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	<title>Thanjavur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Loper12321: /* Verkehr */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verkehr&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die südindische Stadt Thanjavur, für weitere Bedeutungen siehe [[Thanjavur (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Indien&lt;br /&gt;
|Name= Thanjavur&amp;lt;br /&amp;gt;{{lang|ta|தஞ்சாவூர்}}&lt;br /&gt;
|Bundesstaat= [[Tamil Nadu]]&lt;br /&gt;
|Distrikt= [[Thanjavur (Distrikt)|Thanjavur]]&lt;br /&gt;
|Sub-Distrikt= [[Thanjavur (Taluk)|Thanjavur]]&lt;br /&gt;
|lat_deg= 10 |lat_min= 46&lt;br /&gt;
|lon_deg= 79 |lon_min= 09&lt;br /&gt;
|Höhe= 57&lt;br /&gt;
|Fläche= 36.31&lt;br /&gt;
|Einwohner= 500000&lt;br /&gt;
|Zensus= 2011&lt;br /&gt;
|Einwohner_Quelle= [http://thanjavur.nic.in/thanjavur-corporation.html thanjavur.nic.in]&lt;br /&gt;
|Website=&lt;br /&gt;
|Bild1= Thanjavur city.jpg&lt;br /&gt;
|Bild1_Beschreibung= Blick über Thanjavur mit dem Brihadishvara-Tempel im Hintergrund&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thanjavur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Tamil]]: {{lang|ta|தஞ்சாவூர்}} {{IAST|Tañcāvūr}} [{{IPA|ˈt̪aɲd͡ʒaːʋuːr}}]), früher anglisiert &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tanjore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Stadt im [[Indien|südindischen]] Bundesstaat [[Tamil Nadu]]. Die damalige [[Municipality (Indien)|Municipality Thanjavur]] hatte beim Zensus 2011 etwa 223.000 Einwohner. Sie liegt im Mündungsdelta des [[Kaveri]]-Flusses, rund 320 Kilometer südlich von [[Chennai]]. Thanjavur war von 9. bis zum 11. Jahrhundert die Hauptstadt des [[Chola]]-Reiches, des bedeutendsten mittelalterlichen Königreiches in Südindien. Später herrschten in Thanjavur die [[Nayak-Dynastien|Nayaks]] (1535–1673) und die [[Marathen]] (1674–1855). Heute ist die Stadt Verwaltungssitz des [[Thanjavur (Distrikt)|Distrikts Thanjavur]] und Standort der [[Tamil University]]. Hauptsehenswürdigkeit Thanjavurs ist der monumentale [[Brihadishvara-Tempel]], der 1010 auf dem Höhepunkt der Macht der Chola-Dynastie entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 18. Februar 2014 ist Thanjavur eine [[Municipal Corporation]].&amp;lt;ref name=nic&amp;gt;[http://thanjavur.nic.in/thanjavur-corporation.html Thanjavur District: Thanjavur Corporation]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist in 51 [[Ward (Indien)|Wards]] gegliedert.&amp;lt;ref name=nic/&amp;gt; Das Stadtgebiet wurde auf 36,31&amp;amp;nbsp;km² vergrößert und beherbergt etwa 500.000 Menschen.&amp;lt;ref name=nic/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Thanjavur liegt im fruchtbaren [[Kaveri-Delta]]s in Zentral-Tamil-Nadu rund 320 Kilometer südlich von [[Chennai]] (Madras), der Hauptstadt des Bundesstaates, und 56 Kilometer östlich von [[Tiruchirappalli]] (Trichy). Durch Thanjavur fließen der [[Grand Anicut Canal]] sowie die Kaveri-Mündungsarme [[Vadavar]] und [[Vennar]]. Die Stadt ist Verwaltungssitz des [[Thanjavur (Distrikt)|Distrikts Thanjavur]] und Zentrum der Region [[Chola Nadu]], dem historischen Kernland der Chola-Dynastie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altstadt von Thanjavur liegt nördlich des Grand Anicut Canal. Ihre Form entspricht einem unregelmäßigen Kreis mit rund einem Kilometer Durchmesser. Ursprünglich war sie von einer Befestigungsanlage umgeben, die aber nicht mehr existiert. Südwestlich der Altstadt liegt der ebenfalls ummauerte Tempelbezirk mit dem Brihadishvara-Tempel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Chola-Zeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rajaraja mural.jpg|mini|hochkant=0.6|Wandmalerei im Brihadishvara-Tempel, die Rajaraj I. und seinen [[Guru]] Karuvurar zeigt]]&lt;br /&gt;
Thanjavur war zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert die Hauptstadt des [[Chola]]-Reiches, des bedeutendsten südindischen Königreiches jener Zeit. Um 850 eroberte der Chola-König [[Vijayalaya]] Thanjavur und gründete in der Stadt einen Tempel für die Göttin Nishumbhasudini ([[Durga]]). Damit legte er den Grundstein für den Aufstieg des Chola-Reiches zu einer Großmacht. Unter [[Rajaraja I.]] (reg. 985–1014) und [[Rajendra I.]] (1014–44) erreichten die Chola den Höhepunkt ihrer Macht und kontrollierten ganz Südindien und [[Sri Lanka]]. Rajaraja galt als Förderer der Kunst und ließ in Thanjavur den monumentalen [[Brihadishvara-Tempel]] (1010 fertiggestellt) als Zeichen seiner imperialen Macht erbauen. Nachdem Rajarajas Sohn Rajendra die Hauptstadt des Chola-Reiches in das neugegründete [[Gangaikonda Cholapuram]] verlegt hatte, verlor Thanjavur aber wieder an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nayaks und Marathen ===&lt;br /&gt;
Nach dem Niedergang des Chola-Reiches kam Thanjavur im 13. Jahrhundert unter die Herrschaft zunächst der [[Hoysala]] von [[Dorasamudra]] und dann der in [[Madurai]] residierenden [[Pandya]]-Könige. Nachdem Anfang des 14. Jahrhunderts [[Malik Kafur]], ein Feldherr des muslimischen [[Sultanat von Delhi|Sultanats von Delhi]], in einem Feldzug nach Südindien die Pandyas besiegt und das kurzlebige [[Sultanat von Madurai]] gegründet hatte, kam Thanjavur wie ganz Südindien gegen Ende des 14. Jahrhunderts unter die Herrschaft des [[Vijayanagar]]-Reichs. Der Vijayanagar-König [[Achyuta Raya]] setzte 1535 in Thanjavur einen Militärstatthalter ([[Nayak-Dynastien|Nayak]]) ein. Die [[Nayaks von Thanjavur]] regierten die Region de facto als selbstständiges Königreich, obwohl sie Vijayanagar auch nach dessen Niederlage gegen die vereinten [[Dekkan-Sultanate]] in der [[Schlacht von Talikota]] im Jahre 1565 nominell treu blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Machtkämpfen der Nachfolgereiche Vijayanagars besiegte [[Chokkanatha]], der [[Nayaks von Madurai|Nayak von Madurai]], 1673 [[Vijaya Raghava]], den letzten Nayak von Thanjavur und eroberte die Stadt. Ein Sohn Vijaya Raghavas konnte aber fliehen und bat den Sultan von [[Bijapur (Sultanat)|Bijapur]] um Unterstützung. Dieser sandte den [[Marathen]]-General [[Venkaji]], einen Halbbruder des berühmten [[Shivaji]], die Nayaks von Madurai wieder aus Thanjavur zu vertreiben. Venkaji konnte Thanjavur 1674 erobern, usurpierte aber die Herrschaft und begründete die Marathen-Dynastie der [[Raja]]s von Thanjavur, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Region des Kaveri-Deltas beherrschen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonialzeit und Unabhängigkeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tanjorebourne.jpg|mini|Samuel Bourne: &amp;#039;&amp;#039;Great Pagoda and Stone Bull, Tanjore&amp;#039;&amp;#039;, 1860er Jahre]]&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert wurde Thanjavur in die Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Kolonialmächten hineingezogen. In den [[Karnatische Kriege|Karnatischen Kriegen]], in denen die [[Vereinigtes Königreich|Briten]] und die [[Frankreich|Franzosen]] um die Vorherrschaft in Indien rangen, verbündete sich der Raja von Thanjavur mit den Briten und den [[Nawabs von Arcot]] gegen die Franzosen, die mit [[Mysore (Staat)|Mysore]] verbündet waren. 1749 und 1758 belagerten französische Truppen erfolglos Thanjavur. 1773 besetzten die Briten die Stadt, weil der Raja Tullasu Rasa mit seinen Tributzahlungen an den Nawab von Arcot, [[Muhammad Ali Khan Wallajah]] in Verzug geraten war, drei Jahre später setzten sie den Raja von Thanjavur aber wieder ein. Tullasu Rasu stand in engem Kontakt mit der [[Dänisch-Hallesche Mission|Dänisch-Halleschen Mission]], deren Missionsarzt und Apotheker [[Johann Gerhard König]] 1775 von ihm unterstützt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Hoppe: Kulturaustausch zwischen Europa und Indien auf wissenschaftlicher Grundlage im frühen pietistischen Missionswerk, in: Der Bologna-Prozess... Abhandlungen der Humboldt-Gesellschaft, Juni 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1799 trat Raja [[Serfoji II.]] seine Besitzungen mit Ausnahme der Hauptstadt Thanjavur an die Briten ab. Die Marathenkönige hielten weiterhin in Thanjavur Residenz, bis Serfojis einziger Sohn [[Shivaji II.]] 1855 ohne Erben starb. Nach der &amp;#039;&amp;#039;[[Doctrine of Lapse]]&amp;#039;&amp;#039; annektierten die Briten nun Thanjavur und gliederten es in [[Britisch-Indien]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der indischen Unabhängigkeit 1947 kam Thanjavur zum Bundesstaat [[Madras (Staat)|Madras]], der 1969 in [[Tamil Nadu]] umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Thanjavur 02.jpg|mini|Straßenszene in Thanjavur]]&lt;br /&gt;
Nach der Volkszählung 2011 hat Thanjavur 222.619 Einwohner in der eigentlichen Stadt und 290.724 in der [[Agglomeration]]. Damit ist Thanjavur die dreizehntgrößte Stadt Tamil Nadus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie überall in Tamil Nadu ist die Hauptsprache in Thanjavur das [[Tamil]]. Nach der Volkszählung 2001 wird es von 94 Prozent der Stadtbevölkerung als Muttersprache gesprochen. Daneben gibt es kleinere sprachliche Minderheiten: Wie in anderen Orten Tamil Nadus leben in Thanjavur seit der Vijayanagar-Zeit [[Telugu]] sprechende Kasten. Außerdem wird in Thanjavur von Angehörigen der Weberkaste der [[Patnulkarar]] das eng mit der nordwestindischen Sprache [[Gujarati]] verwandte [[Saurashtri]] gesprochen. Telugu- und Saurashtri-Sprecher machen jeweils 2 Prozent der Bevölkerung der Stadt aus. Unter einem Teil der muslimischen Bevölkerung Thanjavurs ist [[Urdu]] (1 Prozent) verbreitet. Während der Herrschaftszeit der Marathen-Könige wanderten [[Marathi]]-Sprecher nach Thanjavur ein, die zahlreiche kulturelle Einflüsse hinterließen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hindu.com/thehindu/2000/01/15/stories/1315063j.htm |wayback=20120120024651 |text=&amp;#039;&amp;#039;The Hindu,&amp;#039;&amp;#039; 15. Januar 2000: &amp;quot;Struggle for survival&amp;quot;. |archiv-bot=2023-01-20 14:28:34 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist die Anzahl der Marathi-Sprecher aber auf weniger als 1.000 Menschen (0,4 Prozent der Stadtbevölkerung) zusammengeschrumpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Census of India 2001: &amp;#039;&amp;#039;C-16 City : Population by Mother Tongue (Tamil Nadu),&amp;#039;&amp;#039; abgerufen unter [http://www.censusindia.gov.in/DigitalLibrary/TablesSeries2001.aspx &amp;#039;&amp;#039; Tabulations Plan of Census Year - 2001&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Einwohnern Thanjavurs stellen nach der Volkszählung 2011 [[Hinduismus|Hindus]] mit 83 Prozent die Mehrheit. Daneben gibt es Minderheiten von [[Christentum in Indien|Christen]] (9 Prozent) und [[Islam in Indien|Muslimen]] (8 Prozent).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.censusindia.gov.in/2011census/C-01/DDW33C-01%20MDDS.XLS Census of India 2011: &amp;#039;&amp;#039;C-1 Population By Religious Community. Tamil Nadu.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Thanjavur ist Sitz des [[Römisch-katholische Kirche in Indien|römisch-katholischen]] [[Bistum Tanjore|Bistums Tanjore]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Big Temple-Temple.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Vimana&amp;#039;&amp;#039; des Brihadishvara-Tempels]]&lt;br /&gt;
Thanjavur ist berühmt für den Gott [[Shiva]] gewidmeten [[Brihadishvara-Tempel]], der zwischen 1003 und 1010 unter dem Chola-König Rajaraja I. erbaut wurde. Das monumentale Bauwerk gilt als Höhepunkt der mittelalterlichen hinduistischen Tempelbaukunst im südindischen [[Dravida-Stil]] und gehört seit 1987 als einer von drei „[[Große Tempel der Chola-Dynastie|großen Tempel der Chola-Dynastie]]“ zum [[UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe der UNESCO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage des Brihadishvara-Tempels folgt einem streng achsensymmetrischen Plan. Eine äußere Umfassungsmauer schließt das 240 mal 120 Meter große rechteckigen Tempelgelände ein. Im Zentrum des von Kolonnaden gesäumten Innenhofes steht der eigentliche Tempel, bestehend aus dem Allerheiligsten (&amp;#039;&amp;#039;[[Garbhagriha]]&amp;#039;&amp;#039;), in dem sich ein 3,5 Meter hoher [[Linga]] befindet, und zwei vorgelagerten Säulenhallen (&amp;#039;&amp;#039;Ardhamandapa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mahamandapa&amp;#039;&amp;#039;). Über dem &amp;#039;&amp;#039;Garbhagriha&amp;#039;&amp;#039; erhebt sich ein 61 Meter hoher &amp;#039;&amp;#039;Vimana&amp;#039;&amp;#039; (Tempelturm). Gegenüber dem Heiligtum steht eine [[monolith]]ische [[Nandi (Mythologie)|Nandi]]-Statue, die drittgrößte Indiens. Außer dem Hauptheiligtum befinden sich auf den Tempelgelände Nebenschreine für Shivas Söhne [[Ganesha]] und [[Subrahmanya]] sowie seine Gefährtin [[Parvati]]. Das Eingangstor wird von einem &amp;#039;&amp;#039;[[Gopuram]]&amp;#039;&amp;#039; (Torturm) gekrönt, das im Gegensatz zu späteren dravidischen Tempelbauten an Größe und Pracht dem &amp;#039;&amp;#039;Vimana&amp;#039;&amp;#039; nachgestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Palast von Thanjavur entstand im 16. Jahrhundert unter den Nayaks und wurde später von den Marathen-Herrschern erweitert. Der weitläufige Palastkomplex besteht aus zahlreichen Gebäudeteilen und ist mittlerweile in großen Teilen baufällig. Sehenswert sind die Audienzhalle (&amp;#039;&amp;#039;Durbar Hall&amp;#039;&amp;#039;) und der knapp 60 Meter hohe Turm. Der Palast beherbergt eine Kunstgalerie und die Saraswati-Mahal-Bibliothek. Diese besitzt eine große Sammlung wertvoller [[Palmblatt-Manuskript]]e, die mehrheitlich in [[Sanskrit]] verfasst sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://eprints.ucl.ac.uk/3276/1/3276.pdf |wayback=20111121193230 |text=Dominik Wujastyk: &amp;#039;&amp;#039;Thanjavur Library as a Realm of Knowledge.&amp;#039;&amp;#039; National Mission for Manuscripts, Newsletter, Februar 2006 |archiv-bot=2019-05-17 20:50:45 InternetArchiveBot }} (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem dank des Brihadishvara-Tempels gehört Thanjavur zu den wichtigsten Attraktionen Tamil Nadus für in- und ausländische Touristen. Im Jahr 2011 verzeichnete die Stadt 5,7 Millionen Besucher.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.thehindu.com/news/states/tamil-nadu/article2951346.ece?homepage=true &amp;#039;&amp;#039;The Hindu,&amp;#039;&amp;#039; 1. März 2012: &amp;quot;State attracted over 14 crore tourists during 2011&amp;quot;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst und Kultur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tanjore painting.jpg|mini|hochkant|Tanjore-Malerei mit Darstellung Balakrishnas]]&lt;br /&gt;
Als Sitz mehrerer Herrscherdynastien war Thanjavur über Jahrhunderte ein Zentrum von Kunst und Kultur in Tamil Nadu. Bereits die Chola-Könige förderten Musik und Tanz. Seit dem Untergang des Vijayanagar-Reiches bis Ende des 19. Jahrhunderts war Thanjavur das Zentrum der [[Karnatische Musik|klassischen südindischen Musik]]. Während der Nayak-Herrschaft in Thanjavur (1535–1673) gelangte die südindische Laute [[Vina]] an den Hof, wurde hier zu ihrer heutigen Form entwickelt und diente als Grundlage für die südindische theoretische Klassifizierung der [[Raga]]s. Der Marathen-Raja Serfoji II (regierte 1798–1832) war einer der größten Förderer der Künste. Er soll 360 Musiker an seinem Hof beschäftigt haben. Jeder hätte einmal im Jahr vorsingen dürfen und sich entsprechend intensiv auf seinem Auftritt beim Herrscher vorbereitet. Ein großer Teil der bedeutendsten südindischen Musiker, darunter [[Tyagaraja]] (1767–1847), lebte in Thanjavur und Umgebung oder war durch Familien, Lehrer oder Nachfolger mit dem Herrscherhaus verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Kuckertz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstmusik Südindiens im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Günther (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musikkulturen Asiens, Afrikas und Ozeaniens im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Bosse, Regensburg 1973, S. 99–109&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Musik förderten die Nayak- und Marathen-Herrscher auch die [[Miniaturmalerei]]. Unter diesen Voraussetzungen entwickelte sich im Thanjavur im 18. Jahrhundert ein besonderer Stil, der als [[Tanjore-Malerei]] bekannt ist. Bei den Tanjore-Malereien handelt es sich um [[Tafelbild (Malerei)|Tafelbilder]] auf solider Holzunterlage, die sich durch die Einarbeitung von Materialien wie Glas, Perlen, Halbedel- und Edelsteinen sowie Blattgold auszeichnet. Die Motive stammen aus der hinduistischen, meist [[Vishnuismus|vishnuitischen]] Götterwelt. Besonders gerne wird [[Krishna]] in seiner Gestalt als Balakrishna (Kind Krishna) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch Thanjavur führt der National Highway 67 von [[Gundlupet]] in [[Karnataka]] über [[Coimbatore]] und [[Tiruchirappalli]] nach [[Nagapattinam]]. Ferner ist die Stadt Ausgangspunkt des National Highway 226 nach [[Manamadurai]] bei [[Sivaganga]] und des National Highway 45C nach [[Vikravandi]] bei [[Viluppuram]]. Es bestehen zahlreiche Busverbindungen in alle wichtigen Städte Tamil Nadus. Der Bahnhof von Thanjavur (&amp;#039;&amp;#039;Thanjavur Junction&amp;#039;&amp;#039;) liegt an der Bahnstrecke Chennai-Tiruchirappalli. Außerdem zweigt hier eine Nebenstrecke über [[Tiruvarur]] nach Nagapattinam ab. Der nächste Flughafen befindet sich in Tiruchirappalli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Murali Karthikeyan]] (* 1999), Radrennfahrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [http://dsal.uchicago.edu/reference/gazetteer/pager.html?objectid=DS405.1.I34_V23_248.gif &amp;#039;&amp;#039;The Imperial Gazetteer of India:&amp;#039;&amp;#039; Band 23. Oxford 1908. Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Tanjore City&amp;#039;&amp;#039;. S. 242–244.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Thanjavur}}&lt;br /&gt;
* [http://municipality.tn.gov.in/thanjavur/ Website der Stadtverwaltung von Thanjavur]&lt;br /&gt;
* [http://www.thanjavur.tn.nic.in/ Website des Distrikts Thanjavur]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Municipal Corporations in Tamil Nadu}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4106216-4|LCCN=n81063325|VIAF=124344432}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Tamil Nadu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Municipal Corporation in Tamil Nadu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thanjavur| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chola]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Loper12321</name></author>
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