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	<title>Textilindustrie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Kulturkritik: /* Geschichte in Deutschland */ Koreakrise hat sich kaum so lange ausgewirkt</title>
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		<updated>2026-04-15T09:01:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte in Deutschland: &lt;/span&gt; Koreakrise hat sich kaum so lange ausgewirkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Textilindustrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist einer der ältesten und, nach Zahl der Beschäftigten und Umsatz, einer der wichtigsten [[Wirtschaftszweig]]e des [[Industrie|produzierenden Gewerbes]]. Sie umfasst die Gesamtheit der Betriebe und Unternehmen, die sich mit der Herstellung von [[Garn]]en aus pflanzlichen, tierischen und chemisch hergestellten [[Faser]]n,  [[Zwirn]]en, [[Gewebe (Textil)|Geweben]], [[Maschenware]]n wie [[Gestrick]]en (Flach- und Rundgestricken) und [[Gewirke (Textil)|Gewirke]]n (Kulier- und Kettengewirke)  und anderen [[Textiles Flächengebilde|textilen Flächengebilden]] wie [[Tuch]]en, [[Filz]]en, [[Nähgewirke]]n und [[Vliesstoff]]en sowie den gesamten Bereich der [[Textilveredlung]] befassen.&amp;lt;ref&amp;gt; Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. Band 2, L–Z. 7., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-87150-518-8, S. 916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Textilindustrie untergliedert sich in Spinnstoffaufbereitung (Wäscherei, Kämmerei), [[Spinnen (Garn)|Spinnerei]], [[Weben|Weberei]], [[Wirkerei]] ([[Wirkware]]n, Gardinen, [[Strumpf]]wirkerei), [[Stricken|Strickerei]] ([[Strickware]]n), und [[Textilveredelung]] ([[Textile Vorbehandlung|Vorbehandlung]] und [[Ausrüstung (Textil)|Ausrüstung]])&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus, Band 27, Brockhaus-Verlag, Mannheim-Leipzig, 2006; ISBN 3-7653-4127-4&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gestrickte und gewirkte Fertigerzeugnisse (Maschenwaren) sind Produkte der Bekleidungsindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Textilindustrie ist die wichtigste Vorstufe der Bekleidungsindustrie. Beide Industriezweige unterscheiden sich in den angewendeten Herstellungstechnologien. In [[Mitteleuropa]] existieren fast keine Betriebe mehr, in denen sämtliche Produktionsstufen vom Rohstoff bis zum Endprodukt betrieben werden. Die Betriebe der Textil- und Bekleidungsindustrie sind stark arbeitsteilig und internationalisiert. In [[Deutschland]] wird nahezu keine Bekleidung mehr produziert, obwohl einige der größten Bekleidungsproduzenten in Deutschland ansässig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Textil- und Bekleidungsindustrie hängen direkt und indirekt Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen ab. Sie ist Zulieferer für die [[Pharmahersteller|Pharma-]], [[Automobilindustrie|Fahrzeug-]] und [[Bauwirtschaft|Bauindustrie]] sowie für den Medizin- und [[Schutzkleidung]]sbereich und nimmt ihrerseits Leistungen anderer Industriezweige in Anspruch wie der [[Maschinenbau]]industrie oder der [[Chemische Industrie|chemischen Industrie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren kann nach der Art der verarbeiteten Rohstoffe unterschieden werden zwischen [[Leinenindustrie]], [[Baumwolle|Baumwoll]]-, [[Wolle|Woll]]-, [[Seide]]n-, [[Chemiefaser]]-, [[Synthesefasern]]- und [[Bastfaser]]industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeine Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuenkirchen-Packentraeger.jpg|mini|hochkant|Packenträgerdenkmal in [[Neuenkirchen (Kreis Steinfurt)]]. Diese [[Hollandgänger]] waren Wegbereiter der Textilindustrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Textilindustrie gehört zu den ältesten [[Industrie]]zweigen. Als eine ausgesprochen arbeitsintensive Produktion trug sie wesentlich zum Einfluss einzelner Regionen bei. Macht und Einfluss der italienischen Stadt [[Lucca]] im 13. Jahrhundert beruhte beispielsweise zu einem großen Teil auf der [[Seide]]nindustrie dieser Stadt. Zu den Luccaer Handwerkern gehörten eine Reihe sehr spezialisierter Gruppen. Darunter waren solche, die sich auf das Abwickeln von Seidenraupenkokons spezialisiert hatten, solche, die die Fäden verspannen, Färber und Weber.&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Butler Greenfield: &amp;#039;&amp;#039;A Perfect Red – Empire, Espionage and the Qest for the Color of Desire.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins Publisher, New York 2004, ISBN 0-06-052275-5, S. 5 und S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnlich differenzierte [[Arbeitsteilung]] findet sich bei der Verarbeitung von Wolle. [[Schäferei|Schäfer]] zogen die Schafe heran, Scherer waren dafür verantwortlich, die [[Wolle#Gewinnung|Schafe zu scheren]], Karder kämmten [[Wolle#Weiterverarbeitung|die Rohwolle]] und befreiten sie so von groben Verunreinigungen, Spinner verarbeiteten die Wollfasern zu Fäden weiter und Weber produzierten aus den Wollfäden schließlich Tuch. Solche aus Wolle gefertigten Stoffe mussten häufig darüber hinaus [[Walken#Tuch- und Filzherstellung|gewalkt]] werden. Färber färbten bei qualitativ hochwertigen Stoffen die Wollfäden; häufiger jedoch bereits die fertig gewebten Stoffe, da diese Methode kostengünstiger war.&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Butler Greenfield: &amp;#039;&amp;#039;A Perfect Red – Empire, Espionage and the Qest for the Color of Desire.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins Publisher, New York 2004, ISBN 0-06-052275-5, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Färbern kam häufig eine besondere Bedeutung zu. Insbesondere während der [[Renaissance]] maß man der Farbigkeit von Stoffen eine große Bedeutung zu. Sozialer Rang wurde häufig durch besonders farbenprächtige Kleidung signalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Butler Greenfield: &amp;#039;&amp;#039;A Perfect Red – Empire, Espionage and the Qest for the Color of Desire.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins Publisher, New York 2004, ISBN 0-06-052275-5, S. 9 und S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Färber durchliefen eine mehrjährige Ausbildung. Häufig wurden den Färbern jedoch Wohn- und Arbeitsplätze in Randbereichen der Siedlungen und Städte zugewiesen, da ihr Handwerk auch als schmutzig und übelriechend galt.&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Butler Greenfield: &amp;#039;&amp;#039;A Perfect Red – Empire, Espionage and the Qest for the Color of Desire.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins Publisher, New York 2004, ISBN 0-06-052275-5, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] wurde ein großer Teil der Textilprodukte im häuslichen Betrieb (zum Eigenbedarf oder für einen Verleger) oder in kleinen [[Textilhandwerk]]sbetrieben hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte in Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland war die Textilherstellung im [[Mittelalter]] und zu Beginn der [[Neuzeit]] im ländlichen Raum weit verbreitet, vor allem in den deutschen [[Mittelgebirge]]n, da diese Räume sowohl günstige [[klima]]tische Bedingungen für den [[Gemeiner Lein|Flachsanbau]] boten als auch umfangreiche Wiesen für die [[Hausschaf|Schafhaltung]] vorhanden waren. Daraus entwickelte sich eine [[Flachsfaser|Leinen]]- und Wollverarbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Hollandgänger]], die mit Leinen handelten, entwickelte sich so im nord- und westdeutschen Raum, besonders im [[Münsterland]], die Textilindustrie. Die Textilindustrie war in fast allen Mittelgebirgen vorhanden, besonders: [[Schwäbische Alb]], [[Eifel]], [[Bergisches Land]], [[Hunsrück]], [[Rhön]], [[Vogelsberg]], [[Frankenwald]], [[Vogtland]], [[Erzgebirge]], Lausitzer und [[Zittauer Gebirge]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Boom : 500 Jahre Industriekultur in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Sandsteinverlag, Pirna 2020, ISBN 978-3-95498-544-9, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eulen- und [[Riesengebirge]], [[Schwarzwald]] und [[Bayerischer Wald]]. Bedeutende Teile der Textilindustrie der deutschen Mittelgebirge sind als [[Ersatzindustrie]]n für den rückläufigen bzw. den aufgegebenen [[Bergbau]] entstanden – so die [[Spitze (Stoff)|Spitzen]]-[[Klöppeln|Klöppelei]] und [[Posament]]enindustrie des Erzgebirges&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bildband der Heimat ; kultur- und landesgeschichtliche Beiträge über die sächsischen Landschaften.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Weidlich, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-8035-8521-X, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Trikotage]]nindustrie der Schwäbischen Alb. Nach der Aufnahme von [[Hugenotten]] und [[Waldenser]]n werden verbesserte Maschinen gebaut und betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.waldenserweg.de/index.php/waldensergeschichte/8-stelen/26-stele-12-maulbeerbaeume-und-seidenraupenzucht.html Seide+Strümpfe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert stieg die Nachfrage nach Textilien mit zunehmender Bevölkerung stark an. So entwickelte sich zunächst das Verlagssystem, bei dem ein Verleger das Rohmaterial ankaufte, es gegen Lohn verspinnen und weben ließ und dann schließlich das fertige Produkt vertrieb. Die Spinner und Weber kamen fast ausschließlich aus den ländlichen Unterschichten. Oft musste die ganze Familie durch ihre Arbeit das Einkommen sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die britische Textilindustrie zur Hauptkonkurrenz für die Betriebe auf dem europäischen Festland. Durch die von der britischen Insel ausgehende Mechanisierung des Web- und Spinnvorgangs sowie durch die Verdrängung von Leinen und [[Wolle]] durch [[Baumwolle]] verlor die Textilindustrie in den Mittelgebirgen zunehmend an Bedeutung, was zu Verarmung und großer [[wirtschaft]]licher [[Notlage|Not]] führte und unter anderem zum [[Weberaufstand]] (1844, mit Zentrum im schlesischen [[Eulengebirge]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schlesien: Wegweiser durch ein unvergessenes Land.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz-Verlag, Würzburg 1996, ISBN 3-86047-180-5, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bedeutung der baumwoll- und seidenverarbeitenden Industrie im deutsch-niederländischen Grenzgebiet wuchs hingegen, so z.&amp;amp;nbsp;B. in der niedersächsischen Stadt [[Nordhorn]]. In der Folge entwickelte sich Westsachsen einschließlich des Vogtlandes (Ostthüringen, Oberfranken, Böhmen) zu einem Zentrum der Textilindustrie. Parallel dazu entwickelte sich die [[Oberlausitz]] zum Zentrum der Damastweberei und [[Niederschlesien]] zum Zentrum der Leinenverarbeitung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutscher Textilarbeiterverband, Jahresbericht 1929.&amp;#039;&amp;#039; Liegnitz 1930 (DGB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Umfeld der Betriebe der Textilindustrie entstanden Zulieferindustrien, in denen [[Dampfmaschine]]n und Maschinen für Spinnereien und Webereien produziert wurden. Damit wurde Sachsen zu einem Zentrum des Textilmaschinenbaus in Deutschland. Allein in [[Chemnitz]] und direkter Umgebung gab es mehrere führende Webstuhlfabriken, deren bedeutendsten die [[Sächsische Webstuhlfabrik]] (vormals [[Louis Schönherr]]) und Schubert &amp;amp; Salzer (beide Chemnitz) waren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Expressionistische Industriearchitektur.&amp;#039;&amp;#039; Passage-Verlag, Leipzig 2000, ISBN 3-932900-45-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf basierend entwickelte sich Chemnitz zu einem Zentrum des Maschinenbaus in Mitteleuropa (auch als sächsisches Manchester bekannt). Innovative Betriebe wie die von [[Johann von Zimmermann]] und [[Richard Hartmann (Maschinenfabrikant)|Richard Hartmann]] siedelten sich an, und die Region Chemnitz entwickelte sich zur dichtest industrialisierten in Deutschland. Der Aufstieg von Textilien zum wichtigsten Konsumgut neben Nahrungs- und Genussmitteln brachte zudem die Entstehung weiterer Industrien mit sich wie die Herstellung von [[Waschmaschine]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] entwickelte sich zunächst das [[Ruhrgebiet]] zu einem bedeutenden Standort für die Bekleidungsindustrie der Bundesrepublik, da unter den [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Flüchtlingen und Vertriebenen]] etliche Unternehmer aus den ehemaligen Zentren der deutschen Bekleidungsindustrie rund um [[Breslau]], [[Sachsen]] und den Osten [[Berlin]]s ins Ruhrgebiet gekommen waren. Sie eröffneten neue Betriebe, die aufgrund der Rohstoffknappheit zunächst vor allem alte [[Kleidung]] und Textilien umarbeiteten, bevor sie der Textil- und Bekleidungsindustrie zu einem kurzzeitigen Boom verhalfen. Ostberlin wurde das Zentrum der Bekleidungsindustrie der [[DDR]], und [[Chemnitz]] (ab 1953 Karl-Marx-Stadt) blieb Zentrum der Textilindustrie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der 1960er Jahre ist die Industrie jedoch durch einen anhaltenden Schrumpfungsprozess aufgrund der zunehmenden Konkurrenz durch Fernost gekennzeichnet. Von 1955 bis 1980 gingen in der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] über 400.000 Arbeitsplätze in der Textil- und Bekleidungsindustrie verloren. In den 1950er Jahren mussten viele Firmen aufgeben. Dies wurde zunächst als eine Nachwirkung der [[Koreakrieg|Koreakrise]] rezipiert: Der Kriegsbeginn löste in der westlichen Welt Panikkäufe von Baumwolle aus; der Preis stieg im März 1951 bis auf 33 DM (rein gewaschene mittelfeine Wolle A) an. Sechs Monate später war der Preis auf nur noch 13 DM gesunken; viele textilverarbeitende Firmen blieben auf den Kosten der teuer eingekauften Baumwolle sitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Braun: &amp;#039;&amp;#039;Die Hersfelder Textilindustrie. Vergangenheit und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Verein für hess. Geschichte u. Landeskunde e.V Kassel 1834 - Zweigverein Bad Hersfeld, Bad Hersfeld 2003, ISBN 3-9806842-5-3, S. 9–10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gründe für den Niedergang der Textilindustrie waren steigende Reallöhne. Ab dem 29. Dezember 1958 war die Deutsche Mark wieder voll konvertibel. Im [[Bretton-Woods-System]] (ein System nahezu fester Wechselkurse) wertete die D-Mark mehrfach auf;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forextotal.de/lexikon/d-mark/ Tabelle]&amp;lt;/ref&amp;gt; dadurch wurden Textilimporte (bezahlt oft in US-Dollar oder in [[Pfund Sterling]]) nach Deutschland billiger. In der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie gingen seit 1980 rund 450.000 Arbeitsplätze verloren (2002 noch 110.000 Beschäftigte). Einen dramatischen Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen erlebte die mitteldeutsche und ostdeutsche Textilindustrie von 219.000 Beschäftigten auf 23.000 (1992)&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus, Band 27, Brockhaus-Verlag, Mannheim-Leipzig, 2006; ISBN 3-7653-4127-4&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LM Produktionshalle.jpg|mini|Produktionshalle der Lauffenmühle 2019]]&lt;br /&gt;
Eine der ältesten Textilfirmen in Deutschland, die [[Lauffenmühle]] in [[Lauchringen]] am Hochrhein, befindet sich 2019 in der Ausproduktion. Nach mehreren Insolvenzen seit 1993 fand das Unternehmen auch mit einer neu entwickelten, recyclebaren Faser keinen Investor mehr zur Fortsetzung der Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Textilindustrie hat in [[Europa]] nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Viele Stoffe kommen aus der [[Textilindustrie in China|Volksrepublik China]], [[Indien]], [[Textilindustrie in Bangladesch|Bangladesch]], [[Südkorea]] und [[Republik China (Taiwan)|Taiwan]]. Sie werden dort gefärbt und genäht, was der Textilindustrie eine Schlüsselfunktion der kommenden Modefarben und -formen verleiht. Dagegen verzeichnet die Produktion technischer Textilien sogar Wachstum in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Modedesign#Deutschland|titel1=„Deutschland“ im Artikel: Modedesign}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland ist noch ein traditionsreicher Zweig des [[Produzierendes Gewerbe|produzierenden Gewerbes]]. In rund 1300 nahezu ausschließlich mittelständischen Betrieben der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie erzeugen rund 130.000 Beschäftigte einen [[Erlös|Umsatz]] von rund 28 Mrd. Euro. Die [[Exportquote]] liegt bei etwa 40 % in der Textilindustrie und 44 % in der Bekleidungsindustrie (2008). Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist damit nach dem Ernährungsgewerbe die zweitgrößte Konsumgüterbranche in Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Wirtschaft/branchenfokus,did=196528.html?view=renderPrint&amp;amp;page=0 |text=BMWI Branchenfokus Textil und Bekleidung. |archive-is=20120721161228}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist [[Mittelstand|mittelständisch]] geführt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen beschäftigt weniger als 100 Mitarbeiter, weniger als 10 Unternehmen haben mehr als 1000 Beschäftigte. Zahlreiche Unternehmen sind seit Generationen im Familienbesitz. Etwa ein Drittel der Industrie ist der Bekleidungsindustrie zuzuordnen, zwei Drittel der Textilindustrie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bmwi.de/DE/Themen/Wirtschaft/branchenfokus,did=196528.html |titel=BMWi Branchenfokus Textil und Bekleidung |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141101200743/http://www.bmwi.de/DE/Themen/Wirtschaft/branchenfokus,did=196528.html |archiv-datum=2014-11-01 |abruf=2014-11-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionelle Zentren der Textilindustrie in [[Deutschland]] sind oder waren in [[Geschichte der Tuchindustrie in Aachen|Aachen]], [[Maschenmuseum|Albstadt]], [[Apolda#Wirtschaftliche Entwicklung im 18./19. Jahrhundert|Apolda]], [[Augsburger Textilviertel|Augsburg]], [[Mechanische Baumwollspinnerei und -weberei Kempten|Kempten (Allgäu)]], [[Aschaffenburg#Textil|Aschaffenburg]], [[Geschichte der Stadt Bad Hersfeld#Moderne|Bad Hersfeld]], [[Ravensberger Spinnerei|Bielefeld]], [[Herford#Textil-, Möbel- und Maschinenbauindustrie|Herford]], [[Textilmuseum Bocholt|Bocholt]], [[Chemnitz]], der Niederrhein mit den Zentren [[Krefeld]] und [[Mönchengladbach]], das [[Bergisches Land|Bergische Land]] mit [[Wuppertal]] und das westsächsische Erzgebirgsvorland mit [[Crimmitschau]]. Bedeutend sind das [[Ruhrgebiet]] und [[Oberfranken]]. Letzteres beherbergt mit der Stadt [[Münchberg]] die Fakultät Textil und Design der [[Hochschule Hof]]. Die Hochschule Niederrhein ist mit dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik in Mönchengladbach und ca. 1.800 Studenten die bedeutendste Ausbildungsstätte für die Textil- und Bekleidungsindustrie. Weitere Zentren sind [[Plauen]] und das [[Vogtland]], [[Rheine]], [[Schmallenberg]] sowie [[Zittau]], die [[Oberlausitz]] und das [[Wiesental]] und der [[Hochrhein]] im [[Südschwarzwald]]. In kaum einem Bereich wird in Deutschland so intensiv geforscht wie im Textilbereich. Insgesamt existieren in Deutschland 17 Institute und Forschungseinrichtungen, die im Textilbereich tätig sind. Beispielsweise besteht als An-Institut der TU Chemnitz das Sächsische Textilforschungsinstitut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zukunftsperspektiven der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie liegen vor allem im Bereich der sogenannten Technischen Textilien und ihrer vielfältigen Anwendungs- und Verwendungsmöglichkeiten. Das Forschungskuratorium Textil sieht vor allem folgende Leitthemen mit Zukunftspotential für die Textil- und Bekleidungsindustrie.&amp;lt;ref&amp;gt;Forschungskuratorium Textil: &amp;#039;&amp;#039;Textilforschung in Deutschland – Perspektiven 2015.&amp;#039;&amp;#039; Eschborn 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] sind die wichtigsten Textilstandorte im [[Vorarlberg]] und im [[Waldviertel]], wo vor allem die Banderzeugung beheimatet war und das deshalb auch als &amp;#039;&amp;#039;Bandlkramerlandl&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird, sowie das [[Mühlviertel]]. Vorarlberg war vor allem historisch als Zulieferer für die St. Galler Textilindustrie bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] war die Textilindustrie vor allem [[Textilindustrie in der Ostschweiz|in der Ostschweiz]] und im [[Zürcher Oberland]] mit Produktionsstätten stark vertreten. [[Winterthur]] ist mit dem Hauptsitz der [[Rieter]] AG und anderen ein Standort, an dem viele [[Textilmaschine]]n entwickelt werden. [[St. Gallen]] ist noch berühmt für die exklusiven [[St. Galler Spitzen]]. Die Textilindustrie in der [[Ostschweiz]] war bis zum 17. Jahrhundert vorwiegend bekannt für ihre qualitativ hochstehende [[Leinwand]], danach für Baumwollprodukte. Während der Hochblüte im 19. Jahrhundert wurde vorwiegend [[Stickerei]] produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fertigung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rohstoffe und Erzeugnisse ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Textilien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Produktionstechniken und Fertigungsstufen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Čateks, Čakovec - upravna zgrada.JPG|mini|[[Čateks]], ein Hersteller von Weberei- und Polytexprodukten (Textil, das mit Kunststoff überzogen ist) aus [[Kroatien]]]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind folgende [[Fertigungsstufe]]n und -techniken entlang der textilen [[Verarbeitungsstufe]]n zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Herstellung von [[Garn]]en durch [[Spinnen (Garn)|Spinnen]] und [[Zwirnen]]&lt;br /&gt;
* Die Herstellung von textilen Flächen durch [[Weben]], [[Gewirke (Textil)|Wirken]], [[Stricken]], [[Filz]]en, [[Tufting]], [[Flechten (Technik)|Flechten]], [[Knüpfen]], [[Klöppeln]]&lt;br /&gt;
* Die Gestaltung von textilen Flächen durch [[Sticken]], [[Textildruck]], [[Färben]], [[Beflockung]]&lt;br /&gt;
* Die [[Textilveredlung]] durch [[Beuchen]], [[Bleichen]], [[Ausrüstung (Textil)|Ausrüstung]], [[Textilbeschichtung]], [[Walken]], [[Gaufrieren]], [[Laugieren]], [[Krumpfen]], [[Merzerisation]].&lt;br /&gt;
* Die [[Konfektion]] von Endprodukten wie [[Bekleidung]], [[Heimtextilien]], [[technische Textilie]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textile Rohstoffe können natürlichen Ursprungs sein (wie zum Beispiel [[Jute]], [[Sisalfaser]], [[Baumwollfaser|Baumwolle]], [[Schafwolle]], [[Seide]], [[Flachsfaser]]) oder aber künstlich hergestellt worden sein ([[Polyester]], [[Polyacrylnitril|Polyacryl]], [[Glasfaser]]n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Textilien ===&lt;br /&gt;
Ein neuer Bereich sind die sogenannten Technischen Textilen. Textilien für den Flugzeugbau (Kohlfaserverbundtechnik), Boots- und Schiffbau (Polyesterverbundstoff) und die Bauindustrie (dauerhafte Textildächer wie der Musicalbau Hamburg-König der Löwen und das Dach des Dresdner Bahnhofs).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textilien haben in Autos, Bahnen, Flugzeugen und Schiffen wichtige Funktionen in puncto Komfort, Sicherheit, Akustik und Kraftstoffeinsparung. Der Anteil an Textilien in einem Auto beträgt zurzeit rund 20 Kilogramm und wird 2015 rund 30 Kilogramm betragen. Neben der klassischen Verwendung von Textilien bei Sitzen werden Textilverbindungen von [[Kunstfasern#Chemiefasern|Kunststofffasern]] mit [[Epoxidharz]]en zunehmend Metalle ersetzen, da sie vergleichbare [[Steifigkeit]]en aufweisen, aber erheblich weniger wiegen. So besteht der neue Airbus A 380 bereits zu einem Viertel aus faserverstärktem Kunststoff. Prognosen gehen von einem Anteil von 80 Prozent aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbeugend können Geotextilien im Baubereich eingesetzt werden, um Erosionen zu verhindern. Es werden großflächige Überdachungen von Sportfeldern, Fußballstadien, öffentlichen Plätzen und industriellen Arealen zunehmend aus textilen Materialien hergestellt, da sie ohne Verzicht auf die statische Sicherheit ein geringeres Gewicht haben als Beton oder Glas, gleichzeitig aber flexibler sind, über eine hohe Lichtdurchlässigkeit verfügen und vor UV-Belastungen schützen können. Die Entwicklung geht in Richtung von Textilien, die bei übermäßigem Lichteinfall selbstabdunkelnd sind oder durch implementierte [[Solarzelle]]n zur Stromerzeugung beitragen können. Darüber hinaus wird textilarmierter [[Beton]] beim Bau von freitragenden Brücken verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Zukunftsprojekte sind Textilien für Sitze, die eine aktive Belüftung ermöglichen, eine effizientere Klimakontrolle durch Spacer-Textilien und eine Aufwertung des Ambientes durch textile Bedienungs- und Beleuchtungsflächen. Im Sicherheitsbereich geht die Entwicklung in Richtung einer Selbstüberwachung der Sicherheitstextilien in Reifen, adaptive textile Stoßabsorber und leuchtende Textilien für Notfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sicherheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch technische Entwicklungen, aber auch durch den [[Klimawandel]] und die zunehmende Zahl von Naturkatastrophen werden Schutz und Sicherheit von Arbeitnehmern, Hilfskräften und Verbrauchern immer wichtiger. Hier werden Textilien eine immer größere Rolle spielen. Beispiel hierfür sind Textilien, die vor der [[UV-Strahlung]] schützen. In Schutzkleidung werden durch die Integration von [[Mikrosystemtechnik]] in Zukunft die isolatorische Wirkung von Schutzkleidung gegen Kälte oder Wärme online erfasst, um aktorische Wärme- oder Kühlsysteme in Betrieb zu setzen, die Erfrierungen oder Verbrennungen vermeiden. Zusätzlich können die [[Vitalparameter]] des Trägers der Kleidung erfasst werden. Darüber hinaus wird der Bedarf an spezieller Kleidung, die den Träger vor Chemikalien oder UV-Strahlung schützt, sowie an Warnkleidung für Fußgänger und Radfahrer zunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung geht in Richtung von Kleidungssystemen, die sich den Umgebungsbedingungen und dem Zustand der Träger anpassen. Dies gilt vor allem für Funktionstextilien im Sport- und Freizeitbereich, die sich Temperaturschwankungen anpassen, Farbveränderungen entsprechend dem Umfeld vornehmen und das Feuchtigkeitsmanagement an der Körperoberfläche abhängig von der jeweiligen Leistungsfähigkeit des Trägers regeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Heimtextilien]] werden Sensoren zukünftig in Teppichen Regelfunktionen für das Raumklima übernehmen, in Notfällen den Weg weisen oder Zugangskontrollen übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Zukunftsprojekt sind Textilien, die pflegende und die Fitness steigernde Substanzen auf die Haut abgeben. Gerade im Bereich der Arbeitskleidung und bei Arbeitshandschuhen können solche Textilien präventiv zur Vermeidung von Hautproblemen wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Bereich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zukunft werden textilintegrierte Überwachungssysteme für die Pflege die Langzeiterfassung von physiologischen Parametern und die [[Diagnose]] und Nachsorge nach medizinischen Eingriffen außerhalb von Kliniken und Arztpraxen möglich machen. Textile Zukunftsprojekte sind Kleidung mit Biofeedback, [[Orthese]]n mit [[Sensibilität (Neurowissenschaft)|Sensorik]]/[[Aktorik]] und Sturzprotektoren mit Notruffunktion, sogenannte [[Smart Clothes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wird an der Entwicklung textiler [[Implantat]]e gearbeitet, da Textilien aufgrund ihrer physiologischen und mechanischen Eigenschaften den biologischen Strukturen des menschlichen Körpers ähnlicher sind als Metalle wird hier ein großes Zukunftspotential gesehen. So bestehen [[Gefäßprothese]]n und [[Herniennetz]]e sowie [[Meniskus (Anatomie)|Meniskusimplantate]] und künstliche Hornhaut aus textilen Strukturen. Mechanisch hochbelastbare Faserverbundmaterialien, neuartige Zellträger und Formgeber für die Regeneration von Organen und Geweben sind weitere Zukunftsprojekte, die zum Teil sogar in Verbindung mit integrierter Sensorik und intelligenten Wirkstoffabgabesystemen eine drahtlose Überwachung und Steuerung des Heilungsverlaufes durch den Arzt ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wird an der Entwicklung keimdichter Barrieretextilien für den Operationsbereich und neuartiger Textilien gearbeitet, die bessere Heilungschancen vor allem bei chronischen Wunderkrankungen ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunikation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trend im Bekleidungsbereich geht in die Integration von nahezu allen Funktionen mobiler elektronischer Geräte in die Kleidung wie telefonieren, Musik hören oder Position bestimmen. Die Forschung arbeitet daran, Kleidungsstücke zu entwickeln, die diese Funktion erfüllen können, aber genauso wie ein „normales“ Kleidungsstück gewaschen und gereinigt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbände ==&lt;br /&gt;
=== Verbände in Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interessen der in der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Beschäftigten vertritt die IG Metall, seit sie mit der GTB (Gewerkschaft Textil und Bekleidung) 1998 fusionierte.&lt;br /&gt;
Die Interessen der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie werden auf Bundesebene durch den [[Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie|Gesamtverband textil+mode]] vertreten. In ihm sind 10 Landes- und 17 Fachverbände zusammengeschlossen (Übersicht ebenda).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Textilindustrie in den Vogesen]]&lt;br /&gt;
* [[Sauerländer Textilindustrie]]&lt;br /&gt;
* [[Textilindustrie in Luino]]&lt;br /&gt;
* [[Kombinat Textima]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Textilmuseen]]&lt;br /&gt;
* [[Malimo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Axel Föhl, Manfred Hamm: &amp;#039;&amp;#039;Die Industriegeschichte des Textils: Technik, Architektur, Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. VDI, Düsseldorf 1988, ISBN 3-18-400728-6.&lt;br /&gt;
* Michael Breitenacher: &amp;#039;&amp;#039;Textilindustrie: Strukturwandlungen und Entwicklungsperspektiven für die achtziger Jahre&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben vom [[Ifo Institut für Wirtschaftsforschung]], Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1981, ISBN 3-428-05040-1.&lt;br /&gt;
* Herbert Giese: &amp;#039;&amp;#039;Textilindustrie in NRW – Der Wandel wurde Programm.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefan Goch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Strukturwandel und Strukturpolitik in Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2004.&lt;br /&gt;
* Dieter Ahlert, Gustav Dieckheuer (Hrsg.): Jürgen Reckfort, Michael Ridder: &amp;#039;&amp;#039;Die münsterländische Textilwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1996, ISBN 3-930238-06-3.&lt;br /&gt;
* Michael Grömling, Jürgen Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Globalisierung und Strukturwandel der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2003, ISBN 3-602-14627-8.&lt;br /&gt;
* Friedrich-Wilhelm Döring: &amp;#039;&amp;#039;Vom Konfektionsgewerbe zur Bekleidungsindustrie. Zur Geschichte von Technisierung und Organisierung der Massenproduktion von Bekleidung&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation Hannover 1992. Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-631-45326-4.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Wüst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Industrialisierung einer Landschaft – der Traum von Textil und Porzellan. Die Region Hof und das Vogtland&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mikro und Makro – Vergleichende Regionalstudien.&amp;#039;&amp;#039; 2). Erlangen 2018, ISBN 978-3-940804-09-9.&lt;br /&gt;
* [[Stephan H. Lindner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Krise in der Krise: Technische Innovationen in der französischen und westdeutschen Textilindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Technikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 62, H. 4, 1995, S. 345–362.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Pflüger: &amp;#039;&amp;#039;Industrielle Textilherstellung im ausgehenden 20. Jahrhundert in der Schweiz und in Deutschland. Der Schrumpfungsprozess anhand von Fallbeispielen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Universität Konstanz, 2015, {{DNB|1114894516}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Textile industry|Textilindustrie}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Textilindustrie (1914)|&amp;#039;&amp;#039;Textilindustrie&amp;#039;&amp;#039; (Beitrag zum Stand 1914 in Deutschland)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.imu-institut.de/papers/publication.2009-06-10.0930855862/2009-06%20IMU-Infodienst%20Bekleidung.pdf Branchenanalyse 2009] (PDF; 450&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.textil-mode.de/ Gesamtverband textil+mode]&lt;br /&gt;
* [https://www.go-textile.de/ GO TEXTILE! Dein Job - Deine Chance]&lt;br /&gt;
* [http://unstats.un.org/unsd/cr/registry/regcs.asp?Cl=2&amp;amp;Lg=1&amp;amp;Co=17 Textilgewerbe, internationale ISIC-Klassifikation] ([[International Standard Industrial Classification]]), englisch&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ihk-bonn.de/service/service_106.php |text=Textilgewerbe, europäische NACE-Klassifikation |wayback=20030220154323}} ([[Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft]]), deutsch&lt;br /&gt;
* [http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/klassiWZ03.pdf Textilgewerbe, deutsche WZ 2003-Klassifikation] ([[WZ 2008]]), deutsch (PDF-Datei; 3,31&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.textil-mode.de/ Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.go-textile.de/ Go Textile! Die Ausbildungsplattform der deutschen Textil- und Modeindustrie]&lt;br /&gt;
* [https://www.igmetall.de/tarif/tarifrunden/textile-branchen Gewerkschaft IG Metall - Branche Textil, Bekleidung, Textile Dienste]&lt;br /&gt;
* [https://www.lwl.org/marsLWL/instance/ko/Textilindustrie-.xhtml?oid=3506 Historische Textilindustrie] im [[Bildarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4059618-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textiltechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriezweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textil- und Bekleidungsindustrie| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kulturkritik</name></author>
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