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	<title>Theodor Averberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:49:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Theodor_Averberg&amp;diff=596105&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Verfolgung durch die Nationalsozialisten */ Tippfehler</title>
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		<updated>2026-02-10T22:14:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verfolgung durch die Nationalsozialisten: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Averberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (SVD) (* [[12. Dezember]] [[1878]] in [[Everswinkel]]; † [[31. Juli]] [[1973]] in Everswinkel) war [[römisch-katholische Kirche|katholischer]] [[Priester (Christentum)|Priester]] und Mitglied der [[Ordensgemeinschaft]] der [[Steyler Missionare]]. Von seinem Orden war er zunächst als [[Missionar]] nach [[Neuguinea]] entsandt. Nachdem er wegen Krankheit tropenuntauglich war, wirkte er als Missionsprediger und Seelsorger in Deutschland. Wegen seiner entschiedenen Predigten und Stellungnahmen gegen den [[Nationalsozialismus]] wurde er vom NS-Regime verfolgt und von 1943 bis 1945 als einer der ältesten [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhäftlinge]] im [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Pfarrerblock]] des [[KZ Dachau|Konzentrationslagers Dachau]] gefangengehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie, Schule und Studium ==&lt;br /&gt;
Theodor Averberg  war der Sohn der Eheleute Joseph Averberg und Josefa geb. Beukmann. Seine Eltern bewirtschafteten als Landwirte den Averberghof in Everswinkel. Nach seinen Grundschuljahren in der [[Volksschule]] seines Heimatortes besuchte er zunächst das [[Gymnasium Dionysianum]] in [[Rheine]] und schließlich das Gymnasium in [[Steyl]], wo er am 14. April 1896 von [[Arnold Janssen]] aufgenommen wurde. Die Studien der [[Theologie]], [[Philosophie]] und [[Missionswissenschaft|Missionswissenschaften]] absolvierte er an der in der niederösterreichischen Gemeinde [[Maria Enzersdorf]] ([[Bezirk Mödling]]) bei Wien gelegenen Ausbildungsstätte seines Ordens, der [[Missionshaus St. Gabriel|Theologischen Hochschule St. Gabriel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Missionar und Entwicklungshelfer ==&lt;br /&gt;
Am [[24. Februar]] [[1905]] wurde Theodor Averberg in Maria Enzersdorf zum Priester geweiht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christian Frieling&amp;quot;&amp;gt;Christian Frieling: &amp;#039;&amp;#039;Priester aus dem Bistum Münster im KZ&amp;#039;&amp;#039;. Münster 1992, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arnold Janssen]] entsandte ihn 1905 gemeinsam mit zwei weiteren Patres zum Aufbau einer [[Missionsstation]] nach [[Papua-Neuguinea|Neuguinea]]. Am 21. Juni 1905 wurde Averberg in Genua eingeschifft und kam nach sechswöchiger Seereise in der Heilig-Geist Mission der Steyler Mission in [[Deutsch-Neuguinea]] an. Als Sohn eines Bauern wurde P. Theodor Averberg dort – neben seiner Missionartätigkeit – vom Apostolischen Präfekten [[Eberhard Limbrock]] vor allem für den Aufbau der Missionsplantagen und die Ausbildung einheimischer Plantagenarbeiter eingesetzt. Limbrock schickte ihn von 1910 bis 1912 in die [[Vereinigte Staaten|USA]], um die neuesten Anbaumethoden von [[Baumwolle]] und [[Reis]] kennenzulernen, seine eigenen Kenntnisse über [[Ackerbau]] zu ergänzen und anschließend das Baumwoll- und Reisanbauprojekt der Steyler Mission in Neuguinea zu betreuen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Hagspiel SVD: &amp;#039;&amp;#039;Along the Mission Trail&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;In New Guinea&amp;#039;&amp;#039;. Techny 1926, S. 132–138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Übergang von deutscher Kolonialverwaltung zu australischer Militärverwaltung im Herbst 1914 brachte auch das Reisanbauprojekt in Danip bei [[Alexishafen]] zum Erliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul B. Steffen|Paul Steffen]]: &amp;#039;&amp;#039;Missionsbeginn in Neuguinea&amp;#039;&amp;#039;. Steyler Verlag, Nettetal 1995, S. 241–245.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1925 erkrankte Theodor Averberg schwer an [[Malaria]]. Da er infolge dieser [[Tropenkrankheit]] fast vollständig erblindet war, kehrte er nach 20-jähriger Auslandstätigkeit nach Europa zurück. Nach seiner Ankunft in Deutschland wurde durch mehrfache Operationen zwar seine Sehfähigkeit wiederhergestellt, doch Theodor Averberg erlangte nicht mehr die gesundheitliche Stabilität einer [[Tropentauglichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seelsorger in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Nachdem seine Rückkehr nach Neuguinea oder sein Einsatz in einem anderen Missionsgebiet seines Ordens nicht mehr möglich waren, übernahm Pater Averberg verschiedene Aufgaben in den deutschen Niederlassungen seines Ordens: in  [[Sankt Augustin]] bei Siegburg, im Paulushaus in [[Bottrop]] sowie in [[Blankenstein (Hattingen)|Blankenstein]] bei [[Hattingen]]. Er wirkte als Missionsprediger, Krankenhausgeistlicher und als Aushilfsseelsorger in verschiedenen katholischen [[Kirchengemeinde|Kirchengemeinden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung durch die Nationalsozialisten ==&lt;br /&gt;
Theodor Averberg bezog in seinen [[Predigt]]en eine klare Stellung gegen die nationalsozialistische Ideologie. In seiner Heimatgemeinde in Everswinkel schützte ihn der örtliche Dorfpolizist, indem er ihn vor drohenden Verhören warnte und ihm die nachträgliche Änderung der Manuskripte seiner bereits gehaltenen Predigten empfahl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Christian Frieling&amp;quot; /&amp;gt; Als Pater Averberg in einer Predigt in der Kirche des Nachbarortes [[Ottmarsbocholt]] die Nationalsozialisten für die Zunahme von Ehescheidungen verantwortlich machte,  wurde er zum Verhör zur [[Gestapo]] in [[Münster]] bestellt und anschließend ins dortige Gerichtsgefängnis eingeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Theodor Averberg Dachau (2) Arolsen Archives.jpg|thumb|Registrierungskarte von Theodor Averberg als Gefangener in nationalsozialistischen Konzentrationslager Dachau]]&lt;br /&gt;
Nach zweimonatigem Gefängnisaufenthalt begann am 30. Juli 1943 seine Haft im [[Konzentrationslager Dachau]]. Dort erhielt Pater Averberg die Häftlingsnummer 50.046. Wegen seines Alters und seinen Vorerkrankungen gehörte der Fünfundsechzigjährige zu den besonders Gefährdeten unter den Häftlingen im Pfarrerblock. Allerdings bekam er zur Ergänzung der kargen Häftlingsnahrung Lebensmittelpakete aus seiner Heimatgemeinde. Zudem standen ihm seine priesterlichen Mithäftlinge in besonderer Weise bei. Nachdem er von der Lagerverwaltung wegen seiner landwirtschaftlichen Kenntnisse zunächst im Arbeitskommando „[[Kräutergarten Dachau|Plantage]]“ eingesetzt worden war, verschaffte ihm der in der Forschung tätige Benediktinerpater [[Augustin Hessing]] ein leichteres Kommando in der landwirtschaftlichen Versuchsstation. Später wurde er innerhalb des Lagers mit Putz- und Flickaufgaben beschäftigt. Wegen eines konkreten Verstoßes gegen die Lagerordnung musste Theodor Averberg ein Mal mit einer Bestrafung von 25 Doppelhieben mit dem [[Ochsenziemer]] rechnen. Vermutlich hätte er diese Bestrafung nicht überlebt, wenn es seinen Mithäftlingen nicht gelungen wäre, ihn vor dem für die Aufdeckung des Verstoßes zuständigen [[Kapo (KZ)|Kapo]] zu verstecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Frieling: &amp;#039;&amp;#039;Priester aus dem Bistum Münster im KZ&amp;#039;&amp;#039;. Münster 1992, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 26. April 1945 – drei Tage vor Ankunft der amerikanischen Truppen am KZ Dachau – wurde der Siebenundsechzigjährige mit etwa 6.000 Häftlingen von der SS auf einen [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] in Richtung der [[Ötztaler Alpen]] getrieben, auf dem eine große Zahl der Häftlinge infolge von Entkräftung und Tötung durch die Wachmannschaften ums Leben kam. Theodor Averberg entging diesem Schicksal, weil es in der ersten Nacht des Marsches einer Gruppe bereits entlassener Priester unter der Leitung des Jesuiten [[Otto Pies]] – als [[Schutzstaffel|SS]]-Männer verkleidet – gelang, ältere und kranke Häftlinge, vorwiegend Priester, aus der Marschkolonne heraus auf einen LKW zu verladen und sie in die Freiheit zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Befreiung ==&lt;br /&gt;
Zunächst fand Theodor Averberg Aufnahme und Pflege bei den Ordensschwestern in [[Adelshofen (Oberbayern)|Adelshofen]] bei [[Fürstenfeldbruck]]. Dort konnte er nach den Strapazen der Lagerhaft und des Evakuierungsmarsches erste Kräfte sammeln. Im Mai 1945 kehrte er nach [[Westfalen]] auf den Bauernhof seiner Eltern in Everswinkel zurück, um sich dort weiter zu erholen. Nach seiner Genesung von akuten Folgen seiner KZ-Haft wirkte er bis 1961 als Seelsorger im [[St.-Marien-Hospital Lünen]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Die Glocke (Tageszeitung)|Die Glocke]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Februar 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der körperlichen Belastung und eigener Behandlungsbedürftigkeit wechselte der Dreiundachtzigjährige in das St.-Vitus-Hospital in Everswinkel, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1973, vierundneunzigjährig, noch gelegentlich seelsorgerische Aufgaben übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Glocke&amp;#039;&amp;#039;, 2. August 1973.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine Neugründung in Matuka&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Steyler Missionsbote&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 36 (1909), S. 169–170.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Skizzen und Bilder aus der [[Südsee]]-[[Mission (Christentum)|Mission]]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Steyler Missionsbote&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 35 (1908), S. 90–92.&lt;br /&gt;
** Teil 3. &amp;#039;&amp;#039;Ein Besuch auf der Missionsfarm St. Anna&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter den [[Kanak (Volk)|Kanaken]]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Steyler Missionsbote&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 51 (1923), S. 4–5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was der [[Papua (Völkergruppe)|Papua]]ner alles ißt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stadt Gottes&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 58 (1935), S. 506.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fischfang der Papuas in Neuguinea&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stadt Gottes&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 47 (1924), S. 140–142.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auf nassen Pfaden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stadt Gottes&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 51 (1928).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bruno Hagspiel SVD: &amp;#039;&amp;#039;Along the Mission Trail&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;In New Guinea&amp;#039;&amp;#039;. Mission Press S.V.D., Techny, Illinois 1926, 132–138.&lt;br /&gt;
* Christian Frieling: &amp;#039;&amp;#039;Theodor Averberg&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Priester aus dem Bistum Münster im KZ. 38 Biographien&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff Verlag, Münster 1992, ISBN 3-402-05427-2, S. 72–73.&lt;br /&gt;
* Eike Pies (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Pater Dr. Otto Pies S.J. (1901–1960) – Sein Leben in Bildern, Selbstzeugnissen und Augenzeugenberichten&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Dr. Eike Pies, Dommershausen-Sprockhövel 2011, ISBN 978-3-928441-82-7.&lt;br /&gt;
* Paul B. Steffen: &amp;#039;&amp;#039;AVERBERG, Theodor SVD (1878–1973). Neuguineapionier und KZ-Häftling in Dachau&amp;#039;&amp;#039;. Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL), Bd. 34 (2013), ISBN 978-3-88309-766-4, Sp. 53–60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1057858951|VIAF=310600618}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aversberg, Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steyler Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Averberg, Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Priester der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Dezember 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Everswinkel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Juli 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Everswinkel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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