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	<title>Tauschvertrag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:20:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tauschvertrag&amp;diff=154941&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina: keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe WP:WSIGA#Überschriften_und_Absätze</title>
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		<updated>2025-05-04T07:23:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WSIGA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WSIGA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WSIGA#Überschriften_und_Absätze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tauschvertrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Tausch&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Schuldrecht (Deutschland)|schuldrechtlicher]] [[Vertrag]], durch den sich beide [[Vertragspartei]]en zur gegenseitigen [[Übergabe (Recht)|Übergabe]], [[Übertragbarkeit|Übertragung]] und [[Übereignung]] von [[Sache (Recht)|Sachen]] oder [[Subjektives Recht|Rechten]] verpflichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tauschvertrag ist einer der im [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] geregelten Vertragstypen wie [[Kaufvertrag (Deutschland)|Kauf-]], [[Leihvertrag (Deutschland)|Leih-]], [[Mietvertrag (Deutschland)|Miet-]] oder [[Schenkungsvertrag]], die sich unter anderem in der Art der [[Gegenleistung]] voneinander unterscheiden. Der Tauschvertrag ähnelt dem Kaufvertrag; es ist jedoch kein [[Kaufpreis]] zu zahlen, sondern jeweils eine Sache oder ein Recht als Gegenleistung zu übergeben, zu übertragen und zu übereignen. Beim Tausch findet mithin kein [[Zahlungsvorgang]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Vor der Etablierung von [[Markt|Märkten]] wurden Gegenstände ohne konkrete [[Preis (Wirtschaft)|Bepreisung]] und [[Fälligkeit]]stermin in losen, solidarischen Schuldbeziehungen und gegenüber Fremden in Form von [[Schenkökonomie|Gaben und Gegengeschenken]] ausgetauscht. Erst nach der Etablierung von Märkten tritt der [[Tauschhandel]] als Randform des [[Handel]]s in Erscheinung, der immer dann vermehrt genutzt wird, wenn [[Geldsystem]]e zusammenbrechen, weil er dann als einzige Möglichkeit des [[Warenhandel|Warenaustauschs]] angesehen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=David Graeber, interviewt von Alex Bradshaw |url=https://imaginenoborders.org/blog/alex/graeber-debt/ |titel=An Interview With David Graeber: Debt’s History, Implications, and Critical Perspective |werk=ImagineNoBorders.org |datum=April 2011 |sprache=en |abruf=2022-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Händler]] und [[Landwirt]]e tauschten zwecks Bedarfsdeckung [[Gegenstand|Gegenstände]] oder [[Nutztier]]e gegen [[Lebensmittel]] oder sonstigen [[Alltag]]sbedarf ein. Bereits das [[Altes Testament|Alte Testament]] verlangte im [[3. Buch Mose]], dass der [[Tauschwert]] beider Tauschobjekte annähernd gleich sein sollte: „Man soll ein Tier nicht auswechseln noch tauschen, ein gutes gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Wenn aber jemand auswechselt ein Tier gegen das andere, so sollen sie beide heilig sein“ {{Bibel|Lev|27|10}}. Für die [[Altbabylonien|alten Babylonier]] bestand zwischen Kauf und Tausch kein großer juristischer Unterschied, denn sie wurden als wesensgleiche [[Rechtsgeschäft]]e mit dem Ziel des Güterumsatzes angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Z43auMHpF9wC&amp;amp;pg=PA109&amp;amp;dq=Tauschvertrag+paulus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwihldGSwe7gAhUEDewKHU4iCDQQ6AEIQjAF#v=onepage&amp;amp;q=Tauschvertrag%20paulus&amp;amp;f=false Mariano San Nicolò, &amp;#039;&amp;#039;Die Schlussklauseln der altbabylonischen Kauf- und Tauschverträge&amp;#039;&amp;#039;, 1974, S. 109]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Römer kannten den Tauschhandel ({{laS|permutatio mercium}}, „Vertauschung der Waren“) und den Tauschvertrag ({{laS|contractus permutatorius}}), bei dem die [[Vertragspartei]]en gegenseitig Sachen mit einem ungefähr gleichen Tauschwert austauschten. [[Cicero]] verstand unter der „permutatio“ noch den Umsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutiones&amp;#039;&amp;#039;, 2.4.2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Tauschvertrag musste später [[Iulius Paulus]] zufolge für beide Vertragsparteien dem jeweiligen Empfänger an der Sache Eigentum verschafft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Iulius Paulus, &amp;#039;&amp;#039;[[Digesten]]&amp;#039;&amp;#039;, 19.4.1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Paulus war klar, dass beim Tausch nicht zwischen Käufer und Verkäufer unterschieden werden könne. Die Besonderheit beim Kauf besteht aber nicht nur in einer Geldzahlung, sondern in den grundsätzlich unterschiedlich auftretenden Erfüllungszeitpunkten. Der Barkauf, in der die beidseitige Erfüllung (scheinbar) sofort/zeitgleich stattfindet, wurde daher oft einem Tausch gleichgestellt, obwohl er dies juristisch nicht ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Theil |Titel=Bürgerliches Recht, Geld und zinsinduzierte Geldknappheit. Ein Beitrag zur Heinsohn/Steiger-Riese-Kontroverse |Hrsg=Institut für Konjunktur- und Strukturforschung |Sammelwerk=IKSF-Discussion Paper |Nummer=21 |Ort=Bremen |Datum=2000-03-21 |Seiten=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen [[Römisches Recht|römischen Recht]] begann bereits die Verdrängung des Tauschvertrages durch den Kaufvertrag ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;emptio venditio&amp;#039;&amp;#039;}}; wörtlich: „Kauf/Verkauf“). Der hochklassische Jurist des 2. Jahrhunderts, [[Gaius (Jurist)|Gaius]], verlangte in seinen [[Institutiones Gai|Institutionen]], dass der [[Kaufpreis]] „in klingendem Geld“ zu bestehen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutionen&amp;#039;&amp;#039;, 3, 139–141.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch der Geldmangel, der bereits unter [[Augustus]] begann, hielt den Tauschvertrag am Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=PQZmMgGPnlQC&amp;amp;pg=PA124&amp;amp;dq=Tauschvertrag+paulus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwihldGSwe7gAhUEDewKHU4iCDQQ6AEIPDAE#v=onepage&amp;amp;q=Tauschvertrag%20paulus&amp;amp;f=false Karl Friedrich Thormann, &amp;#039;&amp;#039;Der doppelte Ursprung der Mancipatio&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 125]&amp;lt;/ref&amp;gt; So verschafften sich die Griechen Wein durch die Hingabe von Bronze, Eisen, Fellen und Sklaven.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039;, 3.141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Frühmittelalter]] und dem Schwinden der Institution des Privateigentums ging man zur Naturalwirtschaft zurück, in der gegenseitig lediglich das Besitz- und Nutzungsrecht an Gegenständen ausgetauscht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uwe Wesel |Titel=Juristische Weltkunde. Eine Einführung in das Recht |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt/Main |Datum=1984 |ISBN=978-3-518-28067-6 |Seiten=61 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4HX8hXgLprYC&amp;amp;pg=PA27&amp;amp;dq=tauschhandel+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjYpICP8uDgAhVxqIsKHTQ7C20Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=tauschhandel%20mittelalter&amp;amp;f=false Neil Grant, &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 27]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[mittelhochdeutsch]]e Wort „tûsch“ („Spaß, Gespött, Täuschung, Betrug“) etablierte sich erstmals 1172 in [[Wernher (Priester)|Priester Wernhers]] „Drei Liedern von der Magd“ („Driu liet von der maget“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=jWa3EABgi54C&amp;amp;pg=PA245&amp;amp;dq=ulrike+k%C3%B6bler+tausch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiiqf-Qlt_gAhUD3KQKHXaqCUUQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=ulrike%20k%C3%B6bler%20tausch&amp;amp;f=false Ulrike Köbler, &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wandel und Wesen des deutschen Privatrechtswortschatzes&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 245]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wies bereits darauf hin, dass man sich beim Tausch durch unterschiedlich eingeschätzte Tauschwerte auch täuschen oder betrogen werden kann. Mit der Wiederbelebung des Privateigentums wurden Tauschgeschäfte nach und nach wieder durch Kaufverträge ersetzt. Dabei kam es innerhalb Deutschlands vor, dass bei Tauschgeschäften doppelte Zollgebühren verlangt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=FGTu9obN7PoC&amp;amp;pg=PA423&amp;amp;dq=tauschgesch%C3%A4fte+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiAr9rj7ODgAhVrsYsKHREEDc44FBDoAQg-MAU#v=onepage&amp;amp;q=tauschgesch%C3%A4fte%20mittelalter&amp;amp;f=false Dietrich Denecke/Helga-Maria Kühn (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Göttingen: Von den Anfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1987, S. 423]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Tausch von Grundstücken war üblich, auf diese Weise betrieben Grundstücksnachbarn private [[Flurbereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Allgemeines Preußisches Landrecht|Allgemeine Preußische Landr]]echt (APL) vom Juni 1794 nannte die beiden Tausch-Kontrahenten Käufer und Verkäufer (I 11, § 364 APL) und räumte beiden die Möglichkeit ein, bei ungleichem Tauschwert „vom Tausch wieder abzugehen“ (I 11, § 365 APL).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=btFDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA684&amp;amp;dq=Allgemeines+Preu%C3%9Fisches+Landrecht+I+11,+%C2%A7+365+tausch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi775-N--HgAhXNZlAKHXf3D9IQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Allgemeines%20Preu%C3%9Fisches%20Landrecht%20I%2011%2C%20%C2%A7%20365%20tausch&amp;amp;f=false Christian Friedrich Koch, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Ausgabe 1, 1852, S. 684]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[österreich]]ische [[ABGB]] vom Januar 1812 definierte den Tausch als einen Vertrag, „wodurch eine Sache gegen eine andere Sache überlassen wird“ ({{§|1045|ABGB|RIS-B|DokNr=NOR12018774}} ABGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in [[Staatsvertrag|Staatsverträgen]] („Clearingabkommen“) festgelegten Vorschriften im [[Zahlungsverkehr]] bildeten sowohl in den Vorkriegs- als auch in den Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs die Grundlage für die schweizerischen Wirtschaftsbeziehungen mit den [[Achsenmächte]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stefan Frech 2001&amp;quot;&amp;gt;Stefan Frech, &amp;#039;&amp;#039;Clearing. Der Zahlungsverkehr der Schweiz mit den Achsenmächten&amp;#039;&amp;#039;, in: Unabhängige Expertenkommission Schweiz, Band 3, 2001, S. 2 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Weltwirtschaftskrise]] führte ab 1929 in den mittel- und osteuropäischen Staaten zu einer dramatischen Verknappung der Gold- und Devisenreserven. Die Regierungen Deutschlands und Italiens griffen zu rigorosen Zahlungs- und Handelsbeschränkungen, die auch mit der Schweiz zu einer starken Beeinträchtigung der Außenwirtschaftsbeziehungen führten. Zum Schutz der Exportindustrie und des Tourismus schloss die Schweizer Regierung 1934 mit Deutschland und 1935 mit Italien Clearingabkommen, welche den bilateralen Wirtschaftsverkehr nahezu ohne Austausch von effektiven Devisen sicherstellten. Auch wenn die Abkommen offiziell Clearingabkommen hießen, so handelte es sich hierbei doch um [[Kompensationsgeschäft]]e, weil etwa 20 % des Volumens mit Devisen zu bezahlen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stefan Frech 2001&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Devisenschwachen [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] bleibt heute meist als einzige Möglichkeit, [[Fertigerzeugnis]]se aus den [[Industriestaat]]en zu importieren, indem sie im Gegenzug ihre [[Rohstoff]]e im Rahmen von Tauschgeschäften exportieren. Selbst bei Ausnutzung von [[Marktmacht]] gelingt es den Entwicklungsländern meist nicht, hierdurch die [[Terms of Trade]] zu ihren Gunsten zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel J. Halbach/Rigmar Osterkamp, &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle des Tauschhandels für die Entwicklungsländer&amp;#039;&amp;#039;, 1988, S. 117&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Wegen dieser Ähnlichkeit gelten für den Tauschvertrag gemäß {{§|480|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] die Vorschriften über den Kaufvertrag ({{§|433|bgb|juris}} ff. BGB) entsprechend. Der Tauschvertrag ist ein zweiseitig verpflichtender Vertrag. Jede Vertragspartei verspricht eine [[Leistung (Recht)|Leistung]], um eine Gegenleistung zu erhalten. Leistung und Gegenleistung sind also in erster Linie schuldrechtlich miteinander verbunden (das [[Synallagma]] des [[do ut des]]). [[Dinglicher Anspruch|Dinglich]] sind sie miteinander verbunden, sobald eine Vertragspartei geleistet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Emmy Stoessel, &amp;#039;&amp;#039;Der Tauschvertrag unter spezieller Berücksichtigung des Schweiz. Obligationenrechts&amp;#039;&amp;#039;, 1927, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Vertragsparteien verpflichten sich gegenseitig zur [[Lieferung]] und [[Abnahme]] der Tauschobjekte. Bei der [[Minderung]] ist zu beachten, dass mangels Geldleistung eine Minderung des Kaufpreises nicht möglich ist. Entsprechend ist deshalb {{§|441|bgb|juris}} Abs. 3 BGB anzuwenden, wobei der objektive Wert der Sachen im [[Mangel (Recht)|mangelfreien]] Zustand zu ermitteln&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Palandt]]/Walter Weidenkaff, &amp;#039;&amp;#039;[[Grüneberg (Gesetzeskommentar)|BGB-Kommentar]]&amp;#039;&amp;#039;, 73. Auflage, 2014, § 480 Rn. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Geld auszugleichen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Beim [[Tauschhandel]] ({{enS|barter}}, „Tauschgeschäft“) werden international [[Ware]]n oder [[Dienstleistung]]en direkt gegen andere Waren oder Dienstleistungen getauscht, ohne dass ein Zahlungsvorgang stattfindet. Diese Handelsform ist üblich, wenn mindestens einer der zahlungspflichtigen [[Handel]]spartner ([[Importeur]] oder dessen [[Staat]]) an [[Devisen]]mangel oder [[Geldmangel]] leidet. Durch Tauschhandel kommen in einer Volkswirtschaft mehr [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]] zustande, weil sich auch unter Geldmangel leidende [[Marktteilnehmer]] als [[Nachfrage]]r beteiligen können. Die im Januar 2019 gegründete [[Instex]] ist ein [[Clearinghaus]] für das [[Barter-Clearing]], das den Tauschhandel mit dem Iran durchführen soll, um Exporte oder Importe gegen sanktionsbedrohte Geldzahlung zu umgehen. Bei [[Kompensationsgeschäft]]en ({{enS|countertrading}}) liegt kein Tauschvertrag zugrunde, weil gegenseitig Waren geliefert und verrechnet werden und die Spitzenbeträge in [[Geld]] auszugleichen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Peter Berger, &amp;#039;&amp;#039;Der Aufrechnungsvertrag&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 40 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutsamster Tauschvertrag in der Wirtschaft ist die [[Einbringung]] des [[Betriebsvermögen]]s ({{enS|transfer of assets}}) oder eines [[Mitunternehmerschaft|Mitunternehmer]]-Anteils in eine [[Kapitalgesellschaft|Kapital-]] oder [[Personengesellschaft]]. Auch der bei [[Unternehmensübernahme]]n vorkommende [[Aktientausch]] ({{enS|stock swap}}) führt dazu, dass der Kaufpreis für ein [[Unternehmen]] ganz oder teilweise durch gegenseitigen Tausch [[Eigene Aktie|eigener Aktien]] [[Finanzierung|finanziert]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Tauschvertrag|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4442914-9}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuldrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertragstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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