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	<title>Tengwar und Certar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T11:13:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tengwar_und_Certar&amp;diff=2755314&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lómelinde: kl.</title>
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		<updated>2025-04-02T05:24:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schrift&lt;br /&gt;
| Schrift        = Tengwar&lt;br /&gt;
| Typ            = [[Alphabet]] oder [[Abugida]]&lt;br /&gt;
| eigenerPunkt   = [[Datei:Tengwar.svg|100px]]&lt;br /&gt;
| eigenerInhalt  = Tengwar in der Schrift Feanors geschrieben&lt;br /&gt;
| Erfinder       = [[J. R. R. Tolkien]]&lt;br /&gt;
| Jahr           = ab 1919 erstmals veröffentlicht 1930 (in Schriften Tolkiens)&lt;br /&gt;
| Sprachen       = (fiktive) [[Sprachen und Schriften in Tolkiens Welt|Sprachen Mittelerdes]] (Quenya, Sindarin, (Elbisch), Schwarze Sprache etc.)&lt;br /&gt;
| Zeitraum       = &amp;#039;&amp;#039;Zeitalter der Zwei Bäume&amp;#039;&amp;#039; bis &amp;#039;&amp;#039;Viertes Zeitalter&amp;#039;&amp;#039; Mittelerdes&lt;br /&gt;
| Regionen       = [[Tolkiens Welt|fiktive Welt Mittelerde]]&lt;br /&gt;
| Offiziell      = &lt;br /&gt;
| Familie        = Sarati&lt;br /&gt;
| Fam2           = Valmari&lt;br /&gt;
| Abgeleitet     = hatte Einfluss auf&amp;lt;br /&amp;gt;Cirth und Angerthas&lt;br /&gt;
| Verwandt       = &lt;br /&gt;
| Besonderheiten = fiktives Schriftsystem, verwendet im Mittelerdezyklus und dessen Verfilmungen&lt;br /&gt;
| Unicode        = &lt;br /&gt;
| ISO15924       = Teng&lt;br /&gt;
| Beispiel       = [[Datei:Sindarin Example.jpg|300px]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tengwar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Certar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(Cirth)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind vom englischen [[Philologie|Philologen]] und Autor [[J. R. R. Tolkien]] erfundene [[Schrift]]systeme.  Er hat sie sowohl zum Schreiben verschiedener [[Konstruierte Sprache|konstruierter Sprachen]] aus seiner [[Fiktives Universum|fiktiven Welt]] [[Tolkiens Welt|Mittelerde]] (beziehungsweise [[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Arda|Arda]]) als auch [[natürliche Sprache|natürlicher Sprachen]] wie [[Englische Sprache|Englisch]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolkiens fiktiver Mythologie nach entwickelten sich die beiden Schriftsysteme unabhängig voneinander. &amp;#039;&amp;#039;Certar&amp;#039;&amp;#039; ([[Quenya]], [[Singular|Sing.]] &amp;#039;&amp;#039;Certa&amp;#039;&amp;#039;) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Cirth&amp;#039;&amp;#039; ([[Sindarin]], Sing. &amp;#039;&amp;#039;Certh&amp;#039;&amp;#039;) werden beide mit „[[Runen]]“ übersetzt. Sie sind vom Prinzip und Aufbau her den nord- und westeuropäischen Runenschriften nachempfunden und bilden somit eine [[Alphabet]]schrift. Sie wurden von Tolkien z. B. im Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Der Hobbit]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet. &amp;#039;&amp;#039;Tengwar&amp;#039;&amp;#039; (Quenya, Sing. &amp;#039;&amp;#039;Tengwa&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;Tîw&amp;#039;&amp;#039; (Sindarin, Sing. &amp;#039;&amp;#039;Têw&amp;#039;&amp;#039;) bedeuten „Buchstaben“ und sind im Gegensatz zu den &amp;#039;&amp;#039;Certar&amp;#039;&amp;#039; eigene, von Tolkien entwickelte Zeichen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &amp;#039;&amp;#039;Der Herr der Ringe.&amp;#039;&amp;#039; 2001, Anhang E-II, S. 1186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie tauchen u. a. im &amp;#039;&amp;#039;[[Der Herr der Ringe|Herrn der Ringe]]&amp;#039;&amp;#039; im Ringspruch auf. Je nach Modus können die &amp;#039;&amp;#039;Tengwar&amp;#039;&amp;#039; entweder als reine Alphabetschrift oder – zusammen mit &amp;#039;&amp;#039;Tehtar&amp;#039;&amp;#039; (Quenya: „Zeichen“) genannten [[#Tehta|Vokalzeichen]] auftreten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Unico Anello.png|mini|hochkant|Tengwarinschrift auf dem Einen Ring]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Tolkien war bemüht, seine fiktive Welt möglichst authentisch und realistisch zu gestalten und nahm sich die Entwicklung der irdischen Welt zur Vorlage. Es erschien ihm daher unabdingbar, dass neben den Völkern und der Mythologie auch Sprachen und Schriften in Mittelerde nicht einfach aus dem Nichts, sondern ebenfalls durch historische Entwicklungen entstanden sein müssten. Deshalb erdachte er eine Reihe von Schriften für die Bewohner seiner Welt, die sowohl einen Ursprung besaßen als auch eine stetige Weiterentwicklung erfuhren. Aus dem ältesten Schriftsystem, den auf Valinor erfundenen &amp;#039;&amp;#039;Sarati&amp;#039;&amp;#039;, gingen so zunächst die Tengwar hervor, die später als Grundlage für die Certar dienten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RS&amp;quot;&amp;gt;Ross Smith: &amp;#039;&amp;#039;Inside Language.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;106–107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tengwar ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich sind alle im &amp;#039;&amp;#039;[[Tolkiens Welt#Das Dritte Zeitalter|Dritten Zeitalter]]&amp;#039;&amp;#039; verwendeten Schriftzeichen und Buchstaben von den Eldar ([[Elben (Mittelerde)|Elben]]) erfunden worden. Zur Zeit des &amp;#039;&amp;#039;Ringkrieges&amp;#039;&amp;#039; waren sie zu einem vollständig entwickelten Alphabet geworden. Es wurden jedoch weiterhin die älteren Schreibweisen benutzt, bei denen ausschließlich die [[Konsonant]]en durch volle Schriftzeichen dargestellt werden. Die Tengwar sind weiche Schriftzeichen, die mit dem Pinsel oder einer Feder geschrieben werden können. Selten wurden, beispielsweise für Inschriften, abgewandelte eckige Formen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tengwar sind die älteren Schriftzeichen, die von den Noldor, dem erfindungsreichsten Volk der Eldar, lange vor ihrer [[The History of Middle-earth#Band 4|Verbannung]] in [[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Valinor|Valinor]] entwickelt wurden. Die Vorgänger dieser Buchstaben sind die Sarati von Rúmil aus Tirion, die als &amp;#039;&amp;#039;Valinorische Schrift&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;Valmaric&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet werden. Diese fand niemals in Mittelerde Verwendung. Feanor, der älteste Sohn [[Figuren in Tolkiens Welt#Finwe|Finwes]] und Erfinder der [[Gegenstände in Tolkiens Welt#Schöpfungen Feanors|Silmaril]], hatte die später davon abgeleiteten &amp;#039;&amp;#039;Feanórischen Tengwar&amp;#039;&amp;#039; entwickelt, wobei er viele eigene neue Buchstaben hinzugefügt hat. Nach ihrer Verbannung aus Valinor brachten die Noldor diese Schrift mit nach Mittelerde, so dass sie später von den [[Figuren in Tolkiens Welt#Menschen|Edain]] und den Númenórern übernommen wurde. Sie war ebenso weit verbreitet wie die [[Sprachen und Schriften in Tolkiens Welt#Westron|Gemeinsame Sprache]] in Mittelerde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDR&amp;quot;&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &amp;#039;&amp;#039;Der Herr der Ringe.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;1241–1252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rúmils Sarati ===&lt;br /&gt;
Rúmils Alphabet hat teilweise ähnliche Schriftzeichen wie die später von Feanor entwickelten, jedoch stehen sie nicht immer für denselben Laut,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Parma Eldalamberon 13.&amp;#039;&amp;#039; S. 18–89 und &amp;#039;&amp;#039;Parma Eldalamberon 16.&amp;#039;&amp;#039; S. 20–51. (Beispiele für rúmlische und vorfeanórische Schriftzeichen).&amp;lt;/ref&amp;gt; da sie für das [[Quenya]] entwickelt wurden. Als die erste Schrift von Mittelerde werden sie Sarati Rúmils genannt. Rúmil wollte als Chronist die Geschehnisse jener Zeit festhalten, so soll er es gewesen sein, der die Ainulindale niederschrieb. Wann genau diese Schrift entstand, ist nicht bekannt, sicher ist nur, dass es zu einer Zeit war, als die Elben in der Stadt Tirion im Lande [[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Aman|Aman]] nahe dem als Valinor bezeichneten Wohnsitz der [[Figuren in Tolkiens Welt#Valar|Valar]] lebten. Die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Valinórischen Zeit&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;Zeitalter der Zwei Bäume&amp;#039;&amp;#039; gilt als Ursprung dieser Schriftzeichen. Rúmil war es, der als Erster passende Zeichen für die Aufzeichnung von Sprache und Gesang hervorbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. R. Tolkien: &amp;#039;&amp;#039;Das Silmarillion.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Noldor verwendeten diese in den späteren Zeitaltern nicht, sondern die weiterentwickelte und an das [[Sindarin]] angepasste Schrift Feanors. Die Schriftzeichen Rúmils wurden im Quenya immer als &amp;#039;&amp;#039;Sarati&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, was auf eine Sprachwurzel (SAR) zurückgeht, die kerben, ritzen bedeutet. Ein einzelnes Zeichen heißt &amp;#039;&amp;#039;Sarat&amp;#039;&amp;#039;. Tolkien selbst hat die Schrift manchmal als &amp;#039;&amp;#039;Die Tengwar des Rúmil&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, wobei das Wort Tengwar in Quenya Buchstaben bedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RS&amp;quot; /&amp;gt; Die ältesten Aufzeichnungen Tolkiens, die die Sarati Rúmils (es gibt mehr als ein Dutzend davon) wiedergeben, stammen aus dem Jahr 1919 und reichen bis in die Mitte der 20er Jahre. Danach hat er sich der Weiterentwicklung der Tengwar und Cirth gewidmet und es gibt nur noch vereinzelte kleine Textbeispiele, in denen er die Sarati benutzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut W. Pesch: &amp;#039;&amp;#039;Das große Elbisch-Buch.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;201–204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sarati wurden in den Inschriften ursprünglich von rechts beginnend geschrieben, wobei es vorkam, dass sie sich wie eine Schlangenlinie fortsetzten, also nicht am Zeilenende abgesetzt, sondern in der nächsten Zeile in umgekehrter Richtung weitergeführt wurden. Diese Art zu schreiben wird als [[Bustrophedon]] bezeichnet. In kursiver Form oder in Büchern wurden die Buchstaben hingegen von oben nach unten angeordnet. In der Buchform wurden die Buchstaben z.&amp;amp;nbsp;T. an eine Linie angelegt, wobei die Konsonanten rechts oder unterhalb und die Vokale links oder oberhalb davon standen. Die Konsonanten galten als vollwertige Schriftzeichen, während die Vokale als [[Diakritisches Zeichen|diakritische Zeichen]] angefügt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Parma Eldalamberon 13.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;66 (Schriftbeispiel).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Weiterentwicklung oder Zwischenstufe zu den Tengwar wird die Valmarische oder Valinórische Schrift angesehen. Hier gibt es eine Vielzahl von Zeichen für Buchstabenkombinationen. Diese Schrift wurde bereits durchgängig von links nach rechts geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Parma Eldalamberon 14. Early Quenya &amp;amp; Valmaric.&amp;#039;&amp;#039; Ab S.&amp;amp;nbsp;98. (Valmaric).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feanors Tengwar ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tengwar-Modi, Feanórisches Alphabet.svg|mini|Die von Feanor weiterentwickelten Tengwarreihen des &amp;#039;&amp;#039;Dritten Zeitalters&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Mit der Verbannung der Noldor aus Valinor kam die Schrift der so genannten [[Figuren in Tolkiens Welt#Calaquendi|Lichtelben]] nach Mittelerde. Diese erweiterte und veränderte Form der Schriftzeichen wurde als das &amp;#039;&amp;#039;Feanórische Alphabet&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, obwohl die Anordnung der Buchstaben nach dem Prinzip der ähnlichen Schreibung der Konsonanten erfolgte. Dieses System besteht aus 24&amp;amp;nbsp;Primärbuchstaben, die in vier Spalten (&amp;#039;&amp;#039;témar&amp;#039;&amp;#039;) und sechs Zeilen (&amp;#039;&amp;#039;tyeller&amp;#039;&amp;#039;) angeordnet sind. Zusätzlich gibt es noch 12 weitere Buchstaben, von denen nur zwei (l = &amp;#039;&amp;#039;lambe&amp;#039;&amp;#039; und s = &amp;#039;&amp;#039;silme&amp;#039;&amp;#039;) als selbständige Konsonantenzeichen gelten, während die übrigen Modifikationen bestehender Zeichen darstellen. Daneben existieren so genannte &amp;#039;&amp;#039;tehtar&amp;#039;&amp;#039; (Zusatzzeichen), die nicht in der Tabelle erscheinen. Ein Primärbuchstabe wird aus einem &amp;#039;&amp;#039;telco&amp;#039;&amp;#039; (Stamm) und einem &amp;#039;&amp;#039;lúva&amp;#039;&amp;#039; (Bogen) gebildet. Dabei gelten die ersten vier Zeilen der Tabelle als die normale Form. Der &amp;#039;&amp;#039;telco&amp;#039;&amp;#039; konnte verlängert oder, wie in Zeile 5/6, verkürzt werden. Der Bogen wurde entweder offen oder durch einen waagerechten Strich (&amp;#039;&amp;#039;hwarma&amp;#039;&amp;#039;) geschlossen ausgeführt oder konnte verdoppelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Spalte wird als die Reihe der [[Dental]]laute angesehen und entsprechend ihrem ersten Buchstaben &amp;#039;&amp;#039;tincotéma&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die zweite steht für die [[Labial]]e und heißt &amp;#039;&amp;#039;parmatéma&amp;#039;&amp;#039;. Bei den Spalten drei und vier, &amp;#039;&amp;#039;calmatéma&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;quessetéma,&amp;#039;&amp;#039; ist die Zuordnung abhängig von der genutzten Sprache. Für das Quenya gibt es eine zusätzliche Spalte mit [[Palatal]]lauten, die eine abgewandelte Form der &amp;#039;&amp;#039;tincotéma&amp;#039;&amp;#039; darstellt und zusätzlich zwei Punkte über oder unter dem Schriftzeichen aufweist, die einen j-Laut (y) anfügte. Diese wurde &amp;#039;&amp;#039;tyelpetéma&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeilen folgen einem anderen Schema, so besteht die erste aus [[Stimmlosigkeit|stimmlosen]] Verschlusslauten, die zweite mit doppeltem Bogen deutet auf eine [[Stimmhaftigkeit]] hin. Ein nach oben verlängerter Stamm gibt einen [[Frikativ|Reiblaut]] an. Die fünfte Zeile ist für gewöhnlich den [[Nasal (Phonetik)|Nasalen]] vorbehalten, während die sechste Zeile den schwächsten Laut oder einen [[Halbvokal]] enthält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDR&amp;quot; /&amp;gt; Es handelt sich also um eine [[Lautschrift]]. Der Gebrauch war jedoch, je nach Sprache (Quenya, Sindarin, Westron…), manchmal abweichend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vokale werden häufig durch &amp;#039;&amp;#039;tehtar&amp;#039;&amp;#039; dargestellt. Diese Zeichen befinden sich für gewöhnlich oberhalb des Konsonantenzeichens. Im Sindarin wird das &amp;#039;&amp;#039;tehta&amp;#039;&amp;#039; auf den folgenden Konsonanten gesetzt, gibt es keinen, so wird ein kurzer Träger benutzt. Das ‘a’ wird durch drei Punkte dargestellt, die ein Dach bilden, ähnlich einem französischen [[Zirkumflex]]. Das ‘i’ besteht aus einem einfachen Punkt, ‘e’ gleicht einem [[Akut]], ‘o’ und ‘u’ haben einen nach rechts oder links weisenden Bogen.&lt;br /&gt;
{{Anker|Tehta}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;40&amp;quot; caption=&amp;quot;Tehtar für die Vokale&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tehta amatixe3.GIF|a&lt;br /&gt;
Tehta tecco.gif|e&lt;br /&gt;
Tehta amatixe1.gif|i&lt;br /&gt;
Tehta rempe.GIF|o&lt;br /&gt;
Tehta rempenuquerna.GIF|u&lt;br /&gt;
Tehta amatixe2.GIF|y&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren unterschiedliche Schreibweisen, die sich aus dem Feanórischen Alphabet entwickelt haben. Die Schreibung von [[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Beleriand|Beleriand]] hatte beispielsweise neben den tehtar eigenständige Vokalzeichen, ebenso wie die Schreibweise der Menschen von Númenor, bei denen jedoch ein durch tehta angezeigter Vokal dem Konsonanten folgte. Die Menschen in Gondor nutzten diese nur teilweise, bei aufeinander folgenden oder angehängten Vokalen, da bei ihnen das tehta auf dem Folgekonsonanten lag, der Vokal also vor dem Konsonanten gesprochen wurde. Ein identisch aussehendes Zeichen mit tehta wird je nach Sprachgebrauch also unterschiedlich ausgesprochen. Zusätzlich gibt es noch Zeichen für eine Lautverdopplung, die durch ein [[tilde]]nartiges Zeichen, in Abhängigkeit von der Ausrichtung des telco (Stammes), ober- oder unterhalb des Konsonantenbogens angezeigt werden oder die Längung von Vokalen anzeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut W. Pesch: &amp;#039;&amp;#039;Das große Elbisch-Buch.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;205–237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedem Tengwa ist ein eigener Name, ein Wort in der Sprache [[Quenya]] zugeordnet, in dem dieses Zeichen vorkommt oder mit dem dieses Wort beginnt. Diese Bezeichnungen habe folgende Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Krege: &amp;#039;&amp;#039;Elbisches Wörterbuch Quenya und Sindarin.&amp;#039;&amp;#039; S. 39–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! tincotéma !! parmatéma !! calmatéma !! quessetéma&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;inco (t) = Metall || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;arma (p) = Buch || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alma (c, k, ch) = Lampe || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;qu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;esse (kw, qu, selten k) = Feder&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;o (nd im Quenya, sonst d) = Tor || u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ar (mb im Quenya, sonst b) = Schicksal || a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ng&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a (ng im Quenya, sonst g, selten j) = Eisen || u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ngw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e (ngw, gw, selten g) = Spinne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;th&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;úle, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;úle (s, th)&amp;lt;ref&amp;gt;im Quenya stimmloses ‘s’, im Sindarin stimmloses englisches ‘th’&amp;lt;/ref&amp;gt; = Seele, Wind, Atem || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ormen (f, ph) = Norden || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;arma (ch, h) = Schatz, Besitz&amp;lt;ref&amp;gt;später a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a (h) = Zorn wenn ‘h’ im Anlaut steht&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;esta (hw, chw) = Brise, Windhauch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;o (nt im Quenya, sonst oft dh)&amp;lt;ref&amp;gt;stimmhaftes englisches ‘th’&amp;lt;/ref&amp;gt; = Mund || a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a (mp im Quenya, sonst oft v)&amp;lt;ref&amp;gt;deutsches ‘w’&amp;lt;/ref&amp;gt; = Haken || a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nc&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a (nk) = Kiefer, Gebiss || u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nqu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e (nkw, nqu) = Vertiefung, Mulde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;úmen (n, selten nn) = Westen || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alta (m) = Gold || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ng&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oldo, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oldo (ng, n&amp;lt;ref&amp;gt;im Anlaut&amp;lt;/ref&amp;gt;) = ein Noldorelb || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ngw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alme, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alme (ngw, nw) = Folter, Qual&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ó&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;r&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e (r&amp;lt;ref&amp;gt;schwach, nicht gerollt&amp;lt;/ref&amp;gt;, selten n) = Herz, Gemüt || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ala (v, w&amp;lt;ref&amp;gt;halbvokalisch englisches w&amp;lt;/ref&amp;gt;, selten m) = Gott || a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a (nn im Quenya, sonst selten j oder o) = Gabe, Geschenk || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ilya (v, w) = Luft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| Zusätzliche Zeichen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;r&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ómen (r&amp;lt;ref&amp;gt;Zungen-r&amp;lt;/ref&amp;gt;) = Osten || a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a (rd, rh) = Reich, Erde, Welt || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ambe (l) = Zunge, Sprache || a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a (ld, lh) = Baum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ilme (s) = Sternenlicht, Silberschein || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ilme nuquerna (s)&amp;lt;ref name=&amp;quot;sn&amp;quot;&amp;gt;für die Benutzung der diakritischen Zeichen gedrehte Schreibung&amp;lt;/ref&amp;gt; = umgekehrtes Silberlicht || áre, á&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;z&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e (z, ts?, später ss)&amp;lt;ref&amp;gt;später e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e (ss) = Name, Bezeichnung&amp;lt;/ref&amp;gt; = Sonnenlicht, Goldschein || áre, á&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;z&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e (e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e)&amp;lt;ref name=&amp;quot;sn&amp;quot; /&amp;gt; nuquerna = umgekehrtes Goldlicht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;armen (ch, h)&amp;lt;ref&amp;gt;wie in ‘ich’ gesprochen&amp;lt;/ref&amp;gt; = Süden || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hw&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;esta sindarinwa (w, hw)&amp;lt;ref&amp;gt;stimmloses ‘w’, Variante des hwesta, angepasst an das Sindarin&amp;lt;/ref&amp;gt; = sindarin hwesta || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;y&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;anta (y&amp;lt;ref&amp;gt;halbvokalisches ‘y’ (i)&amp;lt;/ref&amp;gt;, i, j, selten e) = Brücke || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ú&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;re (w&amp;lt;ref&amp;gt;halbvokalisches w&amp;lt;/ref&amp;gt;, selten u) = Hitze, Glut&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Certar ==&lt;br /&gt;
Die Certar oder Certhas (Runenreihen) sind erfunden worden, um Inschriften oder Laute des Sindarin einzuritzen oder zu kerben. Daher ihr Name, der sich vom Verb certa- ableitet, was kerben oder schneiden bedeutet. Die später unter der Bezeichnung Cirth bekannten Runen waren von den Sindarelben in Beleriand erfunden worden. Ihre Verwendung beschränkte sich zunächst darauf, Namen und kurze Aufzeichnungen in Holz, Metall oder Stein zu kerben. Daher weisen sie gerade oder rechtwinklige Formen auf, die den Runenzeichen des [[Futhark]] sehr ähnlich sind. Sie unterscheiden sich nur geringfügig von diesen, so ist beispielsweise ihre Buchstabenzuordnung durch Tolkien verändert und erweitert worden. In ihrer ältesten Form breiteten sich die Cirth bereits im &amp;#039;&amp;#039;Zweiten Zeitalter&amp;#039;&amp;#039; weit nach Osten aus. Viele Völker Mittelerdes kannten sie, sowohl Menschen, als auch Zwerge oder Orks. Die Menschen aus Thal und das Volk der Rohirrim behielten eine recht einfache Form dieser Zeichen bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cirth&amp;quot;&amp;gt;Helmut W. Pesch: &amp;#039;&amp;#039;Das große Elbisch-Buch.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;213–216 und 242–251.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Runenschrift im Hobbit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Emblema Gandalf.svg|mini|75px|G-Rune Gandalfs]]&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;quot;Der Hobbit&amp;quot; verwendete Tolkien ein Schriftsystem, das leicht abgewandelt auf den Runen des [[Futhark#Das angelsächsische Futhorc|Futhorc]] basiert. Diese Schrift ist in der englischen Ausgabe auf der Karte des Erebor abgebildet. Da sie nur in einer dafür vorherbestimmten Nacht bei Mondschein sichtbar werden, werden die Runen manchmal auch als &amp;#039;&amp;#039;Mondrunen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet: Der Geschichte zufolge erscheinen die zusätzlichen [[Geheimrunen]] auf der Karte erst im Licht eines Mondes, der mit der Mondphase jener Nacht übereinstimmt, an der der Zwergenkönig sie einst niederschrieb. Von diesen Zwergenrunen unterscheiden sich die Angertas deutlich. Obwohl sie ebenfalls in Form und Aussehen den germanischen Runen ähneln, stellen sie dennoch ein unabhängiges Schriftsystem dar, das Tolkien eigens für die Mittelerde-Mythologie und die Bedürfnisse einiger von ihm erschaffenen Sprachen entwarf.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;153–156.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cirth ===&lt;br /&gt;
Die Cirth besitzen ähnlich wie die Tengwar einen Stamm, haben anstelle des Bogens jedoch einen eher einfachen Zweig, der meistens rechts angeordnet ist. Hierbei steht ein einzelner Zweig für einen stimmlosen Konsonanten, eine Verdopplung lässt ihn stimmhaft werden. Die Anordnung auf der linken Seite steht für einen Reiblaut ([[Frikativ]]) oder einen Hauchlaut (Spirant). Besitzt das Zeichen identische Zweige in beide Richtungen, so handelt es sich um einen Nasal. Dieses Runenalphabet ist wahrscheinlich, so nimmt Rudolf Simek an, erst nach der Fertigstellung des Hobbit von Tolkien entwickelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Beleriand veränderten sich diese jedoch vor dem Ende des &amp;#039;&amp;#039;Ersten Zeitalters&amp;#039;&amp;#039; durch die dort gleichzeitig genutzten Tengwar der Noldor, so dass sie sich weiterentwickelten. Dieses erweiterte Alphabet wurde Angerthas Daeron (Langrunenreihe von Daeron) genannt, weil dieser sie gestaltet und erweitert hatte. Daeron war ein Sänger und Schriftkundiger des Königs Thingol aus [[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Doriath|Doriath]]. Die Elben bevorzugten jedoch die feanórischen Buchstaben für ihre Aufzeichnungen. In den westlichen Gebieten wurden die Angerthas Daeron teilweise ganz aufgegeben. In [[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Eregion|Eregion]] blieb dieses Alphabet hingegen gebräuchlich, wurde weiterentwickelt und gelangte so zu den Zwergen nach [[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Moria|Moria]]. Diese behielten es, und mit ihnen gelangte es weit hinauf in den Norden bis nach Thal oder zum Erebor. In späterer Zeit nannte man sie daher Angerthas Moria, die Langrunen-Reihen von Moria oder einfach Zwergenrunen. Für ihre eigene Sprache, das [[Sprachen und Schriften in Tolkiens Welt#Khuzdul (Zwergisch)|Khuzdul]], entwickelten sie diese Schriftzeichen entsprechend weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[…] zwar sehen die Zeichen aus wie Runen, manche von ihnen sind auch mit wirklichen Runen identisch, aber etliche Zeichen haben nur ein «pseudo-runisches» Aussehen und in Wirklichkeit nichts mit richtigen Runen zu tun. Hier hat Tolkien eigentlich ein neues Zeichensystem geschaffen, das mit der Kenntnis der altenglischen Runen allein nicht mehr zu entziffern ist.&lt;br /&gt;
 |Autor=Rudolf Simek&lt;br /&gt;
 |Quelle=Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;154.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot; caption=&amp;quot;Runen – Cirth – Angerthas&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hobbit runes.png|Runen des Hobbit&lt;br /&gt;
Angerthas mit Buchstaben.png|Das vollständige Angerthas&lt;br /&gt;
Balin.jpg|Balins Grabplatte in Moria&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Angerthas – Langrunenreihen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cirth final version.svg|mini|Zusammenfassende Darstellung der Cirth in allen drei Zeitaltern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Angerthas Daeron&lt;br /&gt;
Die Angerthas Daeron sind in mehrere Reihen oder Spalten unterteilt, die Trennung ist in der Abbildung (&amp;#039;&amp;#039;das vollständige Angerthas&amp;#039;&amp;#039;) durch zwei nebeneinander liegende Punkte gekennzeichnet. Diese Runen Daerons entsprechen den ursprünglichen Schriftzeichen, die in Eregion von den Elben verwendet wurden. Da sie sich jedoch leicht auf andere Sprachen ableiten ließen, verbreiteten sie sich schnell bei den Menschen, besonders im Westron oder bei den Hobbits, die sie für ihre Stammbäume nutzten. Die G-Rune, die von Gandalf als Erkennungszeichen benutzt wurde, entstammt diesem Alphabet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cirth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Angerthas Moria&lt;br /&gt;
Die Runen von Moria stehen sowohl auf Balins Grabplatte, als auch im [[The History of Middle-earth#Late Writings|Buch von Mazarbul]] im Innern der Zwergengrotte. Hier finden sich ebenso Aufzeichnungen in der leicht abgewandelten Form der Schreibweise vom Erebor. Diese hatten zusätzliche Zeichen für [[Diphthong]]e und neu hinzugefügte Konsonantenkombinationen ‘ps’ und ‘ts’.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cirth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Krege: &amp;#039;&amp;#039;Elbisches Wörterbuch Quenya und Sindarin.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-608-93185-3.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &amp;#039;&amp;#039;[[Parma Eldalamberon]] 14. Early Quenya &amp;amp; Valmaric.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Christopher Gilson. Tolkien Trust, Cupertino (Kalifornien) 2003, {{OCLC|741958447}}.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &amp;#039;&amp;#039;Parma Eldalamberon 13. The Alphabet of Rúmil &amp;amp; Early Noldorin Fragments.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Christopher Gilson. Tolkien Trust, Cupertino (Kalifornien) 2005, {{OCLC|430496689}}.&lt;br /&gt;
* Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Mittelerde – Tolkien und die germanische Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C.H.Beck, München 2005, ISBN 3-406-52837-6.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &amp;#039;&amp;#039;Parma Eldalamberon 16. Early Elvish Poetry and Pre-Fëanorian Alphabets.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Christopher Gilson. Tolkien Trust, Cupertino (Kalifornien) 2006, {{OCLC|182748022}}.&lt;br /&gt;
* J. R. R. Tolkien: &amp;#039;&amp;#039;Der Herr der Ringe.&amp;#039;&amp;#039; (Anhang E). Klett-Cotta, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-608-93830-2.&lt;br /&gt;
* Ross Smith: &amp;#039;&amp;#039;Inside Language. Linguistic and Aesthetic Theorie in Tolkien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Cormarë Series.&amp;#039;&amp;#039; 12.) Walking Tree Publishers, Zollikofen 2007, ISBN 978-3-905703-06-1.&lt;br /&gt;
* [[Helmut W. Pesch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das große Elbisch-Buch – Grammatik, Schrift und Wörterbuch der Elben-Sprache J.R.R. Tolkiens mit Anhängen zu den Sprachen der Zwerge und Orks.&amp;#039;&amp;#039; Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 2009, ISBN 978-3-404-28524-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Tengwar}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Gernot Katzer&lt;br /&gt;
   |url=http://gernot-katzers-spice-pages.com/tolkien/tengwar.html&lt;br /&gt;
   |titel=Tengwar und ihre Verwendung&lt;br /&gt;
   |abruf=2012-09-27&lt;br /&gt;
   |kommentar=Seite über einige Verwendungsweisen der Tengwar für fiktive Sprachen J. R. R. Tolkiens}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=http://www.forodrim.org/daeron/mdtci.html&lt;br /&gt;
   |titel=The Mellonath Daeron Index of Tengwa Specimina (DTS)&lt;br /&gt;
   |hrsg=Mellonath Daeron&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2012-09-27&lt;br /&gt;
   |kommentar=laufend erweitertes Verzeichnis sämtlicher bekannter Tengwartexte von J. R. R. Tolkien}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Måns Björkman&lt;br /&gt;
   |url=http://at.mansbjorkman.net/&lt;br /&gt;
   |titel=Amanye Tenceli&lt;br /&gt;
   |titelerg=The Writing Systems of Aman&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2012-09-27&lt;br /&gt;
   |kommentar=ausführliche Seite zu den verschiedenen Schriften von J. R. R. Tolkien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tolkiens Welt|Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konstruierte Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Runenschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alphabet]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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