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	<title>Theodor Benfey - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:33:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_Benfey&amp;diff=413773&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften</title>
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		<updated>2025-08-25T08:59:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Benfey, Theodor (1809-1881).jpg|mini|Theodor Benfey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Benfey Theodor Göttingen Theaterstraße5 a.jpg|mini|Tafel für Theodor Benfey in Göttingen, Theaterstraße 5]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Benfey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Januar]] [[1809]] in [[Nörten-Hardenberg|Nörten]] bei [[Göttingen]]; † [[26. Juni]] [[1881]] in Göttingen) war ein deutscher [[Orientalist]] und Sprachforscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benfey, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, studierte in Göttingen und in [[München]] klassische [[Philologie]], lebte dann in [[Frankfurt am Main]] und in [[Heidelberg]], wo er sich mit sprachvergleichenden Studien beschäftigte. Er [[Habilitation|habilitierte]] sich 1834 in Göttingen für [[Sanskrit]] und vergleichende Sprachwissenschaft. Nachdem er mit seiner Frau und seinen vier Kindern 1846 zum Christentum (ev.) konvertiert war, wurde er 1848 zum außerordentlichen, 1862 zum ordentlichen Professor ernannt,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Aufgebauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Judentaufen im Umfeld der Göttinger Universität&amp;#039;&amp;#039;. In: Werner Meiners (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konversionen von Juden zum Christentum in Nordwestdeutschland&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen&amp;#039;&amp;#039;, Band 246), Hannover 2009, S. 201–209.&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte als Lehrer großen Einfluss – besonders auf die Entwicklung der [[Indologie]] – bis zu seinem Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste seiner Veröffentlichungen ist lang und zeigt die große Spannweite seiner Interessen: vom Sanskrit der [[Veden]] über altpersische [[Keilschrift]]monumente, die Entwicklung der Altgriechischen Sprache bis zu den Wurzeln der [[Semitische Sprachen|semitischen Sprachfamilien]]. Durch seine Untersuchungen über die Geschichte der [[Märchen]]literatur wurden teils viele andere zu ähnlichen Forschungen angeregt, teils setzte Benfey selbst dieselben fort in zahlreichen Aufsätzen, besonders in den &amp;#039;&amp;#039;[[Göttingische Gelehrte Anzeigen|Göttinger gelehrten Anzeigen]]&amp;#039;&amp;#039; und der von ihm selbst herausgegebenen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Orient und Occident (Zeitschrift, 1862)|Orient und Occident]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Arbeiten über die indische Märchen- und Erzählliteratur, besonders des &amp;#039;&amp;#039;[[Panchatantra|Pantschatantra]]&amp;#039;&amp;#039;, wurde Benfey zum Begründer der vergleichenden [[Märchen#Märchenforschung|Märchenforschung]]. Da es ihm gelang, die Quellen vieler der Erzählungen dieses Textes nachzuweisen und ihre Verbreitungsgeschichte nachzuvollziehen, leistete er Bedeutendes, doch sind heute die von ihm vertretenen theoretischen Positionen und der methodische Ansatz (sogenannte „[[Indische Theorie]]“) weitgehend überholt. Seine Grundannahme war, die [[Buddhismus|buddhistische]] Literatur in Indien sei der Ausgangsort nahezu aller Märchen gewesen und diese seien erst im Mittelalter auf schriftlichem Weg in den Westen gelangt. Mit dieser Wandertheorie führte er die bereits bei den [[Brüder Grimm|Brüdern Grimm]] anzutreffenden Thesen fort – blieb jedoch ein entschiedener Gegner der [[Indogermanische Theorie|Indogermanischen Theorie]] des Brüderpaares.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinen früheren Publikationen sind hervorzuheben: &amp;#039;&amp;#039;Griechisches Wurzellexikon&amp;#039;&amp;#039; (Berlin 1839–1842), das den [[Prix Volney]] erhielt, &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhältnis der ägyptischen Sprache zum semitischen Sprachstamm&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1844), &amp;#039;&amp;#039;Die persischen Keilinschriften mit Übersetzung und Glossar&amp;#039;&amp;#039; (das. 1847), &amp;#039;&amp;#039;Die Hymnen des Sâma Veda&amp;#039;&amp;#039; (das. 1848, ein für das Studium der ältesten indischen Literatur grundlegendes Werk), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Sanskritsprache&amp;#039;&amp;#039; (das. 1852–54), ferner &amp;#039;&amp;#039;Pantschatantra. Fünf Bücher indischer Fabeln, Märchen und Erzählungen&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1859).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1856 war er auswärtiges Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|176|Name=Theodor Benfey |Kommentar=mit Link zum Nachruf |Datum=25. August 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Preußische Akademie der Wissenschaften]] nahm ihn 1860 als korrespondierendes Mitglied auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-theodor-benfey-168| titel=Mitglieder – historisch: Theodor Benfey | hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]]| zugriff=2025-08-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1864 wurde er zum ordentlichen Mitglied der [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/theodor-benfey/| titel=Mitglieder: Theodor Benfey| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-08-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einige Bemerkungen über die Götternamen auf den indoscythischen Münzen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Morgenländische Gesellschaft|Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 8. 1854. S. 450–466 ([https://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/pageview/6781 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Maximilian Mehner: &amp;#039;&amp;#039;Märchenhaftes Indien. Theodor Benfey, die indische Theorie und ihre Rezeption in der Märchenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Kirchheim, München 2012, ISBN 978-3-87410-142-4.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|46|47|Benfey, Theodor|Willibald Kirfel|119059347}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|46|358|359|Benfey, Theodor|Adalbert Bezzenberger|ADB:Benfey, Theodor}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Benfey, Theodor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Bend–Bins.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 1993, ISBN 3-598-22682-9, S. 31–50.&lt;br /&gt;
* [[Conrad Bursian]]: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Benfey.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Jahrbuch für Alterthumskunde.&amp;#039;&amp;#039; 5. Jg., 1881, S. 103–107 ([https://archive.org/details/jahresberichtb29leipuoft/page/102/mode/2up?view=theater Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119059347}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119059347}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Indogermanistik in Göttingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119059347|LCCN=n/82/218064|VIAF=71696540}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Benfey, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1809]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Benfey, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Orientalist und Sprachforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Januar 1809&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nörten]] bei Göttingen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 1881&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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