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	<title>Temde-Leuchten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:07:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Temde-Leuchten&amp;diff=2529164&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-01-04T22:38:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Detmold - Temde-Ruine (9).JPG|miniatur|Nord-Ost-Seite mit Firmenschriftzug]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Detmold - Temde-Ruine (8).jpg|miniatur|Südseite der ehemaligen Lampenfabrik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Temde-Leuchten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Temde AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutsch-schweizerischer Hersteller von [[Lampe|Beleuchtungskörpern]] mit Hauptsitz in [[Detmold]] ([[Nordrhein-Westfalen]]) und Nebensitz in [[Sevelen SG|Sevelen]] im [[Kanton St. Gallen]]. Seit 2023 wird die Marke &amp;#039;&amp;#039;Temde&amp;#039;&amp;#039; von der [[EQ-3|eQ-3 AG]] weiter geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung 1911 bis 1945 ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Fritz Müller&amp;#039;&amp;#039;, später &amp;#039;&amp;#039;Fritz Müller-Temde&amp;#039;&amp;#039; (1889–1964), Sohn eines [[Fabrikant|Möbelfabrikanten]] aus dem [[Lipper Land]], erkannte schon frühzeitig, dass die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzende [[Elektrifizierung]] des Alltags einen steigenden Bedarf an Beleuchtungskörpern für den Wohnbereich mit sich bringen würde, welcher zu dieser Zeit noch weitestgehend als gewerblicher Nebenzweig etablierter Firmen der Metall- oder Holzverarbeitung befriedigt wurde. So setzte er auf Spezialisierung und gründete 1911 in Detmold ein Unternehmen zur Herstellung von Beleuchtungskörpern unter der Firma TEMDE &amp;#039;&amp;#039;(Kürzel aus dem Namen Theodor Müller, Vater des Firmengründers, und dem Unternehmenssitz Detmold&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.lz.de/lz/home/nachrichten_aus_lippe/detmold/detmold/?em_cnt=4515871 | title=Ausstellung erzählt vom Ende einer Dynastie | accessdate=2012-06-18 | date=2011-05-23 | work=Lippische Landeszeitung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;#039;&amp;#039;. Dieses sollte sich in den folgenden Jahren zu einem der größten Unternehmen in Detmold entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren wurden ausschließlich Holzleuchten produziert: Die Kombination elektrischer Beleuchtungsteile mit dem klassischen Naturprodukt Holz bildete mit dem vorherrschen Einrichtungsgeschmack eine Einheit und traf damit den Nerv der avisierten Käufergruppe. Neben Leuchten für den Privathaushalt fertigte TEMDE auch Sonderproduktionen für öffentliche Einrichtungen und gewerbliche Betriebe wie Hotels, Gaststätten oder Kirchen. Die stete Entwicklung neuer Leuchtenmodelle, die Verbesserung der Verarbeitungsqualität, innovative Verfahren zur Herstellung von Holzkörpern und umfangreiche Werbemaßnahmen sicherten den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde schon 1930 das noch relativ junge Medium [[Film]] genutzt und ein zweiteiliger [[Lehrfilm]] über die Herstellung von Lampen in den TEMDE-Werken gedreht. Er befindet sich heute – ebenso wie weitere Filme bzw. [[Werbefilm]]e aus den Jahren 1936, 1951 und 1961 &amp;#039;&amp;#039;(englischsprachig!)&amp;#039;&amp;#039; – in den Beständen des LWL Medienzentrums für Westfalen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-LMZ/Filmarchiv-Online Filmarchiv online des LWL]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunehmend wurde auch exportiert, sodass die [[Export]]erlöse bald einen großen Teil des [[Gesamtumsatz]]es darstellten. Nachdem infolge der [[Weltwirtschaftskrise]] ab 1930 die Absatzmöglichkeiten im Ausland durch hohe [[Zoll (Abgabe)|Zölle]] und Abgaben unrentabel wurden, entschloss sich Fritz Müller zum Aufbau eines rechtlich selbstständigen Tochterunternehmens im schweizerischen [[Sevelen SG|Sevelen]]. Diese &amp;#039;&amp;#039;TEMDE AG&amp;#039;&amp;#039; produzierte ab den 1930er-Jahren auch Beleuchtungskörper aus modernen Werkstoffen wie [[Chrom]] und [[Glas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Auswirkungen der [[Nationalsozialismus#Wirtschaftspolitik des NS-Regimes|Wirtschaftspolitik des NS-Regimes]] ab 1933 – d.&amp;amp;nbsp;h. einer zunehmenden Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf [[Kriegsökonomie|Kriegsproduktion]] – blieb auch TEMDE nicht verschont: Sie wurde in die [[Rüstung (Militär)|Rüstung]]sproduktion einbezogen und stellte u.&amp;amp;nbsp;a. [[Spanplatte|Schichtpressholzplatten]] für [[Panzer]] her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Nachkriegsjahre ===&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit waren die Produktion und der Vertrieb von Holzleuchten aus Gründen knapper Materialien und unsicherer Absatzmöglichkeiten nur bedingt möglich. Das in der Rüstungsproduktion angewendete [[Holzwerkstoff]]verfahren wurde zur Grundlage neuer Leuchtkonzepte. Der Einsatz von Fuß- oder Mittelteilen aus [[Pressholz]] oder von Furnier umklebten Metallstäben ermöglichte den Aufbau ganz neuer Kollektionen. Obwohl Fritz Müller die betriebliche Infrastruktur ausbaute und TEMDE Mitte der 1950er-Jahre 250 Grundmodelle anbot, profitierte das Unternehmen nicht so stark vom allgemeinen [[Wirtschaftswunder|Wirtschaftsboom der 1950er-Jahre]]. Der aufkommende Preiswettbewerb, der Mangel an kompetenten Arbeitskräften und eine stärkere internationale Konkurrenz schwächten die Betriebsergebnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Hingucker der 1970er-Jahre wurde die von der Decke bis zum Boden herabhängende Holzperlenleuchte, bei der eine Kaskade von Holzperlensträngen die Leuchtkörper umgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er-Jahren folgte eine verstärkte Hinwendung zu den Werkstoffen Metall, Glas und Kunststoff und zu einem sachlich-modernen Design.&lt;br /&gt;
Die Tischleuchte Nr. 5683 mit [[Plexiglas|Plexischale]] (Design &amp;#039;&amp;#039;Charles Keller&amp;#039;&amp;#039;, St. Gallen) erhielt 1983 den [[iF Product Design Award]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/kantonstgallen/services/Charles-Keller-und-sein-Gespuer-fuer-Licht;art140,1021592 &amp;#039;&amp;#039;Charles Keller und sein Gespür für Licht.&amp;#039;&amp;#039; In: St. Galler Tagblatt vom 4. November 2008.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://ifworlddesignguide.com/search?search=theodor%20m%C3%BCller |titel=if World Design Guide, mit Produkten, die mit der &amp;quot;gute Industrieform&amp;quot; ausgezeichnet wurden. |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-07-11 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende ===&lt;br /&gt;
Begleitet von der durch Marktsättigung nach der Befriedung des kriegsbedingten Nachhol- und Ersatzbedarfs generellen Krise der deutschen Möbelindustrie kam 1986 das „Aus“ für TEMDE-Leuchten in Detmold. Der Unternehmensgründer Fritz Müller-Temde, der auch zu den geistigen Vätern der 1946 gegründeten [[Hochschule für Musik Detmold|Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold]] gehörte, hat das Ende des Unternehmens nicht mehr erlebt, er verstarb 1964.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://old.hfm-detmold.de/hochschule/geschic.html Hochschule für Musik Detmold]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die seit Jahren leer stehende Fabrikanlage in Detmold stand als Wohnanlage für Studenten zur Diskussion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lz.de/lz/home/nachrichten_aus_lippe/detmold/detmold/?em_cnt=4238215 &amp;#039;&amp;#039;Temde-Leuchtenfabrik könnte Wohnquartier für Studenten werden.&amp;#039;&amp;#039; In: Lippische Zeitung vom 10. Februar 2011.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Für 2012 hat sich die Stadt Detmold als einen stadtplanerischen Arbeitsschwerpunkt die Revitalisierung der ehemaligen TEMDE-Fläche vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.detmold.de/fileadmin/user_upload/startseite/Politik_und_Rathaus/Finanzen_und_Steuern/Stadthaushalt/2012/Budgetbuch-Fb6-2012endgu__776_ltig.pdf Budgetbuch 2012] der Stadt Detmold, Fachbereich Stadtentwicklung, S. 18–19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die TEMDE AG im schweizerischen Sevelen, die in den 1930er-Jahren auch einige Patente eintragen lassen konnte, &lt;br /&gt;
produzierte noch einige Jahre – sie wurde im Jahr 2000 aus dem [[Handelsregister (Schweiz)|Handelsregister]] der Schweiz gelöscht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://scope.staatsarchiv.sg.ch/detail.aspx?ID=115849 Staatsarchiv St. Gallen Nr. 115849]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://scope.staatsarchiv.sg.ch/detail.aspx?ID=275975 Staatsarchiv St. Gallen Nr. 275975]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Übernahme des Hauptsitzes durch die Stadt Detmold erfolgte 2020.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stadt Detmold |url=https://www.detmold.de/startseite/news/news-single-view/?no_cache=1&amp;amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=1328&amp;amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;cHash=e692d0e568185444168202c5a17594d5 |titel=Stadt Detmold erwirbt ehemaliges Temde-Gelände |abruf=2020-06-08 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gebäuderuine wurde 2023 abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Umweltbüro Lippe |url=https://umweltbuero-lippe.de/leuchtenfabrik-temde-flaechenrecycling-im-herzen-von-detmold/ |titel=Flächenrecycling im Herzen von Detmold |abruf=2025-08-14 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist geplant, auf dem Areal eine Kindertagesstätte zu errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stadt Detmold |url=https://www.buergerfunk-detmold.de/stadt-detmold-startet-interessenbekundungsverfahren-fuer-den-bau-und-betrieb-einer-neuen-kindertageseinrichtung/ |titel=Stadt Detmold startet Interessenbekundungsverfahren für den Bau und Betrieb einer neuen Kindertageseinrichtung |abruf=2025-08-14 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterführung der Marke TEMDE ===&lt;br /&gt;
Die Wortmarke &amp;#039;&amp;#039;Temde&amp;#039;&amp;#039; wurde im Jahr 2017 durch die [[EQ-3|eQ-3 AG]] angemeldet, die seit 2023 wieder Leuchten unter der Marke anbietet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://temde-leuchten.de |titel=Tradition trifft Moderne |hrsg=[[EQ-3]] AG |abruf=2024-05-08 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Straße ==&lt;br /&gt;
Nach dem Unternehmen ist am ehemaligen Firmengelände die Temdestraße benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Burkhard Meier: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Müller-Temde (1889–1964). Ein lippischer Erfinder und Unternehmer.&amp;#039;&amp;#039; Detmold 2006, ISBN 978-3-926311-38-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://exhibition.ifdesign.de/winner_de.html?ma_id=6232 IF Design Award]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.941051|EW=8.868778|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Kanton St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Kreis Lippe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sevelen SG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Kreis Lippe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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