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	<title>Tempel des Portunus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-26T04:00:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Temple of Portunus.jpg|mini|Tempel des Portunus auf dem [[Forum Boarium]]]]&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel des Portunus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|aedes Portuni}}) war ein wahrscheinlich dem Hafengott [[Portunus]] geweihter [[Tempel]] in [[Rom]]. Er ist auch bekannt unter der seit der [[Renaissance]] fälschlicherweise verwendeten Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tempel der Fortuna Virilis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Er steht auf dem ehemaligen [[Forum Boarium]] unmittelbar neben einer Brücke, dem [[Pons Aemilius]], und dem ehemaligen Stadthafen von Rom, dem [[Portus Tiberinus]], dem er zugewandt war. Hier wurden die aus dem Seehafen [[Ostia Antica]] herbeigeschifften Waren entladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rome.Temple of Portunus.backside.JPG|mini|Ansicht der Rückseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Temple de Portunus plan.svg|mini|Grundriss des Tempels]]&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ein rund 11 × 32 Meter großer Vorgängerbau, dessen Fundamentreste Anfang des 20. Jahrhunderts bei Ausgrabungen entdeckt wurden, stammte bereits aus der Wende vom 4. zum 3. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. Der heute bestehende Tempel wurde bald nach 100 v.&amp;amp;nbsp;Chr. errichtet. Eine erste Restaurierung fand im 1. Jahrhundert n. Chr. statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempel entging der Zerstörung, da er 872 in eine christliche Kirche umgewidmet worden war. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche unter Papst [[Pius V.]] der [[Armenisch-katholische Kirche|armenisch-katholischen Kirche]] übergeben und der heiligen [[Maria von Ägypten]] geweiht, der Schutzpatronin der Büßerinnen und bereuenden Sünderinnen. Im Jahr 1718 wurden Teile des Tempels durch Umbauarbeiten unter [[Clemens XI.]] zerstört, die Travertinverkleidung des Podiums wurde entfernt, um in der Kirche [[Santa Maria in Cosmedin]] Wiederverwendung zu finden. Die Kirche wurde 1916 aufgegeben, um den antiken Tempel wiederherzustellen. Im Gebäudeinneren sind immer noch die hochmittelalterlichen Fresken sichtbar, die die Geschichte der Heiligen erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Der als [[Pseudoperipteros]] gestaltete [[Podiumstempel]] erhebt sich auf einem an der Basis 11,87 × 25,60 Meter großen Podium, ist folglich etwas weniger gestreckt als sein Vorgängerbau. Eine Mauer aus Tuffsteinblöcken bei der linken hinteren Ecke ist vielleicht aufzufassen als Rest einer Einfriedung des sakralen Bereichs.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Pierre Adam: &amp;#039;&amp;#039;Le Temple du Portunus au Forum Boarium&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Collection de l’École française de Rome.&amp;#039;&amp;#039; Band 199). École française de Rome, Rom 1994, S. 14. 15. 18 mit Abb. 14 und 15; S. 57–59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der nach Nordnordwest ausgerichtete Tempel war über eine der gesamten Front vorgelagerte und einst von Wangen gefasste [[Freitreppe]] zugänglich. Der im [[Stylobat]] 10,50 × 19,30 Meter messende Bau besteht aus einer 5,85 Meter tiefen und zwei [[Joch (Architektur)|Joche]] umfassenden Vorhalle, dem [[Pronaos]], hinter der sich durch eine Tür der eigentliche Kultraum, die [[Cella]], öffnet. Die Länge der Cella inklusive Wandstärke beträgt 11,91 Meter. Vier 8,22 Meter hohe, [[Ionische Ordnung|ionische Säulen]] bilden die Tempelfront, je eine weitere Säule vermittelt an den Langseiten zu den Außenwänden der Cella, die durch ionische [[Halbsäule]]n gegliedert sind: inklusive der Ecksäulen fünf an den Langseiten und vier an der Rückwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pronaossäulen und Ecksäule der Cella wurden aus [[Travertin]] gearbeitet, ebenso die übrigen [[Basis (Architektur)|Säulenbasen]] und [[Kapitell]]e sowie [[Architrav]] und [[Sima]]. Die [[Schaft (Architektur)|Schäfte]] der übrigen Halbsäulen sind wie die Cellawände, der [[Fries]] und das [[Geison]] aus [[Tuff]] gefertigt. Das Podium ist mit römischem Beton, dem &amp;#039;&amp;#039;[[opus caementicium]]&amp;#039;&amp;#039;, aufgefüllt und mit Travertinblöcken verkleidet. Der ganze Bau war ursprünglich mit [[Stuck]] überzogen, doch die Verzierungen dieser Bauphase sind verloren. Die Säulen und Halbsäulen wurden später mit einer an mehreren Stellen noch erhaltenen Marmorimitation versehen, am Fries sind spätere Stuckverzierungen mit [[Girlande]]n, [[Bukranion|Bukranien]], [[Armleuchter|Kandelabern]] und [[Eroten]] nachzuweisen. Bei der Restaurierung im 20. Jahrhundert wurden Beton und Ziegel verwendet, was an manchen Stellen (z.&amp;amp;nbsp;B. an der Südseite) deutlich zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner pseudoperipteralen Grundrisslösung unterscheidet sich der Bau von den meisten [[Griechischer Tempel|griechischen Tempeln]], die in der Regel einen [[Peristasis|Umgang]] aus freistehenden Säulen aufweisen. Mit dem [[Tempel der Sibylle (Tivoli)|Tempel der Sibylle]] in [[Tivoli (Latium)|Tivoli]] aus dem späten 2. Jahrhundert v. Chr. und dem Herculestempel in [[Cori (Latium)|Cori]] aus dem frühen 1. Jahrhundert v. Chr. gibt es jedoch weitere Vertreter dieses Bautyps im [[Latium]] spät[[Römische Republik|republikanischer Zeit]]. In der [[Augustus|augusteischen]] Tempelarchitektur fand der Bautypus weitere Verbreitung und wird in einer klassischen Ausprägung durch die [[Maison Carrée]] in [[Nîmes]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean-Pierre Adam: &amp;#039;&amp;#039;Le Temple du Portunus au Forum Boarium&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Collection de l’École française de Rome.&amp;#039;&amp;#039; Band 199). École française de Rome, Rom 1994 ([https://www.persee.fr/doc/efr_0000-0000_1994_mon_199_1 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Robert Fiechter]]: &amp;#039;&amp;#039;Der ionische Tempel am Ponte Rotto in Rom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Römische Mitteilungen|Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 21, 1906, S. 220–279 ([https://archive.org/stream/mitteilungendes10abtegoog#page/n229/mode/1up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* John W. Stamper: &amp;#039;&amp;#039;The Architecture of Roman Temples. The Republic to Middle Empire.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2005, S. 62–66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Temple of Portunus, Rome|Tempel des Portunus}}&lt;br /&gt;
* [http://wings.buffalo.edu/AandL/Maecenas/rome/t_fortuna_vir/thumbnails_contents.html Tempel des Portunus (Photogalerie)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=41/53/21 |EW=12/28/51 |type=building|elevation=18 |region=IT-RM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Tempel in Rom|Portunus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ripa (Rione)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 1. Jahrtausend v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbe Tempel der Antike in römischer Altstadt (Italien)|Portunus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tempel in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maria-von-Ägypten-Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
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