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	<title>Taurisker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T00:30:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taurisker&amp;diff=1663712&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Zitierungen</title>
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		<updated>2025-08-12T16:25:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zitierungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taurisker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taurisci&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (taur = [[Keltische Sprachen|keltisch]] für Berg) waren vom 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr. ein [[Kelten|keltischer]] Stammesverband am [[Ostalpen]]rand, deren Siedlungsgebiet meist auf [[Kärnten]] und [[Slowenien]] eingegrenzt wird. Ihre Beziehung zu den [[Noriker (Volk)|Norikern]] ist nicht ganz geklärt. Von den Tauriskern wird fallweise die Bezeichnung für das [[Tauern]]-Gebirge abgeleitet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman_provinces_of_Illyricum,_Macedonia,_Dacia,_Moesia,_Pannonia_and_Thracia.jpg|mini|hochkant=1.7|Die &amp;#039;&amp;#039;Taurisci&amp;#039;&amp;#039; im Nordwesten auf einer Karte römischer Provinzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Taurisker waren wohl in der [[Schlacht bei Telamon]] 225&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. Teil der keltischen Verbündeten, die eine schwere Niederlage gegen die [[Römisches Reich|Römer]] erlitten. Die unterlegenen Taurisker dürften sich bei [[Turin]] angesiedelt haben ([[Tauriner]]), während die an der Schlacht nicht beteiligten Teile der Taurisker an der oberen [[Save]] siedelten und in der Folge mit den Römern vor allem mit Gold handelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Petru: &amp;#039;&amp;#039;Die ostalpinen Taurisker und Latobiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Hildegard Temporini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Politische Geschichte. Provinzen und Randvölker. Lateinischer Donau-Balkanraum&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 1977, ISBN 3-11-006735-8, S.&amp;amp;nbsp;473–499, hier: S.&amp;amp;nbsp;482 und 487.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste ausdrückliche Erwähnung der Taurisker stammt von [[Polybios]] um 200 v.&amp;amp;nbsp;Chr., der von ihren Goldfunden in der Nähe von [[Aquileia]] berichtet. Die Goldproduktion verstärkte ihre politische und wirtschaftliche Macht. &lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit nahm die Bevölkerung infolge verbesserter Anbaumethoden und technologischem Fortschritt (eiserne [[Pflugschar]]) rasch zu. Der Landmangel wurde 186 v.&amp;amp;nbsp;Chr. so drückend, dass 12.000 Taurisker und [[Boier]] an die [[Obere Adria]] zogen. [[Römisches Reich|Rom]] konnte zwar eine Stadtgründung in [[Friaul]] verhindern, nicht jedoch dass sich die Kelten in der [[Norditalienische Tiefebene|Norditalienischen Tiefebene]] und der Küste des heutigen [[Venetien]]s ansiedelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Germanen|germanischen]] [[Kimbern]] die Taurisker bedrängten, riefen sie die Römer um Hilfe, was zur römischen Niederlage in der [[Schlacht von&amp;amp;nbsp;Noreia]] 113 v.&amp;amp;nbsp;Chr. führte. Über längere Zeit musste schon den Römern Tribut geleistet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch&amp;quot;&amp;gt;John T. Koch: &amp;#039;&amp;#039;Celtic culture. A historical encyclopedia&amp;#039;&amp;#039;. ABC-CLIO, Santa Barbara 2006, ISBN 1-85109-440-7, S.&amp;amp;nbsp;1662.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit den Boiern bedrohten die Taurisker immer wieder [[Noricum]] und griffen [[Noreia (Noricum)|Noreia]] an. Die Taurisker dürften damals schon den Boiern untergeordnet gewesen sein. Mitte des ersten Jahrhunderts vor Chr. unterlagen die Verbündeten den [[Daker]]n unter [[Burebista]]. Daraufhin mussten sie anderen keltischen Stämmen, die [[Latobiker]] genannt wurden, die Ansiedlung auf ihrem Gebiet in der späteren [[Krain]], dem zentralen Slowenien, gestatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Petru: &amp;#039;&amp;#039;Die ostalpinen Taurisker und Latobiker.&amp;#039;&amp;#039; In: Hildegard Temporini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Politische Geschichte. Provinzen und Randvölker. Lateinischer Donau-Balkanraum.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1977, ISBN 3-11-006735-8, S.&amp;amp;nbsp;473–499, hier: S.&amp;amp;nbsp;490f. und 495.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das westliche Stammesgebiet kam unter Einfluss des Königreichs Noricum, die östlichen Gebiete seit etwa 35 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Abhängigkeit Roms.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der römischen Eroberung unter [[Augustus|Octavian]] durch [[Publius Silius Nerva (Konsul 20 v. Chr.)|Publius Silius Nerva]] sowie [[Drusus]] 16–15 v.&amp;amp;nbsp;Chr., wurden die Taurisker nicht mehr im Gefolge der norischen Stämme erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Petru: &amp;#039;&amp;#039;Die ostalpinen Taurisker und Latobiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Hildegard Temporini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Politische Geschichte. Provinzen und Randvölker. Lateinischer Donau-Balkanraum&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 1977, ISBN 3-11-006735-8, S.&amp;amp;nbsp;473–499, hier:S.&amp;amp;nbsp;483.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Strabon]] erwähnte sie dann um die Zeitenwende etwa in [[Nauportus]] (Vrhnika, Oberlaibach) ansässig,&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon: &amp;#039;&amp;#039;Geographica&amp;#039;&amp;#039; 7, 5, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; an der Römerstraße auf den inneren [[Balkanhalbinsel|Balkan]] und die römische [[Bernsteinstraße]] über die [[Pforte von Postojna]], wo am [[Razdrto (Pass)|&amp;#039;&amp;#039;Ocra&amp;#039;&amp;#039;-Pass]] und -Gebirge ([[Nanos]], [[Birnbaumer Wald]]) die illyrisch-keltischen [[Iapoden]] ansässig waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon: &amp;#039;&amp;#039;Geographica&amp;#039;&amp;#039; 4, 6, 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taurisker und Noriker in der Forschung ==&lt;br /&gt;
In antiken römischen Quellen werden Taurisker und Noriker oft unklar erwähnt und deren Bezeichnungen meist synonym verwendet. Daher gab es in der [[Altertumswissenschaft]] unterschiedliche Theorien über den Zusammenhang der beiden Stämme:&lt;br /&gt;
* Ältere Ansichten sahen in [[Noriker (Volk)|Norikern]] und Tauriskern zwei Begriffe für dasselbe keltische Volk.&lt;br /&gt;
* Die Taurisci wurden fallweise gar nicht als eigenes Volk betrachtet, sondern als allgemeine Benennung jedes keltischen Bergbewohners. Als Beleg für diese Theorie wurden die Taurini im Piemont angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Mannert: &amp;#039;&amp;#039;Geographie der Griechen und Römer aus ihren Schriften dargestellt&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hahn, Leipzig 1820, S.&amp;amp;nbsp;487f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wäre also ein Volksname für die heute allgemein [[Alpenkelten]] genannte Siedlungsgruppe.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Theorie sah in den Norikern die vorkeltische Bevölkerung [[Noricum]]s und in den Tauriskern die keltischen Neuankömmlinge.&lt;br /&gt;
* Nach [[Géza Alföldy]] waren die Noriker einer der Tauriskerstämme. Taurisker wäre demnach die Sammelbezeichnung für die keltischen und keltisierten Völker des Ostalpenraums gewesen, heute als die [[Norisch-pannonische Kultur]] bezeichnet, speziell in Abgrenzung zur westalpinen später [[Gallorömische Kultur|Gallorömischen]]. Durch ihren Machtzuwachs hätten die Noriker die Taurisker und ihren Namen verdrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Petru: &amp;#039;&amp;#039;Die ostalpinen Taurisker und Latobiker&amp;#039;&amp;#039;. In: Hildegard Temporini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Politische Geschichte. Provinzen und Randvölker. Lateinischer Donau-Balkanraum&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 1977, ISBN 3-11-006735-8, S.&amp;amp;nbsp;473–499, hier:S.&amp;amp;nbsp;473f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch für Richard Heuberger ist der Terminus Taurisker ein Sammelbegriff, zu dem auch die Noriker gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Heuberger: &amp;#039;&amp;#039;Taurisker und Noriker&amp;#039;&amp;#039;. In: Johann Knobloch (Red), [[Hermann Ammann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ammann-Festgabe&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 1/2). Sprachwissenschaftliches Institut der Universität Innsbruck, Innsbruck 1952, S.&amp;amp;nbsp;160–171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Für Peter Petru waren die Noriker und Taurisker zwei Völker, die in getrennten Gebieten siedelten: Die Noriker im Königreich [[Noricum]], die Taurisker waren, seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. als keltische Neuankömmlinge, ihre südöstlichen Nachbarn. Das entspricht auch weitgehend dem aktuellen Forschungsstand laut dem [[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]. Der Name Taurisker wurde demnach ursprünglich als undifferenzierte Sammelbezeichnung für die Bevölkerung der Ostalpen verwendet. Gleichzeitig liegt dem eine regionale Namenstradition zugrunde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]] Band 21: &amp;#039;&amp;#039;Naualia - Østfold&amp;#039;&amp;#039;. Verlag de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017272-0, S.&amp;amp;nbsp;321.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Noriker werden heute als nördliche Nachbarn der Stammesgemeinschaft der Taurisker angesehen, im Westen wohnten die [[Iapoden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mitja Guštin: &amp;#039;&amp;#039;Zu einigen Figuralmotiven im Gebiet der Taurisker&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolf-Rüdiger Teegen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Lebenswelt der Eisenzeit. Festschrift für Rosemarie Müller&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ergänzungsbände zum Reallexikon der germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039; 53). Verlag de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 978-3-11-019010-6, S.&amp;amp;nbsp;115–132, hier: S.&amp;amp;nbsp;127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Nach den Tauriskern war das erste [[Corps]] an der nachmaligen [[Montanuniversität Leoben]] benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vfcg.eu/senioren-convente/#Leoben Tauriscia (VfcG)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Finsterwalder]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Name der Taurisker, der deutschsprachige Begriff Tauern und romanische Reste von Taurus-Namen in den Ostalpen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 14, Amoe, Innsbruck 1968, S.&amp;amp;nbsp;339–356.&lt;br /&gt;
* Dragan Božič: &amp;#039;&amp;#039;The Taurisci&amp;#039;&amp;#039;. In: Sabatino Moscati (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Celts. On the occasion of the Exhibition „The Celts, the Origins of Europe“, Palazzo Grassi, Venice.&amp;#039;&amp;#039; Rizzoli, New York City 1999, ISBN 0-8478-2193-5, S.&amp;amp;nbsp;496–502.&lt;br /&gt;
* {{RE|V A,1|1|14|Taurisci|[[Max Fluß]]|RE:Taurisci}}&lt;br /&gt;
* {{RE|V A,1|1136|1137|Teurisker|[[Max Fluß]]|RE:Teurisker}}&lt;br /&gt;
* [[Herbert Grassl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Taurisker. Ein antikes Ethnikon und seine Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Taeuber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Akten des 7. Österreichischen Althistorikertage.&amp;#039;&amp;#039; Phoibos, Wien 2001, ISBN 3-901232-26-5, S.&amp;amp;nbsp;19–26.&lt;br /&gt;
* {{RGA|30|311|318|Taurisker|Alexander Sitzmann, Klaus Tausend}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7674124-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Taurisker| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Geschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slowenische Geschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltischer Stamm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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