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	<title>Tenovis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Strelok: /* Telenorma */</title>
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		<updated>2026-01-27T15:38:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Telenorma&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tenovis logo.svg|mini|Tenovis Firmenlogo 2000–2004]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tenovis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zuvor &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Privat Telephon Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Telefonbau und Normalzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;T&amp;amp;N&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Telenorma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bosch Telecom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Telekommunikation]]s-[[Konzern]] mit mehr als 5400 Beschäftigten. Er unterhielt Niederlassungen in Österreich, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz und den Niederlanden. &amp;#039;&amp;#039;Tenovis&amp;#039;&amp;#039; hatte seine Hauptverwaltung in [[Frankfurt am Main]], das Produktportfolio bestand aus Kommunikationslösungen, darunter [[Telefonie]], [[Callcenter]], Business Recovery Center (Ausweichrechenzentren), [[Customer-Relationship-Management]], Voice Messaging, Vernetzung und Dienstleistungen für Unternehmen und staatliche Behörden. Standbein des Unternehmens waren selbst entwickelte [[Telefonanlage]]n mit bis zu 32.000 Nebenstellen, sowie deren Installation, Betreuung und Vermietung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2004 wurde &amp;#039;&amp;#039;Tenovis&amp;#039;&amp;#039; durch &amp;#039;&amp;#039;[[Avaya]] Inc.&amp;#039;&amp;#039;, ein amerikanisches Telekommunikationsunternehmen, übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:T&amp;amp;N logo.svg|mini|Telefonbau und Normalzeit Logo 1935–1984]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TN Logo sw 1984.svg|mini|Telenorma Logo 1985–1994]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Ursprung des Unternehmens war die 1899 als Vermietungsfirma für Telefonanlagen in Frankfurt/Main gegründete &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Privat Telephon Gesellschaft [[Harry Fuld|H. Fuld]]&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.&amp;#039;&amp;#039; mit dem Markennamen &amp;#039;&amp;#039;Priteg&amp;#039;&amp;#039; in der Liebfrauenstraße 6. Der gelernte [[Bankkaufmann]] Harry Fuld gründete zusammen mit dem [[Uhrmacher]]meister [[Carl Lehner]] (1871–1969) als [[Kompagnon]] das Unternehmen. Obwohl Fuld mit seinem dürftigen, von der Mutter vorgestreckten Startkapital in der Höhe von 30.000&amp;amp;nbsp;[[Mark (1871)|Mark]] notgedrungen ganz klein anfangen musste, legte er das Geschäft der Vermietung und Wartung privater Telefon-[[Telefonanlage|Nebenstellenanlagen]] von vornherein auf Expansion an. Ein für die damalige Zeit geradezu revolutionäres [[Franchising]]-System ermöglichte steiles Wachstum ohne zusätzlichen Kapitalbedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Startschuss für die Expansion des privaten Telefongeschäfts gab die [[Reichspost]]verwaltung im Jahr 1900, indem sie das Verbot, Haustelefonanlagen ans Amt anzuschließen, aufhob. Fortan strömte eine Auftragsflut auf die junge Firma zu. Das neue Unternehmen, das zunächst außer den beiden Geschäftsinhabern nur zwei Monteure beschäftigt hatte, konnte zügig expandieren und eröffnete bereits im Jahr nach der Firmengründung Filialen in [[Köln]], [[Mannheim]], [[München]] und [[Nürnberg]], ein Jahr später auch in [[Leipzig]], [[Dresden]], [[Hamburg]], [[Breslau]], [[Berlin]] und [[Straßburg]]. 1901 wurde die &amp;#039;&amp;#039;H. Fuld&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co. Telephon und Telegraphenbau GmbH&amp;#039;&amp;#039; als eigenständige [[Tochtergesellschaft]] für die Herstellung von Nebenstellen-Apparaten gegründet, da die ursprünglich von der &amp;#039;&amp;#039;[[AT&amp;amp;T|Bell Company]]&amp;#039;&amp;#039; aus [[Antwerpen]] bezogenen Geräte sich als nicht sehr zuverlässig erwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Expansion des Geschäfts ===&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts expandierte das Unternehmen rasch: 1902 bezog die Firma größere Räumlichkeiten in der Vilbelergasse 29, es waren 150 Mitarbeiter beschäftigt. 1907 wuchs die Zahl der Mitarbeiter auf 250 an, woraufhin die Firma ihren Sitz in noch größere Gebäude an der Mainzer Landstraße 193 im Frankfurter Industrie-Stadtteil [[Frankfurt-Gallus|Gallus]] verlegte. 1912 erwarb das Unternehmen wesentlich größere, neue Gebäude an der Mainzer Landstraße 136–140, dieser Firmensitz existierte bis zur Übernahme durch die &amp;#039;&amp;#039;Bosch Telecom GmbH&amp;#039;&amp;#039; 1995. 1913 entstand ein organisatorisch vom Telefongeschäft streng getrennter neuer Geschäftszweig, die Herstellung und Vermietung fernsteuerbarer, elektrischer Großuhren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg und Neubeginn ===&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] 1914 stellte die Firma kriegsbedingt abrupt auf [[Koppelschloss|Koppelschlösser]] und Kochgeschirre, später [[Handgranate|Granatzünder]] und [[Feldfernsprecher]] um. 1918, nach Ende des Ersten Weltkriegs, erfolgte ein Fast-Neubeginn nach starken Kriegseinwirkungen: Das Unternehmen wurde zur &amp;#039;&amp;#039;H. Fuld&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co. Telephon und Telegraphenwerke GmbH&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt, die technische Leitung und den Vorsitz des [[Aufsichtsrat]]s übernahm Carl Lehner.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hessischeswirtschaftsarchiv.de/bestaende/einzeln/0179.php Hessisches Wirtschaftsarchiv]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 schloss das Unternehmen einen Lieferungsvertrag mit der Firma &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Merk Telefonbau AG&amp;#039;&amp;#039; in München, der bis 1989 bestehen bleiben sollte. 1928 wurde die firmeneigene &amp;#039;&amp;#039;Elektra-Versicherungs-AG&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Im selben Jahr wurde das Unternehmen in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt. Es waren nun bereits 5000 Mitarbeiter beschäftigt. 1932 übernahm &amp;#039;&amp;#039;Fuld&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.&amp;#039;&amp;#039; die [[hannover]]sche Keimzelle der &amp;#039;&amp;#039;Telephon-Fabrik-Actiengesellschaft, vormals [[Joseph Berliner|J. Berliner]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem Tod von Harry Fuld im Jahr 1932 wurde die &amp;#039;&amp;#039;H. Fuld&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co. Telephon und Telegraphenwerke AG&amp;#039;&amp;#039; 1933 aufgelöst und zur neugegründeten &amp;#039;&amp;#039;Nationalen Telephon und Telegraphenwerke GmbH&amp;#039;&amp;#039; (NTT).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Telefonbau und Normalzeit (TN) ===&lt;br /&gt;
1934 wurde aus dem Tochterunternehmen &amp;#039;&amp;#039;NTT&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Telefonbau und Normalzeit GmbH&amp;#039;&amp;#039;, ein reines Fertigungsunternehmen. Im selben Jahr wurde &amp;#039;&amp;#039;Priteg&amp;#039;&amp;#039; zur Aktiengesellschaft, die als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;elefonbau und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ormalzeit AG&amp;#039;&amp;#039; geführt wurde und als Muttergesellschaft den Vertrieb weiterführte. 1935&amp;amp;nbsp;mussten alle jüdischen Gesellschafter und fast 1500 Mitarbeiter jüdischer Herkunft das Unternehmen verlassen, um einen Boykott der öffentlichen Auftraggeber zu verhindern. Durch die [[Arisierung]] wurde die AG 1937 in &amp;#039;&amp;#039;Telefonbau und Normalzeit Lehner&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Zu den bedeutendsten Aktionären zählten u.&amp;amp;nbsp;a. der Firmengründer Carl Lehner, der auch den Vorsitz des Präsidiums der Gesellschaftsvertretung übernahm, mit 28&amp;amp;nbsp;Prozent der Anteile sowie dessen Söhne Karl Ludwig und Fritz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde Meta Gadesmann, eine enge Mitarbeiterin des verstorbenen Harry Fuld und Carl Lehners, verhaftet und inhaftiert, weil man ihr nachgewiesen hatte, dass sie Gelder ins Ausland ([[Schweiz]]) verschoben hatte, um jüdischen Freunden bei der Existenzgründung im Exil zu helfen. Das Finanzministerium eröffnete gegen TN ein Verfahren wegen Steuer- und Devisenvergehen, das darauf abzielte, die Aktionäre durch die willkürliche Aufblähung von Steuerschulden zu veranlassen, das Unternehmen an die [[Reichspost]] abzutreten. Der damals 81-jährige [[Robert Bosch]] setzte sich für Gadesmann ein. 1941&amp;amp;nbsp;brachten die Industriellen Julius und Hans [[Thyssen (Unternehmerfamilie)|Thyssen]] Gesellschafterkapital in das angeschlagene Unternehmen ein, so dass dieses seine Steuerschulden abtragen konnte. Im selben Jahr übernahm Thyssen-Mann [[Friedrich Sperl]] die Geschäftsführung bis zu seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen Ende 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1944 wurden die beiden Frankfurter Werke an der Mainzer Landstraße und an der Kleyerstraße  bei [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Luftangriffen]] bis auf die ausgebrannten Baukörper völlig zerstört. Lediglich der erst in den Kriegsjahren aufgebaute Betrieb in [[Urberach]] ging gut wie unbeschädigt aus den Kampfhandlungen hervor. Die Unternehmensführung erwog daher 1945, sich auf den weiteren Ausbau dieses neuen Werkes zu beschränken und Frankfurt als Produktionsstätte ganz aufzugeben. Zu diese Zeitpunkt bestand in der Stadt lediglich ein Ausweichbetrieb in Kellergewölben eines Gebäudes am Hainer Weg. Schließlich entschloss sich die Geschäftsleitung doch, am Sitz des Unternehmens in Frankfurt festzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma erlebte nach dem Kriegsende einen raschen Aufschwung, der sich nach der [[Währungsreform 1948 (Westdeutschland)|Währungsreform]] verstärkte. 1950 erlangten die Erben Fulds ihre verlorenen Rechte zurück, ein Jahr später schied Carl Lehner aus dem Unternehmen aus. 1965&amp;amp;nbsp;beschäftigte die &amp;#039;&amp;#039;Vertriebsgesellschaft Telefonbau und Normalzeit Lehner &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; 6300&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter, die von Carl Lehners Sohn Fritz geleitete Produktionsgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;TN GmbH&amp;#039;&amp;#039; sogar 7200&amp;amp;nbsp;Personen. Obwohl das Unternehmen einen Stamm von 150.000 Miet- und Wartungskunden besaß, viele Werksniederlassungen in größeren deutschen Städten präsent waren und sich der Umsatz der 500-Millionen-DM-Marke näherte, stimmte die Gesellschafterversammlung im Mai 1968 einer 15-prozentigen Beteiligung von [[AEG-Telefunken]] zu, um das für die Umstellung von elektromechanischer zu elektronischer Vermittlung erforderliche Kapital aufzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Namensteil &amp;#039;&amp;#039;Telefonbau&amp;#039;&amp;#039; ist eine Beschreibung in erster Linie für die Herstellung von Nebenstellen-Anlagen in jeder Größe für Firmen, Behörden etc. Es wurden auch Fernsprechapparate für die Reichspost hergestellt, wie beispielsweise die Serie „Frankfurt“ von 1928 oder die Serie „Maingau I“ von 1935. Das Unternehmen baute für die Reichspost, ab 1951 für die Bundespost [[Vermittlungsstelle#Elektromechanische Vermittlungsstellen|Vermittlungsstellen]] ([[Selbstwähleinrichtung|Selbstwahl]]-„Ämter“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Normalzeit&amp;#039;&amp;#039; steht für die Versorgung der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]] mit der [[Gesetz betreffend die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung|Normalzeit]] für die [[Bahnhofsuhr]]en. Der zentrale [[Hauptuhr|Normalzeitgeber]] stand damals ganz in der Nähe vom Werk&amp;amp;nbsp;II des Unternehmens an der Ackermannstraße in Frankfurt am Main. Es war der Vorläufer der heutigen [[Atomuhr]]en der [[Physikalisch-Technische Bundesanstalt|PTB]] in Braunschweig. TN&amp;amp;nbsp;hielt zahlreiche [[Patent]]e, u.&amp;amp;nbsp;a. auch für den 40 Jahre lang gebauten [[Wähler (Telekommunikation)|Fallwähler]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.telekom-historik.de/html/fallwahler.html Fallwähler im Museum]&amp;lt;/ref&amp;gt;, der durch ein Gewicht während der Wahl impulsweise nach unten fiel und nach Verbindungsende mit einem Motor wieder aufgezogen wurde. Bereits 1902 entwickelte Carl Lehner den Druckknopf-Linienwähler für die Reihenschaltung von Nebenstellen-Telefonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 nahm man die Fernsprechapparate-Herstellung mit der Fertigung des „Maingau III“ wieder auf. TN beteiligte sich im Gegensatz zu anderen Telefonbaufirmen in Westdeutschland nicht an der Herstellung des [[W48]], dem Standardfernsprecher der [[Deutsche Bundespost|Deutschen Bundespost]]. Ab 1952 entstanden die weit verbreiteten, erfolgreichen Nebenstellenapparate der Serie „Europa“ (Modell&amp;amp;nbsp;EI), für deren Design [[Walter Maria Kersting|Arno Kersting]] verantwortlich war. Die folgenden Jahre wurden überwiegend Nebenstellenapparate produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Überführung in die VEB RFT Anlagenbau zum 1. Januar 1950 bestand nach Kriegsende auch in der DDR die Fa. Telefonbau und Normalzeit, Lehner &amp;amp; Co. Ebenso gab es im Saarland bis 1962 aufgrund der vorherigen wirtschaftlichen Zugehörigkeit zu Frankreich die Besonderheit, dass dort die Firma noch den einst ursprünglichen Namen &amp;#039;&amp;#039;Priteg&amp;#039;&amp;#039; (Privat-Telefon-Gesellschaft m.b.H.) trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Telefonbau und Normalzeit“&amp;#039;&amp;#039; präsentierte nach dem [[Zweiter Weltkrieg|II. Weltkrieg]] eine große Produktpalette – von [[Frankiermaschine|Postfrankiermaschinen]] und [[Fernschreiber|Fernschreibvermittlungen]] über [[Alarmanlage|Gefahrenmeldeanlagen]], [[Lichtruf]]- und [[Personensuchanlage]]n, [[Datenerfassung]]s- und Übertragungsanlagen bis hin zu Anzeigetafeln in Sportarenen und verschiedene Arten von [[Verkaufsautomat]]en. Das Kerngeschäft aber blieb die Produktion von Telefonen bzw. Telefonanlagen und die Herstellung von Uhren bzw. von zentral gesteuerten [[Zeitdienst]]systemen mit [[Hauptuhr|Haupt-]] und [[Nebenuhr]]en z.&amp;amp;nbsp;B. für den öffentlichen Verkehr in den Großstädten und den Eisenbahnverkehr, Schulen und andere öffentliche Gebäude, Firmen, Hörfunk- und TV-Studios. Bis in die Gegenwart findet man an öffentlichen Stellen vereinzelt noch TN-Uhren, meist mit dem Telenorma-Logo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Telenorma ===&lt;br /&gt;
1981 erfolgte die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Telenorma [[Offene Handelsgesellschaft|oHG]],&amp;#039;&amp;#039; an der die Robert Bosch GmbH 75,5 % und die [[AEG]]-Telefunken&amp;amp;nbsp;AG 24,5 % der Unternehmensanteile erhielten. AEG-Telefunken war zuvor mit 24,5 % an der &amp;#039;&amp;#039;TN Lehner&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.&amp;#039;&amp;#039; beteiligt, diese Anteile gingen nun an die &amp;#039;&amp;#039;Telenorma Beteiligungsgesellschaft m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 hatte TN einem Umsatz von über 1½&amp;amp;nbsp;Milliarden DM; weltweit wurde der höchste Personalstand von etwa 18.000&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter erreicht. Die &amp;#039;&amp;#039;TN Lehner&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Telefonbau und Normalzeit GmbH&amp;#039;&amp;#039; firmierten nun mit dem Zusatz Telenorma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzeigetafeln im Börsensaal der Frankfurter Börse stammen von Telenorma; die auch heute noch verwendete Technologie der „[[Bistabiles Anzeigeelement|bistabilen Anzeigeelemente]]“ stammt aus dem Jahr 1988.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://m.facebook.com/boersefrankfurt/posts/10157563116849919/ |titel=Börse Frankfurt, Posting auf Facebook vom 13.09.2019 |hrsg=Facebook |datum=2019-09-13 |sprache=de |abruf=2022-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;nolines&amp;quot; caption=&amp;quot;Diverse Telenorma-Produkte&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grossmarkthalle Frankfurt Uhr 26082009.JPG|Uhr von TN in der [[Großmarkthalle (Frankfurt)|Großmarkthalle]] in [[Frankfurt am Main]] kurz nach der Demontage&lt;br /&gt;
Datei:Telenorma-uhr.jpg|Telenorma-Wanduhr im Terminal&amp;amp;nbsp;2 des Frankfurter Flughafens, im FAG-Design&lt;br /&gt;
Datei:TN Nebenuhr FR.jpg|Telenorma-Wanduhr in [[Freiburg im Breisgau]] am Bertoldsbrunnen Stadtmitte, Bild vom Mai&amp;amp;nbsp;2018&lt;br /&gt;
Datei:Fuld-modell-frankfurt.jpg|Fernsprechapparat der Modell-Linie [[Neues Frankfurt|„Frankfurt“]] von 1929&lt;br /&gt;
Datei:Telenorma-Walter Maria Kersting.jpg|Fernsprechapparat der Serie Europa „Modell&amp;amp;nbsp;E“ von 1952, entworfen von [[Walter Maria Kersting|Arno&amp;amp;nbsp;Kersting]]&lt;br /&gt;
Datei:Telenorma Modell 9110 - 286 Computer NEAT Chipset.jpg|Das Telenorma Modell 9110 war ein [[NCR Corporation|NCR]]-[[OEM]]-Computer mit Intel [[Intel 80286|286]]- oder [[Intel 80386|386]]-Prozessor und NEAT-Chipsatz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bosch Telenorma ===&lt;br /&gt;
1989 wurde die&amp;#039;&amp;#039; Telenorma TN Lehner&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Telenorma TN GmbH&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Telenorma GmbH&amp;#039;&amp;#039; in die &amp;#039;&amp;#039;Bosch Telecom GmbH&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert. Ab 1992 firmierten die &amp;#039;&amp;#039;Telenorma GmbH&amp;#039;&amp;#039; unter dem Namen „Bosch Telenorma“, und 1994 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Telenorma GmbH&amp;#039;&amp;#039; aufgelöst, danach zusammen mit der Firma &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Merk Telefonbau GmbH&amp;#039;&amp;#039; in die &amp;#039;&amp;#039;Bosch Telecom GmbH&amp;#039;&amp;#039; integriert. Die Gebäude an der Mainzer Landstraße 136–140 wurden abgerissen, Ruinenreste sah man bis ins Jahr 2009 an der Europa-Allee. Bis 2018 blieb das Gelände unbebaut. Danach sollen dort bis 2021 Wohnungen und Büros sowie ein Hotel, ein Supermarkt, eine Kindertagesstätte samt dazugehöriger Tiefgarage entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.fnp.de/frankfurt/gueterplatz-hier-entsteht-teures-kompliziertes-wohnquartier-10391372.html |titel=Güterplatz: Hier entsteht ein teures und kompliziertes Wohnquartier|werk=Frankfurter Neue Presse |datum=2018-05-30 |abruf=2022-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tenovis ===&lt;br /&gt;
Bereits 1999 verkaufte die Bosch Telecom GmbH den Geschäftsbereich „Öffentliche Netze“ an das britische Unternehmen [[Marconi Company]]. Im April 2000 wurden die Bereiche „Private Netze“ und „Endgeräte“ für 400&amp;amp;nbsp;Millionen US-Dollar an die [[Beteiligungsgesellschaft|Private-Equity-Gesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kohlberg Kravis Roberts &amp;amp; Co.]]&amp;#039;&amp;#039; (KKR) verkauft. Diese Bereiche beschäftigten damals 9000&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter und nach dem Verkauf wurde das Unternehmen „Tenovis“ gegründet. Der Bereich Sicherheitstechnik dagegen blieb als &amp;#039;&amp;#039;[[Bosch Sicherheitssysteme&amp;amp;nbsp;GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; bis heute im Bosch-Konzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tenovis erwirtschaftete 2002 mit 6000 Beschäftigten einen Umsatz von 950&amp;amp;nbsp;Millionen Euro, 2003 erzielte Tenovis mit 5500 Beschäftigten 890&amp;amp;nbsp;Millionen Euro Umsatz. Nach erheblichem Personalabbau und dem Verkauf der Produktionsstätten wurde &amp;#039;&amp;#039;Tenovis&amp;#039;&amp;#039; im November 2004 für 635&amp;amp;nbsp;Millionen US-Dollar von dem amerikanischen Telekommunikations-Unternehmen [[Avaya]] übernommen. &amp;#039;&amp;#039;Tenovis&amp;#039;&amp;#039; beschäftigte zu diesem Zeitpunkt europaweit 5400&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter. Insgesamt hatte &amp;#039;&amp;#039;Kohlberg Kravis Roberts &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; 40 % der Mitarbeiter abgebaut, verantwortlicher Manager in der Umstrukturierung war [[Péter Záboji]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;manager--207396&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-207396.html |titel=Peter Záboji: Aufbau abgeschlossen |autor= |werk=manager-magazin.de |datum=2002-07-30 |abruf=2018-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avaya ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleyerstrasse.jpg|mini|links|Ehemaliges Werk II von Telefonbau und Normalzeit, Kleyerstraße]] [[Datei:Avaya.jpg|mini|Ehemalige Deutschlandzentrale von Avaya, Kleyerstraße, leerstehend, kurz vor dem Abriss]]Das Unternehmen firmierte nach der Übernahme im deutschsprachigen Raum als &amp;#039;&amp;#039;Avaya-Tenovis&amp;#039;&amp;#039;, im April 2006 wurde die Firma in „Avaya“ geändert. Das Unternehmen wurde bei der Integration in den Avaya-Konzern erheblich umgestaltet, unter anderem durch Gründung von Tochterfirmen, in die Unternehmensbereiche wie Montage und Service überführt wurden, Ausgliederung von Unternehmensteilen und durch weiteren Personalabbau. Mitte 2006 hatte &amp;#039;&amp;#039;Avaya&amp;#039;&amp;#039; europaweit 4500&amp;amp;nbsp;Beschäftigte. Der &amp;#039;&amp;#039;Avaya&amp;#039;&amp;#039;-Sitz in Frankfurt am Main befand sich bis 2017 teilweise in den Gebäuden des ehemaligen Werks&amp;amp;nbsp;II von &amp;#039;&amp;#039;Telefonbau und Normalzeit&amp;#039;&amp;#039; an der Kleyerstraße, in dem sich nun ein [[Rechenzentrum]] befindet. Später wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Kleyerstraße ein moderner Bürokomplex für das Unternehmen errichtet. Dieses Ensemble wurde 2013 aufgegeben und der Sitz in die Theodor-Heuss-Allee 112 verlagert, wo die &amp;#039;&amp;#039;Avaya GmbH &amp;amp; Co.KG&amp;#039;&amp;#039; bis heute angesiedelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürokomplex an der Kleyerstraße und das angrenzende Werksgelände an der Rebstöcker Straße standen anschließend mehrere Jahre leer. 2019 erwarb der Projektentwickler [[Instone Real Estate]] das gut 5 Hektar große Gelände und begann im gleichen Jahr mit dem Abriss des Bestands.&amp;lt;ref&amp;gt;Anke Pipke und Volker Thies: [https://www.iz.de/projekte/news/-zwei-besitzerwechsel-in-drei-tagen-153562 &amp;#039;&amp;#039;Zwei Besitzerwechsel in drei Tagen&amp;#039;&amp;#039;], immobilien-zeitung.de, 17. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem wird dort zunächst unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Westville&amp;#039;&amp;#039; dann &amp;#039;&amp;#039;Franky&amp;#039;&amp;#039; ein Quartier mit rund 1340 Wohneinheiten und ergänzender Gewerbeinfrastruktur errichtet. Endinvestor ist die [[Bayerische Versorgungskammer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Thies: [https://www.iz.de/projekte/news/-instones-franky-waechst-2000017654 &amp;#039;&amp;#039;Instones Franky wächst&amp;#039;&amp;#039;], immobilien-zeitung.de, 6. Juli 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell (Stand 2022) wird der Name „Tenovis“ von der Tenovis Direct GmbH, Babenhausen, verwendet, an der die Avaya German HoldCo GmbH mit 25,2 % beteiligt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bundesanzeiger.de/ |titel=Avaya German HoldCo GmbH Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021 |datum=2002-05-20 |abruf=2022-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werbung ==&lt;br /&gt;
Dem Anspruch des Unternehmens entsprechend beschäftigte man seit den 1920er Jahren namhafte Gebrauchsgraphiker wie [[Max Bittrof]], [[Walter Dexel]] und [[Carlos Tips]]. Über 70 Jahre erschien etwa jährlich eine Hauszeitschrift mit Fachartikeln, die technische Grundlagen und bemerkenswerte Installationen behandelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen war das erste, das eine [[Produktplatzierung]] im [[ZDF|Zweiten Deutschen Fernsehen]] unternahm: Das [[ZDF Sportstudio]] startete mit der Erkennungsmelodie und dem dunklen Bildschirm; beim [[Tusch]] erschien immer eine Telenorma-Uhr mit dem [[Rhombus]][[Unternehmenslogo|logo]] und den Buchstaben T und N übereinander, später versetzt nebeneinander. Als diese indirekte Werbung auffiel, wurde das TN-Logo mit dem ZDF-Logo überklebt, wie es heute jeder Fernsehzuschauer kennt.&lt;br /&gt;
An manchen Bahnhöfen findet man auch heute noch Uhrenanlagen mit dem Rhombus-Logo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Telenorma|Tenovis}}&lt;br /&gt;
* [https://www.telenorma.tk/ telenorma.tk] Repariert in Deutschland, Schweiz und Österreich als Einziger noch alte Telefonanlagen von Telenorma: z.&amp;amp;nbsp;B. Integral 2, Connex-T&lt;br /&gt;
* [https://www.gvit.de/firmen Geschichtsverein Informationstechnik e.&amp;amp;nbsp;V. (GVIT)] – Enthält ein Archiv mit einer Fotosammlung von früheren Telenorma-Produkten und Standorten (natürlich auch TN, Bosch Telecom usw.)&lt;br /&gt;
* [https://www.avaya.com/de/ Avaya - Kommunikations- und Kollobarationslösungen]&lt;br /&gt;
* [https://www.direct.de/ Tenovis Direct - Vertrieb von Telefonen, Headsets, Videokonferenzsystemen und ähnlichem]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/045126|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Avaya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Telekommunikationsunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Telekommunikationsgeräte-Hersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:VoIP-Hardware]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt-Gallus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arisiertes Unternehmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Strelok</name></author>
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