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	<title>Theodor Horst Grell - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:51:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_Horst_Grell&amp;diff=2210595&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Миндалина: Laut Sterbeurkunde Nr. 1815/1987.</title>
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		<updated>2025-10-26T15:11:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Laut Sterbeurkunde Nr. 1815/1987.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Horst Paul Grell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[19. Dezember]] [[1909]] in [[Breslau]]; gestorben [[21. April]] [[1987]] in [[München]]) war ein deutscher NSDAP-Funktionär und Diplomat in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Grell besuchte das [[Friedrichwerdersches Gymnasium|Friedrichwerdersche Gymnasium]] in [[Berlin]] und das Reformgymnasium in [[Gołdap|Goldap]]. Von 1928 bis 1932 studierte er Rechtswissenschaften in [[Marburg]], [[Lausanne]] und [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]. Nach dem Referendarexamen trat er im April 1933 in den Justizdienst ein und wechselte im selben Jahr in die Verwaltung. Bereits mit vierzehn Jahren war er dem [[Hitlerjugend|Jungsturm]] beigetreten. Von 1928 bis 1932 gehörte er der [[Sturmabteilung|SA]] an, ab dem 1. März 1933 der [[Schutzstaffel|SS]], zuletzt als [[Obersturmführer]] im Stab des [[SS-Hauptamt]]s. 1926/27 war er Mitglied der [[Deutschvölkische Freiheitspartei|Deutschvölkischen Freiheitspartei]] gewesen, zum 1. Mai 1929 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 131.473).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11850959&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1930 bis 1933 war er Rechtsamtsleiter der Gauleitung Ostpreußen und [[Gauredner]], danach Gaurechtsstellenleiter der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|NSV]] in Kurhessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 trat er als Attaché in den Dienst des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amts]] ein und wurde in [[Marseille]] und [[Ankara]] eingesetzt. Bei Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Grell im September 1939 Soldat, wurde aber im April 1940 schwer verwundet. Noch vor dem deutschen [[Balkanfeldzug (1941)|Überfall auf Jugoslawien]] kam er am 27. November 1940 in die Gesandtschaft nach [[Belgrad]] und leitete von April 1941 bis Ende 1942 das Konsulat in [[Orșova]] im westlichen [[Rumänien]]. Nach einem Einsatz in der Berliner Zentrale war er von Februar bis Oktober 1943 Konsul in Marseille. Nach der deutschen Besetzung [[Ungarn]]s im April 1944 kam er am 23. Mai 1944 als [[Judenreferent|Sachbearbeiter für Judenfragen]] an die Gesandtschaft nach [[Budapest]]. Hier war [[Edmund Veesenmayer]] zum „Bevollmächtigten des Großdeutschen Reiches in Ungarn“ ernannt worden. Grell sollte auf Anweisung des Judenreferenten in der Berliner Zentrale [[Eberhard von Thadden]] für eine Berichterstattung der Judenmaßnahmen direkt an den Reichsaußenminister sorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, München 2010, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit April 1944 war das [[Eichmann-Kommando]] mit Unterstützung der ungarischen Behörden und der deutschen Botschaft dabei, 400.000 ungarische Juden nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] zu [[Deportation|deportieren]]. Bei der Deportation der ungarischen Juden übernahm Grell von [[Adolf Hezinger]]&amp;lt;ref&amp;gt;Aufzeichnung von Thadden, 26. Mai 1944, in: Akten zur deutschen auswärtigen Politik: 1918–1945 / aus dem Archiv des Deutschen Auswärtigen Amtes – Baden-Baden: Impr. Nationale. Ser. E, 1941–1945: Bd. 8:. 1. Mai 1944 bis 8. Mai 1945. 1979 S. 74ff, hier S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Aufgabe, die ausländischen Juden auszusortieren, wozu er die ungarischen Zwischenlager aufsuchen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grell berichtete am 19. August 1944 an das Auswärtige Amt, dass der ungarische Innenminister [[Andor Jaross]] die Evakuierung der Budapester Juden zum 25. August 1944 gestattet habe. Der erste Transport mit sechs Eisenbahnzügen und insgesamt 20.000 Juden solle am 27. August starten, danach täglich drei Züge mit insgesamt 9.000 Juden. Die „Konzentrierung erfolgt ausschließlich durch ungarische Gendarmerie“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gesandtschaftsrat Grell an AA, 19. August 1944, in: Akten zur deutschen auswärtigen Politik: 1918–1945 / aus dem Archiv des Deutschen Auswärtigen Amtes – Baden-Baden: Impr. Nationale. Ser. E, 1941–1945: Bd. 8:. 1. Mai 1944 bis 8. Mai 1945. 1979 S. 333f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter ausländischem Druck geraten, verhinderte aber das [[Miklós Horthy|Horthy-Regime]] nun die Fortsetzung der Deportationen. Im Oktober 1944, nach dem von den Deutschen unterstützten Staatsstreich durch die [[Pfeilkreuzler]], sollten sie wieder aufgenommen werden, was aber kriegsbedingt nur noch in Ansätzen möglich war, indem [[Adolf Eichmann]] mangels Transportkapazitäten der Eisenbahn einen Fußmarsch von etwa 50.000 Budapester Juden Richtung [[Südostwall]] organisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ermittlungen ==&lt;br /&gt;
Da Grell seit Februar 1945 als Leutnant wieder [[Wehrmacht]]sangehöriger war, kam er nach Kriegsende in amerikanische Kriegsgefangenschaft ins Entlassungslager [[Mauerkirchen]], aus dem er im Juli 1945 entlassen wurde und nach [[Marburg]] ging. Er wurde 1947 im Rahmen der Ermittlungen zum [[Wilhelmstraßen-Prozess]] erneut festgenommen und am 22. Juli 1947 in [[Kassel]] vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, München 2010, Anmerkung 181, S. 745.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei behauptete er, von der Vernichtungsaktion nichts gewusst zu haben,&amp;lt;ref&amp;gt;Conze u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, München 2010, Anmerkung 181, S. 265.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde im August 1948 aus der Zeugenhaft entlassen. Seine [[Entnazifizierung]] ist nicht bekannt, hatte aber zum Ergebnis, dass er in der Bundesrepublik als Rechtsanwalt arbeiten durfte. Bei den Ermittlungen gegen [[Hermann Krumey]] und [[Otto Hunsche]] im Jahr 1957 wurde auch Grell von der Staatsanwaltschaft Stuttgart verhört. Zwischen November 1959 und März 1960 wurde Grell von der Staatsanwaltschaft Frankfurt erneut festgenommen und wegen der Mitwirkung an der Ermordung der ungarischen Juden verhört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des [[Eichmann-Prozess]]es wurde Grell als Zeuge der Verteidigung – Eichmanns Verteidiger war [[Robert Servatius]] – am 14. Juni 1961 vor dem [[Amtsgericht Berchtesgaden]] vernommen, da Grell dort seinen Wohnsitz hatte. Grell bezeichnete sich zu diesem Zeitpunkt als Rechtsanwalt im Ruhestand. Grell erklärte dabei auch, dass die 1948 bei den [[Nürnberger Prozesse]]n abgegebene Zeugenaussage insofern unwahr war, als dass alle Schuld auf die NS-Funktionäre geschoben wurde, die zu dem Zeitpunkt tot oder vermutlich tot waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* [[Eckart Conze]], [[Norbert Frei]], [[Peter Hayes (Historiker)|Peter Hayes]], [[Moshe Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Amt und die Vergangenheit]]. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;, Karl Blessing Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2.&lt;br /&gt;
* [[Randolph L. Braham]]: &amp;#039;&amp;#039;The politics of genocide. The Holocaust in Hungary&amp;#039;&amp;#039;, Columbia University Press, New York 1981, ISBN 0-231-05208-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nizkor.org/hweb/people/e/eichmann-adolf/transcripts/Testimony-Abroad/Theodor_Horst_Grell-01.html &amp;#039;&amp;#039;Vernehmung Grell beim Eichmann-Prozess&amp;#039;&amp;#039;], bei Nizkor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=316748615|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-07-12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grell, Theodor Horst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Ungarns 1944–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eichmann-Prozess]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:DVFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grell, Theodor Horst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grell, Theodor Horst Paul (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher NSDAP-Funktionär und Diplomat in der Zeit des Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Dezember 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. April 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Миндалина</name></author>
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