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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Telie</id>
	<title>Telie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:35:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Telie&amp;diff=2795531&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Kasus korrigiert</title>
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		<updated>2022-05-12T21:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kasus korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nsr-slika-331.png|mini|Schematische Zeichnung eines von Rostpilzen befallenen Blattes im Querschnitt. Zu sehen sind verschiedene [[Aecie]]nformen (&amp;#039;&amp;#039;per&amp;#039;&amp;#039; – Peridermium; &amp;#039;&amp;#039;ae&amp;#039;&amp;#039; – aufplatzendes Aecidium) und [[Pyknie|Spermogonien]] (&amp;#039;&amp;#039;sp&amp;#039;&amp;#039;) der [[Anamorphe|Nebenfruchtform]] (I) sowie [[Uredie|Uredo-]] (&amp;#039;&amp;#039;un&amp;#039;&amp;#039;) und [[Teliospore]]n (&amp;#039;&amp;#039;pucc&amp;#039;&amp;#039;) der [[Teleomorphe|Hauptfruchtform]].|alt=Zeichnung eines Blattes und von Myzel im Querschnitt]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Telie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Telium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form von Sporenlager, die bei der [[Teleomorphe|Hauptfruchtform]] der [[Rostpilze]] (Pucciniales) auftritt. Sie produziert die [[Dikaryon|zweikernigen]] [[Teliospore]]n, in denen es zur [[Karyogamie]] und [[Meiose]] kommt und die später [[Basidie]]n ausbilden. Meist dienen die Teliosporen auch der Überwinterung der parasitischen Pilze und bilden im Frühjahr die Basis für den Befall keimender Pflanzen. Telien sind meist nur bis zu einem Millimeter groß und zeichnen sich auf der [[Epidermis (Pflanze)|Epidermis]] des Wirts als kleine dunkle Punkte ab. Als Endpunkt der geschlechtlichen Vermehrung folgen die Telien in der [[Phänologie]] der Rostpilze auf [[Pyknie|Spermogonien]], [[Aecie]]n und [[Uredie]]n. Sie wachsen teils auf den gleichen, teils auf anderen Wirten als Aecien und Spermogonien. Die Gestalt der Telien und Teliosporen wird in der [[Taxonomie]] dazu herangezogen, die Hauptfruchtformen der Rostpilze in unterschiedliche [[Formtaxon|Formgattungen]] einzuteilen, etwa &amp;#039;&amp;#039;[[Uromyces]]&amp;#039;&amp;#039; für überwiegend einzellige oder &amp;#039;&amp;#039;[[Puccinia]]&amp;#039;&amp;#039; für überwiegend zweizellige Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Aufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Uromyces appendiculatus, telia, 5365358.jpg|mini|Telien von &amp;#039;&amp;#039;[[Uromyces appendiculatus]]&amp;#039;&amp;#039; auf den Blättern einer [[Gartenbohne]] (&amp;#039;&amp;#039;Phaseolus vulgaris&amp;#039;&amp;#039;)|alt=Schwärzliche Flecken auf einer Blattoberseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pear juniper rust 01.jpg|mini|Sporenlager des [[Birnengitterrost]]s (&amp;#039;&amp;#039;Gymnosporangium fuscum&amp;#039;&amp;#039;) am Wacholder]]&lt;br /&gt;
Am Anfang der Telienbildung stehen [[Dikaryon|dikaryotische]] Sporen, die auf einem geeigneten Wirt keimen und ein [[Myzel]] aus zweikernigen [[Hyphe]]n ausbilden. Bei diesen Sporen kann es sich entweder um direkt aus [[Aecie]]n stammende Aeciosporen oder auch um [[Uredie|Uredosporen]] handeln, die über den Umweg der [[Anamorphe]]n Uredien produziert werden. Bei einigen Arten wachsen die Teliosporen auch direkt aus dem Uredienmyzel, die Uredien wandeln sich also in Telien um. Die Telien produzieren bei vielen Arten lange Stiele, sogenannte Pedikel, an deren Spitze eine oder mehrere Zellen sitzen, die die Teliosporen darstellen. Jede Zelle trägt zwei Kerne und weist für gewöhnlich dicke Wände auf, die das Zellinnere vor Umwelteinflüssen schützt. Die dem Wind ausgesetzten Teliosporen brechen am Stiel oder an ihrer Basis ab und fallen auf den Boden oder direkt auf eine neue Wirtspflanze. Oft überwintern sie, um im nächsten Frühjahr erneut Pflanzen zu infizieren. Währenddessen kommt es in ihrem Inneren erst zur [[Karyogamie|Verschmelzung der Kerne]] und anschließend zur [[Meiose]]. Erst an diesem Punkt des Entwicklungszyklus findet also die sexuelle Vermehrung des Pilzes statt, bei der die von den [[Pyknie|Spermogonien]] und Aecien stammenden Zellkerne miteinander verschmelzen und neue, rekombinierte Kerne produzieren. Die Teliosporen keimen, indem sie über einen [[Keimporus]] [[Basidie]]n ausstülpen. Die Basidien wachsen teils als Zellketten, bei denen jedes Glied einen Kern enthält, teils als einfache Zelle aus den Keimporen. Die Kerne werden als Basidiosporen abgeschnürt und bilden auf geeigneten Substraten zuerst Spermogonien und dann Aecien aus. An dieser Stelle findet der Übergang von der dikaryotischen zur [[haplont]]en Form der Rostpilze statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Das gebräuchliche Klassifikationsschema der Rostpilze orientiert sich an der Gestalt der Teliosporen, um die Arten verschiedenen [[Formtaxon|Formgattungen]] zuzuweisen. So werden bei bestielten Arten einzellige Teliosporen als charakteristisches Merkmal der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Uromyces]]&amp;#039;&amp;#039; angesehen, während zweizellige Teliosporen meist der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Puccinia]]&amp;#039;&amp;#039; zugerechnet werden. Für Arten mit drei Keimporen pro Zelle existiert die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Stereostratum]]&amp;#039;&amp;#039;. Arten mit ungestielten Sporen werden anhand ihrer Telienform in die Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Phakopsora]]&amp;#039;&amp;#039; (subepidermisch wachsende Sporenlager mit irregulärer Sporenanordnung), &amp;#039;&amp;#039;[[Physopella]]&amp;#039;&amp;#039; (kettenförmige Teliosporen in bedeckten Sporenlagern) und &amp;#039;&amp;#039;[[Dasturella]]&amp;#039;&amp;#039; (kettenförmige Sporen in offenliegenden, fächerförmigen Lagern) eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Dörfelt]], Gottfried Jetschke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Mycologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2001, ISBN 3-8274-0920-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Morphologie (Pilz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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