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	<title>Theodor Fründt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Fründt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. März]] [[1897]] in [[Krempe (Steinburg)|Krempe]]; † [[20. Dezember]] [[1984]] in [[Kiel]]) war ein deutscher Jurist, [[Sturmabteilung|SA-Führer]] und Politiker ([[NSDAP]]). Er war Hauptabteilungsleiter im [[Reichskommissariat Ostland]], NSDAP-[[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]] und Landrat des [[Kreis Herzogtum Lauenburg|Kreises Herzogtum Lauenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Fründt meldete sich 1914 freiwillig vom Realgymnasium in [[Itzehoe]] als Soldat für den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], an dem er zuletzt im Rang eines [[Leutnant]]s der Reserve durchgehend teilnahm. Im Juni 1919 legte er das [[Abitur]] ab. Von Mitte August 1918 bis April 1920 war er gehörte dem [[Freikorps Lichtschlag]] und anderen paramilitärischen Organisationen an. Zunächst nahm er ein [[Studium der Zahnmedizin]] an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]] auf. 1920 entschied er sich für ein [[Jurastudium]] und wechselte an die [[Universität Hamburg]], später nach [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]]. Seine erste juristische Staatsprüfung absolvierte er 1924 in Kiel. Anschließend war er Gerichtsreferendar im Bezirk des [[Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht|Oberlandesgerichtes Kiel]], ab 1928 Gerichtsassessor. Danach ließ er sich als Rechtsanwalt in [[Elmshorn]] nieder, wo er ab Mai 1933 auch als Notar wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Jurastudiums organisierte er den Aufbau der rechtsradikalen [[Georg Escherich#Die „Organisation Escherich (Orgesch)“|Organisation Escherich]] im südlichen [[Schleswig-Holstein]]. Zum 1. August 1930 trat der Rechtsanwalt der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] (Mitgliedsnummer 292.001)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/9960245&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Sturmabteilung|SA]] bei, bei der er unter anderem als Führer der SA-Standarte 31 wirkte. Er wurde Gauobmann der NS-Fachorganisation für Juristen ([[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|BNSDJ]]) und Mitglied der NSDAP-[[Gauleitung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Reichstagswahl Juli 1932]] und bei der [[Reichstagswahl November 1932]] kam Fründt für die NSDAP in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]], wurde jedoch im [[Reichstagswahl März 1933|März 1933]] nicht wiedergewählt. Im April 1933 wurde er ohne demokratische Legitimation als [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] des [[Kreis Herzogtum Lauenburg|Kreises Herzogtum Lauenburg]] eingesetzt. Im Juni 1938 wurde er Personalreferent im Reichsinnenministerium.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla152&amp;quot;&amp;gt;Joachim Lilla: &amp;#039;&amp;#039;Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918–1945/46). Biographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2004, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde er im Rang eines Hauptmanns der Reserve zur [[Wehrmacht]] eingezogen und kehrte im November 1939 zunächst auf seinen Posten im Reichsinnenministerium zurück. Nach dem [[Westfeldzug]] war er Verwaltungschef beim [[Militärbefehlshaber]] in Belgien und Nordfrankreich, zuvor hatte er diese Funktion bereits kurzzeitig in den besetzten Niederlanden innegehabt. Ab November 1940 war er wieder im Reichsinnenministerium tätig, wo er im April 1941 zum Ministerialdirigenten befördert wurde. Nach dem [[Unternehmen Barbarossa|Überfall auf die Sowjetunion]] im Sommer 1941 wurde Fründt Mitarbeiter der Zivilverwaltung im [[Reichskommissariat Ostland]], einem der Haupttatorte des [[Holocaust]]. Als Hauptabteilungsleiter &amp;#039;&amp;#039;Politik&amp;#039;&amp;#039; in [[Riga]] war Fründt mitverantwortlich für die Beteiligung der deutschen Verwaltungsstellen bei der Ausplünderung und Entrechtung der jüdischen Bevölkerung. Ende Januar 1942 stieg er zum SA-Brigadeführer auf, seinem höchsten SA-Rang. Im Mai 1942 schied er unter ungeklärten Umständen aus der Zivilverwaltung aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla152&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend war er zur Dienstleistung beim Oberpräsidenten der Provinz Westfalen abgeordnet, wo er unter anderem als stellvertretender Regierungspräsident und stellvertretender Reichsverteidigungskommissar Westfalen-Nord wirkte. Im Frühjahr 1943 wurde er vertretungsweise zum Regierungspräsidenten des [[Regierungsbezirk Münster|Regierungsbezirkes Münster]] in Westfalen berufen. Nach Absetzung [[Karl-Friedrich Kolbow]]s wurde er im August 1944 für einige Monate kommissarisch zum Landeshauptmann [[Provinzialverband der Provinz Westfalen|von Westfalen]] ernannt. Er war Mitglied des [[Volksgerichtshof]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lilla152&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1945 wurde er von seinen Ämtern suspendiert und schließlich von den Alliierten verhaftet und interniert. Nach problemloser [[Entnazifizierung]] arbeitete er ab 1950 als Rechtsanwalt in [[Kiel]]. Er praktizierte bis ins hohe Alter und erhielt wenige Jahre vor seinem Tod 1984 die Glückwünsche des damaligen Justizministers für seine &amp;quot;grossen Verdienste um die Rechtspflege&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uwe Danker]], Astrid Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Wachholtz, Neumünster 2005, S. 122.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Versuch der Strafverfolgung in der Bundesrepublik scheiterte: 1968 ermittelte die [[Staatsanwaltschaft]] Kiel wegen der Massenmorde im Reichskommissariat Ostland gegen Fründt und andere. Das Verfahren wurde allerdings 1971 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Danker: &amp;#039;&amp;#039;Der Judenmord im Reichskommissariat Ostland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gegenwind&amp;#039;&amp;#039; Nr. 128, Mai 1999. ([https://www.gegenwind.info/128/reichskommissariat.html Online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uwe Danker]], Astrid Schwabe: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 2005, ISBN 3-529-02810-X.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Haunfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die münsterischen Regierungspräsidenten des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Bezirksregierung Münster 2006. ([http://www.bezreg-muenster.nrw.de/startseite/presse/broschueren/mailform/Die_muensterischen_Regierungspraesidenten/die_muensterischen_Regierungspraesidenten.pdf Online]; PDF; 10,4&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [[Bärbel Holtz]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1925–1938/38.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12/II: &amp;#039;&amp;#039;1925–1938.&amp;#039;&amp;#039; Olms-Weidmann, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12704-0 ([[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Borussica]]. Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]]: &amp;#039;&amp;#039;Leitende Verwaltungsbeamte und Funktionsträger in Westfalen und Lippe (1918–1945/46)&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff-Verlag, Münster 2004, ISBN 978-3-402-06799-4, S. 152.&lt;br /&gt;
* Reimer Möller: &amp;#039;&amp;#039;Eine Küstenregion im politisch-sozialen Umbruch (1860–1933). Die Folgen der Industrialisierung im Landkreis Steinburg (Elbe)&amp;#039;&amp;#039;. LIT, Hamburg/Münster 2007, ISBN 978-3-8258-9194-7. ({{Google Buch|BuchID = RWkfn_rxdBQC}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130322059}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gegenwind.info/175/sonderheft_wehrmacht.pdf Reinhard Pohl: Reichskommissariat Ostland: Schleswig-Holsteins Kolonie im Gegenwind-Sonderheft Wehrmacht] (PDF; 732 kB)&lt;br /&gt;
* Uwe Danker: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.gegenwind.info/128/reichskommissariat.html Der Judenmord im Reichskommissariat Ostland].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gegenwind&amp;#039;&amp;#039; Nr. 128, Mai 1999.&lt;br /&gt;
* Tôviyyā Friedman (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[http://motlc.specialcol.wiesenthal.com/instdoc/d09c17/ost153z3.html 5-seitiges Dossier über Hinrich Möller in: Die drei SS- und Polizeiführer im Ostland, in Lettland-Riga: SS-Brigadeführer Schröder, in Litau-Kowno: SS-Brigadeführer Wysocki, in Estonien-Reval: SS-Brigadeführer Möller, die verantwortlich waren für die Ermordung der Juden im Ostland 1941 – 1944 : Dokumentensammlung]&amp;#039;&amp;#039;; 209 Originaldokumente über die mörderische Tätigkeit von [[Hinrich Lohse]], [[Walther Schröder]] und [[Lucian Wysocki]] im „Ostland“, Simon Wiesenthal Center L.A.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130322059|VIAF=74956876}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frundt, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungspräsident (Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann (Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Kreis Herzogtum Lauenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Volksgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Belgiens 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Litauens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Estlands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fründt, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), Jurist, MdR, Hauptabteilungsleiter im Reichskommissariat Ostland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. März 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krempe (Steinburg)|Krempe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Dezember 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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