962]] in [[Bad Godesberg]]), war ein deutscher Diplomat in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] und [[Botschafter]] der Bundesrepublik in [[Griechenland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kordt, Sohn des Düsseldorfer Architekten Wilhelm Kordt († 1931), besuchte das Gymnasium in Düsseldorf und nahm 1912 das Studium auf. Da er von 1914 bis 1920, zuletzt als [[Oberleutnant]], Militärdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] leistete, legte er erst 1921 das juristische Referendarexamen ab und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]]. Im Dezember 1921 trat er in den [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] ein. Nach Ausbildungsstationen in [[Neapel]] und [[Bern]] war er zwischen 1931 und 1934 als Sekretär des Staatssekretärs [[Bernhard Wilhelm von Bülow]] in [[Berlin]] und danach in Athen tätig. Im März 1938 war er bei Botschafter [[Herbert von Dirksen]] Botschaftsrat in [[London]]. Am 15. April 1938 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. August 1939 aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.054.874).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22451081&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war er an der Gesandtschaft in Bern eingesetzt und kehrte im Mai 1946 nach Deutschland zurück. 1947 wurde er bei einem [[Spruchkammerverfahren]] als „Entlasteter“ eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 erhielt er einen Lehrauftrag für Völkerrecht an der Universität Bonn. Im Juli 1948 war er Zeuge der Verteidigung [[Ernst von Weizsäcker]]s im Nürnberger [[Wilhelmstraßen-Prozess]]. Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. Als Bevollmächtigter des Landes [[Nordrhein-Westfalen]] nahm Kordt im August 1948 am [[Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee]] teil. Ab Dezember 1948 war er Leiter des Referats für internationales Recht beim Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dserver.bundestag.de/btp/01/01234.pdf Sitzungsprotokoll der 234. Sitzung des 1. Deutschen Bundestags am 22. Oktober 1952, S. 10769] (PDF-Datei) auf &amp;#039;&amp;#039;dserver.bundestag.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1950 wurde er in der Dienststelle für Auswärtige Angelegenheiten beim [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Bundeskanzleramt]] wieder eingestellt und anschließend als Leiter der Abteilung III („Länderabteilung“) in das neugegründete Auswärtige Amt (AA) übernommen, dabei hatte Kordt „vergessen“, seine NSDAP-Mitgliedschaft anzugeben. Kordt wurde am 23. November 1953 deutscher Botschafter in [[Athen]] und wurde im September 1958 pensioniert. Von Dezember 1955 bis März 1956 leitete er zwischenzeitlich die deutsche Delegation bei den deutsch-belgischen Ausgleichsverhandlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kordt war ab 1923 mit seiner Cousine Thea Kordt, geborene Simonis verheiratet. Eine weitere Cousine war [[Susanne Simonis]], die den Haushalt seines Bruder Erich führte und später auch den [[Nachlass]] der Brüder verwaltete, der schließlich in den Bestand des [[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]] überging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstand gegen den Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Theodor Kordt führte am 6. September 1938 mit dem britischen Außenminister [[Edward Wood, 1. Earl of Halifax|Lord Halifax]] ein geheimes Gespräch, in dem er für den Fall eines deutschen Angriffs auf die [[Tschechoslowakei]] einen Generalsputsch ankündigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Terry M. Parssinen, &amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Verschwörung: Hans Oster und der militärische Widerstand gegen Hitler&amp;#039;&amp;#039;, München: Siedler 2008 (zuerst englisch 2001) ISBN 978-3-88680-910-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außenamtsstaatssekretär [[Ernst von Weizsäcker]] und Kordts Bruder [[Erich Kordt]], der vor ihm in der [[Deutsche Botschaft London|Londoner Botschaft]] tätig gewesen war und im Februar 1938 als Leiter des Ministerbüros mit dem nunmehrigen Reichsaußenminister [[Joachim von Ribbentrop]] nach Berlin gegangen war, hatten ihn im Namen eines Kreises von Militärs um [[Hans Oster]] zu dem Gespräch ermächtigt. Die britische Außenpolitik wollte sich auf diese vagen Andeutungen nicht verlassen und versuchte die [[Sudetenkrise]] mit der [[Appeasementpolitik]] im [[Münchener Abkommen]] zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unternahmen die Brüder Kordt noch weitere Vorstöße und verrieten dabei auch den fortgeschrittenen Stand der Verhandlungen zum [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt]], ohne beim britischen außenpolitischen Berater [[Robert Vansittart, 1. Baron Vansittart|Robert Vansittart]] auf Verständnis zu stoßen.&amp;lt;ref&amp;gt;Theo Kordt, &amp;#039;&amp;#039;Wir wollten den Frieden retten&amp;#039;&amp;#039;, in: Stuttgarter Rundschau, 3 (1948), H. 8, S. 11–13 [http://d-nb.info/01277667X DNB]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Conze u.&amp;amp;nbsp;a., &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, München 2010, S. 422ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vansittart bezweifelte noch 1948 beim [[Nürnberger Prozess]] die Ernsthaftigkeit der Konspiration der ausgewiesenen NSDAP- und [[Schutzstaffel|SS]]-Mitglieder, die erwiesenermaßen auch in den folgenden sechs Jahren keinen aktiven Widerstand geleistet hatten. Im Februar 1941 verfasste er in [[Rigi Kaltbad]] gemeinsam mit seinem Bruder Erich und Susanne Simonis das so genannte „Rigi-Kaltbad-Memorandum“, das von Erich Kordt an [[Ludwig Beck (General)|Ludwig Beck]] weiter geleitet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Authority Sets |url=https://portal.ehri-project.eu/units/de-002624-nl-ed_157 |titel=EHRI - Kordt, Theo und Erich |werk=portal.ehri-project.eu |datum=2015-03-17 |abruf=2026-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Widerstandshandlungen des Berliner AA-Mitarbeiters [[Fritz Kolbe]], der den amerikanischen Geheimdienstoffizier [[Allen Welsh Dulles]] in Bern mit Informationen vom Schreibtisch des Botschafters zur besonderen Verwendung [[Karl Ritter (Diplomat)|Karl Ritter]], dem Verbindungsbeamten vom AA zum [[Oberkommando der Wehrmacht]] (OKW), versorgte, hatte Kordt in seiner Schweizer Zeit nichts bemerkt. Die Wiedereinstellung Kolbes in den deutschen Auswärtigen Dienst nach 1949 wurde auch durch Theodor Kordts negative Stellungnahmen aktiv verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;Conze u.&amp;amp;nbsp;a., &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, München 2010, S. 553ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1953: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kordt, Theodor&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wilhelm Kosch]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Staatshandbuch]]. Lexikon der Politik, Presse und Publizistik&amp;#039;&amp;#039;. Fortgeführt von Eugen Kuri. Zweiter Band. A. Francke Verlag, Bern und München 1963, S. 693.&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* [[Eckart Conze]], [[Norbert Frei]], [[Peter Hayes (Historiker)|Peter Hayes]], [[Moshe Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Amt und die Vergangenheit]]. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, Karl Blessing Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2.&lt;br /&gt;
* Erich Kordt, &amp;#039;&amp;#039;Nicht aus den Akten …: Die Wilhelmstraße in Frieden und Krieg. Erlebnisse, Begegnungen und Eindrücke 1928 - 1945&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart: Union 1950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://www.koeblergerhard.de/werwarwer.htm Eintrag] In: [[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer im deutschen Recht&amp;#039;&amp;#039; (Online-Version)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116339438|VIAF=13055524}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kordt, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kordt, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kordt, Theo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Oktober 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Januar 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Godesberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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