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	<title>Tessera - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tessera&amp;diff=601116&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Umschrift des Griechischen korrigiert; Wikipedia:Zitierregeln; weitere Formalien</title>
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		<updated>2026-03-16T20:31:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umschrift des Griechischen korrigiert; &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Zitierregeln&quot; title=&quot;Wikipedia:Zitierregeln&quot;&gt;Wikipedia:Zitierregeln&lt;/a&gt;; weitere Formalien&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den archäologischen Fachbegriff Tessera; zu der gleichnamigen Insel siehe [[Tessera (Insel)]]. Gemäß der [[Planetare Nomenklatur|planetaren Nomenklatur]] steht Tessera zudem für Oberflächenstrukturen auf der Venus in Form polygonal gegliederter Terrains.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Flickr - Nic&amp;#039;s events - 2008-04-04 (London, Greenwich and British Museum) - 115.jpg|miniatur|Tesserae bzw. Mosaiksteine]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tessera&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]] für [[Viereck]];&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Ernst Georges]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 8., verbesserte und vermehrte Auflage, Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1913–1918, Band 2, Spalte 3086 ([http://www.zeno.org/Georges-1913/A/tessera online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Plural: &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039;; das Wort ist abgeleitet vom [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] {{lang|grc|τέσσαρα}} &amp;#039;&amp;#039;téssara&amp;#039;&amp;#039; „vier“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Pape]], Max Sengebusch (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der griechischen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg &amp;amp; Sohn, Braunschweig 1914, Band 2, S. 1096 ([http://www.zeno.org/Pape-1880/A/%CF%84%CE%AD%CF%84%CF%81%CE%B1 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist die Bezeichnung für die kleinen viereckigen, mehreckigen oder runden Plättchen aus Stein, [[Keramik]], [[Erz]], [[Blei]], Bein, [[Terrakotta]], [[Glas]] oder ähnlichen harten Materialien, mit denen man [[Mosaik]]en auslegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tessera.&amp;#039;&amp;#039; In: {{Literatur |Herausgeber=Angela Weyer et al. |Titel=EwaGlos. European Illustrated Glossary Of Conservation Terms For Wall Paintings And Architectural Surfaces |TitelErg=English Definitions with translations into Bulgarian, Croatian, French, German, Hungarian, Italian, Polish, Romanian, Spanish and Turkish |Verlag=Michael Imhof |Ort=Petersberg |Jahr=2015 |Seiten=401 |ISBN=978-3-7319-0260-7 |Online=[http://elearn.hawk-hhg.de/projekte/ewaglos/pages/download.php Download] |DOI=10.5165/hawk-hhg/233 }} {{Webarchiv|url=http://elearn.hawk-hhg.de/projekte/ewaglos/pages/download.php |wayback=20201125155445 |text=Download |archiv-bot=2023-01-20 10:58:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde &amp;#039;&amp;#039;tessera&amp;#039;&amp;#039; auch zur Bezeichnung für den Spielwürfel und für die Plättchen, die als Ausweis, Eintrittskarte oder Münzersatz benutzt wurden. Diese tesserae konnten auch andere Formen haben, so sind etwa vielfach tesserae in runder Form, aber auch in Stabform oder figürlich belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tesserae als Marken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tessera size comparison with Eurocent.jpg|miniatur|Größenvergleich: Römische Tessera – 1&amp;amp;nbsp;Cent]]&lt;br /&gt;
Bei den Griechen wurden &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039; {{lang|grc|σύμβολα}} / &amp;#039;&amp;#039;sýmbola&amp;#039;&amp;#039; (Singular: [[Symbolon]]) genannt und waren Berechtigungs-, Eintritts- oder Erkennungsmarken sowie Spiel- und Zählmarken. In Athen wurde sie als Teilnahmemarken für die [[Bule|Volksversammlungen]] und die Gerichtsverhandlungen benutzt und waren als solche Anrechtsmarken auf finanzielle Entschädigung. &amp;#039;&amp;#039;Symbolon&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete auch die Aufenthaltsgenehmigung für vorübergehend im Land lebende Fremde (&amp;#039;&amp;#039;Xenoi&amp;#039;&amp;#039;, genauer &amp;#039;&amp;#039;parepidēmúntes&amp;#039;&amp;#039; {{lang|grc|παρεπιδημοῦντες}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim römischen Militär wurden &amp;#039;&amp;#039;tesserae militares&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Beispielsweise konnte auf diesen der Name des Soldaten aufgebracht sein; die Objekte dienten dann als eine Art Erkennungsmarke. Außerdem wurden &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039; in der Armee verwendet, um Losungsworte zu übermitteln. Davon leitete sich der Name des &amp;#039;&amp;#039;[[tesserarius]]&amp;#039;&amp;#039; her, der als Mitarbeiter eines [[Centurio]] unter anderem diese Aufgabe zu erledigen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aureus Macrinus-RIC 0079.jpg|miniatur|[[Aureus]] des [[Macrinus]] – Der Kaiser verteilt &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039; unter dem Volk]]&lt;br /&gt;
Die bekanntesten &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039; haben die Form von Münzen. Sie wurden ebenso wie diese geprägt und bestanden meist aus Messing. Auf dem [[Revers (Numismatik)|Revers]] waren meist Zahlen von I bis XVI – selten bis XIX – geprägt, auf dem [[Avers (Numismatik)|Avers]] war in der frühen Kaiserzeit der Kopf des Kaisers geprägt. Diese &amp;#039;&amp;#039;tesserae frumentariae&amp;#039;&amp;#039; waren Getreidemarken, die als Berechtigungsmarken für die kostenlose Versorgung mit Getreide ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;annōna&amp;#039;&amp;#039;) fungierten. Eingeführt wurden sie um 23 v. Chr. im Zuge der Reform der Getreideversorgung der Stadt [[Rom]] durch [[Augustus]]. Die Zahlen markieren den Tag der Getreideausgabe zwischen den [[Iden (Kalender)|Iden]] und den [[Kalenden]]; die Bestimmung des Tages erfolgte durch Rückwärtszählung von den Kalenden. Tesserae, die als Theatereintrittsmarken Verwendung fanden, wurden auch aus Ton gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bleitessera Hadrians für Antinoos aus Alexandria.jpg|miniatur|Römische Bleitessera geprägt in [[Alexandria]] unter [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]]. Avers: [[Antinoos]] mit [[Hem-Hem-Krone]] und Mondsichel. Revers: [[Sarapis]] mit [[Kalathos]] und Zepter]]&lt;br /&gt;
Im privaten Bereich gab es gegossene Blei-&amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039;, die innerhalb des [[Klientel]]wesens als Gutscheine für Geld oder Nahrungsmittel verwendet wurden. Auch im religiösen Leben und bei Festen wurden sie als eine Art Ersatzgeld verwendet. Eine besondere Gruppe der &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039; sind die &amp;#039;&amp;#039;[[spintria]]e&amp;#039;&amp;#039;, die wohl im Bereich der [[Prostitution in der Antike|Prostitution]] Verwendung fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Auch im privaten Bereich fanden &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039; Verwendung. --&amp;gt;Aus [[Elfenbein]] gefertigte Scheiben mit konzentrischen Ringen und Zahlen von I bis XX auf dem Avers waren Spielsteine, in Tier- oder Pflanzenform waren sie wahrscheinlich im privaten Bereich verwendete Lossteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Metalla]], die früher als Bergwerksmarken bezeichnet wurden, sind trotz Ähnlichkeiten keine &amp;#039;&amp;#039;tesserae&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tesserae nummulariae ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tesserae nummulariae&amp;#039;&amp;#039; waren in der Regel vierkantige, selten auch sechskantige,&amp;lt;ref name=&amp;quot;we1&amp;quot; /&amp;gt; Stäbchen aus Bein bzw. Elfenbein, die als Etiketten für Geldsäckchen dienten. Mit ihrer Hilfe konnte auf dem Behältnis vermerkt werden, dass das darin befindliche Geld hinsichtlich seiner Menge oder Echtheit durch einen Münzwechsler oder -prüfer ([[Nummularius]]) überprüft worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|XVII,2|1415|1456|Nummularius|[[Rudolf Herzog (Altphilologe)|Rudolf Herzog]]|Fundstelle=hier Sp. 1415–1417}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Beschriftung der vierkantigen Stäbchen bildete sich eine feste Konvention heraus. Demnach stand auf der ersten Seite der Name des Sklaven, auf der zweiten Seite der Name seines Herrn, auf der dritten Seite der Prüfvermerk (&amp;#039;&amp;#039;spectavit&amp;#039;&amp;#039; oder eine Abkürzung davon) mit Angabe von Tag und Monat und auf der vierten Seite die Jahresangabe durch Nennung der beiden amtierenden [[Consulat|Konsuln]]. Bei den sechskantigen Stäbchen sind die ersten vier Seiten in derselben Reihenfolge beschriftet wie bei den vierkantigen Stäbchen. Die beiden übrigen Seiten sind mit Ornamenten verziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;we1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So befinden sich auf einem vierkantigen Stäbchen aus Bein, das auf den 23. Juli des Jahres 5 n.&amp;amp;nbsp;Chr. datiert ist,&amp;lt;ref name=&amp;quot;TN1&amp;quot; /&amp;gt; folgende Angaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
CINNAMVS&lt;br /&gt;
HOSTILI&lt;br /&gt;
SP· X· K· AVG&lt;br /&gt;
C· VIB· C· ATEI· COS&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Cinnamus, (Sklave) des Hostilius, hat am 23. Juli die Prüfung durchgeführt, als [[Gaius Vibius Postumus|C. Vibius]] und [[Gaius Ateius Capito|C. Ateius]] Konsuln waren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexander Mlasowsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Die antiken Tesseren im Kestner-Museum Hannover. Jetons, Spiel- und Verteilungsmarken im alten Rom&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Museum August Kestner#Reihe Sammlungskataloge des Kestner-Museums Hannover|Sammlungskataloge des Kestner-Museums Hannover]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;10). Kestner-Museum, Hannover 1991, ISBN 3-924029-16-4.&lt;br /&gt;
* {{DNP|12/1|178|179|Tessera|Gerd Stumpf|}}&lt;br /&gt;
* Catherine Virlouvet: &amp;#039;&amp;#039;Tessera frumentaria. Les procédures de distribution du blé public à Rome à la fin de la République et au début de l’Empire&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliothèque des écoles françaises d’Athènes et de Rome.&amp;#039;&amp;#039; Band 286). École Française de Rome, Rom 1995, ISBN 2-7283-0331-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tessera}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;TN1&amp;quot;&amp;gt;Tessera nummularia ({{EDCS|74700576|ZPE-210-232,2}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;we1&amp;quot;&amp;gt;[[Werner Eck]], Andreas Pangerl: &amp;#039;&amp;#039;Drei Tesserae nummulariae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 210, 2019, S. 231–234 ([https://www.academia.edu/42968191/DREI_TESSERAE_NUMMULARIAE online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologie (Klassische Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Numismatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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