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	<title>Tauschhandel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;PaulAsimov: /* Abgrenzung */ Zeitbanken</title>
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		<updated>2026-01-15T07:34:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abgrenzung: &lt;/span&gt; Zeitbanken&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-N0415-385, Tauschzentralen in der sowjetischen Besatzungszone.jpg|mini|hochkant|Tauschzentrale in der sowjetischen Besatzungszone: Eine Mutter tauscht die zu klein gewordenen Schuhe ihres Sohnes gegen größere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tauschhandel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form des [[Handel]]s, bei der [[Ware]]n oder [[Dienstleistung]]en direkt gegen andere Waren oder Dienstleistungen [[Tausch|getauscht]] werden, ohne dass als [[Gegenleistung]] ein [[Zahlungsmittel]] wie [[Geld]] eingesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur O&amp;#039;Sullivan, Steven M. Sheffrin |Titel=Prentice hall economics: principles in action |Verlag=Prentice Hall |Ort=Upper Saddle River, NJ |Datum=2003 |ISBN=978-0-13-063459-7 |Seiten=243 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine alte Bezeichnung hierfür ist &amp;#039;&amp;#039;Barattohandel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Wenn allgemein der Käufer an [[Geldmangel|Geld-]] oder [[Devisen]]mangel leidet oder speziell in einer [[Wirtschaftskrise]] das Vertrauen in den [[Geldwert]] schwindet, tritt Tauschhandel auf oder es entstehen [[Ersatzwährung]]en wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Zigarettenwährung]] im Nachkriegsdeutschland. So erlebte während der [[Wirtschaftskrise in Venezuela|Versorgungskrise in Venezuela ab 2015]] der Tauschhandel in Venezuelas ländlichen Gegenden eine zweite Jugend,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bbc.com/mundo/noticias-america-latina-47915220 Crisis en Venezuela: cómo funcionan los mercados del trueque en el país], BBC, 15. April 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; während in den Städten eher Ersatzwährungen in der neuen Form von [[Kryptowährung]]en gesucht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/venezuela-nichts-zu-essen-aber-kostenlos-benzin-das-plant-juan-guaido-a-1251621.html#ref=rss Nichts zu essen, aber kostenlos Benzin], SPON, 5. Februar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gelten nach {{§|480|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] für den [[Tauschvertrag]] dieselben Vorschriften wie für den [[Kaufvertrag (Deutschland)|Kauf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2005-0728-526, Tausch von Kartoffelschalen gegen Brennholz.jpg|mini|1947 in Berlin: Tausch von Kartoffelschalen gegen Brennholz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tauschhandel Grossfriedrichsburg 1690.jpg|mini|Tauschhandel im 17. Jahrhundert vor [[Groß Friedrichsburg (Kolonie)|Groß Friedrichsburg]], heutiges Ghana]]&lt;br /&gt;
Vor der Etablierung von [[Markt|Märkten]] wurden Gegenstände ohne konkrete [[Preis (Wirtschaft)|Bepreisung]] und [[Fälligkeit]]stermin in losen, solidarischen Schuldbeziehungen und gegenüber Fremden in Form von [[Schenkökonomie|Gaben und Gegengeschenken]] ausgetauscht. Erst nach der Etablierung von Märkten tritt der Tauschhandel als Randform des [[Handel]]s in Erscheinung, der immer dann vermehrt genutzt wird, wenn [[Geldsystem]]e zusammenbrechen, weil er dann als einzige Möglichkeit des [[Warenhandel|Warenaustauschs]] angesehen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;David Graeber, interviewt von Alex Bradshaw: &amp;#039;&amp;#039;[https://imaginenoborders.org/blog/alex/graeber-debt/ An Interview With David Graeber: Debt’s History, Implications, and Critical Perspective.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ImagineNoBorders.org.&amp;#039;&amp;#039; April 2011, abgerufen am 4. September 2020 (englisch; [https://syndikalismus.wordpress.com/2012/02/15/die-ersten-5000-jahre-ein-interview-mit-david-graeber/ deutsche Übersetzung.] syndikalismus.wordpress.com).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Händler]] oder [[Landwirt]]e tauschten zwecks Bedarfsdeckung [[Gegenstand|Gegenstände]] oder [[Nutztier]]e gegen [[Lebensmittel]] oder sonstigen [[Alltag]]sbedarf ein. Für die [[Altbabylonische Zeit|alten Babylonier]] bestand zwischen Kauf und Tausch kein großer juristischer Unterschied, denn sie wurden als wesensgleiche [[Rechtsgeschäft]]e mit dem Ziel des Güterumsatzes angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Z43auMHpF9wC&amp;amp;pg=PA109&amp;amp;dq=Tauschvertrag+paulus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwihldGSwe7gAhUEDewKHU4iCDQQ6AEIQjAF#v=onepage&amp;amp;q=Tauschvertrag%20paulus&amp;amp;f=false Mariano San Nicolò, &amp;#039;&amp;#039;Die Schlussklauseln der altbabylonischen Kauf- und Tauschverträge&amp;#039;&amp;#039;, 1974, S. 109]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits das [[Altes Testament|Alte Testament]] verlangte im [[3. Buch Mose]], dass der [[Tauschwert]] beider Tauschobjekte annähernd gleich sein sollte: „Man soll ein Tier nicht auswechseln noch tauschen, ein gutes gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Wenn aber jemand auswechselt ein Tier gegen das andere, so sollen sie beide heilig sein“ {{Bibel|Lev|27|10}}. Ein in besonderen Situationen praktizierter Tauschhandel, erstmals von [[Herodot]] im 5. Jahrhundert v. Chr. erwähnt, war der [[Stummer Handel|stumme Handel]]. Diskutiert wird, inwieweit die Beschreibungen über einen Warentausch, bei dem sich die Handelspartner weder zu Gesicht bekamen noch miteinander sprachen, historisch zutreffend oder eher legendär sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer kannten den Tauschhandel ({{laS|permutatio mercium}}, „Vertauschung der Waren“), denn bis zur Einführung des Geldes existierte auf der Grundlage des Tauschhandels lediglich der [[Tauschvertrag]], bei dem die [[Vertragspartei]]en gegenseitig Sachen mit einem ungefähr gleichen Tauschwert austauschten. [[Cicero]] verstand unter der „permutatio“ noch den Umsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutiones&amp;#039;&amp;#039;, 2, 4, 2&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Tausch musste später [[Iulius Paulus]] zufolge für beide Vertragsparteien dem jeweiligen Empfänger an der Sache Eigentum verschafft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Iulius Paulus, &amp;#039;&amp;#039;[[Digesten]]&amp;#039;&amp;#039;, 19, 4, 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn war klar, dass beim Tausch nicht zwischen Käufer und Verkäufer unterschieden werden könne. Im frühen [[Römisches Recht|römischen Recht]] begann bereits die Verdrängung des Tauschvertrages durch den [[Kaufvertrag]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;emptio venditio&amp;#039;&amp;#039;}}; wörtlich: „Kauf/Verkauf“). Der hochklassische Jurist des 2. Jahrhunderts, [[Gaius (Jurist)|Gaius]], verlangte in seinen [[Institutiones Gai|Institutionen]], dass der Kaufpreis „in klingendem Geld“ zu bestehen habe,&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutionen&amp;#039;&amp;#039;, 3, 139–141&amp;lt;/ref&amp;gt; der Tauschvertrag galt nun als überholt. Seitdem wurde der bisherige Tauschwert durch den objektiveren [[Geldwert]] ersetzt. Doch der Geldmangel, der bereits unter [[Augustus]] begann, hielt den Tauschvertrag am Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=PQZmMgGPnlQC&amp;amp;pg=PA124&amp;amp;dq=Tauschvertrag+paulus&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwihldGSwe7gAhUEDewKHU4iCDQQ6AEIPDAE#v=onepage&amp;amp;q=Tauschvertrag%20paulus&amp;amp;f=false Karl Friedrich Thormann, &amp;#039;&amp;#039;Der doppelte Ursprung der Mancipatio&amp;#039;&amp;#039;, 1969, S. 125]&amp;lt;/ref&amp;gt; So verschafften sich die Griechen Wein durch die Hingabe von Bronze, Eisen, Fellen und Sklaven.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039;, 3, 141&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen [[Mittelalter]] überwog weiterhin der Tauschhandel, Waren wechselten den Besitzer, ohne dass Geld für sie bezahlt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4HX8hXgLprYC&amp;amp;pg=PA27&amp;amp;dq=tauschhandel+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjYpICP8uDgAhVxqIsKHTQ7C20Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=tauschhandel%20mittelalter&amp;amp;f=false Neil Grant, &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 27]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das mittelhochdeutsche Wort „tûsch“ („Spaß, Gespött, Täuschung, Betrug, Tausch“) etablierte sich erstmals 1172 in [[Wernher (Priester)|Priester Wernhers]] „Drei Liedern von der Magd“ („Driu liet von der maget“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=jWa3EABgi54C&amp;amp;pg=PA245&amp;amp;dq=ulrike+k%C3%B6bler+tausch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiiqf-Qlt_gAhUD3KQKHXaqCUUQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=ulrike%20k%C3%B6bler%20tausch&amp;amp;f=false Ulrike Köbler, &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wandel und Wesen des deutschen Privatrechtswortschatzes&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 245]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das mittelhochdeute Wort wies bereits darauf hin, dass man beim Tausch durch unterschiedlich eingeschätzte Tauschwerte auch getäuscht oder betrogen werden kann. Im Mittelalter blieben trotz des vorhandenen Geldes auch Tauschgeschäfte neben Kaufverträgen üblich. Dabei kam es vor, dass innerhalb Deutschlands bei Tauschgeschäften doppelte Zollgebühren verlangt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=FGTu9obN7PoC&amp;amp;pg=PA423&amp;amp;dq=tauschgesch%C3%A4fte+mittelalter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiAr9rj7ODgAhVrsYsKHREEDc44FBDoAQg-MAU#v=onepage&amp;amp;q=tauschgesch%C3%A4fte%20mittelalter&amp;amp;f=false Dietrich Denecke/Helga-Maria Kühn (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Göttingen: Von den Anfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1987, S. 423]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Tausch von Grundstücken war üblich, auf diese Weise betrieben Grundstücksnachbarn private [[Flurbereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts gab es im deutschen [[Buchhandel im 18. Jahrhundert|Buchhandel]] einen als „Verstechen“ oder „Change“ genannten Tauschhandel. Dabei wurden Bücher und andere schriftliche Erzeugnisse auf [[Buchmesse]]n zwischen den einzelnen Druckern bzw. Verlegern nur nach deren [[Quantität]] getauscht, wobei nach dem Prinzip „Bogen gegen Bogen“ bzw. „Buch gegen Buch“ gehandelt wurde. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurde diese Handelsart erst vom sogenannten [[Nettohandel]] und kurze Zeit später vom noch heute gültigen [[Konditionshandel|Konditionsverkehr]] abgelöst. Das [[Allgemeines Preußisches Landrecht|Allgemeine Preußische Landrecht]] (APL) vom Juni 1794 nannte die beiden Tausch-Kontrahenten Käufer und Verkäufer (I 11, § 364 APL) und räumte beiden die Möglichkeit ein, bei ungleichem Tauschwert „vom Tausch wieder abzugehen“ (I 11, § 365 APL).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=btFDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA684&amp;amp;dq=Allgemeines+Preu%C3%9Fisches+Landrecht+I+11,+%C2%A7+365+tausch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi775-N--HgAhXNZlAKHXf3D9IQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Allgemeines%20Preu%C3%9Fisches%20Landrecht%20I%2011%2C%20%C2%A7%20365%20tausch&amp;amp;f=false Christian Friedrich Koch, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Ausgabe 1, 1852, S. 684]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das österreichische [[ABGB]] vom Januar 1812 definierte den Tausch als einen Vertrag, „wodurch eine Sache gegen eine andere Sache überlassen wird“ (§ 1045 ABGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Oktober 1952 gegründete [[Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft]] förderte den Handel mit Osteuropa. Der so genannte „Osthandel“ hatte die Devisenschwäche der östlichen [[COMECON]]-Mitglieder zu berücksichtigen, sodass Kompensationsgeschäfte die bedeutsamsten Transaktionen deutscher Exporteure mit dem Ostblock darstellten. Auf ihn gingen auch die [[Deutsch-sowjetische Röhren-Erdgas-Geschäfte|Deutsch-sowjetischen Röhren-Erdgas-Geschäfte]] seit Februar 1970 zurück, ein Barter, der deutsche Großröhren und Bankkredite gegen sowjetische Erdgaslieferungen austauschte. Ab 1976 kam es wegen drastisch gestiegener Rohkaffepreise zur [[Kaffeekrise in der DDR]], die nur teilweise durch Tauschgeschäfte „Rüstung gegen Kaffee“ etwa mit Äthiopien behoben werden konnte. Etwa zur gleichen Zeit baute Frankreich seine [[Force de dissuasion nucléaire française|Atomstreitmacht]] ab 1974 durch Uranimporte aus der [[Zentralafrikanische Republik|Zentralafrikanischen Republik]] im Austausch gegen Waffen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Weber/Markus Kaim, &amp;#039;&amp;#039;Die Zentralafrikanische Republik in der Krise&amp;#039;&amp;#039;, in: Stiftung Wissenschaft und Politik Aktuell 10 vom 10. März 2014, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Devisenschwachen [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] ohne ausreichende [[Marktmacht]] bleibt als Möglichkeit, ihre [[Rohstoff]]e zu exportieren, indem sie im Gegenzug [[Fertigerzeugnis]]se der [[Industriestaat]]en importieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Axel J. Halbach/Rigmar Osterkamp, &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle des Tauschhandels für die Entwicklungsländer&amp;#039;&amp;#039;, 1988, S. 117; ISBN 978-3803903679&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet folgende Arten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Barter-Geschäfte&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Barter-Clearing&amp;#039;&amp;#039;:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=lfN3DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PAPT397#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Rolf Stober/Marian Paschke (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2017, Rn. 808]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter &amp;#039;&amp;#039;Barter&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|barter}}, „Tausch, Austausch“) versteht man verschiedene Formen von bargeldlosen [[Verrechnung]]ssystemen. Bei &amp;#039;&amp;#039;Barter-Geschäften&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäfte]] aus zwei Warenlieferungen mit dem gleichen [[Tauschwert]], bei welchen keine [[Zahlung]]en fließen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=r6FsDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA302&amp;amp;dq=Barter-Gesch%C3%A4fte&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwic2d6u-_HgAhUnMewKHbcZDpYQ6AEIOzAD#v=onepage&amp;amp;q=Barter-Gesch%C3%A4fte&amp;amp;f=false Dieter Hoppen, &amp;#039;&amp;#039;Vertriebsmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 302]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim &amp;#039;&amp;#039;Barter-Clearing&amp;#039;&amp;#039; (häufig auch &amp;#039;&amp;#039;Bartering&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ringtausch&amp;#039;&amp;#039;) werden [[Ware]]n und [[Dienstleistung]]en nicht bilateral, sondern über ein geldloses Verrechnungssystem zwischen gewerblichen und/oder privaten Teilnehmern multilateral verrechnet. Die Verrechnungssysteme werden von Barter-Organisationen vermittelt, die für jedes Unternehmen ein Verrechnungskonto (das wie ein [[Kontokorrent]] funktioniert) führen. Dabei wird der Wert der jeweiligen Tauschobjekte in der Verrechnungseinheit der jeweiligen Landeswährung ausgedrückt und unter den Teilnehmern verrechnet.&lt;br /&gt;
** [[Corporate Trading]] ist der Tauschhandel zwischen [[Unternehmen]] mit Warenbeständen, deren [[Marktwert]]e durch [[Alterswertminderung]], [[Beschädigung]], [[Korrosion]], [[Retoure]]n oder [[Verderb]] gesunken sind, und dem Anbieter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=2Qj2CwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA229&amp;amp;dq=%22Corporate+Trading%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjl08vf5fHgAhXEJ1AKHVQKCPUQ6AEIMDAB#v=onepage&amp;amp;q=%22Corporate%20Trading%22&amp;amp;f=false Michael Thierhoff/Renate Müller (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Unternehmenssanierung&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 228 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anbieter erteilt in Höhe des [[Buchwert]]es eine [[Gutschrift]], die das Unternehmen durch [[liquidität]]sschonenden [[Einkauf]] von Dienstleistungen verwenden kann.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Bartering in den Medien&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen Tauschhandel von [[Rundfunkprogramm|Programmen]] und Programmplätzen gegen [[Fernsehwerbung|Werbezeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Dh2mBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA106&amp;amp;dq=Tauschhandel+barter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjtifD_3PHgAhWFr6QKHaXmAVsQ6AEISjAG#v=onepage&amp;amp;q=Tauschhandel%20barter&amp;amp;f=false Christian Bachem, &amp;#039;&amp;#039;Fernsehen in den USA: Neuere Entwicklungen von Fernsehmarkt und Fernsehwerbung&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 106 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise stellt eine Zeitschrift einem Fernsehsender eine Seite zur Werbung zur Verfügung und erhält als Gegenleistung einen [[Werbespot]] im Fernsehen.&lt;br /&gt;
* [[Kompensationsgeschäft]]e gibt es meist im [[Außenhandel]], wenn [[Importeur]]e aus [[Geldmangel|Geld-]] oder [[Devisen]]mangel als Gegenleistung zum [[Exporteur]] werden. Beispielsweise importieren [[Entwicklungsland|Entwicklungsländer]] aus [[Industriestaat]]en [[Investitionsgut|Investitions-]] und [[Konsumgut|Konsumgüter]] und exportieren im Gegenzug [[Rohstoff]]e. Bei Kompensationsgeschäften ist eine Vollkompensation erforderlich, um als Tauschhandel zu gelten.&lt;br /&gt;
* [[Tauschbörse]]n sind [[Veranstaltung]]en, bei denen tauschwillige [[Marktteilnehmer]] gegenseitig [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] mittels [[Tauschvertrag]] austauschen. Es handelt sich nicht um echte [[Börse]]n, weil die Marktteilnehmer ihre Tauschobjekte gegenseitig präsentieren.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Tauschhandel im Internet&amp;#039;&amp;#039; findet durch [[Internet-Tauschbörse]]n statt.&lt;br /&gt;
Diese Arten des Tauschhandels beinhalten keinen [[Zahlungsvorgang]], auch nicht teilweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Zuweilen werden Tauschhandelsgeschäfte als Synonym für Kompensationsgeschäfte angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=dWSqBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA41&amp;amp;dq=Tauschhandel+arten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiUreb8-O_gAhXKjqQKHWXCDd4Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Tauschhandel%20arten&amp;amp;f=false Rudolf Sachs, &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden Außenwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 41]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tauschhandel setzt jedoch stets voraus, dass keine Geldzahlung – auch nicht als [[Teilleistung]] – als Gegenleistung erbracht wird. Es gibt jedoch auch Kompensationsgeschäfte, bei denen teilweise eine Geldzahlung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenseitige, jedoch auch mit Dritten handelbare, Verrechnung von Arbeitszeit mittels [[Zeitbank|Zeitbanken]] wird mitunter als Tauschhandel oder als [[Komplementärwährung]] verortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stephan Füssel]], Helmut Hiller: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Buches&amp;#039;&amp;#039;. 7., grundlegend überarbeitete Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt 2006, ISBN 3-465-03495-3.&lt;br /&gt;
* [[David Graeber]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Schulden: Die ersten 5000 Jahre]].&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-608-94767-0.&lt;br /&gt;
* [[Michael Wigge]]: &amp;#039;&amp;#039;Wigges Tauschrausch. Um die Welt für ein Haus.&amp;#039;&amp;#039; Bastei Lübbe, Köln 2012, ISBN 978-3-404-60668-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Pelzgeld]]&lt;br /&gt;
* [[Tauschkreis]]&lt;br /&gt;
* [[Umsonstladen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Barter|Tauschhandel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4117176-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4117176-7|LCCN=sh85011981}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationaler Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PaulAsimov</name></author>
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