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	<title>Textilkunst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T00:12:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Textilkunst&amp;diff=1877491&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
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		<updated>2025-11-24T07:45:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Henry Prince of Wales 1610 Robert Peake.jpg|hochkant=0.7|mini|Dieses Porträt veranschaulicht praktische, dekorative und soziale Aspekte der Textilkunst. [[Henry Frederick Stuart, Prince of Wales]], von [[Robert Peake]], 1610.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chikanobu Courtisane Couleurs sur soie.JPG|mini|hochkant=0.7|Seidenmalerei: Matsuno Chikanobu, kakemono 37&amp;quot; × 14&amp;quot;, 1704 bis 1716]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textilkunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Sammelbezeichnung für [[Kunst|künstlerische]] Gestaltungen von und mit [[Textilie|textilem]] Material. Zu ihr können in einer künstlerischen Form [[Kleidung]] und Dekorationstextilien, aber auch Kunstwerke der [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]] gerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Techniken, Materialien, Funktionen ==&lt;br /&gt;
Die unzähligen Arten der Gestaltung beginnen bei der Verwendung verschiedenfarbiger Fäden und bei der [[Relief]]bildung entsprechend der jeweiligen [[Textiltechnik|textilen Technik]]: Kreuzen der Fäden beim [[Flechten (Technik)|Flechten]], [[Weben]], [[Wirkerei|Wirken]] (alte Bildteppiche); Verschlingen von Schlaufen beim Wirken ([[Bildwirkerei]]), [[Stricken]], [[Häkeln]]; Verknoten der Fäden beim [[Knüpfen]] und bei Netzarbeiten sowie beim [[Klöppeln]]. Zusätzliche Bearbeitung erfolgt durch Bemalen, Bedrucken (auch [[Batik]]), [[Sticken]] und [[Applike|Applizieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als textile Materialien sind seit dem [[Altertum]] [[Wolle]] und [[Flachsfaser|Leinen]] gebräuchlich; [[Seide]] war im antiken Griechenland zwar bekannt, doch erst den [[Byzantinisches Reich|Byzantinern]] gelang es, sich das Geheimnis der Herstellung von den Chinesen anzueignen. Seit dem 14. Jahrhundert wurde Seide auch in Italien hergestellt und war neben dem [[Samt]] das bevorzugte Material der [[Renaissance]] und des [[Barock]]. Die [[Baumwolle]] erlangte in Europa erst mit den Importen im 17. Jahrhundert Bedeutung und wurde dann auch im Mittelmeergebiet angebaut Seit dem 19. Jahrhundert steht sie gleichberechtigt neben den anderen Materialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktionelle, dekorative und soziale Aspekte der Textilkunst spiegelt beispielsweise das Porträt [[Henry Frederick Stuart, Prince of Wales|Henry Frederick Stuarts, Prince of Wales]], von 1610 wider. Sein Hut ist aus [[Filz]], einem der textilen Basiserzeugnisse. Seine Kleidung besteht aus gewebtem, mit Stickereien verziertem Stoff, und seine [[Strumpf|Strümpfe]] sind gestrickt. Er steht auf einem [[Orientteppich|orientalischen Teppich]] aus Wolle, der gegen den kalten Boden schützt und als [[Statussymbol]] dient. Die schweren [[Fensterdekoration|Vorhänge]] schmücken zum einen den Raum, zum anderen blockieren sie die kalte Zugluft vom Fenster her. Die Stickereien an der Tischdecke und an den Vorhängen verkünden die soziale Stellung des Eigentümers, ebenso das Leinenhemd mit Spitzenbesatz sowie die üppigen Stickereien auf der Kleidung des Prinzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textilien als Kulturgut ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Kulturgut}}&lt;br /&gt;
Kunstwebereien, Gewand- und Dekorationsstoffe aus Seide, Goldfäden und weniger wertvollem Material aus dem [[Altertum]] sind nur durch Plastiken, durch die dekorative Malerei sowie durch Schilderungen antiker Schriftsteller überliefert. Während im antiken Rom reinweiße Gewänder als vornehm galten, gab man im griechischen [[Byzantion|Byzanz]] die klassische Einfarbigkeit zu Gunsten bunt gewirkter, broschierter oder sogar mit Gold bestickter Kleidung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgenländische Originalstoffe des 1. Jahrtausends n. Chr. kamen zuerst durch die [[Kreuzzug|Kreuzzüge]] nach Europa. Im Laufe der Jahrhunderte vergrößerten sich die Bestände an orientalischen Geweben in katholischen Kirchen Europas, und man bediente sich ihrer für die [[Ornat]]e.&lt;br /&gt;
[[Datei:DameEnRobeRouge Rippl-Ronai 1898.jpg|mini|hochkant=0.7|Wolltapisserie, entworfen von [[József Rippl-Rónai]], 1898]]&lt;br /&gt;
Seit den 1880er Jahren förderten die Grabfunde aus [[Oberägypten]] spätägyptische und andere orientalische Gewebe der Spätantike und des frühen [[Mittelalter]]s zu Tage (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[koptische Textilien]]&amp;#039;&amp;#039;). Aus den koptischen Fundstücken lässt sich als Kleiderform der nachchristlichen Zeit ein hemdartiges Gewand, eine sogenannte [[Tunika]] rekonstruieren. Als Grundstoff diente ein leinwandbindiges Leinen- oder Wollgewebe, in das Musterelemente unterschiedlicher Art eingewirkt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ostasiatische Textilien aus Ländern wie China oder Japan bestechen durch ihren erstaunlichen Reichtum an textilen Herstellungs- und Gestaltungsweisen. Allerdings waren zum Beispiel sammelnswerte Gewänder nur schwer zu beschaffen. Die besten, wie die höfischen [[Robe]]n, konnte bis ins 20. Jahrhundert kaum jemand erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Europa des [[Mittelalter]]s beschränkte sich das textilkünstlerische Schaffen weitgehend auf Frauenklöster. Erst ab der [[Renaissance]] gab es Wirker und Sticker als eigene, auch von Männern ausgeübte Berufe. Zentren der europäischen Textilkunst bildeten sich in Frankreich, in der Schweiz sowie in Süddeutschland heraus; schließlich kam noch [[Brüssel]] hinzu. Ab 1650 übernahm Frankreich die führende Rolle in Europa, wovon die berühmte Pariser [[Gobelin-Manufaktur]] sowie die Werkstätten in [[Beauvais]], [[Aubusson (Creuse)|Aubusson]], [[Felletin]] und [[Nancy]] zeugen. Die Beliebtheit der [[Bildwirkerei|Gobelins]], die auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung der [[Malerei]] Konkurrenz machten, ließ schließlich im ausgehenden 18. Jahrhundert nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Jugendstil]]s wurden handgefertigte Textilien bedeutsam für die Definition der „neuen Kunst“. Viele Designer entdeckten die traditionellen Techniken wie Bildwirkerei und Stickerei für die Fertigung der Stoffe. Der für seine Interieurs und Möbel bekannte [[Henry van de Velde]] entwarf einige der typischen Muster des Art nouveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Rolle spielte die Textilkunst in der [[Wiener Werkstätte]].&lt;br /&gt;
Im [[Bauhaus]] existierte eine Meisterklasse für Weberei, deren Leitung [[Gunta Stölzl]], anschließend [[Anni Albers]] innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textilkunst aller Epochen wird heute von zahlreichen [[Liste von Textilmuseen|Textil-]] und [[Liste von Kunstmuseen|Kunstmuseen]] gesammelt. Zunehmende Bedeutung hat dort die Konservierung und [[Restaurierung]] der Textilien, auch im Kontext von [[Mixed Media|Mixed-Media-Kunst]], gewonnen. Nach heutigen Verständnis zählt bei Textilkunst nicht nur der künstlerische Wert, sondern auch die Aussagekraft hinsichtlich gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Zusammenhänge in der Epoche ihrer Entstehung und Benutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv: &amp;#039;&amp;#039;Museum – Deutsches Textilmuseum Krefeld-Linn&amp;#039;&amp;#039;. Westermann Verlag, Braunschweig 1983, {{ISSN|0341-8634}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Textilkunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdalena Abakanowicz - Zespół Czarnych Form Organicznych.jpg|mini|Magdalena Abakanowicz: &amp;#039;&amp;#039;Zespół Czarnych Form Organicznych&amp;#039;&amp;#039;, 1974, [[Łódź|Łodz]], [[Muzeum Sztuki w Łodzi|Muzeum Sztuki]]]]&lt;br /&gt;
In der modernen Textilkunst treten die funktionellen Aspekte deutlich in den Hintergrund. Die künstlerische Gestaltung spielt insbesondere bei der experimentellen Textilkunst eine große Rolle, so etwa bei [[Magdalena Abakanowicz]] und [[Sheila Hicks]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Skye Sherwin |url=https://www.artbasel.com/stories/textile-art |titel=From the Bauhaus to the Venice Biennale: How textiles became art |werk=artbasel.com |sprache=en |abruf=2021-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Material und textile Technik rücken als Selbstreferenz in den Vordergrund, so etwa bei der [[Fiber Art]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Greg Cook |url=https://www.wbur.org/artery/2014/10/01/fiber-ica |titel=A New History Of Fiber Artists Who Tried To Turn Craft Into Art |werk=wbur.org |datum=2014-10-01 |sprache=en |abruf=2021-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Moderne Textilkünstlerinnen und -künstler betonen dementsprechend in zwei- und dreidimensionalen Schöpfungen vor allem Struktur, Material und Farbigkeit. Daneben rückte das Verhältnis von textiler Handarbeit und Weiblichkeit in den Fokus von Textilkunst, so etwa in [[Judy Chicago|Judy Chicagos]] &amp;#039;&amp;#039;[[The Dinner Party|Dinner Party]]&amp;#039;&amp;#039;, sowie die Verbindung von textilen und digitalen Techniken, so bei [[Beryl Korot]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne Röhl |Hrsg=Magdalena Bushart, Henrike Haug, Stefanie Stallschus |Titel=Von Elektronen als Fäden. Über den (un-)zeitgemäßen Einsatz textiler Handarbeit in den Videoarbeiten von Beryl Korot und Stephen Beck |Sammelwerk=Unzeitgemäße Techniken |Ort=Wien / Köln / Weimar |Datum=2019 |ISBN=978-3-412-50949-1 |Seiten=221-244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Maße, in dem funktionelle Aspekte bei der modernen Textilkunst an Bedeutung verlieren und der Begriff [[Angewandte Kunst]] hier nicht mehr greift, nehmen die Überschneidungen mit anderen Kunstformen zu, wie zum Beispiel der [[Bildhauerei]] im Sinne einer Gattungsbezeichnung für dreidimensionale [[Kunstwerk]]e, wie auch der Malerei als Gattung für zweidimensionale Darstellungen, beispielsweise durch Sticken. Dies wird als „Malen mit Nadel und Faden“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Schleufe |url=https://www.zeit.de/karriere/beruf/2017-03/sticken-handwerk-ausbildung-beruf |titel=Sticken: Malen mit Nadel und Faden |werk=zeit.de |datum=2017-03-14 |abruf=2021-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Textildesign]]&lt;br /&gt;
* [[Soft Sculpture]]&lt;br /&gt;
* [[Stringart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Orientalische Kunstwebereien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversationslexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 15. 6. Auflage. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien 1885–1908, S. 117.&lt;br /&gt;
* Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Textilkunst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Enzyklopädisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 23. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1973, S. 368.&lt;br /&gt;
* Erika Thiel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Kostüms.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Henschel, Berlin 2004, ISBN 3-89487-260-8.&lt;br /&gt;
* Luzia Fleisch, Renate Egger: &amp;#039;&amp;#039;Textiles Web – Textile Kunst und Kultur im World Wide Web.&amp;#039;&amp;#039; Salzburg, 2001&lt;br /&gt;
* Ruth Grönwoldt: &amp;#039;&amp;#039;Stickereien von der Vorzeit bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 1993, ISBN 3-7774-5840-6.&lt;br /&gt;
* Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Textilien.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Judith Miller (Sachverständige)|Judith Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Art nouveau.&amp;#039;&amp;#039; Dorling Kindersley, London 2004, ISBN 3-8310-0767-5.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Anika Reineke, Anne Röhl, Mateusz Kapustka, [[Tristan Weddigen]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Textile Terms: A Glossary&lt;br /&gt;
   |Verlag=Edition Imorde&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin/Emsdetten&lt;br /&gt;
   |Datum=2017&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-942810-36-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Textile arts}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilkunst| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handarbeiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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