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	<title>Tell er-Retaba - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T22:30:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;At40mha: Hilfe:Wikisyntax/Validierung#Fehlendes End-Tag behoben</title>
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		<updated>2024-03-04T14:00:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Hilfe:Wikisyntax/Validierung&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Hilfe:Wikisyntax/Validierung (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Hilfe:Wikisyntax/Validierung#Fehlendes End-Tag&lt;/a&gt; behoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Positionskarte+ &lt;br /&gt;
|Ägypten&lt;br /&gt;
|caption= Tell er-Retaba in Ägypten&lt;br /&gt;
|width= &lt;br /&gt;
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{{Positionskarte~ &lt;br /&gt;
|Ägypten&lt;br /&gt;
|label=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tell er-Retaba&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|lat = 30/32/51/N&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tell er-Retaba&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|تل الرطابة|d=Tall ar-Raṭāba}}) ist ein [[Archäologie|archäologischer]] Fundplatz in [[Ägypten]]. Er liegt in der [[Nildelta|östlichen Nildelta-Region]] des [[Trockental|Halbtrockentales]] [[Wadi Tumilat]]. Älteste Fundobjekte stammen aus der [[Altes Ägypten|altägyptischen]] [[9. Dynastie]] und aus der [[12. Dynastie]]. Hauptbautätigkeiten fanden im [[Neues Reich|Neuen Reich]] statt. Die Tempelanlage des „[[Atum]], Herrn von Tjeku“ stammt von [[Ramses II.]] Da sich für den Zeitraum nach 600 v. Chr. keine weiteren Besiedlungsspuren finden, wird vermutet, dass der Ort zugunsten von [[Tell el-Maschuta]] aufgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Forscher identifizierten Tell er-Retaba mit dem [[Bibel|biblischen]] [[Pitom]], welches im [[Buch Exodus]] (Ex 1,11) neben [[Pi-Ramesse|Ramses]] als Aufenthaltsort der [[Israeliten]] genannt wird, von dem aus der [[Auszug aus Ägypten]] erfolgte. Die Identifikation ist jedoch nicht eindeutig, da dafür auch die Nachfolgesiedlung Tell el-Maschuta in Frage kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petrie 1906 table30.PNG|mini|Ramses II. erschlägt einen „Asiaten“ vor dem „Herrn von Tjeku“ (dem Gott Atum). Nachgezeichnetes Relief aus Tell er-Retaba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ältere Grabungsbefunde ===&lt;br /&gt;
[[Flinders Petrie]] hatte 1905 bei Tell er-Retaba (Nähe heutiges &amp;#039;&amp;#039;al-Qaṣṣāṣīn&amp;#039;&amp;#039;), etwa 15&amp;amp;nbsp;km westlich von Tell el-Maschuta, eine Festung aus dem [[Neues Reich|Neuen Reich]] freigelegt. Ramses II. hatte dort einen Tempel für den Kult des „Atum als Herr von Tjeku“ errichtet. Eine Stele und Statue zeigen ihn mit Atum. [[Ramses III.]] errichtete ebenso an diesem Ort Denkmäler und verstärkte die Festung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ellen-Fowles Morris: &amp;#039;&amp;#039;The architecture of imperialism.&amp;#039;&amp;#039; Leiden u. a. 2005, S. 504–508 und 740–741.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Zeit des Neuen Reiches wurde das Gebiet unter anderem auch von den [[Schasu|Schasu-Stämmen]] genutzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Schasu-Stämme aus [[Edom]] (&amp;#039;&amp;#039;šʒśw n jdwm&amp;#039;&amp;#039;) passierten das [[Fort des Merenptah in Tjeku]], um bei den Teichen des Atum-Tempels ihr Vieh weiden zu lassen. Ich habe sie am Tag des [[Heriu-renpet#Spätere Aufteilung der Tage|Geburtstags von Seth (3. Heriu-renpet)]] zu dem Ort gebracht, wo sich auch bereits die anderen Schasu-Stämme aufhalten, die vor Tagen das Fort des Merenptah in Tjeku passierten. Bericht eines ägyptischen Grenzbeamten&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Galling]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Textbuch zur Geschichte Israels. (TGI).&amp;#039;&amp;#039; 3., durchgesehene Auflage. Mohr, Tübingen 1979, ISBN 3-16-142361-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage im [[Altes Testament|Alten Testament]] (Gen 47,11), dass „sich [[Josef (Sohn Jakobs)|Josephs]] Familie im Lande Ramses ansiedelte“, ist von der Tradierung des [[Auszug aus Ägypten|Auszugmotivs]] beeinflusst, das eine Mitwirkung beim Bau der Städte [[Pi-Ramesse]] und Pithom voraussetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Donner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zur Staatenbildungszeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Das Alte Testament deutsch.&amp;#039;&amp;#039; [ATd] Ergänzungsreihe, Band 4, 1). 4., unveränderte Auflage. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-51679-9, S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Alan Gardiner]] hatte vorgeschlagen, Tell er-Retaba mit Pithom gleichzusetzen, während Tjeku als Ortsbezeichnung sowohl ein größeres Gebiet als auch eine bestimmte Stadt benennen kann und mit Tell el-Maschuta gleichzusetzen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Alan Gardiner: &amp;#039;&amp;#039;The Delta Residence of the Ramessides.&amp;#039;&amp;#039; Band IV. 1918, S. 267–269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neue Grabungskampagnen ===&lt;br /&gt;
Die Festungsstadt Tell er-Retaba war während des [[Neues Reich|Neuen Reiches]] im [[Wadi Tumilat]] der einzige größere Ort und nur von 600 bis 400 v. Chr. unbewohnt. Durch diese Ergebnisse ergibt sich, dass es sehr wahrscheinlich erscheint, dass Tell el-Maschuta nach Tell er-Retaba ein Stück weiter östlich neu gegründet wurde. In dieser Zeit ließ [[Necho II.]] (610 bis 595 v. Chr.) den [[Bubastis-Kanal]] zum [[Rotes Meer|Roten Meer]] anlegen, der durch das Wadi Tumilat führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteren Denkmäler der [[Ramessidenzeit|Ramessiden-]] und dritten Zwischenzeit, die aus Tell el-Maschuta stammen, müssten deshalb einen späteren Transport dorthin erfahren haben. [[Kenneth Anderson Kitchen]] widersprach dieser Rekonstruktion. Nach seiner Meinung existierten Tell er-Retaba (Pithom) und Tell el-Maschuta (Tjeku) im Neuen Reich gleichzeitig als bedeutende Siedlungen. Die keramischen Befunde ließ Kitchen bei seiner Annahme allerdings unberücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Identifikationen ===&lt;br /&gt;
Tell er-Retaba und die Nachfolgesiedlung Tell el-Maschuta wurden sowohl mit Tjeku und Pithom bezeichnet. Sicher belegt ist jedoch nur die Gleichsetzung von Pithom mit Tell el-Maschuta. Die von Naville betitelten ausgegrabenen Gebäude als „Handelshäuser“, die er auf Ex 1,11 bezog, wurden erst in ptolemäischer Zeit errichtet, als [[Ptolemaios II.]] den Kanal erneuern ließ. [[Herodot]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herodot]] II, 158; sowie Texte griechischer und lateinischer Autoren.&amp;lt;/ref&amp;gt; ortete den von Necho II. gebauten Kanal geografisch einem Nilarm bei [[Bubastis]] zu, der im weiteren Verlauf durch das Wadi Tumilat zum Roten Meer führte und an „der arabischen Stadt Patumos“ vorbeifloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. fehlen Besiedlungsspuren. Kurze Zeit später, unter [[Trajan]], erreichte der Ort durch den erneuten Kanalausbau die größte Ausdehnung. Die in [[Hellenismus|hellenistischer Zeit]] angeblich verwendete Bezeichnung als Heroonpolis ist nicht gesichert. [[Strabon]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Strabon]] 17,1, 21 und 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; verortete Heroonpolis „zum äußersten Winkel des [[Arabischer Meerbusen|arabischen Meerbusens]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ähnlich äußerten sich auch [[Plinius der Ältere|Plinius]] und [[Claudius Ptolemäus]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann aber kann Heroonpolis nicht die Siedlung Tell el-Maschuta gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Fort von Tjaru]]&lt;br /&gt;
* [[Tempel des Atum (Heliopolis)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Bonnet (Ägyptologe)|Hans Bonnet]]: &amp;#039;&amp;#039;Pithom.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Bonnet: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-08-6, S. 596.&lt;br /&gt;
* [[Alan Gardiner]]: &amp;#039;&amp;#039;The Delta Residence of the Ramessides.&amp;#039;&amp;#039; Band IV. In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Egyptian Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Nr. 4, 1918, {{ISSN|0307-5133}}, S. 242–271.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pithom.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Helck]], [[Eberhard Otto (Ägyptologe)|Eberhard Otto]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon der Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete Auflage, Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0, S. 225.&lt;br /&gt;
* John S. Holladay: &amp;#039;&amp;#039;Tell el-Maskhuṭa. Preliminary report on the Wadi Tumilat Project 1978–1979&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Cities of the Delta.&amp;#039;&amp;#039; Band 3 = &amp;#039;&amp;#039;American Research Center in Egypt. Reports.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6). Undena Publications, Malibu (CA) 1982, ISBN 0-89003-084-7.&lt;br /&gt;
* John S. Holladay: &amp;#039;&amp;#039;Tell el-Maschuta&amp;#039;&amp;#039;. In: Kathryn A. Bard, Steven Blake Shubert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of the archaeology of ancient Egypt.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London u. a. 1999, ISBN 0-415-18589-0, S. 786–789.&lt;br /&gt;
* Ellen Fowles Morris: &amp;#039;&amp;#039;The architecture of imperialism. Military bases and the evolution of foreign policy in Egypt&amp;#039;s New Kingdom&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; [PdÄ] Band 22). Brill, Leiden u. a. 2005, ISBN 90-04-14036-0 (Zugleich: Dissertation; Universität Philadelphia (PA) 2001).&lt;br /&gt;
* [[Édouard Naville]]: &amp;#039;&amp;#039;The Store-city of Pithom and the Route of the Exodus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Memoir of the Egypt Exploration Fund.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, {{ISSN|0307-5109}}). Trübner, London 1885 ([https://archive.org/details/storecityofpitho01navi online]).&lt;br /&gt;
* Mohamed I. Bakr, Helmut Brandl: &amp;#039;&amp;#039;Various Sites in the Eastern Nile Delta: Tell el-Maskhuta.&amp;#039;&amp;#039; In: Mohamed I. Bakr, Helmut Brandl, Faye Kalloniatis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Egyptian Antiquities from the Eastern Nile Delta.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;ʾĀṯār misrīya&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Museums of the Nile Delta.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Opaion, Kairo / Berlin 2014, ISBN 978-3-00-045318-2, S. 78 und 266–267, Katalog 72.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|31072|Pitom|Autoren=Karl Jansen-Winkeln|Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
* [https://fotostacja.pl/galeria/Podroze/Egipt_Retaba_2010/ Tell er-Retaba - fotos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=30/32/51/N |EW=31/57/49/E |type=landmark |region=EG |dim=800}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike ägyptische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altägyptische Grenzfestung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;At40mha</name></author>
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