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	<title>Tersnaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Tersnaus&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = GW-GR-Tersnaus.png&lt;br /&gt;
| BILD = Tersnaus Dorf2.jpg&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-GR&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Surselva&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = Lumnezia&lt;br /&gt;
| PLZ = 7116&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 46.6932&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 9.1848&lt;br /&gt;
| HÖHE = 1067&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 4.85&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = 70&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = 2000&lt;br /&gt;
| WEBSITE =www.suraua.ch &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tersnaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|Roh-sursilvan-Tersnaus.ogg|[tərˈsnaʊ̯s]}}) war eine selbstständige politische Gemeinde im [[Val Lumnezia]] im schweizerischen [[Kanton Graubünden]]. 2002 ging Tersnaus in der Fusionsgemeinde [[Suraua]] auf. Seit dem 1. Januar 2013 ist sie Teil der neugebildeten Gemeinde [[Lumnezia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Haufendorf Tersnaus liegt am Eingang zum [[Valser Tal (Graubünden)|Valser Tal]] auf einer Höhe von 1063 m&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;M. rund 600 Meter von der Hauptstrasse [[Ilanz/Glion (Stadt)|Ilanz]]–[[Vals GR|Vals]] entfernt im unteren Lugnezertal am Ausläufer des Calasagrates. Nachbargemeinden waren [[Camuns]], [[St. Martin (Lugnez)]], [[Surcasti]] und [[Uors-Peiden]]. Die Häuser sind schachbrettartig angeordnet. Diese besondere Struktur erhielt das Dorf beim Wiederaufbau nach einem verheerenden Dorfbrand, dem praktisch alle Gebäude zum Opfer fielen. Die Notlage nach der Brandkatastrophe veranlasste viele Einwohner, das Dorf zu verlassen. Als Folge davon wanderten die Bürger der Gemeinde ab, es kam jedoch zu einer Wiederbesiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als alpin geprägtes Bauerndorf mit Strukturproblemen und Abwanderungsdruck verzeichnete Tersnaus eine ähnliche demographische Entwicklung wie die übrigen Dörfer im [[Val Lumnezia]]. Von 129 Einwohnern im Jahre 1950 sank die Einwohnerzahl auf 62 im Jahre 1980, um kurzzeitig auf 87 im Jahre 1996 anzusteigen. Im Jahre 2000 fiel die Zahl auf rund 70 zurück. Eine Verbesserung der Existenzgrundlage für die örtliche Bevölkerung brachte in Tersnaus die agrarische Gesamtmelioration, welche im Jahre 1999 nach 15-jähriger Bauzeit abgeschlossen werden konnte. Parallel zur Gesamtmelioration konnte die Gemeinde anschliessend die übrige Infrastruktur ausbauen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tersnaus Dorf1.jpg|mini|links|Dorf Tersnaus mit Kirche St. Apollinarius und Maria Magdalena]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Gemeinde Tersnaus 2001.png|mini|280px|Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Camuns Hängebrücke 0235.jpg|mini|x230px|Fussgänger-Hängebrücke zwischen Tersnaus und Camuns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tersnaus von Westen.JPG|mini|Ansicht von Westen]]&lt;br /&gt;
Der Name Tersnaus wird 1362 als &amp;#039;&amp;#039;Terzenaus&amp;#039;&amp;#039; erstmals erwähnt. Nahe der Kirche wurden [[Schalenstein]]e gefunden. Tersnaus war ab dem 11. Jahrhundert Ausbaugebiet der [[Romanen]]. Die Siedlung stand als [[Lehen]] des [[Bistum Chur|Bistums Chur]] ab 1368 unter der Herrschaft der Herren von Tersnaus und Valendas, im 15. Jahrhundert unter den [[Freiherren von Sax#Sax-Misox|Sax-Misox]]. Die Herren von Tersnaus besassen Güter in [[St. Martin (Lugnez)|St. Martin]] und in [[Valendas]]. Ab 1538 bildete Tersnaus mit [[Uors]], Camuns und [[Duvin]] eine [[Nachbarschaft (Graubünden)|Nachbarschaft]]. Gemeinsam mit Camuns und [[Surcasti]] löste sich Tersnaus 1528 von der [[Katholische Kirche Pleif|Pfarrkirche St. Vinzenz]] in [[Vella GR|Vella]]. Am 9. Juni 1528 schlossen sich diese drei Dörfer zu einer gemeinsamen Pfarrei zusammen. Am 14. Juni 1669 gründete Tersnaus zusammen mit St. Martin eine eigene Pfarrei. Die katholische [[Katholische Pfarrkirche Tersnaus|Pfarrkirche St. Apollinaris und Maria Magdalena]] wurde 1345 erstmals erwähnt. Die heutige Pfarrkirche stammt in ihrer heutigen Form aus dem Jahr 1672.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1395 begannen die [[Walser]] aus dem benachbarten [[Vals GR|Vals]] in klimatisch günstigere Regionen einzuwandern. Einige liessen sich auch in Tersnaus nieder. Um einer Überfremdung vorzubeugen, erliessen die Tersnauser 1547 ein Verbot, das den Valsern den Kauf von Land im Dorf verunmöglichte, bekannt geworden als sogenanntes Lugnezer Heiratsverbot. Der Graf von Sax-Misox verbot damals die Heirat zwischen romanischsprachigen Einheimischen und zugewanderten Walsern, was jedoch wirtschaftlich unter anderem im [[Lehenswesen]] begründet war und kaum linguistisch. An die Zeiten der Walser erinnern in Tersnaus nebst Familiennamen deutscher Herkunft die Kirchenglocke St. Theodul aus dem Jahr 1395 – [[Theodor von Sitten|St. Theodul]] ist der Schutzpatron der Valser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Juli 1900 ereignete sich ein Grossbrand, dem fast das ganze Bergbauerndorf zum Opfer fiel. Nur ein Haus, die Kirche und ein Stall wurden gerettet. Das Dorf wurde schachbrettartig neu angelegt und eine Zufahrtsstrasse zur Hauptverkehrsachse im Tal erstellt, was den Pendlerverkehr nach Vella, Vals und Ilanz begünstigte. Nachteilig wirkte sich die Hanglage im Bereich eines Schuttfächers aus, sodass der Dorfbach das Dorf mehrmals durch Rüfen schädigte und eine erneute Verbesserung der Infrastruktur nötig machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige technische und strukturelle Infrastrukturen brachten den alpinen Dorfbewohnern Erleichterungen. 1918 erstellte man die erste Telefonleitung ins Dorf, 1940 wurde die Wasserversorgung saniert und 1960 die Kanalisation gebaut. Ab 1973 besass Tersnaus jedoch keine eigene Schule mehr, die Kinder werden per Bus in den Nachbarorten beschult. Das Fehlen einer elementaren Infrastruktur führte zu Abwanderungen. Mit Suraua bestand ab den 1970er Jahren eine Kulturgemeinschaft. Seit 2017 besteht eine Wanderwegverbindung durchs angrenzende Tobel Val da Tersnaus mittels einer [[Hängebrücke Val da Tersnaus|Seilbrücke]] nach [[Camuns]]. Tersnaus lebt weitgehend von Holzverkauf und Wasserzinsen. Attraktiv für den Tourismus sind die ruhige Wohnlage und das Maiensäss- und Waldgebiet mit dem Schutzwald oberhalb des Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank staatlichen Beiträgen des Kantons Graubünden durch den [[Finanzausgleich]] und namhaften Patenschaftsbeiträgen gelang es, eine Überschuldung der finanzschwachen und wenig leistungsfähigen Gemeinde zu verhindern. Mittels eines Eingemeindungsvertrages wurden am 31. August 2001 durch den Bündner Grossen Rat vier strukturschwache Gemeinden zur neuen Gemeinde [[Suraua]] fusioniert. Ziel war die Strukturen und die wirtschaftliche Entwicklung zu stärken, was jedoch nur bedingt Erfolg brachte. Heute ist Tersnaus eine Fraktion der fusionierten Lugnezer Grossgemeinde [[Lumnezia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ siehe auch Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;[[Lumnezia#Geschichte|Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039; im Artikel &amp;#039;&amp;#039;Lumnezia&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;6&amp;quot; | Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#FFEC9B&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1850|| 1900|| 1950|| 1980|| 2000&lt;br /&gt;
|- align=center&lt;br /&gt;
| align=left | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 228 (mit St. Martin)|| 60 (ohne St. Martin)|| 129|| 66|| 70&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abwanderungen zählte das Dorf im Jahr 2000 nur noch 70 Einwohner, während es 1950 noch 129 Einwohner waren; 74 % der Bevölkerung waren damals [[rätoromanisch]]er Muttersprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tersnaus Kirche2.jpg|mini|x230px|Katholische Pfarrkirche St. Apollinaris und Maria Magdalena]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Lumnezia}}&lt;br /&gt;
* [[Katholische Pfarrkirche Tersnaus|Kirche St. Apollinarius und Maria Magdalena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Nino Schurter]] (* 1986), Mountainbiker, in Tersnaus geboren und aufgewachsen&lt;br /&gt;
* Appolinarius Anton von Albin (1771 – 1830), Studium in Dillingen und Wien, lebte in Moskau, Theologe, Praktischer Arzt, Balneologe, Leibarzt am russischen Hofe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1459|Tersnaus|Autor=Adolf Collenberg|Datum=2017}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lumnezia.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Lumnezia]&lt;br /&gt;
* [https://drw.saw-leipzig.de/30018 Appolinarius Anton v. Albin(i): Theologe und russischer Arzt in Moskau und Lipezk]&lt;br /&gt;
* {{ISOS|2269|Tersnaus|Abruf=|Sprache=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Region Surselva}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1059410443|VIAF=311187732}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Val Lumnezia]] &amp;lt;!--Ort im Val Lumnezia und im Valsertal--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lumnezia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1362]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Lumnezia)]]&lt;/div&gt;</summary>
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