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	<title>Telaprevir - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T17:19:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Telaprevir&amp;diff=2455205&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
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		<updated>2026-01-24T10:39:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel  = [[Datei:Telaprevir.svg|250px|alt=|Strukturformel von Telaprevir]]&lt;br /&gt;
| Freiname        = Telaprevir&lt;br /&gt;
| Summenformel    = C&amp;lt;sub&amp;gt;36&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;53&amp;lt;/sub&amp;gt;N&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|402957-28-2}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer       = 609-814-6&lt;br /&gt;
| ECHA-ID         = 100.129.857&lt;br /&gt;
| PubChem         = 3010818&lt;br /&gt;
| ChemSpider      = 2279948&lt;br /&gt;
| DrugBank        = DB05521&lt;br /&gt;
| ATC-Code        = {{ATC|J05|AE}}&lt;br /&gt;
| Wirkstoffgruppe = [[Virostatikum|Virostatika]]&lt;br /&gt;
| Wirkmechanismus = [[Proteaseinhibitor|Proteaseinhibition]]&lt;br /&gt;
| Beschreibung    = &lt;br /&gt;
| Molare Masse    = 679,9 [[Gramm|g]]·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte          = &amp;lt;!--g·[[Meter|cm]]&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt    = &amp;lt;!--[[Grad Celsius|°C]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt      = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck      = &amp;lt;!--h[[Pascal (Einheit)|Pa]] (? °C)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| pKs             = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit     = &lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz   = NV&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme = {{GHS-Piktogramme-klein|/}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort  = &lt;br /&gt;
| H               = {{H-Sätze|/}}&lt;br /&gt;
| EUH             = {{EUH-Sätze|/}}&lt;br /&gt;
| P               = {{P-Sätze|/}}&lt;br /&gt;
| Quelle P        = &amp;lt;!--&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle P-Sätze&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| MAK             = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Telaprevir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein virenhemmend ([[virostatisch]]) wirksamer [[Arzneistoff]] aus der noch neuen Substanzklasse der [[HCV-Proteaseinhibitor]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telaprevir wurde in den USA im Mai 2011 als &amp;#039;&amp;#039;Incivek&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; (Pharmazeutischer Unternehmer: [[Vertex Pharmaceuticals]]) und in der EU im September 2011 als &amp;#039;&amp;#039;Incivo&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; (Pharmazeutischer Unternehmer: [[Janssen Pharmaceutica|Janssen-Cilag International N.V.]]) ausschließlich in Kombination mit den beiden antiviralen Wirkstoffen [[Peginterferon α]] und [[Ribavirin]] für die Behandlung der chronischen [[Hepatitis C|Hepatitis-C]]-Virusinfektion bei Erwachsenen zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/human/medicines/002313/human_med_001487.jsp&amp;amp;mid=WC0b01ac058001d124 Informationen zu &amp;#039;&amp;#039;Incivo&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website der [[Europäische Arzneimittelagentur|Europäischen Arzneimittelagentur]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Vertex Pharmaceuticals hat die Vermarktung von &amp;#039;&amp;#039;Incivek&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; Ende 2014 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://blogs.wsj.com/pharmalot/2014/08/12/from-riches-to-rags-vertex-discontinues-incivek-as-sales-evaporate/ |title=From Riches to Rags: Vertex Discontinues Incivek as Sales Evaporate |accessdate=2015-12-01 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.catie.ca/en/news/hepcinfo-updates/2015-01-07 |title=Telaprevir discontinued in Canada |accessdate=2015-12-01 |archiveurl=https://web.archive.org/web/20151208075751/http://www.catie.ca/en/news/hepcinfo-updates/2015-01-07 |archivedate=2015-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Janssen hat die Vermarktung von &amp;#039;&amp;#039;Incivo&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; in der EU 2016 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.eatg.org/press/eatg-welcomes-the-removal-of-incivo-telaprevir-from-eu-markets/ eatg.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telaprevir ist [[Peroral|oral]] wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsmechanismus ==&lt;br /&gt;
Telaprevir hemmt die [[Viren|virale]] NS3.4A-[[Protease]] des [[Hepatitis-C-Virus]] (HCV) vom [[Genotyp]]&amp;amp;nbsp;1, indem es reversibel an eine [[Serin]]gruppe im aktiven Zentrum der Protease bindet. Die Bildung der viralen Proteine durch Zerlegung des primär gebildeten viralen [[Polyprotein]]s wird dadurch an der Stelle der Abspaltung des Nicht-Strukturproteins&amp;amp;nbsp;3 unterbunden und die [[Viren#Vermehrung und Verbreitung|Virusvermehrung]] in HCV-infizierten Wirtszellen wird blockiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
Telaprevir ist in Kombination mit Peginterferon-alfa und Ribavirin angezeigt zur Behandlung einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus vom Genotyp&amp;amp;nbsp;1 bei erwachsenen Patienten mit kompensierter Lebererkrankung (einschließlich [[Zirrhose]]), die entweder noch keine Behandlung erhalten haben, auf eine Behandlung nicht angesprochen oder aber einen Rückfall erlitten haben. Von einer kompensierten Lebererkrankung spricht man, wenn die Leber zwar geschädigt ist, aber noch eine normale Funktion aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2013/20130409.pdf Fachinformation Incivo] (PDF; 274&amp;amp;nbsp;kB) akdae.de, Stand März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirksamkeit von &amp;#039;&amp;#039;Incivo &amp;#039;&amp;#039; wurde in [[placebo]]kontrollierten [[Phase-III-Studie]]n gezeigt, wobei in den Hauptstudien 1095 unbehandelte sowie 663 vorab erfolglos behandelte Patienten mit chronischer Infektion mit Hepatitis&amp;amp;nbsp;C vom Genotyp&amp;amp;nbsp;1 und kompensierter Lebererkrankung teilnahmen. Alle Patienten erhielten außerdem Peginterferon α und Ribavirin. In einer weiteren Studie wurde die Wirkung unterschiedlich langer Peginterferon α / Ribavirin-Therapien (entweder 6 oder 12 Monate) in Kombination mit einer dreimonatigen Telaprevir-Behandlung verglichen. Der Hauptindikator für die Wirksamkeit war die Zahl an Patienten, bei denen sechs Monate nach dem Ende der Behandlung keine Virus-[[RNA]] im Blut mehr nachweisbar war (&amp;#039;&amp;#039;sustained virologic response&amp;#039;&amp;#039;, SVR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Studien führte die zusätzliche Gabe von Telaprevir über drei Monate zusätzlich zur aktuellen Standardtherapie mit Peginterferon α und Ribavirin zu einem signifikant höheren dauerhaften virologischen Ansprechen (75 % bei erstmals behandelten Patienten, 88 % bei erfolglos vorbehandelten Patienten) im Vergleich zur alleinigen Anwendung der Standardtherapie (44 % bei erstmals behandelten Patienten, 24 % bei erfolglos vorbehandelten Patienten). Die dritte Studie ergab, dass bei mit Telaprevir behandelten Patienten eine sechsmonatige Peginterferon α/Ribavirin-Therapie ebenso wirksam war wie eine zwölfmonatige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbeschränkungen und Nebenwirkungen ==&lt;br /&gt;
Telaprevir ist [[Kontraindikation|kontraindiziert]] bei Patienten mit entsprechender Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, ferner bei gleichzeitiger Anwendung von Klasse-Ia oder -III-[[Antiarrhythmika]]. Wegen der zwingend gleichzeitig stattfindenden Behandlung mit Peginterferon α und Ribavirin verbietet sich dadurch die Anwendung von Telaprevir in der Schwangerschaft. Da Telaprevir einen starken Hemmstoff für die [[Cytochrom P450|CYP3A]] darstellt, ist seine Anwendung bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneistoffen, deren [[Clearance (Medizin)|Clearance]] in hohem Maße vom gleichen Enzymsystem abhängt und bei denen erhöhte Plasmakonzentrationen schwerwiegende bzw. lebensbedrohliche Folgen haben können, ebenfalls kontraindiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es können zahlreiche [[Nebenwirkungen]] unter der Tripeltherapie Telaprevir/Peginterferon α/Ribavirin auftreten, unter denen [[Anämie]], Hautausschlag, [[Thrombozytopenie]], [[Lymphozytopenie]], Juckreiz ([[Pruritus]]), Durchfall und [[Übelkeit]] am häufigsten beobachtet wurden. Die Hautreaktionen können mitunter sehr schwer sein, es sind bereits zwei Fälle einer [[Toxische epidermale Nekrolyse|toxischen epidermalen Nekrolyse]] (TEN) bekannt, wovon eine tödlich endete. Auch wenn die Umstände noch nicht ganz geklärt sind, liegt eine Warnung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2013/20130409.pdf Vorgehensweise bei Auftreten schwerer Hautreaktionen in Verbindung mit einer INCIVO Therapie] (PDF; 361&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Charakterisierung ==&lt;br /&gt;
Die [[Synthese (Chemie)|synthetisch]] hergestellte Substanz Telaprevir hat sechs [[Chiralität (Chemie)|chirale]] Zentren und ist [[Optische Aktivität|optisch aktiv]]. Die pharmakologische Wirksamkeit ist sehr abhängig von der Konformation des Moleküls, so weist beispielsweise das &amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;-[[Diastereomer]] des Telaprevir namens VRT-127394 nur ein dreißigstel der Wirksamkeit von Telaprevir selbst auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Telaprevir ist so gut wie wasserunlöslich und mäßig löslich in [[Ethanol]]. Arzneilich verwendet wird eine wasserfreie kristalline Modifikation, die &amp;#039;&amp;#039;Form A&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Nutzenbewertung (§ 35a SGB V) ==&lt;br /&gt;
Eine Beschlussfassung hinsichtlich des Zusatznutzen von Telaprevir – aufgrund § 35a [[Fünftes Buch Sozialgesetzbuch|SGB&amp;amp;nbsp;V]] ([[Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz|AMNOG]]) ([[Arzneimittel-Nutzenbewertungsverordnung|frühe Nutzenbewertung]]) – durch den [[Gemeinsamer Bundesausschuss|Gemeinsamen Bundesausschuss]] (G-BA) fand Ende März 2012 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/21/ Frühe Nutzenbewertung (§ 35a SGB V).] WebSite des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut G-BA ist der Zusatznutzen für den Wirkstoff Telaprevir nicht quantifizierbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/436/ Frühe Nutzenbewertung: G-BA trifft sechs weitere Entscheidungen], Pressemitteilung G-BA vom 29. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.g-ba.de/downloads/39-261-1469/2012-03-29_AM-RL-XII_Telaprevir_BAnz.pdf BMG: Bekanntmachung eines Beschlusses.] (PDF; 388&amp;amp;nbsp;kB), Veröffentlichung im Bundesanzeiger {{BAnz|AT 10.05.2012 B3}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine eher positive Bewertung durch das [[Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen]] (IQWiG) war vorher erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iqwig.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen/telaprevir_zusatznutzen_fur_bestimmte_patienten_mit_hepatitis_c.2450.html Telaprevir: Zusatznutzen für bestimmte Patienten mit Hepatitis&amp;amp;nbsp;C.] [[Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen]] (IQWiG), Pressemeldung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Proteaseinhibitor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrazin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aromatisches Carbonsäureamid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cyclohexylverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrrolidin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cyclopentan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cyclopropylverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keton]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethansäureamid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkansäureamid]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
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