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	<title>Tempelprostitution - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T03:06:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tempelprostitution&amp;diff=24691&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger: Änderungen von ~2026-23506-78 (Diskussion) auf die letzte Version von Der gut zu tanzen weiß zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-16T18:54:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-23506-78&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-23506-78&quot;&gt;~2026-23506-78&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-23506-78&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-23506-78 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Der_gut_zu_tanzen_wei%C3%9F&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Der gut zu tanzen weiß (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Der gut zu tanzen weiß&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Khajuraho, Lakshmana-Tempel, Plattform 1 (1999).jpg|miniatur|Erotisch-sexuelle Szene am [[Lakshmana-Tempel]] im [[Tempelbezirk von Khajuraho]] – Die männliche Figur rechts des Elefanten ist durch eine über die Schulter hängende Schnur als [[Brahmane]] gekennzeichnet; als Beweis für die oftmals angenommene Tempelprostitution in Indien kann sie jedoch nicht dienen.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempelprostitution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kultische Prostitution&amp;#039;&amp;#039; ist eine im [[Altertum]] vor allem in [[Indien]] (→[[Devadasis]]), [[Altes Ägypten|Ägypten]], [[Babylonien]] ([[Ištar]]-Kult), [[Lydien]], [[Numidien]] und auf [[Zypern]] vermutete Form des kultischen [[Geschlechtsverkehr]]s von Priesterinnen oder Tempeldienerinnen, meist einer Gottheit der sexuellen Liebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Existenz dieser Institution von der Wissenschaft lange Zeit als gegeben angenommen wurde, wird sie im 21. Jahrhundert in Frage gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Belege ==&lt;br /&gt;
Die Bibel berichtet mehrfach von Tempelprostitution in antiken Kulten. Die [[Bücher der Könige|Königsbücher]] berichten mehrfach davon, dass diese Praxis in anderen Kulten üblich war, so zum Beispiel in 1 Kön {{BB|1Kön|14|24}} oder 2 Kön {{BB|2Kön|23|7}}. Dem Volk Israel wird diese Tradition nach {{B|Dtn|23|18}} explizit verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Tempel&amp;#039;&amp;#039;prostitution&amp;#039;&amp;#039; ist des Weiteren [[expressis verbis]] nur in [[Griechische Sprache|griechischen]] Texten die Rede. [[Herodot]] (&amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; 1, 199) berichtet, dass eine [[Babylon]]ierin der Perserzeit sich einmal im Leben zu Ehren der [[Mylitta]] einem Fremden gegen Geld hingeben müsse. Nach [[Strabon]], [[Athenaios]] und [[Pindar]] gab es in Griechenland Prostitution von [[Sklaverei|Tempelsklavinnen]] im Tempel der [[Aphrodite]] in [[Korinth (antike Stadt)|Korinth]]. Strabon, [[Ovid]] und [[Diodor]] beschreiben [[Hierodulen]] im Kult der Aphrodite von [[Erice|Eryx]] auf [[Sizilien]], der Ausstrahlung bis nach Rom gehabt haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
Von der [[Religionswissenschaft]] wurde die Existenz der Tempelprostitution vorausgesetzt und das Augenmerk vor allem auf ihre Deutung gelegt. So schreibt [[Alfred Bertholet]] in seinem &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Religionen&amp;#039;&amp;#039;, die hl. Prostitution sei namentlich in semitischen und kleinasiatischen Kulturen „üblich“ gewesen, und erklärt sie danach als „Ausdruck opfernder Selbsthingabe an die Gottheit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Bertholet: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Religionen&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, neubearb., erg. u. hrsg. von Kurt Goldammer, Kröner Verlag, Stuttgart 1976, S. 472&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Kurt Goldammer]] behauptet in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Formenwelt des Religiösen&amp;#039;&amp;#039;: „Die Tempel vieler orientalischer Kulte waren im Rahmen regulärer sakraler Prostitution mit Gottesdienerinnen verschiedenen Ranges gefüllt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Goldammer: &amp;#039;&amp;#039;Die Formenwelt des Religiösen&amp;#039;&amp;#039;, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1960, S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies sei eine vermittelnde Funktion der priesterlichen Frau gewesen. Noch 2019 ging der katholische Regensburger Bischof [[Rudolf Voderholzer]] hinsichtlich der Diskussion um eine [[Frauenordination (Christentum)|Frauenordination]] von der traditionellen Deutung aus. In der Antike sei das weibliche Priestertum durchaus bekannt gewesen: „Ihr Dienst war oft verbunden mit der Tempelprostitution als Darstellung der Fruchtbarkeit der Erde.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ramasuri.de/245219/nachrichten/nachrichten-regensburg/bischof-jesus-hat-bewusst-nur-maenner-als-apostel-berufen/ |titel=Bischof: “Jesus hat bewusst nur Männer als Apostel berufen” - Oberpfalz Nachrichten |datum=2019-06-24 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190624050943/https://www.ramasuri.de/245219/nachrichten/nachrichten-regensburg/bischof-jesus-hat-bewusst-nur-maenner-als-apostel-berufen/ |abruf=2023-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Renate Jost]] meint dagegen, dass solche Texte „in polemischem oder erzählerisch-unterhaltendem Interesse auch an der Exotik anderer Völker geschrieben wurden“ und dass deshalb „nur bedingt davon die Rede sein kann, dass Tempelprostitution hier als Phänomen historisch verbürgt sei“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/21670/ |titel=Hure / Hurerei (AT) |datum=2007-11-01 |sprache=de |abruf=2023-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer jüngeren Untersuchung sei die Existenz der Tempelprostitution im Altertum durch zahlreiche Zirkelschlüsse etabliert worden, in denen die jeweils als gesichert geltende Annahme einer Tempelprostitution in anderen Gebieten die lokale Existenz dieser Einrichtung absicherte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tanja S. Scheer, unter Mitarbeit von Martin Lindner |Titel=Tempelprostitution im Altertum |Verlag=Verlag Antike |Ort=Berlin |Datum=2009 |ISBN=978-3-938032-26-8 |Online=https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-13180 |Abruf=2023-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur in Indien lässt sich eine Art von Tempelprostitution nachweisen, die allerdings nicht mit wechselnden Partnern stattfand, sondern mit jeweils einem Partner über längere Zeit, und die damit eher ein [[Mätresse]]ntum darstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Renate Syed: &amp;#039;&amp;#039;Devadasis, Dienerinnen der Götter. „Tempelprostitution“ in Indien.&amp;#039;&amp;#039; In: Tanja S. Scheer unter Mitarbeit von Martin Lindner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tempelprostitution im Altertum. Fakten und Fiktionen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009, S. 377–401, hier: S. 399.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Rollinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Herodots babylonischer Logos. Eine kritische Untersuchung der Glaubwürdigkeitsdiskussion an Hand ausgewählter Beispiele. Historische Parallelüberlieferung – Argumentation – Archäologischer Befund – Konsequenzen für eine Geschichte Babylons in persischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Instituts für Sprachwissenschaften der Universität Innsbruck, Innsbruck 1993, ISBN 3-85124-165-7.&lt;br /&gt;
* [[Simon R. F. Price]]: &amp;#039;&amp;#039;Prostitution, sacred&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Simon Hornblower]], Antony Spawforth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[The Oxford Classical Dictionary]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Oxford University Press, Oxford 1996, ISBN 0-19-866172-X, S. 1263–1264.&lt;br /&gt;
* Julia Assante: &amp;#039;&amp;#039;The kar.kid/„harimtu“. Prostitute or Single Woman? A Critical Review of the Evidence.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ugarit-Forschungen&amp;#039;&amp;#039; 30 (1998), S. 5–96.&lt;br /&gt;
* Julia Assante: &amp;#039;&amp;#039;From Whores to Hierodules. The Historiographic Invention of Mesopotamian Female Sex Professionals.&amp;#039;&amp;#039; In: Alice A. Donohue and Mark D.Fullerton (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ancient Art and Its Historiography.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 2003, ISBN 0-521-81567-3, S. 13–47.&lt;br /&gt;
* Julia Assante: &amp;#039;&amp;#039;The Lead Inlays of Tukulti-Ninurta I. Pornography as Imperial Strategy.&amp;#039;&amp;#039; In: Jack Cheng and Marian H. Feldman, Brill (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Ancient Near Eastern Art in Context, Studies in Honor of Irene J. Winter.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden u.&amp;amp;nbsp;a. 2007, S. 369–407 ([http://catdir.loc.gov/catdir/toc/ecip0713/2007010469.html Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* Stephanie Lynn Budin: &amp;#039;&amp;#039;The Myth of Sacred Prostitution in Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2008, ISBN 978-0-521-88090-9 ([http://scans.hebis.de/HEBCGI/show.pl?19862353_toc.pdf Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* [[Tanja Scheer]], Martin Lindner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tempelprostitution im Altertum. Fakten und Fiktionen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Oikumene. Studien zur antiken Weltgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;6). Verlag Antike, Berlin 2009, ISBN 978-3-938032-26-8.&lt;br /&gt;
* Christine Stark: &amp;#039;&amp;#039;„Kultprostitution“ im Alten Testament. Die Qedeschen der Hebräischen Bibel und das Motiv der Hurerei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis biblicus et orientalis&amp;#039;&amp;#039;, Band 221). Academic Press/Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Fribourg und Göttingen 2006.&lt;br /&gt;
* Rebecca Anne Strong: &amp;#039;&amp;#039;The Most Shameful Practice. Temple Prostitution in the Ancient Greek World.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, University of California 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.joerg-sieger.de/einleit/allgem/02gesch/all17.htm Geschichte und kultische Prostitution in Israel und Palästina]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,684975,00.html &amp;#039;&amp;#039;Rätsel der heiligen Huren&amp;#039;&amp;#039;], Spiegel-Artikel (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Prostitution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Altertum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualität und Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
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