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	<title>Theodor Bilharz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T12:03:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_Bilharz&amp;diff=98945&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-24042-96: Korrigiert nach Angaben Schwäbische Zeitung und Kulturforum Landkreis Sigmaringen e.V.</title>
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		<updated>2026-04-19T15:44:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrigiert nach Angaben Schwäbische Zeitung und Kulturforum Landkreis Sigmaringen e.V.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bilharz theodor1.jpg|mini|Theodor Bilharz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Maximilian Bilharz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. März]] [[1825]] in [[Sigmaringen]]; † [[9. Mai]] [[1862]] in [[Kairo]], [[Ägypten]]) war ein deutscher [[Mediziner]], Arzt und [[Naturwissenschaft]]ler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Theodor Maximilian Bilharz war Sohn des Sigmaringer Hofkammerrats Joseph Anton Bilharz, der 1788 im katholischen [[Herbolzheim]] im [[Breisgau]] geboren wurde. Die Mutter Elsa Fehr stammte aus dem schweizerischen [[Thurgau]] und war eine überzeugte [[Ulrich Zwingli|Zwinglianerin]]. Sein jüngerer Bruder [[Alfons Bilharz]] trat in die Fußstapfen des älteren Bruders und übernahm nach seinem 13-jährigen Aufenthalt in Nordamerika die Stelle des ärztlichen Direktors des [[Fürst-Carl-Landesspital]]s in Sigmaringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon als Schüler interessierte sich Theodor Bilharz für die Natur, betrieb schon früh [[Entomologie|entomologische]] Studien und hatte auch ein kleines Naturalienkabinett sowie eine [[Schmetterlinge|Schmetterlingssammlung]]. Angeregt durch einen Schweizer Onkel, der ihm Bücher und exotische Sammelstücke überließ, wurde sein Forschertrieb bekräftigt. Er besuchte das [[Hohenzollern-Gymnasium Sigmaringen|Fürstlich Hohenzollern-Sigmaringensche Gymnasium]] und absolvierte von 1844 an ein zweijähriges Studium der Medizin an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg im Breisgau]], wo [[Friedrich Arnold (Mediziner)|Friedrich Arnold]] sein erster einflussreicher Lehrer war. Arnold, schrieb Bilharz später, habe ihm „das Grubenlicht der anatomischen Forschung entzündet“. Neben der Medizin studierte er alles, was ihn interessierte: [[Philosophie]], [[Ethik]], deutsche Sprache, [[Literaturgeschichte]], [[Archäologie]], antike Kunstgeschichte, klassische [[Philologie]], [[Botanik]], [[Anatomie]] und [[Anthropologie]]. Von 1845 bis 1849 studierte er an der [[Universität Tübingen]]. Dort hörte er unter anderem Botanik bei [[Hugo von Mohl]], [[Innere Medizin]] und [[Pathologie]] bei [[Carl Reinhold August Wunderlich]], [[Chirurgie]] bei [[Victor von Bruns]] sowie [[Frauenheilkunde]] bei [[Franz Breit|Franz Xaver Breit]]. 1847 wurde seine Abhandlung über das Blut wirbelloser Tiere mit einem Preis ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgte die medizinische Staatsprüfung, die er 1849 in Sigmaringen ablegte; anschließend studierte er wiederum in Freiburg, wo er über die vergleichende [[Anatomie]] wirbelloser Tiere bei [[Carl von Siebold]] arbeitete. Er wurde 1850 in Tübingen zum Dr. med. promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1850 folgte er dem zum Direktor des ägyptischen Medizinalwesens berufenen [[Wilhelm Griesinger]] als Assistent nach Kairo und wurde dort später Chefarzt an verschiedenen Krankenhäusern. Weiter lehrte er an der Medizinischen Hochschule Kairo und wurde dort 1855 zum Professor der Anatomie und zum Major ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1862 begleitete er Herzog [[Ernst II. (Sachsen-Coburg und Gotha)|Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha]] bei dessen Ägyptenreise und behandelte dabei dessen an [[Typhus]] erkrankte Frau [[Alexandrine von Baden]]. Dabei infizierte er sich selbst und starb einige Wochen später in Kairo. Andere Quellen benennen [[Massaua]]/[[Eritrea]] als Sterbeort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÄL&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang U. Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Maximilian Bilharz.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang U. Eckart, [[Christoph Gradmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ärztelexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Springer Verlag, Heidelberg/Berlin / New York 2006, S. 47. [https://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=66925234&amp;amp;sess=e521899f8f35fb23c17741776cba566b&amp;amp;art=f&amp;amp;kat1=freitext&amp;amp;kat2=ti&amp;amp;kat3=au&amp;amp;op1=AND&amp;amp;op2=AND&amp;amp;var1=&amp;amp;var2=%C3%84rztelexikon&amp;amp;var3=%22Eckart%2C%20wolfgang%22 Ärztelexikon 2006], {{DOI|10.1007/978-3-540-29585-3}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Heimatstadt Sigmaringen sind eine Schule, eine Straße und ein Ärztehaus nach dem Mediziner benannt. Die im Ärztehaus befindliche „Bilharz-Apotheke“ ist seit Ende 2024 dauerhaft geschlossen. Des Weiteren ist der Mondkrater [[Bilharz (Mondkrater)|Bilharz]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CairoTombBilharz.jpg|miniatur|Grab von Bilharz auf der [[Deutsche Kriegsgräberstätte Alt-Kairo|Deutschen Kriegsgräberstätte Alt-Kairo]]]]&lt;br /&gt;
Große wissenschaftliche Verdienste erwarb sich Bilharz als [[Helminthologie|Helminthologe]] (Erforscher von Wurmkrankheiten). So beschreibt er 1851 in brieflichen Mitteilungen &amp;#039;&amp;#039;Distomum haematobium&amp;#039;&amp;#039;, einen Wurm, dessen Eier er im Urin von Patienten und dessen Larven im Nilwasser nachgewiesen hat. Der Berliner Anatom [[Heinrich Meckel von Hemsbach|Heinrich Meckel]] nannte 1856 diese Art dem Entdecker zu Ehren &amp;#039;&amp;#039;Bilharzia haematobium&amp;#039;&amp;#039; (heute &amp;#039;&amp;#039;[[Schistosoma haematobium]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurde das Krankheitsbild der damals in Afrika weit verbreiteten Blutharnruhr als „[[Bilharziose]]“ bezeichnet. Durch seine Entdeckung wurde es erstmals möglich, die Krankheit nach ihrem Ausbruch erfolgreich zu behandeln. Während des Ersten Weltkriegs wurde der Begriff im Zuge der politisch bedingten Säuberung der englischen Sprache von deutschen Lehnwörtern und Namen durch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Schistosomiasis]]&amp;#039;&amp;#039; ersetzt, die Gattungsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Bilharzia&amp;#039;&amp;#039; wurde durch den 1858 von [[David Friedrich Weinland]] eingeführten Gattungsnamen &amp;#039;&amp;#039;[[Schistosoma]]&amp;#039;&amp;#039; verdrängt. Der Erreger der urogenitalen Schistosomiasis heißt heute &amp;#039;&amp;#039;Schistosoma haematobium&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Sprachregelung hat sich die deutschsprachige Medizin nach dem Zweiten Weltkrieg mit Blick auf die unausweichliche Internationalisierung der Fachterminologie angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 verfasste Bilharz ein viel beachtetes Werk über das „elektrische Organ“ sowie die Nerven- und Ganglienzellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÄL&amp;quot; /&amp;gt;  des [[Zitterwels]]es. Diese Beschreibungen begeisterten den Berliner Mediziner [[Emil Du Bois-Reymond]] und gaben der jungen Elektrophysiologie wichtige Impulse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÄL&amp;quot; /&amp;gt; In Ägypten unternahm Bilharz daneben Forschungsreisen, bei denen er unter anderem einen [[Afrikanische Salmler|Afrikanischen Salmler]] als neue Art beschrieb (heute gültig als &amp;#039;&amp;#039;Brycinus macrolepidotus&amp;#039;&amp;#039; Valenciennes, 1849).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alestes macrolepidotus, ein neuer Nilfisch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften (Wien).&amp;#039;&amp;#039; 9 (1852), S. 169–172.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das electrische Organ des Zitterwelses, anatomisch beschrieben von Theodor Bilharz.&amp;#039;&amp;#039; Engelmann, Leipzig 1857.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{ADB|2|636|637|Bilharz, Theodor|Löwenberg|ADB:Bilharz, Theodor}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|237|238|Bilharz, Theodor|Maximilian Watzka|118510843}}&lt;br /&gt;
* Christian H. Freitag: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Theodor Bilharz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hohenzollerische Heimat.&amp;#039;&amp;#039; 1/1997, S. 10.&lt;br /&gt;
* Ernst Senn: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Bilharz. Ein deutsches Forscherleben in Ägypten 1825–1862.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1931.&lt;br /&gt;
* Angelika Althoff: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlicher Briefwechsel von und mit Theodor Bilharz.&amp;#039;&amp;#039; 1980.&lt;br /&gt;
* Gordon Ethelbert Ward Wolstenholme (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ciba Foundation Symposium Bilharziasis held in Commemoration of Theodor Maximilian Bilharz.&amp;#039;&amp;#039; 1962.&lt;br /&gt;
* Ilse Jahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Biologie.&amp;#039;&amp;#039; 1998.&lt;br /&gt;
* Klaus-Peter Burkarth: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Bilharz.&amp;#039;&amp;#039; In: Fritz Kallenberg (Hrsg.)&amp;#039;&amp;#039;: Hohenzollern (=&amp;#039;&amp;#039; Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs, Bd. 23&amp;#039;&amp;#039;).&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1996&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039; S. 480–486, ISBN 3-17-012885-X. &lt;br /&gt;
* [[Werner Köhler (Mediziner)|Werner Köhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Bilharz, Theodor Maximilian.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 179.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118510843}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118510843|LCCN=n/81/77558|VIAF=45093650}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bilharz, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Kairo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hohenzollernsche Lande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sigmaringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bilharz, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bilharz, Theodor Maximilian (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner und Naturwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. März 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Mai 1862&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kairo]], [[Ägypten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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