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	<title>Team Merzario - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Schreibweise&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Formel-1-Team&lt;br /&gt;
| kurzname          = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merzario&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| logo              =&lt;br /&gt;
| langname          = Team Merzario&lt;br /&gt;
| aktives_team      = nein&lt;br /&gt;
| firma             =&lt;br /&gt;
| firmensitz        = [[Carate Brianza]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
| teamchef          = [[Arturo Merzario]]&lt;br /&gt;
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| fahrer            =&lt;br /&gt;
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| debut_jahr        = 1977&lt;br /&gt;
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| letztes_jahr      = 1979&lt;br /&gt;
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| konst_wm          = 0&lt;br /&gt;
| fahrer_wm         = 0 – bestes Ergebnis: 41. ([[Automobil-Weltmeisterschaft 1977|1977]])&lt;br /&gt;
| siege             = –&lt;br /&gt;
| poles             = –&lt;br /&gt;
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| punkte            = 0&lt;br /&gt;
| datenstand        =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merzario&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein italienischer Rennstall, der von 1977 bis 1979 in der [[Formel 1]] antrat und bis Mitte der 1980er in verschiedenen anderen Formelserien aktiv war. Teamgründer und -chef war [[Arturo Merzario]], der die meisten Renneinsätze in der Formel 1 selbst bestritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mezario holds court.jpg|mini|Teamchef, Konstrukteur und Fahrer: Arturo Merzario (2009)]]&lt;br /&gt;
Der italienische Rennfahrer Arturo Merzario war [[Automobil-Weltmeisterschaft 1972|1972]] und [[Automobil-Weltmeisterschaft 1973|1973]] als Werksfahrer der [[Scuderia Ferrari]] bei Formel-1-Rennen an den Start gegangen. Danach fuhr er zwei Jahre lang für das wirtschaftlich angeschlagene britische [[Frank Williams Racing Cars|Team von Frank Williams]], bevor er für die [[Automobil-Weltmeisterschaft 1976|Saison 1976]] einen Werksvertrag bei [[March Engineering]] erhielt. Nach dem Ende des Jahres verlängerte March den Vertrag mit Merzario nicht. Merzario gründete daraufhin in der [[Lombardei|lombardischen]] Gemeinde [[Carate Brianza]] ein eigenes Team, das 1977 mit einem Kundenfahrzeug von March antrat. Als March Ende 1977 sein Formel-1-Engagement einstellte, entfiel künftig auch die Unterstützung für die Kundenfahrzeuge. Um weiter in der Formel 1 antreten zu können, entschied sich Merzario daraufhin für die Konstruktion eigener Rennwagen. Das Team Merzario baute in zwei Jahren insgesamt vier Fahrzeugtypen, die jeweils eigenständige Bezeichnungen trugen, technisch aber miteinander verwandt waren. Regelmäßige Rennteilnahmen gab es nur 1977 mit dem Original-March und 1978 mit den ersten eigenen Fahrzeugen, die sich eng am March-Chassis orientieren. 1979 hingegen qualifizierte sich das Team Merzario mit den weiterentwickelten Autos nur zu zwei Weltmeisterschaftsläufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Saison 1980 gab Merzario das Formel-1-Engagement auf. Von 1980 bis 1984 trat das Team noch als Konstrukteur in der [[Formel-2-Europameisterschaft|Formel 2]] und später der [[Italienische Formel-3-Meisterschaft|italienischen Formel 3]] an, ohne dabei nennenswerte Erfolge zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Team Merzario in der Formel 1 ==&lt;br /&gt;
=== Merzario als Konstrukteur ===&lt;br /&gt;
==== Vorgeschichte: Ein alter Kunden-March ====&lt;br /&gt;
Das Team Merzario debütierte in der Formel 1 als reines Kundenteam. Merzario meldete 1977 ein Auto, das die Bezeichnung [[March 761|761B]] trug. Sein Chassis war der 761B/2, der Ende 1976 neu aufgebaut worden war und den das March-Werksteam bei den ersten Weltmeisterschaftsläufen 1977 für [[Alex-Dias Ribeiro]] eingesetzt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oldracingcars.com/march/761b/2 Renngeschichte des March 761B/2 auf der Internetseite www.oldracingcars.com] (abgerufen am 23. Oktober 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass es sich dabei um ein Auto handelte, das nicht auf aktuellem Stand der Technik war. Eine Quelle geht davon aus, dass der 761B/2 das Monocoque des 761/1 nutzte, der 1976 im March-Werksteam für [[Vittorio Brambilla]] eingesetzt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oldracingcars.com/march/761/ Übersicht über die einzelnen Exemplare des March 761 auf der Internetseite www.oldracingcars.com] (abgerufen am 23. Oktober 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitglieder von Merzarios Team waren dagegen der Ansicht, dass der 761B/2 ungeachtet seiner Meldebezeichnung tatsächlich ein Chassis aus dem Jahr 1975 (Typ March 751) war, das für die Saison 1976 lediglich eine neue Karosserie erhalten hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rejects&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120530090806/http://f1rejects.com/teams/merzario/profile.html Abriss über die Geschichte des Teams Merzario auf der Internetseite www.f1rejects.com] (archivierte Version), abgerufen am 23. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Ribeiro zum Großen Preis von Spanien 1977 wiederum einen neuen 761B (Chassisnummer 761B/3) erhielt, gab March den 761B/2 in der Woche vor dem Rennen an Merzario ab. Als Antrieb diente ein Achtzylinder-Saugmotor von [[Cosworth]] (Typ DFV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eigene Konstruktionen ====&lt;br /&gt;
Der Wechsel vom Kundenteam zum Konstrukteur vollzog sich zum Beginn der Saison 1978. Insgesamt entstanden fünf eigene Merzario-Modelle ([[Merzario A1/1|A1/1]], [[Merzario A1/2|A1/2]], [[Merzario A2|A2]], [[Merzario A3|A3]] und [[Merzario A4|A4]]), von denen die ersten vier mehr oder weniger deutlich von Merzarios altem March 761B abgeleitet waren. Allen Modellen gemein war der Antrieb durch einen [[Achtzylindermotor|Achtzylindersaugmotor]] von Cosworth (DFV). [[Monocoque]]s und Aufhängungsteile wurden vielfach untereinander getauscht. Der Merzario A1/1 von 1978 verwendete ein neu aufgebautes Chassis, das die Grundzüge des March 761B kopierte. Dieses nachgebaute Monocoque fand sich 1979 im Merzario A3 wieder. Der äußerlich mit dem A1/1 identische A1/2 (1978) und der vom A1/2 abgeleitete A2 (1979) nutzten das Original-Monocoque des March 761B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Team Merzario scheiterte als Konstrukteur. Die selbst entworfenen Autos waren übergewichtig, unausgereift und von Improvisationen geprägt. Der A1 war im Grunde technisch veraltet. Seit 1978 war die Dominanz von Autos mit [[Bodeneffekt|Groundeffect]] absehbar. Keine der Versionen des A1, dessen technische Konzeption auf das Jahr 1975 zurückging, erfüllte diese Anforderungen; gleiches gilt für das Interimsmodell A2. Die Modelle A1/1, A1/2 und A2 waren nicht auf die Erzielung eines [[Bodeneffekt|Ground-Effects]] ausgerichtet. Erst der A3, der im Frühjahr 1979 vorgestellt wurde, hatte Flügelprofile unter den Seitenkästen und wurde als &amp;#039;&amp;#039;Wing Car&amp;#039;&amp;#039; angekündigt. Tatsächlich trat beim A3 allerdings nahezu kein Bodeneffekt ein. Wesentlicher Grund dafür war das alte March-Monocoque, das so breit war, dass in den Seitenkästen nur schmale Flügelprofile untergebracht werden konnten, die kaum Ansaugwirkung produzierten.&amp;lt;ref&amp;gt;David Hodges: &amp;#039;&amp;#039;Rennwagen von A–Z nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem sich der A3 als erfolglos erwiesen hatte, gab Merzario das Auto auf. Statt es weiterzuentwickeln, übernahm das Team Ende Mai 1979 ein Chassis und zahlreiche Ausrüstungsgegenstände des deutschen Rennstalls [[Willi Kauhsen Racing Team|Kauhsen]], der im Anschluss an den [[Großer Preis von Belgien 1979|Großen Preis von Belgien]] nach nur drei Rennen den Betrieb eingestellt hatte. Merzario sah darin eine Möglichkeit, preiswert und kurzfristig an ein zeitgemäßes Chassis zu gelangen, denn Kauhsens Autos waren von Beginn an als &amp;#039;&amp;#039;Wing Cars&amp;#039;&amp;#039; ausgelegt; vor allem hatten sie ein weitaus schmaleres Monocoque als Merzarios alte Konstruktionen. Allerdings waren die Kauhsen-Chassis bei ihren drei Einsätzen ähnlich erfolglos gewesen wie Merzarios A3. Willi Kauhsen hatte seine Autos von Rennsportlaien konstruieren lassen; die Fahrzeuge galten als „Flop des Jahres.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prüller&amp;quot;&amp;gt;Heinz Prüller: &amp;#039;&amp;#039;Knall und Fall.&amp;#039;&amp;#039; Auto Motor und Sport. Heft 6, 1987, S. 288.&amp;lt;/ref&amp;gt; Merzario ließ ein Kauhsen-Chassis überarbeiten und meldete es ab dem Sommer 1979 unter der Bezeichnung Merzario A4. Auch in dieser Form war die Konstruktion erfolglos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die einzelnen Jahre ===&lt;br /&gt;
==== 1977: Beginn mit einem zwei Jahre alten Kundenauto ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1977 March-Cosworth 761.jpg|mini|March 761, mit dem das Team seine ersten Saisonrennen bestritt (baugleiches Modell)]]&lt;br /&gt;
Team Merzario debütierte zum ersten europäischen Weltmeisterschaftslauf der [[Automobil-Weltmeisterschaft 1977|Formel-1-Saison 1977]], dem [[Großer Preis von Spanien 1977|Großen Preis von Spanien]] in [[Circuito del Jarama|Jarama]]. Bei diesem Rennen waren insgesamt sechs Fahrzeuge von March gemeldet (Typ 761 oder 761B). Arturo Merzario war im Training der zweitschnellste March-Pilot und qualifizierte sich für den 21. Startplatz. Das Rennen beendete er allerdings nicht. In der 17. Runde fiel er nach einem Aufhängungsschaden aus. Beim anschließenden Rennen in [[Großer Preis von Monaco 1977|Monaco]] war Merzario der schnellste der insgesamt vier March-Piloten. Seine Rundenzeiten reichten dennoch nicht für eine Qualifikation. Der [[Großer Preis von Belgien 1977|Große Preis von Belgien]] in [[Circuit Zolder|Zolder]] war das dritte Rennen des Teams. Auch hier war Merzario der schnellste Fahrer mit einem March-Chassis. Er qualifizierte sich für den 14. Startplatz, der das beste Qualifikationsergebnis in der dreijährigen Formel-1-Geschichte des Teams darstellte. Im Rennen kam Merzario mit fünf Runden Rückstand auf den Sieger als 14. und Letzter ins Ziel; eine defekte Benzinpumpe hatte ihn im Laufe des Rennens zurückgeworfen. Es war die erste und zugleich letzte Zielankunft eines Autos, das vom Team Merzario gemeldet wurde. Den [[Großer Preis von Schweden 1977|Großen Preis von Schweden]] ließ das Team aus. Bei den folgenden Rennen kam es zu technisch bedingten Ausfällen. In [[Großer Preis von Frankreich 1977|Frankreich]] beendete Merzario das Rennen nach einem Drittel wegen eines Getriebeschadens, in [[Großer Preis von Großbritannien 1977|Großbritannien]] nach dem Bruch der Antriebswelle. In [[Großer Preis von Deutschland 1977|Deutschland]] verpasste das Team Merzario die Qualifikation. In [[Großer Preis von Österreich 1977|Österreich]] trat es nicht an, weil Arturo Merzario vom [[Shadow Racing Cars|Shadow]]-Werksteam als Ersatz für [[Riccardo Patrese]] verpflichtet wurde. In den [[Großer Preis der Niederlande 1977|Niederlanden]] trat das Team Merzario erneut an, Arturo Merzario verpasste aber wiederum die Qualifikation. Nach dem Rennen entschied sich Merzario, die Saison abzubrechen, um sich auf das nächste Jahr vorzubereiten, in dem das Auto selbst konstruiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1978: Eine eigene March-Kopie ====&lt;br /&gt;
[[Automobil-Weltmeisterschaft 1978|1978]] war die erste Saison des Teams als Konstrukteur. Sie begann mit dem [[Merzario A1/1]], der dem March 761 sehr ähnelt und Aufkleber des neuen Hauptsponsors [[Marlboro (Zigarettenmarke)|Marlboro]] trug. Ganz überwiegend war Arturo Merzario der einzige Fahrer des Teams; nur in Italien setzte es einmalig ein zweites Auto für [[Alberto Colombo (Rennfahrer)|Alberto Colombo]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim ersten Saisonrennen im Januar 1978 in [[Großer Preis von Argentinien 1978|Argentinien]] qualifizierte sich Merzario für den 20. Startplatz. Damit ging er noch vor [[Didier Pironi]] im [[Tyrrell 008]] ins Rennen, das er nach neun Runden infolge eines Differenzialschadens beenden musste. In [[Großer Preis von Südafrika 1978|Südafrika]] und in den [[Großer Preis der USA West 1978|USA (West)]] gelang Merzario jeweils erneut die Qualifikation, in [[Long Beach Grand Prix Circuit|Long Beach]] allerdings nur, weil die vor ihm qualifizierten Piloten [[Rupert Keegan]] ([[Team Surtees|Surtees]]) und [[Hans Joachim Stuck]] ([[Shadow Racing Cars|Shadow]]) nach Trainingsunfällen nicht am Rennen teilnehmen konnten. Weder in Südafrika noch in den USA kam Merzario ins Ziel; Technikdefekte führten jeweils zu frühen Ausfällen. Der anschließende europäische Teil der Saison war von einer Reihe verpasster Qualifikationen ([[Großer Preis von Brasilien 1978|Brasilien]], [[Großer Preis von Spanien 1978|Spanien]], [[Großer Preis von Frankreich 1978|Frankreich]] und [[Großer Preis von Deutschland 1978|Deutschland]]) bzw. Vorqualifikationen ([[Großer Preis von Monaco 1978|Monaco]] und [[Großer Preis von Belgien 1978|Belgien]]) geprägt. Lediglich in [[Großer Preis von Schweden 1978|Schweden]] und in [[Großer Preis von Großbritannien 1978|Großbritannien]] schaffte es Merzario in die Startaufstellung. In Schweden kam er mit acht Runden Rückstand ins Ziel, wurde aber nicht gewertet, in Großbritannien fiel er wegen nachlassenden Motoröldrucks aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Sommers 1978 wurde der A1/1 durch den A1/2 ersetzt. Merzario fuhr den A1/2 erstmals im Training zum [[Großer Preis von Österreich 1978|Großen Preis von Österreich]]. Mit dem neuen Auto verpasste er die Qualifikation um zwei Hundertstelsekunden. Auch zum anschließenden Rennen in den [[Großer Preis der Niederlande 1978|Niederlanden]] in [[Circuit Zandvoort|Zandvoort]] gelang ihm die Qualifikation nicht; da Rupert Keegan (Surtees) jedoch im Warm-Up einen Unfall erlitten hatte und nicht starten konnte, rückte Merzario (wie bereits in Long Beach) ins Starterfeld nach. In seinem ersten Rennen fiel der A1/2 nach 40 Runden mit einem Motorschaden aus. In Italien qualifizierte sich Merzario im A1/2 regulär für den 22. Startplatz, fiel aber im Rennen erneut durch Motorschaden aus. In den [[Großer Preis der USA Ost 1978|USA (Ost)]] führte schließlich ein Getriebeschaden zum Rennausfall, und beim letzten Rennen der Saison in [[Großer Preis von Kanada 1978|Kanada]] verpasste Merzario noch einmal die Qualifikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der A1/1B kam noch einmal beim [[Großer Preis von Italien 1978|Großen Preis von Italien]] für Alberto Colombo als zweiten Fahrer des Teams zum Einsatz. Colombo scheiterte in [[Autodromo Nazionale Monza|Monza]] als mit Abstand langsamster Fahrer bereits an der Vorqualifikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1979: Drei Autos für eine Saison ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Merzario A2.jpg|mini|Merzario A3]]&lt;br /&gt;
Für die [[Automobil-Weltmeisterschaft 1979|Saison 1979]] ließ Merzario ein eigenes Groundeffect-Auto entwickeln, das als A3 angekündigt wurde. Die Einsatzbereitschaft dieses Modells verzögerte sich allerdings bis ins Frühjahr 1979. Die ersten vier Rennen der Saison, die bereits im Januar begann, bestritt Merzario daher mit dem neu präsentierten A2, der tatsächlich eng mit dem A1 verwandt war und von vornherein nur ein Interimsmodell darstellte.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Die Nomenklatur ist nicht einheitlich. Die meisten Quellen bezeichnen Merzarios Interimsmodell vom Januar 1979 als A2 und das danach präsentierte Wing Car als A3. Dieser Code wurde schon in zeitgenössischen Berichten verwendet (vgl. {{Webarchiv |url=http://www.merzariof1cars.flazio.com/#!/merzario-a3 |text=Geschichte und Beschreibung des Merzario A3 mit zeitgenössischen Abbildungen |wayback=20171025022210 |archiv-bot=}} (abgerufen am 25. Oktober 2017)). Einzelne spätere Publikationen weichen davon ab. Ausgehend davon, dass sie das Interimsmodell der frühen Saison 1979 als Mitglied der A1-Familie ansehen, bezeichnen sie es nicht als A2, sondern als A1B, und weisen dem ab April 1979 eingesetzten Groundeffect-Auto anstelle des Codes A3 die Bezeichnung A2 zu (z.&amp;amp;nbsp;B. David Hodges: &amp;#039;&amp;#039;Rennwagen von A–Z nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01477-7, S. 190, und Adriano Cimarosti: Das &amp;#039;&amp;#039;Jahrhundert des Rennsports&amp;#039;&amp;#039;, Motorbuch Verlag Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01848-9, S: 299.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Qualifikationstraining zum Auftaktrennen in [[Großer Preis von Argentinien 1979|Argentinien]] war Merzario im A2 mehr als 6 Sekunden langsamer als der Polesitter [[Jacques Laffite]] ([[Équipe Ligier|Ligier]]). Seine Zeit reichte für den 22. Startplatz. Damit ging er noch vor [[Niki Lauda]] im [[Brabham BT48]]-Alfa und vor [[René Arnoux]] im [[Renault RS01]] ins Rennen. Merzario fiel bereits in der ersten Rennrunde aus. In dem Versuch, der Kollision von [[Jody Scheckter]] ([[Scuderia Ferrari|Ferrari]]), [[Patrick Tambay]] ([[McLaren Racing|McLaren]]), [[Nelson Piquet]] ([[Brabham]]) und [[Didier Pironi]] ([[Tyrrell]]) zu entgehen, wich Merzario auf den Seitenstreifen aus. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Auto und beschädigte den A2 so stark, dass er für den Neustart, der nach einer Beseitigung der verunglückten Fahrzeuge erfolgte, nicht mehr repariert werden konnte. Bei den folgenden Rennen in [[Großer Preis von Südafrika 1979|Südafrika]] und [[Großer Preis von Brasilien 1979|Brasilien]] verpasste Merzario im A2 jeweils die Qualifikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim vierten Rennen der Saison im kalifornischen [[Großer Preis der USA West 1979|Long Beach]] debütierte Merzarios Groundeffectauto A3. Arturo Merzario setzte den A3 im Qualifikationstraining ein und erzielte eine Zeit, die für den 24. Startplatz reichte. Während des Trainings erlitt der A3 allerdings auf dem unebenen [[Long Beach Grand Prix Circuit]] einen Aufhängungsschaden, dessen kurzfristige Reparatur als zu riskant angesehen wurde. Merzario bestritt das Rennen daher noch einmal im Interimsmodell A2. In der 14. Runde führte ein Motorschaden zum Ausfall. Danach ging der A2 nicht mehr an den Start. Bei den folgenden Rennen in [[Großer Preis von Spanien 1979|Spanien]] und [[Großer Preis von Belgien 1979|Belgien]] verpasste Arturo Merzario im A3 jeweils die Qualifikation. In Spanien fehlten ihm etwa 1,7&amp;amp;nbsp;Sekunden auf den Letztqualifizierten,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.motorsport-total.com/f1/db/results/grid.php?y=1979&amp;amp;r=5 Statistik der Qualifikation zum Großen Preis von Spanien 1979 auf der Internetseite www.motorsport-total.com] (dort als Merzario A2 geführt), abgerufen am 25. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Belgien weniger als eine Sekunde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.motorsport-total.com/f1/db/results/grid.php?y=1979&amp;amp;r=6 Statistik der Qualifikation zum Großen Preis von Belgien 1979 auf der Internetseite www.motorsport-total.com] (dort als Merzario A2 geführt), abgerufen am 25. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem [[Circuit Zolder]] verunglückte Arturo Merzario im A3. Er brach sich dabei die rechte Hand und musste beim folgenden Rennen in [[Großer Preis von Monaco 1979|Monaco]] aussetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Doug Nye: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch der Formel-1-Rennwagen. Die Dreiliterformel ab 1966&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, Köln 1986, ISBN 3-481-29851-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; An seiner Stelle meldete das Team [[Gianfranco Brancatelli]], der zu den zwei vorangegangenen Rennen von Kauhsen Racing gemeldet worden war. Brancatelli scheiterte in Monaco bereits an der Vorqualifikation. Er war der mit Abstand langsamste Fahrer; seine beste Rundenzeit lag 12&amp;amp;nbsp;Sekunden über der späteren Polezeit von [[Jody Scheckter]] ([[Scuderia Ferrari|Ferrari]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.motorsport-total.com/f1/db/results/grid.php?y=1979&amp;amp;r=7 Statistik der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco 1979 auf der Internetseite www.motorsport-total.com] (dort als Merzario A2 geführt), abgerufen am 25. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fünf Wochen später war Arturo Merzario wieder einsatzbereit. In [[Großer Preis von Frankreich 1979|Frankreich]] fuhr er den A3 im Qualifikationstraining, war aber ebenso wie Brancatelli vorher in Monaco der langsamste Fahrer des Feldes. Im Vergleich zu den Ferraris fehlten dem Merzario in der Höchstgeschwindigkeit nahezu 20&amp;amp;nbsp;km/h.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.motorsport-total.com/f1/db/results/grid.php?y=1979&amp;amp;r=8 Statistik der Qualifikation zum Großen Preis von Frankreich 1979 auf der Internetseite www.motorsport-total.com] (dort als Merzario A2 geführt), abgerufen am 25. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Rennen in Frankreich gab Merzario den A3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Rennen des Jahres bestritt Merzario mit dem &amp;#039;&amp;#039;Wing Car&amp;#039;&amp;#039; A4, der vom Kauhsen WK5 abgeleitet war. Einziger Fahrer des A4 war Arturo Merzario. Er scheiterte mit dem A4 bei allen Weltmeisterschaftsläufen des Jahres an der Qualifikationshürde; mit einer Ausnahme war er immer der langsamste Fahrer des Zeittrainings. Der A4 debütierte beim [[Großer Preis von Großbritannien 1979|Großen Preis von Großbritannien]] im Juli 1979. In Silverstone war Merzario zwei Sekunden langsamer als der nächstschnellere Fahrer ([[Hans-Joachim Stuck|Stuck]] im [[ATS Racing Team|ATS]]) und sieben Sekunden langsamer als der Polesitter [[Alan Jones]] ([[Williams F1|Williams]]). Auf dem Hockenheimring fehlten Merzario sechs Sekunden auf die Qualifikation und 13 Sekunden auf die Polezeit von [[Jean-Pierre Jabouille]] ([[Renault F1|Renault]]). In [[Großer Preis von Österreich 1979|Österreich]] beschädigte Merzario den A4 bei einem Trainingsunfall. Er setzte das Training mit dem Ersatzauto – dem alten A3 – fort, war aber auch damit der mit deutlichem Abstand Letzte der Qualifikation, die er um nahezu fünf Sekunden verpasste. Bei den europäischen Spätsommerrennen gab es Anzeichen für eine leichte Verbesserung: In den [[Großer Preis der Niederlande 1973|Niederlanden]] und in [[Großer Preis von Italien 1979|Italien]] fehlten Merzario nur noch zweieinhalb Sekunden auf die Qualifikation, und in Italien lag er im Qualifying vor [[Héctor Rebaque]] in seiner Lotus-Kopie [[Rebaque HR 100]]. Bei den Überseerennen in [[Großer Preis von Kanada 1979|Kanada]] und den [[Großer Preis der USA Ost 1979|USA (Ost)]] hingegen waren die Abstände zur Qualifikation wieder im Bereich von fünf bzw. neun Sekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem einzigen Renneinsatz kam der Merzario A4 eine Woche nach dem Großen Preis von Italien beim [[Gran Premio di Dino Ferrari 1979]] in [[Autodromo Enzo e Dino Ferrari|Imola]], einem Rennen, das nicht zur Weltmeisterschaft zählte und zu dem nur 16 Fahrzeuge gemeldet waren. Damit war die Rennteilnahme des A4 automatisch gesichert. Merzario qualifizierte sich für den 13. Startplatz und kam mit zwei Runden Rückstand als 11. und Letzter ins Ziel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rejects&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleinere Motorsportklassen ==&lt;br /&gt;
Von 1980 bis 1984 trat das Team noch als Konstrukteur in der [[Formel-2-Europameisterschaft|Formel 2]] und später der [[Italienische Formel-3-Meisterschaft|italienischen Formel 3]] an, ohne dabei nennenswerte Erfolge zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnisse in der Formel 1 ==&lt;br /&gt;
=== Als Kundenteam ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:95%;&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Saison !! Chassis !! Fahrer !! Nr. !! 1 !! 2 !! 3 !! 4 !! 5 !! 6 !! 7 !! 8 !! 9 !! 10 !! 11 !! 12 !! 13 !! 14 !! 15 !! 16 !! 17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| [[Automobil-Weltmeisterschaft 1977|1977]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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| {{Automobil-Weltmeisterschaft 1977}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[March 761|March 761B]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | {{ITA|Arturo Merzario|A. Merzario}}&lt;br /&gt;
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=== Als Konstrukteur ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; font-size:95%;&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Saison !! Chassis !! Fahrer !! Nr. !! 1 !! 2 !! 3 !! 4 !! 5 !! 6 !! 7 !! 8 !! 9 !! 10 !! 11 !! 12 !! 13 !! 14 !! 15 !! 16 !! Punkte !! Rang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;| [[Automobil-Weltmeisterschaft 1978|1978]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{Automobil-Weltmeisterschaft 1978}}&lt;br /&gt;
| bgcolor=&amp;quot;#CFCFFF&amp;quot; rowspan=4| –&lt;br /&gt;
| bgcolor=&amp;quot;#CFCFFF&amp;quot; rowspan=4| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | [[Merzario A1/1]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | {{ITA|Alberto Colombo (Rennfahrer)|A. Colombo}}&lt;br /&gt;
| 38&lt;br /&gt;
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| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; | {{ITA|Arturo Merzario|A. Merzario}}&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 37&lt;br /&gt;
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| [[Merzario A2]]&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot; | {{ITA|Arturo Merzario|A. Merzario}}&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 24&lt;br /&gt;
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| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| [[Merzario A3]]&lt;br /&gt;
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* [https://web.archive.org/web/20120530090806/http://f1rejects.com/teams/merzario/profile.html Abriss über die Geschichte des Teams Merzario auf der Internetseite www.f1rejects.com] (archivierte Version)&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Frank63</name></author>
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