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	<title>Terminplanung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Terminplanung&amp;diff=171556&amp;oldid=prev</id>
		<title>212.211.221.100: /* Balkenplan */ Link zu existierender erklärender Seite hinzugefügt</title>
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		<updated>2024-08-02T07:34:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Balkenplan: &lt;/span&gt; Link zu existierender erklärender Seite hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Zeitmanagement]] ein Teil der [[Ablaufplanung]] und befasst sich mit der [[Planung]] von [[Termin]]en und [[Arbeitsablauf|Arbeitsabläufen]]. Ergebnis der Terminplanung ist der &amp;#039;&amp;#039;Terminplan&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Termine bestimmen den Alltag sämtlicher [[Wirtschaftssubjekt]]e, die zwischen internen und externen Terminen unterscheiden müssen. Externe Termine sind mit anderen Wirtschaftssubjekten vereinbart wie [[Fälligkeit]]en, [[Lieferfrist]]en, [[Verhandlung]]en oder [[Zahlungsfrist]]en. Termine bestehen aus einem [[Kalenderdatum]], einer [[Uhrzeit]] sowie Anfangs- und Endtermin, die sich über einen größeren Zeitraum hinweg erstrecken können. Interne Termine gibt es als Anfangs- und Endtermin bei der Durchführung von [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgaben]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[REFA]] Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Methodenlehre des Betriebsorganisation : Lexikon der Betriebsorganisation&amp;#039;&amp;#039;. München: Carl-Hanser, 1993, S. 181, ISBN 3-446-17523-7&amp;lt;/ref&amp;gt; meist ohne Endtermin bei [[Besprechung]]en, [[Betriebsversammlung]]en oder [[Dienstgespräch]]en. In der [[Serienfertigung|Serien-]] und [[Massenfertigung]] kommen spezifische Methoden zum Einsatz ([[Scheduling]]), Terminermittlung ist jedoch notwendige Routine. Sie stützt sich auf [[Produktionsplanung und -steuerung]]s-Systeme (PPS), die regelmäßig eng mit der [[Ressourcenplanung]] und der [[Materialbereitstellungsplanung]] verknüpft ist. Im [[Dienstleistungssektor]] spielt die Terminplanung ebenfalls eine wichtige Rolle wie etwa bei Arztpraxen oder Krankenhäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Termine sind im [[Privatrecht]] ein bestimmter Zeitpunkt, an dem etwas geschehen soll oder eine [[Wirksamkeit (Recht)|Rechtswirkung]] von selbst eintritt oder im [[Prozessrecht]] ein im Voraus durch das [[Gericht]] genau bestimmter Zeitpunkt für [[Prozesshandlung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 405&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Merkmale der Planung sind in der [[Betriebswirtschaftslehre]] &amp;#039;&amp;#039;Planungsgegenstand&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Planungssubjekt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Planungsdaten&amp;#039;&amp;#039; und Planungszeitraum.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wöhe]], &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt; Planungsgegenstand der Terminplanung sind die Arbeitsabläufe und feste Termine, Planungssubjekt sind die für die Terminplanung verantwortlichen [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]], Planungsdaten sind alle terminrelevanten [[Information]]en und [[Planungshorizont|Planungszeitraum]] kann ein jahrelang dauerndes [[Projekt]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muss ein Wirtschaftssubjekt mehrere Termine gleichzeitig beachten, so ist eine Terminplanung hilfreich. Die Terminplanung stellt eine zentrale Teilaufgabe der [[Unternehmensplanung]] dar. Sie ist ein wesentlicher Teil der [[Arbeitsvorbereitung]] und zielt darauf ab, den Arbeitsablauf zeitlich zu planen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ck8iBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;dq=Terminplanung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiK_YjurZPiAhXC-aQKHV_-Ah44FBDoAQgyMAI#v=onepage&amp;amp;q=Terminplanung&amp;amp;f=false Fritz Berner/Bernd Kochendörfer/Rainer Schach, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Baubetriebslehre 2: Baubetriebsplanung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 36]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat zum Ziel, mehrere Termine derart zu koordinieren, dass sie nicht miteinander kollidieren. Dabei sind etwaige unerwartete Terminverzögerungen einzuplanen, sodass die Terminfolge nicht gestört wird und während eines Termins kein [[Zeitdruck]] entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisatorischer Ablauf ==&lt;br /&gt;
Umfassende Terminplanung erfordert insbesondere die [[Bauwirtschaft]], der [[Schiffbau]] und der [[Anlagenbau]], die deshalb exemplarisch für alle [[Wirtschaftszweig]]e untersucht werden. Ausgangspunkt einer Terminplanung ist der einzelne Arbeitsvorgang, dessen benötigte Zeit bis zu seiner Fertigstellung ist die Vorgangsdauer.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=VZBsDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA13&amp;amp;dq=Terminplanung+arten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjNoMDw4ZriAhUvxMQBHVcpAwYQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Terminplanung%20arten&amp;amp;f=false Bert Bielefeld, &amp;#039;&amp;#039;Basics Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 8]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne Vorgangsdauer ist der [[Meilenstein (Projektmanagement)|Meilenstein]] wie etwa die Fertigstellung des [[Rohbau (Bauwesen)|Rohbaus]] oder die [[Bauabnahme]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Bielefeld, &amp;#039;&amp;#039;Basics Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt; Die organisatorischen, physischen oder technischen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Arbeitsvorgängen sind durch die Ablaufplanung zu berücksichtigen. Vorgangsdauer und Ablaufplanung ergeben zusammen die Terminplanung.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Bielefeld, &amp;#039;&amp;#039;Basics Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei sind Folgeabhängigkeiten zu berücksichtigen, denn ein Vorgang B kann erst beginnen und damit Teil des Terminplans werden, wenn Vorgang A abgeschlossen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Bielefeld, &amp;#039;&amp;#039;Basics Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem gibt es [[Produktionsprozess]]e, bei denen Arbeitsvorgänge nicht nacheinander, sondern überlappend oder parallel zueinander angeordnet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=PzwnCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA250&amp;amp;dq=Terminplanung+terminkontrolle&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjNoa2T1KTiAhWBZlAKHV6rB2EQ6AEIOzAD#v=onepage&amp;amp;q=Terminplanung%20terminkontrolle&amp;amp;f=false Tanja Kessel/Marcel Gawlitta/Corinna Hilbig/Martina Walther (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Baubetriebslehre in Forschung und Praxis&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 249]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird im Hinblick auf den Zweck der Terminplanung zwischen &amp;#039;&amp;#039;produktionsorientierter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;projektorientierter Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Bielefeld/Thomas Feuerabend, &amp;#039;&amp;#039;Baukosten- und Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;, 2007,  S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt; Die projektorientierte Terminplanung zielt auf die Koordination aller am Projekt Beteiligten ab, produktionsorientierte dagegen berücksichtigt bei gegebenen [[Durchlaufzeit]]en die [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitätsplanung]], den [[Personaleinsatz]] ([[Personaleinsatzplanung]]) und den Einsatz von [[Fertigungsmaterial]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapazitäts- oder Ressourcenplanung ===&lt;br /&gt;
Die Kapazitäts- oder Ressourcenplanung hängt eng mit der Terminplanung zusammen, da eine Verkürzung der Projektzeit in der Regel nur erreichbar ist, falls die Kapazitäten oder Ressourcen ausreichend erhöht werden. Zu unterscheiden sind folgende Kapazitäten (Ressourcen):&lt;br /&gt;
* Kapazitäten des gewerblichen [[Persona]]ls einschließlich von Subunternehmern,&lt;br /&gt;
* Gerätekapazitäten,&lt;br /&gt;
* Materialkapazitäten,&lt;br /&gt;
* Kapazitäten bei der Planung und der Projektleitung sowie&lt;br /&gt;
* finanziellen Ressourcen (Bürgschaften, Zwischenkredite oder von Barmitteln).&lt;br /&gt;
Aus dem Terminplan können direkt [[Histogramm]]e und [[Jahresgang|Ganglinien]] für die einzelnen Ressourcen abgeleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwärts- oder Rückwärtsterminierung ===&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es die Vorwärts- (progressiv) oder Rückwärtsterminierung (retrograd) je nachdem, ob der früheste Anfangstermin oder der bekannte Endtermin festgelegt sind. Die retrograde Terminierung geht vom festgelegten Endtermin aus und rechnet sämtliche Termine und ihre Vorgangsdauer zurück, um auf diese Weise auf den Anfangstermin zurück schließen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phasen ==&lt;br /&gt;
Bei größeren Bauablaufplänen ist die Strukturierung des Projektes ([[Projektstrukturplan]]) und damit die Festlegung der zu planenden Vorgänge sorgfältig durchzuführen. Ziel ist, in einer hierarchischen Struktur alle maßgeblichen Vorgänge zu erfassen und sich gleichzeitig so zu beschränken, dass nur die projektrelevanten Vorgänge aufgeführt werden. Diese Aufgabe wird häufig auch Arbeitspaketzerlegung (WBS, Work Breakdown Structure) genannt, in der das Projekt bis herunter in die relevanten Einzelaufgaben strukturiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Terminplanung wird bei größeren Projekten in mehreren Phasen durchgeführt. Im Bauwesen werden drei Phasen unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rahmen- oder Grobterminplanung ===&lt;br /&gt;
Die Rahmen- oder Grobterminplanung dient der generellen Projektplanung. Die umfasst relativ wenige, aber übergeordnete Vorgänge (meistens 20 bis 50). Die Zeitdimension sind Monate oder Quartale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koordinations- oder Steuerungsterminplanung ===&lt;br /&gt;
Der Begriff Koordinationsterminplanung wird in der Regel von Bauunternehmern, der Begriff Steuerungsterminplanung von Projektsteuerern verwendet. Diese Planungsstufe umfasst mehrere Hundert bis mehrere Tausend Vorgänge. Die Koordinations- oder Steuerungsterminpläne umfassen detailliert die Planung (Planung der Planung) und/oder die Bauausführung. Die Zeitdimension sind Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinterminplanung ===&lt;br /&gt;
Die Feinterminplanung umfasst die Planung von Projektteilbereichen. Sie umfasst selten mehr als 100 Vorgänge. Die Zeitdimension sind Tage oder Stunden. Typische Beispiel sind die Taktplanung, die Wochen- oder Zweiwochenplanung für die Meister und Poliere, die Planung für besonders kritische Abläufe oder die Planung für die Kompensation von Terminverzügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Bauwesens wird häufig unterschieden nach&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Projekt-Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;: Der Begriff „Projekt“ wird hierbei im Sinne eines noch nicht vorliegendes [[Auftrag]]es verwendet. Der Projekt-Terminplanung dient dabei zur Darstellung einer potentiellen zeitlichen Abarbeitung, bevor noch eine Aufgabenstellung eines Kunden zum Auftrag wird,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auftrags-Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;: Für einen Auftrag eines Kunden, sie beginnt nach dem Vertragsabschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsmittel für die Terminplanung ==&lt;br /&gt;
Als [[Arbeitsmittel]] stehen der Terminplanung [[Organizer]], [[Terminkalender]] oder [[Kalenderprogramm]]e (etwa [[Microsoft Project]]) zur Verfügung. In sie sind die vorhandenen Terminvorgaben und sonstigen terminrelevanten Arbeitsvorgänge einzutragen und zu aktualisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell kann jede Terminplanung, sowohl jede Methode als auch jede Darstellung, manuell durchgeführt werden. Dies kann auch heute noch angebracht sein, wenn zum Beispiel ein Rechner mit einer installierten Terminplanungssoftware nicht zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EDV-gestützte Terminplanung bedient sich prinzipiell unterschiedlicher Werkzeuge:&lt;br /&gt;
* [[CAD]]-Programme, die hierfür als reine Zeichenprogramme verwendet werden. Die Vorteile im Vergleich zu einer traditionellen Darstellung von Stift und Papier sind unter anderem die schnelle Änderungsmöglichkeit und die hohe Qualität der Darstellung.&lt;br /&gt;
* Standardsoftware für Büroanwendungen (Office-Pakete) mit [[Tabellenkalkulation]] und Präsentationen sind zwar nicht für eine professionelle Terminplanung konzipiert, werden jedoch trotzdem vielfach zur Terminplanung eingesetzt. Bei diesen Programmen fehlen viele Funktionalitäten, die dezidierte Terminplanungsprogramme zur Verfügung stellen und somit das Arbeiten wesentlich erleichtern. Ein Nachteil ist zum Beispiel, dass ein Termincontrolling durch eine solche Software nicht unterstützt wird.&lt;br /&gt;
* Dezidierte Projektmanagement-Softwarepakete&lt;br /&gt;
** Kostenpflichtige, zu lizenzierende Software&lt;br /&gt;
** Freie Projektmanagement-Software&lt;br /&gt;
* Für spezielle Anwendungen werden verwendet:&lt;br /&gt;
** Grafik-Pakete zur verbesserten Visualisierung von Daten&lt;br /&gt;
** Zeitmanagement-Programme,&lt;br /&gt;
** Terminplanung für Arztpraxen, Gemeinschaftspraxen sowie Krankenhäuser&lt;br /&gt;
** Terminplanung für Krankenhäuser, Fach- und Rehabilitationskliniken sowie Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit integrierten Medizinischen Pfaden für interprofessionelle, interdisziplinäre und intersektorale Behandlungsplanung, Case- und Ressourcenmanagement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung ==&lt;br /&gt;
Darstellungsarten gemäß [[DIN 69900]] sind [[Balkenplan]], [[Liniendiagramm]], [[Netzplantechnik|Netzplan]] und die [[Terminliste]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Bielefeld, &amp;#039;&amp;#039;Basics Terminplanung&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 12 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Terminplanung sollte [[Pufferzeit]]en beinhalten, die unerwartete Zeitverzögerungen ({{enS|job stopper}}) berücksichtigen und somit den Endfertigstellungstermin nicht gefährden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Zanner/Birthe Saalbach/Markus Viering, &amp;#039;&amp;#039;Rechte aus gestörtem Bauablauf nach Ansprüchen&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Terminliste ===&lt;br /&gt;
Mit einer Terminliste werden einzelne Teilleistungen mit den Anfangs- und Endterminen chronologisch erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=GukXBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA5&amp;amp;dq=Terminplanung+arten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwirz5rx7priAhVOzaQKHakjATwQ6AEIQDAE#v=onepage&amp;amp;q=Terminplanung%20arten&amp;amp;f=false Christian Zanner/Birthe Saalbach/Markus Viering, &amp;#039;&amp;#039;Rechte aus gestörtem Bauablauf nach Ansprüchen&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 5]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Terminliste werden die Vorgänge mit den geplanten Terminen tabellarisch geordnet. Die Terminliste ist übersichtlich und hat den Vorteil, dass diese auf einem DIN-A4-Blatt ausgedruckt und leicht per Fax versandt werden kann. Sie wird außerdem für die Meldung von Ist-Terminen im Rahmen des Termincontrolling verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Balkenplan ===&lt;br /&gt;
Der am weitesten verbreitete Balkenplan (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Gantt-Diagramm]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) enthält auf einer Zeitachse die benötigten Zeiteinheiten und auf der Ordinate die zugehörige Tätigkeit und weist durch eine zeitproportionale Darstellung große Übersichtlichkeit auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Zanner/Birthe Saalbach/Markus Viering, &amp;#039;&amp;#039;Rechte aus gestörtem Bauablauf nach Ansprüchen&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Balkenplan werden die Vorgänge in einer Spalte übereinander geschrieben. Die Vorgangsdauern werden maßstabsgetreu durch einen Balken repräsentiert, die entlang der horizontal aufgetragenen Zeitachse positioniert werden. Die Vorgänge werden meistens so sortiert, dass oben die Vorgänge stehen, die früh und unten jene, die spät beginnen. Dadurch wird der Balkenplan sehr übersichtlich. Er stellt die am häufigsten verwendete Darstellung dar und zeichnet sich durch eine gute Übersichtlichkeit aus.&lt;br /&gt;
Im Balkenplan werden im Rahmen eines einfachen Termincontrollings häufig durch eine vertikale Linie (Faden mit Lot) der Ist-Zeitpunkt und innerhalb des Balkens durch Markierungen der erzielte Fortschritt dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weg-Zeit- oder Liniendiagramm ===&lt;br /&gt;
Ein [[Weg-Zeit-Diagramm (Linienbaustelle)|Weg-Zeit- oder Liniendiagramm]] ist eine spezielle Darstellung des Bauablaufs bei [[Linienbaustelle]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. Straßen, Tunnel, Kanalbau, Rohrleitungsbau). Auf der Abszisse werden die Stationen der Baustelle aufgetragen. Die Zeitachse verläuft nach unten. Durch eine Linie wird der Lauf einzelner Arbeits- und Gerätegruppen dargestellt. Die Linie repräsentiert somit die Geschwindigkeit, mit der sich die Maschinen- oder Arbeitsgruppe entlang der Baustelle vorarbeitet. Schwach geneigte Linien zeigen dabei eine hohe Geschwindigkeit an, stark geneigte dagegen eine geringe Geschwindigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzplan ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Netzplantechnik}}&lt;br /&gt;
Der Netzplan verknüpft Arbeitsvorgänge durch Ablaufbeziehungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Zanner/Birthe Saalbach/Markus Viering, &amp;#039;&amp;#039;Rechte aus gestörtem Bauablauf nach Ansprüchen&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Netzplantechnik werden bei der&lt;br /&gt;
* [[Vorwärtsterminierung]] die frühesten Termine und bei der&lt;br /&gt;
* [[Rückwärtsterminierung]] die spätesten Termine berechnet.&lt;br /&gt;
Aus den spätesten und frühesten Terminen erfolgt die kritische Pfadberechnung. Diese geben an, inwieweit Vorgänge verschoben werden können, ohne die früheste Lage von nachfolgenden Vorgängen oder die geplante Fertigstellung des gesamten Projektes zu beeinträchtigen. Die Netzplantechnik ist für sehr komplexe Projekte, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Mondlandung]], geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden und Vorgehen ==&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden sind [[Heuristik|heuristische]] und mathematisch [[Analytik|analytische]] Methoden. Bei den heuristischen Methoden werden nach Erfahrungen die Vorgänge so angeordnet, dass ein plausibler Ablaufplan entsteht. Typischer Vertreter ist der Balkenplan. Die Netzplantechnik repräsentiert die mathematisch analytische Methode. Ihr liegt ein mathematisch-analytisches Verfahren auf der Basis der [[Graphentheorie]] zu Grunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rahmen- oder Grobterminplanung ist Teil einer [[Projektentwicklung (Immobilien)|Projektentwicklung]] (Festlegen des Projektziels) und ist somit parallel zur kaufmännischen (Finanzrahmen), technischen, juristischen und ökologischen Projektdefinition vorzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Koordinationsterminplan wird vom Auftragnehmer (Bauunternehmen) nach Auftragserteilung erstellt. Der Auftraggeber (Bauherr) ist gut beraten, zur Verfolgung des Baufortschrittes einen ähnlich detaillierten Terminplan selbst aufzustellen. Da er fachlich dazu häufig nicht in der Lage ist, wird er hiermit einen [[Projektsteuerer]] beauftragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feinterminpläne werden erstellt zur&lt;br /&gt;
* Taktplanung&lt;br /&gt;
* Planung besonders kritischer Projektphasen (z.&amp;amp;nbsp;B. Ausbau einer alten Brücke und Einheben eines Neubaus über eine Autobahn mit Teilsperrung am Wochenende)&lt;br /&gt;
* Wochenplanung für [[Polier]]e und&lt;br /&gt;
* Planung um Terminverzüge innerhalb eines begrenzten Zeitraums einzuholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminkontrolle und Terminüberwachung ==&lt;br /&gt;
Bereits [[Erich Gutenberg]] wies 1958 darauf hin, dass Terminplanung und Terminkontrolle in den einzelnen Wirtschaftszweigen nach Maßgabe der angewandten [[Fertigungsverfahren]] unterschiedlich organisiert werden müssen. Bei der [[Fließfertigung]] ist die Terminplanung im Wesentlichen [[Taktzeit|Arbeitstaktplanung]], bei der [[Großserie]]nfertigung kann die Terminplanung weitgehend standardisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Zao5RTDsHyUC&amp;amp;pg=PA65&amp;amp;dq=Terminplanung+terminkontrolle&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjNoa2T1KTiAhWBZlAKHV6rB2EQ6AEIRTAF#v=onepage&amp;amp;q=Terminplanung%20terminkontrolle&amp;amp;f=false Erich Gutenberg, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 65]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Terminkontrolle ist eine der drei Grundlagen (Termin-, [[Kostenkontrolle|Kosten-]] und [[Qualitätskontrolle]]) für die Steuerung der Produktion oder eines Projekts. Nicht sicher feststehende Termine (wie etwa vertraglich vereinbarte Lieferfristen) gehen in die Terminplanung als „Soll-Termin“ ein, an welchem ein bestimmter Arbeitsvorgang erledigt sein soll, damit ein hieran anschließender beginnen kann. Die tatsächliche Erledigung ist der „Ist-Termin“; Verspätungen entstehen, wenn die „Ist-Termine“ nach den „Soll-Terminen“ liegen. Dabei soll die Terminkontrolle sicherstellen, dass keine Verspätungen auftreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Tanja Kessel/Marcel Gawlitta/Corinna Hilbig/Martina Walther (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Baubetriebslehre in Forschung und Praxis&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 250&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Termincontrolling&lt;br /&gt;
Das Termincontrolling stellt einen sich wiederholt in gleicher Weise ablaufenden Prozess im Sinne eines [[Kybernetik|kybernetischen Regelkreises]] dar. Dieser besteht aus folgenden Teilschritten:&lt;br /&gt;
* Erstellung einer Terminplanung, welche den geplanten Projekt-Ablauf als Soll (Bausoll, {{enS|baseline}}) definiert.&lt;br /&gt;
* Erfassung des tatsächlichen Projektzustandes (Bauist, {{enS|actual}}) zu einem festgelegten Termin.&lt;br /&gt;
* Eventuell Erfassung von Terminrisiken als Prozentzahl und/oder als Beampelung für Ist-Stand und Prognose.&lt;br /&gt;
* Durchführung einer [[Abweichungsanalyse]], in der festgestellt wird, wo relevante Differenzen zwischen Soll und Ist vorliegen. In der Regel finden sich zahlreiche kleine Soll-Ist-Abweichungen, die aber nicht von Bedeutung sind. Das Ergebnis der Abweichungsanalyse wird regelmäßig in einem Fortschrittsbericht ({{enS|progress report}}) dokumentiert.&lt;br /&gt;
* Der Termincontroller legt danach mit der Projektleitung fest, welche Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden sollen, um die relevanten Abweichungen zu kompensieren. Dabei muss zuerst unterschieden werden, wer für die Abweichungen verantwortlich ist: Auftraggeber oder Unternehmer. Es können auch sogenannte „neutrale“ Abweichungen vorliegen. Im Bauwesen können neutrale Abweichungen zum Beispiel Streik oder außergewöhnliche Wetterverhältnisse sein, mit denen der Auftragnehmer bei Vertragsabschluss nicht rechnen musste. In solch einem Fall ist regelmäßig vertraglich festgelegt, dass die [[Bauzeit]] verlängert wird. Maßnahmen zur Kompensation von Terminverzügen können zum Beispiel sein: Erhöhung der Personal- und/oder der Gerätekapazität, Überstunden und Wochenendarbeit, andere Bauverfahren (zum Beispiel Fertigteile statt Ortbeton) oder Einsatz von Subunternehmern. Gerät das Termincontrolling aufgrund zu umständlicher Verfahrungen bei der Abstimmung von Steuerungsmaßnahmen selbst in Terminverzug, kann dies Folgeschäden verursachen, für die das Controlling eventuell haftet.&lt;br /&gt;
* Gegebenenfalls muss der Terminplan (Bausoll) angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Projektleitung ist zu Beginn des Projektes festzulegen, in welchem Rhythmus der Termincontrolling-Prozess durchgeführt wird, zum Beispiel wöchentlich, monatlich oder quartalsweise. Der Rhythmus orientiert sich dabei insbesondere an der gesamten Projektlaufzeit und der Projektgröße. Bei kurz laufenden und kleinen Projekten kann das Controlling wöchentlich durchgeführt werden. Projekte, die über mehrere Jahre laufen und sehr groß sind (zum Beispiel Planung und Bau eines Kraftwerkes) kann möglicherweise ein quartalsweiser Rhythmus festgelegt werden. Bei typischen Bauprojekten sollte das Controlling alle zwei Wochen oder spätestens monatlich durchgeführt werden. Nur wenn die Controllingabstände im Vergleich zur Gesamtprojektzeit ausreichend kurz sind, kann Terminabweichungen mit vertretbarem Aufwand gegengesteuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist auch die Festlegung im Projekt, wer bei festgestellten Abweichungen welche Vollmachten hat, gegenüber den Verursachern von Terminabweichungen Sanktionen anzudrohen und gegebenenfalls auch zu veranlassen, zum Beispiel Vertragskündigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sonderfall des Termincontrolling stellt das [[Expediting]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck ==&lt;br /&gt;
Die Terminplanung dient außer als Planungsinstrument auch der [[Steuern (Systemtheorie)|Steuerung]], [[Kontrolle]], [[Überwachung]] und [[Dokumentation]] des Arbeitsablaufs. Sie soll gewährleisten, dass in Zukunft liegende interne und externe Termine rechtzeitig erkannt und eingehalten werden. Dies fördert bei anderen Wirtschaftssubjekten den Eindruck der [[Pünktlichkeit]] und [[Zuverlässigkeit (Recht)|Zuverlässigkeit]] und trägt zur Erfüllung des [[Rechtsgrundsatz]]es „Verträge sind einzuhalten“ ({{laS|[[pacta sunt servanda]]}}) bei. In [[Polychronismus|polychronen]] Kulturen kommt der Pünktlichkeit eine nur untergeordnete Rolle zu, Termine oder Terminpläne haben keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4059504-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsstudium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projektmanagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionswirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
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