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	<title>Tepui - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T05:59:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tepui&amp;diff=83289&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. Patrick Fischer: /* Filme */ DAs war der Film von 1925</title>
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		<updated>2026-02-16T21:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Filme: &lt;/span&gt; DAs war der Film von 1925&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Roraima-Tepui Wand.jpg|mini|Die steile Felswand des Roraima-Tepui]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tepuis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind durch [[Erosion (Geologie)|Erosion]] entstandene, einzeln stehende, bis nahezu 3000 Meter hohe [[Tafelberg]]e im Westen des [[Bergland von Guayana|Berglands von Guayana]] am nördlichen Rand des [[Amazonasbecken]]s. Sie liegen in den Gebieten von [[Venezuela]], [[Guyana]] und [[Brasilien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tepuis bestehen meist aus [[Sandstein]] und besitzen teils schroff abfallende Schluchten und Spalten. Oftmals sind die Plateaus nur aus der Luft zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Tafelberge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kukenam-Tepui.jpg|mini|Blick auf den Kukenam-Tepui]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Tepui&amp;#039;&amp;#039; für die Tafelberge ist der Sprache [[Pemón (Sprache)|Pemón]] entnommen und wird von vielen Autoren als ‚Haus der Götter‘ übersetzt. Sie sind Überreste eines mächtigen, quarzitischen Sandsteinplateaus, das einst die Granit-Urgesteine zwischen der Nordgrenze des [[Amazonas]]-Tieflands und dem [[Orinoco]] zwischen der Atlantik-Küste und dem [[Rio Negro (Amazonien)|Rio Negro]] bedeckte. Durch Erosion wurde das Plateau im Laufe der [[Erdgeschichte]] abgetragen. Die Tepui sind dabei stehen gebliebene [[Inselberg]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Gran Sabana]] im Südosten Venezuelas, im Grenzgebiet zu [[Guyana]] und [[Brasilien]], finden sich heute 115 solcher Tafelberge. Die steilwandigen [[Berg]]e erheben sich bis zu 1000 Meter über den [[Tropischer Regenwald|Regenwald]]. Die Oberflächen der Berge weisen unterschiedliche Beschaffenheiten auf. Auf den Plateaus der Berge wechseln sich dichte undurchdringliche Wälder mit schroffen, zerklüfteten Felslandschaften mit einer großen Artenvielfalt ab. Die [[Erosion (Geologie)|Erosion]] und Verwitterung hat im Laufe von Jahrmillionen bizarre Felsformationen und Labyrinthe geschaffen. Diesen Vorgang nennt man auch [[Tavernierung]]. In den Tepuis sind darüber hinaus spektakuläre Höhlensysteme wie das [[Muchimuk-Höhlensystem]] im [[Churí-Tepui]], die [[Cueva Ojos de Cristal]] im [[Roraima-Tepui]] oder die [[Sarisariñama-Tepui#Die Schachthöhlen des Sarisariñama-Tepuis|Schachthöhlen des Sarisariñama-Tepuis]] entstanden. Am [[Auyan-Tepui]] befindet sich der mit fast 1000 m höchste freifallende Wasserfall der Welt ([[Salto Ángel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Roraima-Tepui Plateau.jpg|mini|Das Plateau des Roraima-Tepui. Die Erosion hat eine bizarre Felslandschaft geformt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plateaus der Tepuis sind vom Regenwald fast völlig isoliert. Dies ist einerseits durch ihre Höhe und die sich daraus ergebenden klimatischen Unterschiede zum Regenwald und andererseits durch ihre unüberwindlichen Steilwände bedingt. Auf den Plateaus herrscht ein gemäßigtes, kühles Klima mit häufigen Gewitterregen, am Fuße der Berge tropisches und feucht-warmes Klima. Diese über Jahrmillionen vorhandene Isolation führte zu einer [[Endemit|endemischen]] Flora und Fauna. Bisher sind sieben Kleinsäuger bekannt, die endemisch nur in der Tepui-Region vorkommen. Dabei handelt es sich um drei Arten von Beutelratten, die [[Tepui-Zwergbeutelratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmosa tyleriana&amp;#039;&amp;#039;), die [[Pantepui-Schlankbeutelratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Marmosops pakaraimae&amp;#039;&amp;#039;) und [[Reigs Spitzmausbeutelratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Monodelphis reigi&amp;#039;&amp;#039;), eine [[Fledertiere|Fledertierart]], den [[Goldener Streifenfruchtvampir|Goldenen Streifenfruchtvampir]] (&amp;#039;&amp;#039;Platyrrhinus aurarius&amp;#039;&amp;#039;) und drei Nagetiere, die [[Roraima-Maus]] (&amp;#039;&amp;#039;Podoxymys roraimae&amp;#039;&amp;#039;), die [[Tepui-Klettermaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Rhipidomys macconnelli&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Wetzel-Klettermaus]] (&amp;#039;&amp;#039;R. wetzeli&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Díaz-Nieto&amp;quot; /&amp;gt; Die nährstoffarmen Böden der Tafelberge führten zu einer reichen Vielfalt an [[Fleischfressende Pflanzen|fleischfressenden Pflanzen]], ihre schroffen verwitterten Steinböden halten bei Gewitterregen keine Humusschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tafelberge – auch Inseln über dem Regenwald genannt – sind für Forscher noch heute eine Herausforderung, weisen sie doch einen hohen Bestand an noch unbekannten Arten auf. Einige Tepuis sind fast das ganze Jahr über in dichte Wolken gehüllt. Von ihren Plateaus konnten bisher nur Radaraufnahmen von Hubschraubern aus gemacht werden. Die Plateaus mancher Tepuis hat noch nie ein Mensch betreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kukenan Tepuy at Sunset.jpg|mini|Kukenán-Tepui bei Sonnenuntergang]]&lt;br /&gt;
Eine große Anzahl der Tafelberge befindet sich im [[Nationalpark Canaima]] in Venezuela. Dieser wurde von der [[UNESCO]] in die [[UNESCO-Welterbe|Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt existieren 115 Tepuis, darunter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Acopan-Tepui]]: Ein 2112 Meter hoher Tafelberg in Bolivar/Venezuela mit einem 700 Meter hohen, stark überhängenden Nordpfeiler.&lt;br /&gt;
* Zur Aparaman-Gruppe zählen: [[Aparaman-Tepui]], [[Murosipan-Tepui]], [[Tereke-Yuren-Tepui]] und [[Kamarkaiwaran-Tepui]].&lt;br /&gt;
* [[Autana-Tepui]]: Er überragt den Urwald mit bis zu 1300 Metern. Innerhalb dieses Tepuis liegen bis zu 400 Meter tiefe Schluchten, die Simas genannt werden. Man vermutet, dass diese Löcher einst riesige Höhlen waren, deren Dach irgendwann einstürzte.&lt;br /&gt;
* [[Auyan-Tepui]]: Dieser wohl bekannteste Tafelberg hat eine Oberfläche von 700&amp;amp;nbsp;km². Von seinem Plateau fällt der höchste [[Wasserfall]] der Welt – der [[Salto Ángel]].&lt;br /&gt;
* [[Kukenam-Tepui]]: Der Kukenam-Tepui gilt den Ureinwohnern als heiliger Berg. Er darf seit 1997 nicht mehr bestiegen werden, zumal der Aufstieg und das Hochplateau als besonders unfallträchtig gelten.&lt;br /&gt;
* [[Monte Ayanganna]]: Der östlichste Tepui mit einer Höhe über {{Höhe|2000|GY|link=1}} in Guyana.&lt;br /&gt;
* [[Ptari-Tepui]]: Die Felswand des Ptari-Tepui liegt so isoliert, dass man auf ihm eine besonders hohe Anzahl an endemischen Pflanzen- und Tierarten vermutet.&lt;br /&gt;
* [[Roraima-Tepui]]: Der höchste Tafelberg der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.guinnessworldrecords.de/world-records/highest-mountain-tabletop |titel=Highest mountain tabletop |sprache=de-DE |abruf=2022-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Berichte des berühmten Südamerika-Forschers [[Robert Schomburgk]] inspirierten den englischen Schriftsteller [[Arthur Conan Doyle]] zu seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Die vergessene Welt|The Lost World]]&amp;#039;&amp;#039; über die Entdeckung einer lebendigen prähistorischen Welt voller Saurier und urzeitlicher Pflanzen.&lt;br /&gt;
* [[Sarisariñama-Tepui]]: Mit 2300 Metern Höhe einer der höchsten Tepuis, weit abgelegen und vor allem durch zwei riesige, kreisförmige Löcher im Plateau bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uwe George]]: &amp;#039;&amp;#039;Inseln in der Zeit. Expeditionen zu den letzten weißen Flecken der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Gruner und Jahr, Hamburg 2005, ISBN 3-570-06212-0.&lt;br /&gt;
* Roland Stuckardt: &amp;#039;&amp;#039;Sitze der Götter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;terra&amp;#039;&amp;#039;. Heft 3. Tecklenborg, Steinfurt 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Oben|Oben:]] Animationsfilm aus dem Jahr 2009 (Pixar und Walt Disney). Ein großer Teil der Handlung spielt auf einem Tafelberg. Die Film-Crew hat zur Vorbereitung eine Reise auf Tepui unternommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=qhbjEAbotj8 |titel=A look at the making of Disney&amp;#039;s UP |sprache=de-DE |abruf=2022-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Terra X]]: [https://www.youtube.com/watch?v=c4iuIpkOZD0 &amp;#039;&amp;#039;Inseln über dem Regenwald Teil 1&amp;#039;&amp;#039;], TV-Dokumentation von [[Volker Arzt]] (1990).&lt;br /&gt;
* Terra X: [https://www.youtube.com/watch?v=RAasXa92DPg &amp;#039;&amp;#039;Inseln über dem Regenwald Teil 2&amp;#039;&amp;#039;], TV-Dokumentation von Volker Arzt (1990).&lt;br /&gt;
* [[Die verlorene Welt (1925)]], nach dem Roman [[Die vergessene Welt]] von [[Arthur Conan Doyle]].&lt;br /&gt;
* [[Sir Arthur Conan Doyle’s Lost World]] (1998). Der Film spielt in der [[Mongolei]], während die literarische Vorlage Venezuela als Schauplatz hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Díaz-Nieto&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Juan F. Díaz-Nieto, Robert S. Voss: &amp;#039;&amp;#039;A Revision of the Didelphid Marsupial Genus Marmosops, Part 1. Species of the Subgenus Sciophanes.&amp;#039;&amp;#039; Bulletin of the American Museum of Natural History Number 402 :1-70. 2016, [[doi:10.1206/0003-0090-402.1.1]]. Seite 21–25.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Guiana Highlands|Tepui}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wissenschaft.de/allgemein/goetter-auf-dem-schleudersitz/ Götter auf dem Schleudersitz], Wolfgang Hess, 1. August 1998, auf wissenschaft.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tepui| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Venezuela)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Patrick Fischer</name></author>
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