<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Taurusrind</id>
	<title>Taurusrind - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Taurusrind"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taurusrind&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-25T16:11:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taurusrind&amp;diff=1610807&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-41155-56 am 1. Januar 2026 um 17:20 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taurusrind&amp;diff=1610807&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-01T17:20:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Taurusrind (mit „u“). Zu dem äußerlich ähnlichen Taurosrind (mit „o“) siehe den Artikel [[Tauros-Programm]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Taurus bull MBD.jpg|mini|Taurusbulle im [[Naturschutzgebiet Lippeaue (SO-007)|Naturschutzgebiet Lippeaue]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chianina cow and calf, Tuscany.jpg|mini|Unter anderem werden Chianina zur Kreuzung in Taurusherden verwendet.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Taurus bull Lippeaue.jpg|mini|Taurusbulle in der Lippeaue]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taurusrind&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Weiterzüchtung des [[Heckrind]]s durch erneutes [[Kreuzung (Genetik)|Einkreuzen]] verschiedener Rassen und die Anwendung fortentwickelter Zuchtstrategien, um eine Rinderform zu schaffen, die eine stärkere Ähnlichkeit mit dem ausgerotteten [[Auerochse]]n hat. Das Taurusrind ist damit eine [[Abbildzüchtung]] und wird vor allem in [[Deutschland]], [[Dänemark]] und Ost-[[Ungarn]] gezüchtet und zu Naturschutzzwecken eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Zuchtstandorte ==&lt;br /&gt;
1996 wurde in [[Nordrhein-Westfalen]] von der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz&amp;#039;&amp;#039; (ABU) damit begonnen, Heckrinder mit alten und ursprünglichen Rinderrassen zu kreuzen. Der Anstoß hierfür war, dass das Heckrind (das aus einem [[Abbildzüchtung]]s-Versuch hervorging) von vielen für zu wenig Auerochsen-ähnlich befunden wird. So wird etwa geschrieben: „&amp;#039;&amp;#039;Die ‚Rückzüchtungen’ der Gebrüder Heck sind zu klein, zu kurzbeinig, nicht elegant genug, außerdem läßt die Hornform zu wünschen übrig&amp;#039;&amp;#039;“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bunzel2&amp;quot;&amp;gt; ABU info 06/07: Bunzel-Drüke, Scharf &amp;amp; Vierhaus: &amp;#039;&amp;#039;Lydias Ende - eine Tragikomödie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Zuchtziel ist folglich ein wesentlich größeres, hochbeinigeres Rind mit nach vorne geschwungenen Hörnern zusätzlich zur bereits vorhandenen Wildfarbe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bunzel&amp;quot;&amp;gt;Bunzel-Drüke, Finck, Kämmer, Luick, Reisinger, Riecken, Riedl, Scharf &amp;amp; Zimball: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wilde Weiden: Praxisleitfaden für Ganzjahresbeweidung in Naturschutz und Landschaftsentwicklung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cis van Vuure: &amp;#039;&amp;#039;History, Morphology and Ecology of the Aurochs (Bos primigenius).&amp;#039;&amp;#039; 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese neue Kreuzungszucht wurde der Name &amp;#039;&amp;#039;Taurusrind&amp;#039;&amp;#039; gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezüchtet wird das Taurusrind von Standorten der ABU, des [[Naturschutzbund Deutschland|Naturschutzbunds Deutschlands]] (vor allem in Nordrhein-Westfalen, [[Thüringen]] und [[Niedersachsen]]), in Dänemark und im [[Hortobágyi-Nationalpark]] in Ungarn.&amp;lt;ref&amp;gt;Waltraut Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Przewalskipferde auf dem Weg zur Wiedereinbürgerung – Verschiedene Projekte im Vergleich&amp;#039;&amp;#039;. 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland werden neben Heckrindern die Rassen [[Chianina]] sowie [[Sayaguesa]] und Lidia ([[Spanisches Kampfrind]]) zur Kreuzungszucht verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poettinger&amp;quot;&amp;gt;Julia Poettinger: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Studie zur Haltung und zum Verhalten des Wisents und des Heckrinds&amp;#039;&amp;#039;. 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Bunzel Drüke: &amp;#039;&amp;#039;En økologisk erstatning for uroksen&amp;#039;&amp;#039;. 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der wichtigste Standort in Deutschland ist das [[Naturschutzgebiet Lippeaue (SO-007)]], wo die Kreuzungszucht auch ihren Ausgang nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedenste Kombinationen der vier verwendeten Rassen bestehen bereits und die jüngsten im Jahr 2015 geborenen Tiere entstammen bereits der fünften Generation. In der Lippeaue ist Sayaguesa mit 47 % die in den Kreuzungstieren dominierende Rasse, gefolgt von Heckrind (29 %), Chianina (20 %) und Lidia (4 %).&amp;lt;ref&amp;gt;Internationales Zuchtbuch für Heckrinder.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taurusrinder werden im Zuchtbuch X des Heckrinderzucht-Vereins VFA angeführt. Mittlerweile zeigen einige Heckrinderzüchter Interesse an diesen Kreuzungsexemplaren, sodass es einen fließenden Übergang zwischen Taurus- und Heckrind gibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bunzel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Aufsehen sorgte ein entlaufenes Kampfrind im Jahre 1997, welches sich über sieben Monate frei in Nordrhein-Westfalen bewegte, bis es erschossen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bunzel2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hortobágy ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Hortobágy-Nationalpark]] gibt es die bislang größte Taurusrind-Herde von etwa 200 Tieren. Dort werden zusätzlich zu Kreuzungstieren aus Deutschland [[Watussi-Rind]]er, vormals auch [[Ungarisches Steppenrind|ungarische Steppenrinder]] und eine Kreuzungskuh mit [[Holstein-Rind]]-Einfluss verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frisch&amp;quot;&amp;gt;Walter Frisch: &amp;#039;&amp;#039;Der Auerochs - Das europäische Rind.&amp;#039;&amp;#039; 2010, ISBN 978-3-00-026764-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurden zwei Herden gebildet, eine Hauptherde in [[Pentezug]] und die andere in [[Karácsonyfok]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hortobagy&amp;quot;&amp;gt;Waltraut Zimmermann, Lydia Kolter, Istvan Sandor: &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzprojekt Hortobagy – Jahresbericht 2003&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift des Kölner Zoo 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Studien im Nationalpark haben gezeigt, dass Rinder schlechter an trockenes, karges Grasland bei kalten Temperaturen angepasst sind als [[Przewalski-Pferd|Przewalski-Pferde]]; ohne Zufütterung hätten die Rinder in den ersten Jahren vermutlich nur teilweise überlebt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poettinger&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hortobagy&amp;quot;/&amp;gt; Den Winter 2010/2011 verbrachten die Rinder allerdings bereits ohne Zufütterung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hortobagy2&amp;quot;&amp;gt;Waltraut Zimmermann, Lydia Kolter, Istvan Sandor: &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzprojekt Hortobagy – Jahresbericht 2011&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift des Kölner Zoo 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Taurus bull skull.jpg|mini|Schädel eines Taurusstiers]]&lt;br /&gt;
Taurusrinder sind überwiegend schlanke und hochbeinige Rinder. Es gelang, die Schulterhöhe von lediglich 140&amp;amp;nbsp;cm [[Widerristhöhe]] bei durchschnittlichen Heck-Stieren auf etwa 160–165&amp;amp;nbsp;cm und ein Gewicht von 1400&amp;amp;nbsp;kg bei einzelnen Taurusbullen anzuheben, was den Maßen des Auerochsen bereits nahekommt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bunzel&amp;quot;/&amp;gt; Die Farbe der Stiere ist meist schwarz mit hellem [[Aalstrich]], ein hellerer Sattel auf dem Rücken kann auftreten. Die Kühe sind oft, jedoch nicht immer, heller als die Bullen und weisen eine überwiegend rotbraune Färbung auf. Gräulich, beige oder schwarz gefärbte Kühe können auftreten. Die Hörner der Taurusrinder sind meist deutlich nach vorne und stärker nach innen als bei üblichen Heckrindern geschwungen. Die exakte Krümmung und auch die Horngröße ist jedoch variabel. Der Schädelbau der Taurusrinder ist länglicher als beim Heckrind und gleicht dadurch dem des Auerochsen eher. Auch haben Taurusrinder zumeist eine athletischere Gestalt und oft eine ausgeprägte Schulter- und Nackenmuskulatur.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Taurus cattle Lippeaue.JPG&lt;br /&gt;
Taurus cattle Lippeaue6.JPG&lt;br /&gt;
Taurus cattle Lippeaue9.JPG&lt;br /&gt;
20160208 Urzeitweide 10.jpg&lt;br /&gt;
Taurus cattle Lippeaue10.JPG&lt;br /&gt;
Taurus cattle Lippeaue8.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Auerrindprojekt]]&lt;br /&gt;
* [[Tauros-Programm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Taurus cattle|Taurusrind}}&lt;br /&gt;
* [https://www.abu-naturschutz.de/was-wir-auch-noch-tun/taurus-rinder-zucht &amp;#039;&amp;#039;Zucht auerochsenähnlicher Rinder&amp;#039;&amp;#039; – Webpräsenz der Tauruszucht der ABU Soest e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rasse des europäischen Hausrindes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-41155-56</name></author>
	</entry>
</feed>