<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=The_Night_They_Drove_Old_Dixie_Down</id>
	<title>The Night They Drove Old Dixie Down - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=The_Night_They_Drove_Old_Dixie_Down"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=The_Night_They_Drove_Old_Dixie_Down&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T21:14:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=The_Night_They_Drove_Old_Dixie_Down&amp;diff=1690154&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-38445-81: /* Der Text */ Textpflege.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=The_Night_They_Drove_Old_Dixie_Down&amp;diff=1690154&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-05T10:32:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Text: &lt;/span&gt; Textpflege.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richmond Virginia damage2.jpg|mini|Das zerstörte Richmond im Jahr 1865]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;The Night They Drove Old Dixie Down&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Song]] der [[Kanada|kanadisch]]-[[US-amerikanisch]]en [[Rockmusik|Rockgruppe]] [[The Band]]. Er wurde vom kanadischen Musiker [[Robbie Robertson]] geschrieben und erschien erstmals im September 1969 auf dem [[Musikalbum|Album]] &amp;#039;&amp;#039;[[The Band (Album)|The Band]]&amp;#039;&amp;#039;, bevor er im darauffolgenden Monat als B-Seite der Single &amp;#039;&amp;#039;Up on Cripple Creek&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 landete die [[Folk]]sängerin [[Joan Baez]] ihren ersten und einzigen US-Top-Ten-Hit mit einer [[Coverversion]] des Titels. Darüber hinaus existieren viele weitere Coverversionen. Die Melodie wurde im deutschsprachigen Raum insbesondere durch den Nummer-eins-Hit &amp;#039;&amp;#039;Am Tag, als Conny Kramer starb&amp;#039;&amp;#039; von [[Juliane Werding]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Text ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Robert Edward Lee.jpg|mini|hochkant|Südstaaten-General [[Robert Edward Lee|Robert E. Lee]] (1807–1870), eine der Figuren aus dem Lied]]&lt;br /&gt;
Der Text von &amp;#039;&amp;#039;The Night They Drove Old Dixie Down&amp;#039;&amp;#039; (sinngemäß: „Die Nacht, in der der Alte Süden zu Grabe getragen wurde“) befasst sich – wenn auch in Details nicht immer historisch exakt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu die ausführliche Erörterung von einzelnen Versen („I served on the Danville train“, „Stoneman’s cavalry came and they tore up the tracks again“, „by May the tenth, Richmond had fell“, „in Tennessee … there goes Robert E. Lee“ u. a.) aus historischer und songtextlicher Sicht bei {{Internetquelle |autor=Peter Viney |url=http://theband.hiof.no/articles/dixie_viney.html |titel=The Night They Drove Old Dixie Down (revisited) |werk=theband.hiof.no |datum=2000 |sprache=en |abruf=2020-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – mit dem Ende des [[Sezessionskrieg]]es und der Zeit danach aus der Sicht eines weißen Angehörigen der [[Südstaaten]] (im Volksmund auch &amp;#039;&amp;#039;[[Dixieland]]&amp;#039;&amp;#039; genannt). Er beschreibt den Schmerz über die Niederlage, aber auch den ungebrochenen Stolz der Unterlegenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied wurde fälschlicherweise von der Ideologie des pseudo-historischen Mythos &amp;#039;&amp;#039;[[The Lost Cause]]&amp;#039;&amp;#039; für sich beansprucht. In einem Artikel der &amp;#039;&amp;#039;Roanoke Times&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2020 wird erklärt, dass derlei Ansichten auf dem Missverständnis beruhen, dass das Lied die Sklaverei, die Konföderation oder Robert E. Lee verherrliche. Stattdessen werde vielmehr die Geschichte eines armen, nichtsklavenhaltenden Südstaatlers erzählt, der versucht, den Verlust seines Bruders und seines Lebensunterhalts zu verstehen. Es wird darauf hingewiesen, dass es nicht von einem Südstaatler, sondern von einem Kanadier verfasst wurde und sachliche Fehler enthielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://roanoke.com/opinion/editorial/editorial-is-the-night-they-drove-old-dixie-down-cancelled/article_4e5d95d0-e992-5ec8-8964-f49fa891ddd5.html |titel=Editorial: Is &amp;#039;The Night They Drove Old Dixie Down&amp;#039; cancelled? |datum=2020-08-20 |sprache=en |abruf=2023-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jack Hamilton von der University of Virginia schrieb 2020 in &amp;#039;&amp;#039;[[Slate (Magazin)|Slate]]&amp;#039;&amp;#039;, dass es „in erster Linie ein Antikriegslied“ sei, und verwies auf die Hinweise auf „Glockenläuten“ und „Singen von Menschen“ im Refrain.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jack Hamilton |Titel=The Troublesome Case of “The Night They Drove Old Dixie Down” |Sammelwerk=Slate |Datum=2020-08-13 |ISSN=1091-2339 |Online=https://slate.com/culture/2020/08/night-they-drove-old-dixie-down-band-confederate.html |Abruf=2023-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzähler des Textes stellt sich als Virgil Caine, Soldat der [[Confederate States Army|konföderierten Armee]] von General [[Robert Edward Lee|Robert E. Lee]], vor. Der englischsprachige Name &amp;#039;&amp;#039;Caine&amp;#039;&amp;#039; steht für den biblischen [[Kain]], der seinen Bruder [[Abel (Bibel)|Abel]] erschlug und dafür von Gott verstoßen wurde. Der Krieg zwischen den Nord- und den Südstaaten wurde oft als Bruderkrieg bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caine war an der Bahnstrecke [[Danville (Virginia)|Danville]]–[[Richmond (Virginia)|Richmond]], einer der zentralen Versorgungslinien des Südens, im Einsatz, bis diese durch die [[US-Kavallerie|Kavallerietruppen]] von [[George Stoneman]] zerstört wurden. Caine blickt zurück auf das Leid unter seinen Kameraden im Winter 1865 („In the winter of ’65, we were hungry, just barely alive.“), auf den Fall Richmonds, der das Ende des Krieges einläutete, und den Tag der Gefangennahme von [[Jefferson Davis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Strophe spielt nach dem Ende des Krieges. Caine ist zurück bei seiner Frau in [[Tennessee]], als diese eines Tages glaubt, Robert E. Lee zu sehen, der für viele weiße Südstaatler noch heute als Held gilt, der nur durch unglückliche Umstände verloren habe. Die Erwähnung Lees wirkt hier wie ein Symbol für die erwartete Wiederauferstehung des Südens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caine stellt sich selbst als einen Mann dar, dem schwere Arbeit und schlechter Verdienst nichts ausmachen: „Now I don’t mind choppin’ wood, and I don’t care if the money’s no good.“ Trotz allem sitzt der Schmerz über die Niederlage noch tief: „But they should never have taken the very best.“ In der dritten Strophe erfährt man, dass er aus einer Familie von Farmern stammt. Sein Bruder war ebenfalls Soldat und wurde im Alter von nur 18 Jahren von einem [[Yankee]] getötet: „He was just eighteen, proud and brave, But a Yankee laid him in his grave.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robertson belässt es in seinem Text dabei, die Geschichte von Virgil Caine zu erzählen, ohne sie zu bewerten, dabei ist der amerikanische Bürgerkrieg lediglich eine Kulisse. Jason Ankeny schrieb für [[Allmusic]]: „Es scheint in erster Linie eine Charakterstudie über einen der vielen Soldaten zu sein, die ihr Leben im Namen des Kampfes für das, woran sie glaubten, riskierten, egal wie richtig oder falsch, und über die verheerenden Auswirkungen solcher Konflikte, unabhängig davon, welche Seite gewinnt.“ Der Grund für die Wahl der Kulisse war der aus [[Arkansas]] stammende [[Levon Helm]]. Jonathan Taplin (u.&amp;amp;nbsp;a. im Management von &amp;#039;&amp;#039;The Band&amp;#039;&amp;#039;) erinnert sich in einem Interview mit [[Robert Palmer (Musikkritiker)|dem Musikkritiker Robert Palmer]] für den [[Rolling Stone]]: „Ich ging zu Robbie und fragte ihn: ‚Wie ist das aus dir herausgekommen? Und er sagte, dass er, nachdem er so lange in seinem Leben mit Levon spielte und zu dieser Zeit an diesem Ort war… Es war so sehr in ihm, dass er diesen Song direkt für Levon schreiben wollte, um ihn zu zeigen, wie viel ihm diese Dinge bedeuteten.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Palmer |url=http://www.rollingstone.com/music/news/a-portrait-of-the-band-as-young-hawks-rolling-stones-1978-feature-on-the-last-waltz-20110329 |titel=A Portrait of the Band as Young Hawks: Rolling Stone’s 1978 Feature on ‘The Last Waltz’ |werk=[[Rolling Stone]] |datum=1978-06-01 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110330195418/http://www.rollingstone.com/music/news/a-portrait-of-the-band-as-young-hawks-rolling-stones-1978-feature-on-the-last-waltz-20110329?page=4 |archiv-datum=2011-03-30 |abruf=2022-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die The-Band-Aufnahme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Levon Helm with drums.jpg|mini|Schlagzeuger und Sänger Levon Helm (1976)]]&lt;br /&gt;
; Besetzung:&lt;br /&gt;
* [[Levon Helm]]: [[Gesang]], [[Schlagzeug]]&lt;br /&gt;
* [[Rick Danko]]: [[Bass (Instrument)|Bass]], [[Backing Vocal]]s, [[Fiddle]]&lt;br /&gt;
* [[Garth Hudson]]: Hohner [[Melodica]], [[Lowrey-Orgel]], [[Trompete]]&lt;br /&gt;
* [[Richard Manuel]]: [[Klavier]], Backing Vocals&lt;br /&gt;
* [[Robbie Robertson]]: [[Akustische Gitarre]], Komposition&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufnahmen zum zweiten Album von The Band fanden im Haus von [[Sammy Davis, Jr.|Sammy Davis junior]] in den [[Hollywood]] Hills statt. Der größte Teil des Titels wurde live eingespielt: Robertson spielte Akustikgitarre, Helm spielte Schlagzeug und sang die Lead Vocals, Danko spielte Bass, Manuel Klavier und Hudson Melodica. Später wurden im [[Overdub]]bing-Verfahren die Backing Vocals ergänzt, zudem legte Hudson auf seiner Lowrey-Orgel einen [[Akkordeon]]-Sound über seine Melodica, der den Eindruck entstehen lässt, es würde eine [[Mundharmonika]] gespielt. Des Weiteren steuerte Hudson einen Trompetenpart bei; Dankos Fiddlepart blieb jedoch zunächst ungenutzt, er ist erst auf einem späteren Mix zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als herausragendes musikalisches Merkmal der Aufnahme gilt Levon Helms Schlagzeugpattern. In der Strophe erinnert es an müde Soldaten, die eher schleppend vorwärtsstolpern als geordnet marschieren. Im [[Refrain]] gewinnt das Schlagzeugspiel an Kraft und erinnert an einen Militär[[Marschmusik|marsch]], der zu Ende des Refrains wieder zusammenbricht. The-Band-Biograf Barney Hoskyns nennt den Titel in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Across the Great Divide&amp;#039;&amp;#039; als Beispiel für die für The Band typischen &amp;#039;&amp;#039;staple three-part [[Harmonik|harmonies]]&amp;#039;&amp;#039; im Refrain: „In The Band’s staple three-part harmonies, Richard’s [[Falsett|falsetto]] sat on top, Rick was in the middle, and Levon lay on the bottom.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoskyns&amp;quot;&amp;gt;Barney Hoskyns: &amp;#039;&amp;#039;Across the Great Divide. The Band and America.&amp;#039;&amp;#039; UK, February 1993, Viking/Penguin, ISBN 0-670-84144-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl &amp;#039;&amp;#039;The Night They Drove Old Dixie Down&amp;#039;&amp;#039; lediglich als B-Seite von &amp;#039;&amp;#039;Up on Cripple Creek&amp;#039;&amp;#039; (1969) und &amp;#039;&amp;#039;Georgia on My Mind&amp;#039;&amp;#039; (1977) erschien, gehört er zu den bekanntesten Titeln von The Band. Bis zum Ausstieg von Robertson war er fester Bestandteil eines jeden Konzerts der Gruppe, so auch bei der Tournee Anfang 1974 gemeinsam mit [[Bob Dylan]]. Die Aufnahme des Songs vom 14. Februar 1974 ist zu hören auf dem gemeinsamen Doppel-Album &amp;#039;&amp;#039;[[Before the Flood (Album)|Before the Flood]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dixie (1916).ogg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Dixie (Lied)|Dixie]]&amp;#039;&amp;#039;, die Vorlage zum Live-Intro für &amp;#039;&amp;#039;The Night They Drove Old Dixie Down&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Bei einigen Live-Auftritten wurde der Titel mit Unterstützung einer Bläsersektion gespielt, die Bläser[[arrangement]]s stammen von [[Allen Toussaint]]. Für das Intro verwendete Toussaint die Zeile „Look away! Look away! Look away! Dixie-Land“ aus dem Song &amp;#039;&amp;#039;[[Dixie (Lied)|Dixie]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Daniel Decatur Emmett|Dan Emmett]] (1859).&amp;lt;ref&amp;gt;Neil Minturn, Michael J. Budds: &amp;#039;&amp;#039;The Last Waltz of The Band.&amp;#039;&amp;#039; Pendragon Press, 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu hören sind diese Versionen u.&amp;amp;nbsp;a. auf den Live-Alben &amp;#039;&amp;#039;[[Rock of Ages (Album)|Rock of Ages]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[The Last Waltz]]&amp;#039;&amp;#039; (beide mit Jazz-Musiker [[Howard Johnson]] an der Tuba), letztere gilt als eine der besten Versionen des Titels. Der &amp;#039;&amp;#039;Rolling-Stone&amp;#039;&amp;#039;-Kritiker [[Greil Marcus]] schrieb: „Levon sang with an anger he’d never before given the song.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;GreilMarcus1&amp;quot;&amp;gt;Greil Marcus: {{Webarchiv |url=http://theband.hiof.no/articles/lwgm.html |text=&amp;#039;&amp;#039;The Band’s Last Waltz – That Train Don’t Stop Here Anymore.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20080525163859}} Rolling Stone, 30. Dezember 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt; Helm selbst schrieb in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;This Wheel’s on Fire&amp;#039;&amp;#039;: „Maybe the best live performance of this song we ever gave.“&amp;lt;ref&amp;gt;Levon Helm: &amp;#039;&amp;#039;This Wheel’s on Fire – Levon Helm and the Story of The Band.&amp;#039;&amp;#039; Plexus, London, 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komposition und Text-Musik-Beziehung ==&lt;br /&gt;
Das Zitat &amp;#039;&amp;#039;Dixie&amp;#039;&amp;#039; zu Beginn der The-Band-Interpretationen des Songs erfüllt mehrere Funktionen: Zunächst stellt es einen Bezug zum „Alten Süden“ der USA her, auch die Assoziation der Bürgerkriegs-Thematik wird speziell dem amerikanischen Hörer durch dieses unmittelbar zuordenbare musikalische Fragment förmlich aufgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf [[Tonalität (Musik)|tonaler]] Ebene dient das Zitat dazu, die [[Tonart]] des eigentlichen Stückes, [[C-Dur]], zu etablieren. Diese Tonart wird – zumindest bis zum ersten [[Refrain]] – für das Ohr niemals ganz zweifelsfrei bestätigt, denn die verwendeten [[Begleitung (Musik)|Begleitakkorde]] sind alle auch der Tonart [[F-Dur]] zugehörig, und auch parallele Molltonarten (A-Moll und D-Moll) könnten das eigentliche tonale Zentrum sein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dixie Down Analysis of intro and 1st part verse.PNG|mini|zentriert|hochkant=2.5|Intro und erste Hälfte der Strophe]]&lt;br /&gt;
Einfache Begleitmodelle, die ausschließlich [[Diatonik|diatonische]] [[Dreiklang|Dreiklänge]] verwenden, sind in vielen Volksmusiktraditionen üblich. &amp;#039;&amp;#039;The Night They Drove Old Dixie Down&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich jedoch von vielen anderen Liedern durch die ihm eigene, tonale Ambivalenz. Dieser Effekt entsteht durch den Verzicht auf einen klaren [[Dominante|Dominant]]-Akkord, der das Stück einer der möglichen Tonarten eindeutig zuordnen würde. Die Melodie des Liedes weist eine ähnliche Auslassung auf, indem sie keinen der beiden Töne H oder B verwendet, die bei einem Stück in C- oder F-Dur als [[Leitton|Leittöne]] zu erwarten wären.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dixie down Analysis 2nd part verse.PNG|mini|zentriert|hochkant=2.5|Zweite Hälfte der Strophe]]&lt;br /&gt;
Dadurch, dass verwandte Dur- und Mollakkorde ohne verbindende oder vorbereitende Dominantklänge nebeneinander gestellt werden, entstehen mehrfach [[Trugschluss (Musik)|trugschlussähnliche]] Klangwirkungen, die mit dem Schwanken der emotionalen Aussage des Textes zwischen Trauer, Nostalgie, Stolz und Unbeugsamkeit auffällig korrespondieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, wie der Text im Refrain zu einer weniger individuellen, allgemeingültigeren Aussage findet, wechseln auch die musikalischen Stilmittel: Das Pendeln zwischen dem [[Tonika]]akkord C und seiner [[Subdominante]] Fmaj7, also die [[Plagalschluss|plagale Kadenz]], ist traditionell in der tonalen Musik so untrennbar mit geistlicher Musik verbunden, dass diese Wendung auch als „Amen-Kadenz“ bekannt ist. Die zum Abschluss führende Akkordfolge suggeriert in ähnlicher Weise [[Geistliches Lied in den Vereinigten Staaten|kirchenmusikalische]] Modelle, die umgangssprachlich meist unter den Oberbegriffen [[Choral]] und [[Gospel]] subsumiert werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dixie down Chorus.PNG|mini|zentriert|hochkant=2.5|Choralartige Harmonik des Refrains]]&lt;br /&gt;
Dies unterstreicht den [[Hymne|hymnenartigen]] Charakter der Melodie und die entsprechenden Andeutungen im Text („all the bells were ringing […] and all the people were singing“), die selbstverständlich weniger als historischer Tatsachenbericht, sondern als Ausdruck der kollektiven Wahrnehmung der „Südstaatler“ zu verstehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstärkt wird der hymnische Effekt des Refrains noch durch den geschickten Einsatz des ausharmonisierten Backgroundgesangs, der an einigen herausgehobenen Textstellen hinzutritt (nämlich der eigentlichen &amp;#039;&amp;#039;[[Hookline]]&amp;#039;&amp;#039;, eben „the night they drove old Dixie down“, und dem abschließenden Silbengesang). Während solcher mehrstimmiger, größtenteils [[Homophonie (Musik)|homophoner]] Gesang tief in der Tradition des weltlichen und geistlichen amerikanischen Liedes verwurzelt ist, ist die Aufführungspraxis von The Band insofern etwas ungewöhnlich, als sie die Hauptmelodie Levon Helms in die tiefste Stimme legt, während Danko und Manuel falsettierende Oberstimmen darüber setzen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dixie Down 3part harmony.PNG|mini|zentriert|hochkant=1.5|Typischer mehrstimmiger Refraingesang von &amp;#039;&amp;#039;The Band&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Ebenso, wie der Text, ohne inhaltlich zu einem Abschluss gekommen zu sein, auf bedeutungslosem Silbengesang endet, verklingt die Melodie allmählich während des letzten Subdominantakkordes, die Musik erreicht also ihre Tonika oder ihren Grundton nicht im Sinne einer befriedigenden Schlusswirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
; [[Ralph J. Gleason]] für den &amp;#039;&amp;#039;Rolling Stone:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Nothing that I have read, from [[Bruce Catton]] to [[Douglas Southall Freeman]], from [[Fletcher Pratt]] to [[Lloyd Lewis]], has brought home to me the overwhelming human sense of history that this song does. The only thing I can relate it to at all is [[Die rote Tapferkeitsmedaille|the Red Badge of Courage]]. It is a remarkable song, the rhythmic structure, the voice of Levon and the bass line with the drum accents and then the heavy close harmony of Levon, Rick and Richard Manuel in the theme, make it seem impossible that this isn’t some oral tradition material handed down from father to son straight from that winter of ’65 to today.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Ralph J. Gleason | url=https://www.rollingstone.com/music/music-album-reviews/the-band-179326/ | abruf=2023-02-07 |titel=&amp;#039;&amp;#039;The Band: The Band – Review.&amp;#039;&amp;#039; |werk=Rolling Stone | datum=1969-10-18 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
; Susan Lydon für &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]]&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=What’s important is not what they mean when you figure them out, but the feeling their images suggest and evoke in the listener. „The Night They Drove Old Dixie Down,“ a poignantly beautiful ballad with Levon Helm’s Arkansas voice at its most mellow, is a song about the Civil War. It doesn’t express a particular point of view about the Civil War, it only suggests some of the feelings that were at stake.&amp;lt;ref&amp;gt;Susan Lydon: [http://theband.hiof.no/articles/their_theme_is_acceptance_of_life.html &amp;#039;&amp;#039;The Band: Their Theme Is Acceptance of Life.&amp;#039;&amp;#039;] The New York Times, 12. Oktober 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Die [[Rock and Roll Hall of Fame]] zählt den Titel zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Rock and Roll Hall of Fame#500 Songs That Shaped Rock and Roll|500 Songs that Shaped Rock and Roll]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://rockhall.com/exhibits/one-hit-wonders-songs-that-shaped-rock-and-roll/ &amp;#039;&amp;#039;500 Songs that Shaped Rock and Roll.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2004 wurde der Titel in die Liste der [[500 beste Songs aller Zeiten|500 besten Songs aller Zeiten]] des Rolling-Stone-Magazins aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.rollingstone.com/news/story/11028260/the_rs_500_greatest_songs_of_all_time/3 |wayback=20090503150712 |text=&amp;#039;&amp;#039;The RS 500 Greatest Songs of All Time.&amp;#039;&amp;#039; }}, auf rollingstone.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Coverversionen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Joan Baez Hamburg 1973 2811730005.jpg|mini|Joan Baez (1973)]]&lt;br /&gt;
; mit ursprünglichem Text&lt;br /&gt;
* 1971 hatte die Folk-Sängerin [[Joan Baez]] mit ihrer Version des Titels ihren ersten und einzigen US-Top-Ten-Hit (Platz 3). Allerdings erlaubte sich Baez etliche textliche Änderungen – so wurde „Stoneman’s cavalry“ zu „so much cavalry“ und aus „Robert E. Lee“ wurde „the ‘Robert E. Lee’“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Janet Maslin]]|url=http://www.rollingstone.com/artists/joanbaez/albums/album/146753/review/5944822/blessed_are |titel=Joan Baez |titelerg=Blessed Are… |werk=Rolling Stone |datum=1971-10-28 |format=Review |sprache=en |archiv-url=http://web.archive.org/web/20090328150126/http://www.rollingstone.com/artists/joanbaez/albums/album/146753/review/5944822/blessed_are |archiv-datum=2009-03-28 |abruf=2022-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hoskyns schrieb dazu in &amp;#039;&amp;#039;Across the Great Divide&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;„Two years later, Joan Baez recorded a terrible version of ‚Dixie‘ that seemed to turn Robert E. Lee&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist das 1866 in Dienst gestellte Mississippi-Dampfschiff &amp;#039;&amp;#039;Robert E. Lee&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; into a steamboat …“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoskyns&amp;quot; /&amp;gt; Im Rolling-Stone-Interview mit [[Kurt Loder]] gab Baez an, keinen geschriebenen Text gehabt zu haben, sie habe stattdessen den Text so gesungen, wie sie ihn verstanden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Loder: &amp;#039;&amp;#039;The Rolling Stone Interview. Joan Baez.&amp;#039;&amp;#039; Rolling Stone, 14. April 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Weitere Coverversionen – teilweise auf Livealben – gibt es von [[Johnny Cash]], [[John Denver]], [[Jerry García]], [[The Black Crowes]], [[Richie Havens]] und [[Johnny Logan]].&lt;br /&gt;
* 1982, leicht geändert, [[Merle Kilgore]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=QMaUE2P8Jj4 |titel=youtube-Einspielung (von LP). |abruf=2020-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; mit geändertem Text&lt;br /&gt;
* 1972 hatte die 15-jährige Sängerin [[Juliane Werding]] mit dem Lied &amp;#039;&amp;#039;Am Tag, als Conny Kramer starb&amp;#039;&amp;#039;, das sich mit [[Drogensucht]] befasst, einen [[Liste der Nummer-eins-Hits in Deutschland (1972)|Nummer-eins-Hit in Deutschland]], der sich 14 Wochen in den Top-Ten hielt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.offiziellecharts.de/charts/titel-details-228 |titel=Chartplatzierung für &amp;#039;&amp;#039;Am Tag, als Conny Kramer starb&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland |werk=offiziellecharts.de |abruf=2025-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und sich über eine Million Mal verkaufte. [[Hans-Ulrich Weigel]] verfasste den Text.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gema.de/die-gema/organisation/aufsichtsrat/hans-ulrich-weigel.html |text=Biografie Hans-Ulrich Weigel |wayback=20110814160508}} auf gema.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1986 sang die deutsche Punkband [[Die Goldenen Zitronen]] in Anspielung an Werdings Hit den Titel &amp;#039;&amp;#039;Am Tag, als [[Thomas Anders]] starb.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1999 sang die [[Rechtsrock]]-Band [[Die Härte (Band)|Die Härte]] eine Version, die indiziert und beschlagnahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. G. Johansson: &amp;#039;&amp;#039;The Real Rock Book.&amp;#039;&amp;#039; Warner/Chappell Music Scandinavia, Stockholm 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks und Quellen ==&lt;br /&gt;
* Jason Ankeny: [{{Allmusic|Rubrik=song|ID=mt0007197692|NurURL=ja}} Song-Review auf Allmusic.com]&lt;br /&gt;
* Peter Viney: [https://theband.hiof.no/articles/dixie_viney.html The Night They Drove Old Dixie Down]&lt;br /&gt;
* Ryan Clinton: [https://theband.hiof.no/articles/smithsonian_rc.html The Smithsonian of American Rock &amp;amp; Roll]&lt;br /&gt;
* Blair Jackson: [https://theband.hiof.no/articles/m01_tntdodd.html The Band’s „The Night They Drove Old Dixie Down“]&lt;br /&gt;
* Britta Sweers: [https://www.songlexikon.de/songs/thenighttheydrove The Night They Drove Old Dixie Down]. In: [[Songlexikon]]. Abgerufen am 10. August 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochene Version|datei=De-The Night They Drove Old Dixie Down-article.ogg|länge=13:41 min|größe=7,48 MB|version=61754221|exzellent=nein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Night They Drove Old Dixie Down #The}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nummer-eins-Hit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folksong]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Country-Song]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lied 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sezessionskrieg in Kunst und Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-38445-81</name></author>
	</entry>
</feed>