<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Teufelsbuhlschaft</id>
	<title>Teufelsbuhlschaft - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Teufelsbuhlschaft"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Teufelsbuhlschaft&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T14:08:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Teufelsbuhlschaft&amp;diff=42729&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uli Elch: WP:V</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Teufelsbuhlschaft&amp;diff=42729&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-31T20:09:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WP:V&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hexerei - Buhlschaft mit dem Teufel.jpeg|miniatur|Buhlschaft mit dem Teufel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teufelsbuhlschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Eheschließung“ und intime (sexuelle) Beziehung mit [[Satan]].&lt;br /&gt;
Das Wort Teufelsbuhlschaft enthält den aus der Mode gekommenen Ausdruck „[[Buhlschaft]]“, was die [[Liebesbeziehung|Geliebte]] bedeuten kann, oder auch [[Ehe]], [[Verlöbnis|Verlobung]] und [[Liebesaffäre|sexuelle Beziehung]] (buhlieren, boleren). Allgemein gebräuchlich ist heute noch das Wort „[[Nebenbuhler]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teufelsbuhlschaft in den frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teufelsbuhlschaft war neben dem [[Teufelspakt]], dem [[Hexenflug]] und der Verwandlung in Tiere (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Werwolf]]), der Teilnahme am [[Hexensabbat]] und dem [[Schadenzauber]] ein zentraler Anklagepunkt in den [[frühneuzeit]]lichen [[Hexenprozess]]en. Grundlage für die [[Hexenverfolgung]]en war die kaiserliche Halsgerichtsordnung [[Karl V. (HRR)|Karls V.]] von 1532 ([[Constitutio Criminalis Carolina]]), die die Angeklagten nach dem Geständnis der Hexerei mit dem [[Scheiterhaufen|Feuertod]] bedrohte. Grundlage der Anklagepunkte in den Hexengerichtsverfahren waren die Schuldvorwürfe der systematischen [[Hexenlehre]], wie sie u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Hexenhammer]] des Dominikaners [[Heinrich Kramer]] (lat. Henricus Institoris) von 1486 wiedergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der frühneuzeitlichen Hexenlehre wurde der mit dem [[Teufel]] eingegangene Bund des [[Teufelspakt]]es in Form einer Eheschließung (Teufelsbuhlschaft) und durch den Geschlechtsverkehr einer [[Hexe]] mit dem Satan vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geständnisse zur Teufelsbuhlschaft in den Hexenprozessen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anklagepunkte machten gemeinsam das so genannte Kumulativdelikt „Hexerei“ aus. In jedem Prozess wurden die Angeklagten im Verhör über diese vier Tatbestände befragt und gestanden nach Androhung oder unter Anwendung der [[Folter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Frühen Neuzeit gehörte es zu den gängigen Überzeugungen, dass Hexen geschlechtlich mit dem Teufel verkehrten, so dass in den Verhören detailliert nach dem Verlauf der Teufelsbuhlschaft gefragt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut den Aussagen der Angeklagten nahte sich der Teufel als Verführer. Er kam zu Frauen entweder in Gestalt eines gut gekleideten Fremden oder Bekannten. Angeklagte Männer beschrieben, dass der Teufel in Gestalt einer schönen Frau erschienen sei. Sie hätten dann Geschlechtsverkehr mit dem Teufel getrieben. Das Geschlechtsteil des Teufels   wurde als „unnatürlich“ und als „kalt“ beschrieben. Der Teufel konnte dabei – je nach Bedarf – die Rolle eines Mannes oder die einer Frau einnehmen (er trat als [[Incubus (Dämon)|Incubus]] oder [[Succubus]] auf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel aus einer Hexenprozessakte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einer Hexenprozessakte wird nachfolgend der Vorwurf der Teufelsbuhlschaft im Zusammenhang mit anderen Anklagepunkten der Hexenlehre (Teufelspakt und Hexentanz) wiedergegeben. Es ist das Verhör im Hexenprozess gegen die angeklagte [[Christine Teipel]] aus [[Oberkirchen (Schmallenberg)|Oberkirchen]], 9 Jahre alt, am Montag, 18. März 1630.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. [[Teufelspakt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„bekend guetlich, daß Johan Bell … vor etzlicher zeit, weiß nit, wieviel jar, in Stephans backhaus sie die zauberei gelert, …...(Sie) Hette auch austrucklich dem teuffel zugesagt, waruf der teuffel in eins wackern jungen gestalt, …zu ir kommen, … zu ir gesagt, ob sie im auch stehen [zu ihm stehen] wolte. Sie im druff geandwortet: ja, wen er ir etzwas guts tun wölte, wilches er ir auch zu tun versprochen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hexentanz auf dem [[Hexensabbat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Sein boel (Teufelsbuhle) hett mit ir gedanzt… Der tanz hette woll zwei stunde geweret“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teufelsbuhlschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„bekend, daß der bol (Teufelsbuhle) ein ding furm leib gehabt, damit ihr in ir schamb etc., hab kein freud dabei gehabt, were gewesen, als wens holz gewest; und so oft sie zum tanz gezogen, hette er erst zu ihr kommen und boliret [= Geschlechtsverkehr haben], und wen sie´s nit leiden wolten, hette er ir zu schlagen gedrauwet [= gedroht]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Bruns, Landesarchivdirektor Münster, aus: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation zur Ausstellung &amp;quot;Hexen. Gerichtsbarkeit im kurkölnischen Sauerland&amp;quot;, Herausgegeben vom Schieferbergbau-Heimatmuseum Schmallenberg-Holthausen, 1984, S. 26ff&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hexensalbe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Schwaiger (Historiker)|Georg Schwaiger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Teufelsglaube und Hexenprozesse.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1987, ISBN 3-406-32311-1.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Kramer]] (Institoris): &amp;#039;&amp;#039;Der Hexenhammer. Malleus maleficarum.&amp;#039;&amp;#039; 3., revidierte Auflage. Dtv, München 2003, ISBN 3-423-30780-3 (Kommentierte Neuübersetzung von [[Günter Jerouschek]] und Wolfgang Behringer).&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Molitor]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Unholden und Hexen.&amp;#039;&amp;#039; Originalausgabe 1489, neu ins Deutsche übersetzt von Nicolaus Equiamicus 2008. ISBN 978-3866080898 (Quellenwerk. Enthält mit Dialogen 6 und 12 zwei ausführliche Kapitel speziell über Teufelsbuhlschaften).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Teufelsbuhlschaft}}&lt;br /&gt;
* https://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/recht/hexen/unterpunkte/rahmen.htm&lt;br /&gt;
* https://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/recht/hexen/glossar.htm#hexen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dämonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hexenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teufel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uli Elch</name></author>
	</entry>
</feed>