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	<title>Teleoceras - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;DagdaMor: erg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Paläoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Modus             = Paläobox&lt;br /&gt;
| Rangunterdrückung = ja&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName    = Teleoceras&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang        = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor       = [[John Bell Hatcher|Hatcher]], 1894&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name       = Nashörner&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName   = Rhinocerotidae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName   = Rhinocerotoidea&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang       = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name       = Unpaarhufer&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName   = Perissodactyla&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang       = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName   = Laurasiatheria&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang       = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name       = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName   = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang       = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Bild              = Teleoceras fossiger.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung  = &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; im [[National Museum of Natural History]] in [[Washington, D.C.]]&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterVon   = [[Miozän]]&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterBis   = Unteres [[Pliozän]]&lt;br /&gt;
| MioVon            = {{Erdzeitalter/Beginn|fmt=1|MN3}}&lt;br /&gt;
| MioBis            = {{Erdzeitalter/Ende|fmt=1|MN13}}&lt;br /&gt;
| Fundorte          = &lt;br /&gt;
* Nordamerika&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ausgestorbene [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Nashörner]], die im [[Miozän]] vor 20 bis knapp 5 Millionen Jahren in [[Nordamerika]] lebte. Sie zeichnete sich durch einen walzenförmigen Körperbau mit sehr kurzen Beinen und einem kleinen Horn auf der Nasenspitze aus. In Nordamerika gehört die Nashorngattung zu den häufigsten fossilen Nachweisen. Aufgrund gut erhaltener Skelettreste lässt sich die Lebensweise dieses Nashornvertreters sehr genau rekonstruieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Teleoceras.jpg|links|mini|Lebendrekonstruktion von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Teleoceras fossiger piede e mano.jpg|links|mini|Hand- (rechts) und Fußskelett (links) von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Vertreter der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; umfassten mittelgroße bis große Tiere, die etwas größer waren als das heutige [[Sumatra-Nashorn]]. Sie erreichten eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 3 m bei einer Schulterhöhe von 1,2 bis 1,3 m.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn 1898&amp;quot;&amp;gt;Henry Fairfield Osborn: &amp;#039;&amp;#039;A complete skeleton of Teleoceras fossiger. Notes on growth and sexual characters of this species.&amp;#039;&amp;#039; Bulletin American Museum of Natural History 10, 1898, S. 51–59&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gewicht wird je nach Art auf 0,6 bis 2,3 t geschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voorhies et al. 1979&amp;quot;&amp;gt;Michael R. Voorhies, Joseph R. Thomasson: &amp;#039;&amp;#039;Fossil grass anthoecia within miocene rhinoceros skeletons: diet in an extinct species.&amp;#039;&amp;#039; Science 206 (Oct 19), 1979, S. 331–333&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Short et al. 2019&amp;quot;&amp;gt;Rachel A. Short, Steven C. Wallace und Laura G. Emmert: &amp;#039;&amp;#039;A new species of Teleoceras (Mammalia, Rhinocerotidae) from the late Hemphillian of Tennessee.&amp;#039;&amp;#039; Bulletin of the Florida Museum of Natural History 56 (5), 2019, S. 183–260 ([https://www.floridamuseum.ufl.edu/files/3315/5638/4988/Vol56No5archive.pdf])&amp;lt;/ref&amp;gt; Markant waren der eher walzenförmige Körper, der auf einen Umfang von 2,8 m berechnet wird und damit größer als der des heutigen [[Panzernashorn]]s (&amp;#039;&amp;#039;Rhinoceros unicornis&amp;#039;&amp;#039;) war, und die sehr kurzen [[Gliedmaße]]n. Der Schädel erreichte eine Länge von 54 bis 65&amp;amp;nbsp;cm und war in der Aufsicht durch Kürzungen im Gesichtsbereich keilartig geformt mit ausladenden [[Jochbein]]en. Das [[Hinterhauptsbein]] war breit und wenig ausgezogen bis nahezu rechtwinklig geformt. Das [[Nasenbein]] hatte eine schmale Form mit seitlich nach unten gezogenen Längsseiten und war recht kurz. An der Spitze befand sich bei einigen Vertretern eine kleine aufgeraute Fläche, die die Lage des Horns anzeigt, welches allerdings nicht sehr groß war. Einzelne andere Arten besaßen dagegen keine Hinweise auf ein Nasalhorn. Die Stirnlinie zwischen Nasen- und Hinterhauptsbein verlief leicht gesattelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn 1898&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Harold J. Cook: &amp;#039;&amp;#039;A new rhinoceros of the genus Teleoceras from Colorado.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the Denver Museum of Natural History 7 (1), 1927, S. 1–5&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Short et al. 2019&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterkiefer war bis zu 45&amp;amp;nbsp;cm lang und sehr massiv. Er wies eine kräftige und weit ausladende [[Symphyse]], die bis zum Ende des letzten [[Prämolar]]en reichte. Die Zahnformel für erwachsene Tiere lautete: &amp;lt;math&amp;gt;\frac{2.0.3.3}{2.0.2.3}&amp;lt;/math&amp;gt;. Die äußeren vorderen [[Schneidezahn|Schneidezähne]] im Unterkiefer, die jeweils aus dem I2 gebildet wurden, waren nach vorn gerichtet und besaßen eine dolchartig verlängerte Form mit bis zu 4&amp;amp;nbsp;cm Länge. Die übrigen Schneidezähne waren dagegen bereits stark zurückgebildet. Zu hinteren Zahnapparat bestand jeweils ein [[Diastema (Zoologie)|Diastema]]. Die Backenzähne weisen in der Regel sehr hohe Zahnkronen auf (&amp;#039;&amp;#039;[[hypsodont]]&amp;#039;&amp;#039;), wobei die Prämolaren teils stärker zurückgebildet sind und gegenüber den [[Molar (Zahn)|Molaren]] klein wirken. Die hinteren Backenzähne wurden bis zu 7&amp;amp;nbsp;cm hoch und besaßen deutlich gefalteten [[Zahnschmelz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn 1898&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lucas 2008&amp;quot;&amp;gt;Spencer George Lucas: &amp;#039;&amp;#039;The rhinoceras Teleoceras from the miocene of Jalisco, Mexico.&amp;#039;&amp;#039; New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin 44, 2008, S. 65–70&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[postcranial]]e Skelett von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; ist vollständig überliefert. Die [[Wirbelsäule]] bestand aus 7 Hals-, 19 Brust-, 3 Lenden und 5 Kreuzbeinwirbel. Charakteristisch waren die kurzen, aber robusten Gliedmaßen. Diese erreichten insgesamt im natürlich gewinkelten Zustand nur 70 bis 80&amp;amp;nbsp;cm Länge und waren damit deutlich kürzer als z.&amp;amp;nbsp;B. beim heute lebenden Panzernashorn, dessen Beine jeweils mehr als 1 m lang sind. Dabei wies der [[Oberarmknochen]] eine Länge von fast 30&amp;amp;nbsp;cm auf, der [[Radius (Anatomie)|Radius]] dagegen nur eine von 25&amp;amp;nbsp;cm. Der Oberschenkelknochen konnte durchschnittlich 40&amp;amp;nbsp;cm, das [[Schienbein]] länger als 20&amp;amp;nbsp;cm werden. Auch die [[Metapodium|Metapodien]] waren mit rund 10&amp;amp;nbsp;cm sehr kurz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn 1898&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lloyd G. Tanner: &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphic occurrences of Teleoceras with a new kimballian species from Nebraska.&amp;#039;&amp;#039; Bulletin University Nebraska State Museum (10) 1 (Feb), 1975, S. 23–33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundstellen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; ist an zahlreichen Plätzen in Nordamerika, vor allem in den [[USA]] und [[Mexiko]] nachgewiesen. Sehr weit südlich aufgefundene Reste sind mit einem Zahn aus Puente Ixcán im Süden des mexikanischen Bundesstaates [[Chiapas]] dokumentiert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerardo Carbot-Chanona: &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras y cf. Peraceras (Perissodactyla, Rhinocerotidae) en el Mioceno Tardío de Chiapas, Mexico.&amp;#039;&amp;#039; Lum 2 (1), 2021, S. 18–29&amp;lt;/ref&amp;gt; Recht häufig trat die Gattung in den [[Great Plains]] auf, wo sie vor allem im späten [[Miozän]] der dominante Pflanzenfresser war und hier auch mit dem frühesten Vertreter, &amp;#039;&amp;#039;T. americanum&amp;#039;&amp;#039; vorkam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voorhies et al. 1979&amp;quot;/&amp;gt; Allein aus dem Steinbruch Phillips County Quarry in [[Kansas]] stammen mehr als 16 Schädel und 13 Unterkiefer den, die dort in den &amp;#039;&amp;#039;Loup Fork Beds&amp;#039;&amp;#039; des Oberen Miozäns gefunden wurden und Vertreter aller Altersstufen umfassen und der Art &amp;#039;&amp;#039;T. fossiger&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen werden. Die Funde wurden bereits 1883 entdeckt und dienten auch zur ersten Skelettrekonstruktion dieser Nashorngattung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Osborn 1898&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: USA ne creighton ashfallshp.jpg|mini|hochkant|Fund eines &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039;-Skelettes im Ashfall Fossil Beds State Historical Park in [[Nebraska]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausragend sind die Fossilien des [[Ashfall Fossil Beds State Historical Park]] im [[Antelope County]] des nordöstlichen [[Nebraska]]. Hier wurden 1971 in der [[Ash-Hollow-Formation]], die aus bis zu 2 m mächtigen Aschelagen eines im späten Miozän stattgefundenen katastrophalen [[Vulkan]]ausbruches besteht, mehr als einhundert, weitgehend vollständige Skelette der Art &amp;#039;&amp;#039;T. major&amp;#039;&amp;#039; gefunden, nebst Skeletten von dreizehigen [[Pferde]]n, langhalsigen [[Kamele]]n und [[Gomphotherien]], die eine vorzügliche [[Konservierung]] aufwiesen. Die Funde gehören zu den wenigen Nachweisen von Gruppenbildungen bei fossilen Nashörnern, ähnlich wie es bei den heutigen Vertretern der Fall ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voorhies et al. 1979&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ashfall Fossil Beds State Historical Park. Designated a national natural landmark. ([https://ashfall.unl.edu/file_download/inline/AshfallBrochure.pdf])&amp;lt;/ref&amp;gt; Wohl auf das gleiche Ereignis gehen die Funde aus dem [[Ash Hollow State Historical Park]] im westlichen Nebraska, da die Funde der gleichen geologischen Formation angehören.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Diffendal, Jr., Roger K. Pabian und J. R. Thomasson: &amp;#039;&amp;#039; Geologic History of Ash Hollow State Historical Park, Nebraska.&amp;#039;&amp;#039; University of Nebraska, Lincoln, 1996 ([http://digitalcommons.unl.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1000&amp;amp;context=conservationsurvey])&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiteres umfangreiches Skelettmaterial mit bis zu mehreren tausend Knochenresten stammen von den &amp;#039;&amp;#039;Mixson&amp;#039;s Bone Bed&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Love Bone Bed&amp;#039;&amp;#039; in der [[Alachua-Formation]] in [[Florida]]. Funde der jüngeren Art &amp;#039;&amp;#039;T. guymonense&amp;#039;&amp;#039; sind weitgehend im südlichen Teil der USA ([[Texas]]) und in Mexiko nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lucas 2008&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prothero 2005&amp;quot;&amp;gt;Donald R. Prothero: &amp;#039;&amp;#039;The evolution of North American rhinoceroses.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 2005, S. 1–219&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bedeutend erwies sich auch die &amp;#039;&amp;#039;Gray Fossil Site&amp;#039;&amp;#039; in den [[Appalachen]] nahe Gray im [[Washington County (Tennessee)|Washington County]] von [[Tennessee]], wo beim Bau einer Straße wenigstens sechs Individuen der Art &amp;#039;&amp;#039;T. aepysoma&amp;#039;&amp;#039; gefunden wurden, darunter zwei nahezu vollständige Skelette. Der sehr große, wohl hornlose Vertreter lebte im beginnenden Pliozän vor rund 4,9 bis 4,5 Millionen Jahren. Es handelt sich um einen der wenigen Belege aus gebirgigen Regionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Short et al. 2019&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläobiologie ==&lt;br /&gt;
Vor allem die zahlreichen vollständigen Skelettfunde aus der Ash-Hollow-Formation ermöglichten Rekonstruktionen zur Paläobiologie von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039;. So zeichnen sich die Vertreter durch einen deutlichen [[Sexualdimorphismus]] aus, der in markant größer und kräftiger gebauten Bullen gegenüber kleineren und grazileren Kühen resultiert. Ausgewachsene Bullen besaßen dabei in allen Körpermaßen, sowohl des Schädels als auch des postcranialen Skelettes größere Werte, die sich mit jenen der Kühe kaum überschnitten. Auch erwiesen sich bei Bullen die unteren dolchartigen Schneidezähne als wesentlich größer und die Muskelansatzstellen als deutlich massiver, ebenso wie der gesamte Nasenraum bei Bullen viel geräumiger strukturiert war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mead&amp;quot;&amp;gt;Alfred J. Mead: &amp;#039;&amp;#039;Sexual dimorphism and paleoecology in Teleoceras, a North American Miocene rhinoceros.&amp;#039;&amp;#039;Paleobiology, 26 (4), 2000, S. 689–706&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2005&amp;quot;&amp;gt;Matthew C. Mihlbachler: &amp;#039;&amp;#039;Linking sexual dimorphism and sociality in rhinoceroses: insights from Teleoceras proterum and Aphelops malacorhinus from the late miocene of Florida.&amp;#039;&amp;#039; Bulletin of the Florida Museum of Natural History 45 (4), 2005, S. 495–520&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baby rhino skull, Teleoceras.jpg|mini|Schädel eines Jungtiers]]&lt;br /&gt;
Weitere Untersuchungen anhand der Funde aus der Ash-Hollow-Formation zeigten ein Überwiegen weiblicher Tiere gegenüber männlichen, welche zudem hauptsächlich von kräftigen Bullen repräsentiert werden. Dies führte zum Schluss, dass die Gruppenstrukturen ähnlich aufgebaut waren wie bei den rezenten Nashörnern mit dominanten Bullen, deren Territorien von kleinen familiären Gruppenbildungen aus Kühen und Jungtieren umgeben waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mead&amp;quot;/&amp;gt; Die zahlreichen Fossilien aus der Alachua-Formation, die nicht auf ein so katastrophales Ereignis wie in der Ash-Hollow-Formation zurückgehen, zeigen zudem, dass die Sterblichkeitsrate unter subadulten Tieren und Jungbullen am höchsten war. In Verbindung mit zahlreichen, teils auch verheilten Rippenbrüchen und Kopfverletzungen wird dies auf eine starke [[Aggression]] im Dominanz- und Territorialkampf unter den Bullen zurückgeführt, was wiederum Parallelen bei den heutigen Nashörnern aufweist. Die dolchartigen Schneidezähne männlicher Tiere zeigen zudem markante Schleifflächen, wie sie auch bei den heutigen asiatischen Nashörnern auftreten. Demnach wurden in den innerartlichen Kämpfen bei &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; von den Bullen analog zu den rezenten Nashornarten mit funktionaler vorderer Bezahnung vor allem die Schneidezähne eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2005&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew C. Mihlbachler: &amp;#039;&amp;#039;Demography of late Miocene rhinoceroses (Teleoceras proterum and Aphelops malacorhinus) from Florida: linking mortality and sociality in fossil assemblages.&amp;#039;&amp;#039; Paleobiology, 29 (3), 2003, S. 412–428&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den auf Gewalteinwirkungen zurückzuführenden Verletzungen bei &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; sind auch vereinzelt pathologische Veränderungen nachgewiesen. So weisen einige, vor allem junge, drei bis vierjährige Kälber eine [[Zahnschmelzhypoplasie]] an den Milchprämolaren auf, die auf bestimmte [[Stress]]faktoren zurückgeführt werden. Einige Forscher bringen derartige Fehlbildungen mit der Verjagung des Kalbes durch das Muttertier im Zuge einer kurz bevorstehenden neuen Geburt in Verbindung. Die Mutter-Kalb-Trennung im Alter von rund drei Jahren ist bei den heutigen Nashörnern ebenfalls zu beobachten und möglicherweise war dieses spezifische Verhalten schon bei  fossilen Nashornarten ausgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred J. Mead: &amp;#039;&amp;#039;Enamel hypoplasia in Miocene Rhinoceroses (Teleoceras) from Nebraska: Evidence of severe physiological stress.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Vertebrate Paleontology 19 (2), 1999, S. 391–397&amp;lt;/ref&amp;gt; Abseits der pathologischen Veränderungen bei Jungtieren konnte anhand der Gliedmaßenknochen unterschiedlich alter Individuen gezeigt werden, dass das Wachstum während der [[Ontogenese]] überwiegend [[Isometrie|isometrisch]] verlief, ähnlich wie bei vielen heutigen Großsäugetieren ebenfalls.&amp;lt;ref&amp;gt;Sunshyne M. Santos, Donald R. Prothero, Kristin I. Watmore und Ed Welsh: &amp;#039;&amp;#039;How did extinct rhinoceros limbs grow? Allometric growth in rhinoceros limbs.&amp;#039;&amp;#039; New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin 100, 2025, S. 207–211&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des flusspferdartigen [[Habitus (Biologie)|Habitus]] von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; mit walzenförmigen Körper und kurzen Beinen wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine eher semiaquatische Lebensweise angenommen, eine Ansicht, die sich sehr lange hielt. Dem widersprechen aber die hochkronigen Backenzähne und der allgemeine Schädelbau mit einer eher zurückgesetzten Lage der [[Orbita]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mead&amp;quot;/&amp;gt; Analysen an Pflanzenresten, die am [[Zungenbein]] einiger Fossilien der Ash-Hollow-Formation gefunden wurden, ergaben ein Überwiegen von harter, [[Gräser|grashaltiger]] Nahrung, was das häufige Vorkommen von Pollen von [[Barriochloa]]-Gräsern aufzeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voorhies et al. 1979&amp;quot;/&amp;gt; Auf eine derartige [[kieselsäure]]haltige Nahrungsquelle weisen überdies auch charakteristische Schleifspuren an den Backenzähnen und durchgeführte [[Isotopenuntersuchung]]en hin. Demnach lebte &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; in offenen Landschaften, wobei die besondere Kurzgliedrigkeit dieser Nashorngattung eine extrem starke Anpassung an dieses [[Biotop]] darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mead&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2005&amp;quot;/&amp;gt; [[Isotopenanalyse]]n an Zähnen von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; aus der Ash-Hollow-Formation zeigen nur wenige Schwankungen im [[Kohlenstoff]]gehalt. Dies kann dahingehend gedeutet werden, dass die Tiere eher standorttreu waren und nur wenige jährliche Wanderungen unternahmen. Möglicherweise begegneten sie dem jahreszeitlich bedingten wechselnden Nahrungsangebot mit einer flexibleren Ernährungsweise. Die geringen räumlichen Wanderungen schließen aber soziale Migrationen während der Paarungszeit nicht aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Clark T. Ward, Brooke E. Crowley und Ross Secord: &amp;#039;&amp;#039;Enamel carbon, oxygen, and strontium isotopes reveal limited mobility in an extinct rhinoceros at Ashfall Fossil Beds, Nebraska, USA.&amp;#039;&amp;#039; Scientific Reports 15, 2025, S. 11651, [[doi:10.1038/s41598-025-94263-z]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Aceratheriinae nach Lu et al. 2023&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lu et al. 2023&amp;quot;&amp;gt;Xiao-Kang Lu, Tao Deng und Luca Pandolfi: &amp;#039;&amp;#039;Reconstructing the phylogeny of the hornless rhinoceros Aceratheriinae.&amp;#039;&amp;#039; Frontiers in Ecology and Evolution 11, 2023, S. 1005126, [[doi:10.3389/fevo.2023.1005126]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Aceratheriinae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Floridaceras]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
      |1={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Diaceratherium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Aprotodon]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Mesaceratherium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Galushaceras]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Chilotheridium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
               |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Plesiaceratherium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
               |2={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Dromoceratherium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                  |2={{Klade&lt;br /&gt;
                     |label1=&amp;amp;nbsp;[[Teleoceratini]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
                     |1={{Klade&lt;br /&gt;
                        |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Alicornops]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                        |2={{Klade&lt;br /&gt;
                           |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Prosantorhinus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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                           }}&lt;br /&gt;
                        }}&lt;br /&gt;
                     |label2=&amp;amp;nbsp;[[Aceratheriini]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
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{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der nordamerikanischen Nashörner nach Prothero 2005&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prothero 2005&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Rhinocerotidae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
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      |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Teletaceras]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Penetrigonias]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
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            |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Amphicaenopus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |3={{Klade&lt;br /&gt;
               |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Subhyracodon]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
               |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Diceratherium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
               |3=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Skinneroceras]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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                  |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Menoceras]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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                     |1={{Klade&lt;br /&gt;
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&amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Nashörner]] (Rhinocerotidae) und gehört innerhalb dieser zur Unterfamilie der [[Aceratheriinae]]. Hierbei handelt es sich um mittelgroße bis große Tiere, die sich durch das Fehlen bzw. der Ausprägung eines nur sehr kleinen Hornes auszeichnen. Innerhalb der Unterfamilie Aceratheriinae ist &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; Mitglied der [[Tribus (Biologie)|Tribus]] der [[Teleoceratini]], die gegenüber ihrer grazileren Schwesterklade, den [[Aceratheriini]], durch ihren [[Flusspferde|flusspferdartigen]] Körperbau auffallen. Nahe verwandte Gattungen sind das auch in [[Eurasien]] verbreitete, teils riesige &amp;#039;&amp;#039;[[Brachypotherium]]&amp;#039;&amp;#039;, während die ebenfalls in Nordamerika auftretenden Formen &amp;#039;&amp;#039;[[Floridaceras]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Diaceratherium]]&amp;#039;&amp;#039; weiter außerhalb stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Heissig und Oldřich Fejfar: &amp;#039;&amp;#039;Die fossilen Nashörner (Mammalia, Rhinocerotidae) aus dem Untermiozän von Tuchorice in Nordwestböhmen.&amp;#039;&amp;#039; Sborník Národního Muzea v Praze – Acta Musei Nationalis Pragae (series B, Natural History) 63 (1), 2007, S. 19–64&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Heissig: &amp;#039;&amp;#039;Family Rhinocerotidae.&amp;#039;&amp;#039; In: Gertrud E. Rössner und Kurt Heissig: &amp;#039;&amp;#039;The Miocene land mammals of Europe.&amp;#039;&amp;#039; München, 1999, S. 175–188&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Arten wurden von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; beschrieben, heute anerkannt sind folgende:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prothero 2005&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Short et al. 2019&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. aepysoma&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Rachel A. Short|Short]], [[Steven C. Wallace|Wallace]] &amp;amp;  [[Laura G. Emmert|Emmert]]}}, 2019&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. americanum&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Daniel Yatkola|Yatkola]] &amp;amp; [[Lloyd G. Tanner|Tanner]]}}, 1979)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. brachyrhinum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Donald R. Prothero|Prothero]]}}, 2005&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. fossiger&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Edward Drinker Cope|Cope]]}}, 1878)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. guymonense&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Prothero}}, 2005&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. hicksi&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Harold J. Cook|Cook]]}}, 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. major&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[John Bell Hatcher|Hatcher]]}}, 1894&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. medicornutum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Henry Fairfield Osborn|Osborn]]}}, 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. meridianum&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Joseph Leidy|Leidy]]}}, 1865)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. proterum&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|Leidy}}, 1885)&lt;br /&gt;
Die einzelnen Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; zeigen eine höhere Variabilität bezüglich der Hornausprägung, der Körperform und der proportionalen Gliedmaßenlänge. Außerdem finden sich Unterschiede im Skelettdetail, etwa der Ausprägung eines vierten, in seiner Größe stark reduzierten  Zehs am Vorderfuß (Strahl V; die urtümlicheren vierzehigen Nashörner Nordamerikas gelten seit dem ausgehenden [[Oligozän]] als ausgestorben), die Größe des Naseninnenraums sowie die verhältnismäßige Länge der Prämolaren. Daher wird eine Revision der Gattung angemahnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Short et al. 2019&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erstbeschreibung|Erstmals beschrieben]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; 1894 in einem kurzen Aufsatz vom US-amerikanischen [[Paläontologie|Paläontologen]] [[John Bell Hatcher]]. Die Bestimmung erfolgte anhand von Schädelfunden in den &amp;#039;&amp;#039;Loup Fork Beds&amp;#039;&amp;#039; im [[Sheridan County (Nebraska)|Sheridan County]] in Nebraska. Der Gattungsname leitet sich von den [[Griechische Sprache|griechischen]] Wörtern &amp;#039;&amp;#039;τῆλε&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;téle&amp;#039;&amp;#039; „fern“) und &amp;#039;&amp;#039;κέρας&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;kéras&amp;#039;&amp;#039; „Horn“) ab und bezieht sich auf die Lage des Horns direkt auf der Spitze des Nasenbeins.&amp;lt;ref&amp;gt;John Bell Hatcher: &amp;#039;&amp;#039;A median horned rhinoceros from the Loup fork beds of Nebraska.&amp;#039;&amp;#039; The American Geologist 13 (3) (March), 1894, S. 149–150&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde die Eigenständigkeit der Gattung relativ spät erkannt, da mit &amp;#039;&amp;#039;Rhinoceros meridianum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039; Aphelops fossiger&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rhinoceros proteros&amp;#039;&amp;#039; zuvor drei &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039;-Arten beschrieben und jeweils anderen Nashorngruppen zugewiesen worden waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prothero 2005&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das früheste Auftreten von &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; in Nordamerika ist im frühen [[Miozän]] (lokalstratigraphisch [[Hemingfordium]] vor etwa 20,9 Millionen Jahren) zu verzeichnen. Zu den frühesten Arten gehört &amp;#039;&amp;#039;T. americanum&amp;#039;&amp;#039;, das ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Brachypotherium&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Esperanza Cerdeño: &amp;#039;&amp;#039;Diversity and evolutionary trends of the family Rhinocerotidae (Perissodactyla).&amp;#039;&amp;#039; Palaeo 141, 1998, S. 13–34&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu jener Zeit existierten in Nordamerika zwei Nashornlinien, die sich durch unterschiedliche Ernährungsweisen auszeichneten. Die [[Aceratheriini]], vor allem &amp;#039;&amp;#039;[[Aphelops]]&amp;#039;&amp;#039;, waren weitgehend auf weiche Pflanzenkost spezialisiert (&amp;#039;&amp;#039;browsing&amp;#039;&amp;#039;), während die Teleoceratini mit &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; harte Pflanzennahrung bevorzugten (&amp;#039;&amp;#039;grazing&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Donald R. Prothero, Claude Guérin und Earl Manning: &amp;#039;&amp;#039;The history of Rhinocerotoidea.&amp;#039;&amp;#039; In: Donald R. Prothero und R. M. Schoch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The evolution of the Perissodactyls.&amp;#039;&amp;#039; New-York, 1989, S. 321–340&amp;lt;/ref&amp;gt; Bemerkenswert bei &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; ist, dass die Vertreter der Gattung im Laufe ihrer [[Stammesgeschichte]] an Körpergröße zunahmen, was mit &amp;#039;&amp;#039;T. fossiger&amp;#039;&amp;#039; zu Beginn des späten Miozän vor rund 10 Millionen Jahren kulminierte. Einige spätere Arten wie &amp;#039;&amp;#039;T. guymonense&amp;#039;&amp;#039; waren dann wieder wesentlich kleiner. Gegen Ende des Miozäns und zu Beginn des [[Pliozän]]s starb &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; infolge von klimatischen Änderungen in Form von Abkühlung aus. [[Isotopenanalyse]]n zeigten, dass das Verschwinden der Nashorngattung mit dem Ablösen der [[C3-Pflanze|C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gräser]] durch [[C4-Pflanze|C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gräser]] einhergeht, verbunden möglicherweise mit einer Verkürzung der Wachstumsphase der Pflanzen im Zuge der Klimaabkühlung. Im Gegensatz zu den gleichzeitig auftretenden [[Equidae|Pferden]] konnte sich &amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039; nur bedingt an die veränderten Nahrungsgrundlagen anpassen und unterlag somit einem zunehmenden Umweltstress, zumal C&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen weniger Nährstoffe enthalten und schwerer verdaulich sind als C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Pflanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prothero 2005&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bian Wang und Ross Secord: &amp;#039;&amp;#039;Paleoecology of Aphelops and Teleoceras (Rhinocerotidae) through an interval of changing climate and vegetation in the Neogene of the Great Plains, central United States.&amp;#039;&amp;#039; Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 542, 2020, S. 109411, [[doi:10.1016/j.palaeo.2019.109411]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Teleoceras|&amp;#039;&amp;#039;Teleoceras&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nashörner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhinocerotidae]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbener Unpaarhufer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DagdaMor</name></author>
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