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	<title>Tatikios - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tatikios&amp;diff=287878&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herrgott am 31. März 2026 um 20:33 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tatikios&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Taticius&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tatizius&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tatitius&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tatic&amp;#039;&amp;#039;, oder &amp;#039;&amp;#039;Tetig&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] General unter [[Alexios I. Komnenos]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater war ein „[[Sarazenen|Sarazene]]“, vermutlich ein [[Türken|Türke]],&amp;lt;ref&amp;gt;Charles M. Brand: &amp;#039;&amp;#039;The Turkish Element in Byzantium, Eleventh-Twelfth Centuries.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dumbarton Oaks Papers.&amp;#039;&amp;#039; Band 43, 1989, S. 1–25 (hier S. 3) ([https://www.jstor.org/stable/1291603 jstor.org]).&amp;lt;/ref&amp;gt; den Alexios’ Vater [[Johannes Komnenos (Domestikos der Scholen)|Johannes Komnenos]] gefangen genommen hatte und der im kaiserlichen Haushalt als [[Sklave]] diente. Tatikios und Alexios wuchsen gemeinsam auf, er wird daher als Alexios’ &amp;#039;&amp;#039;oikogenes&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, das heißt „aus dem gleichen Haus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1078, Alexios war noch nicht Kaiser, begleitete Tatikios ihn in eine Schlacht gegen seinen Rivalen Basilakios und entdeckte dessen Pläne für einen Hinterhalt. Als Alexios 1081 Kaiser wurde, erhielt er das Amt des &amp;#039;&amp;#039;magnus [[primicerius]]&amp;#039;&amp;#039; des kaiserlichen Haushalts. Später im selben Jahr kommandierte er eine [[Seldschuken|seldschukische]] oder [[Petschenegen|petschenegische]] [[Söldner]]truppe aus [[Ohrid]] in der [[Schlacht von Dyrrhachium (1081)|Schlacht von Dyrrhachion]] gegen [[Robert Guiskard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1086 wurde er nach [[Nicäa|Nikaia]] geschickt, um es von den Seldschuken zurückzuerobern, war aber gezwungen abzuziehen, als er erfuhr, dass seldschukische Entsatzkräfte auf dem Weg seien. Alexios schickte ihn zurück mit Flottenunterstützung unter Manuel Boutoumites; es gelang ihm aber nicht, die Stadt zu erobern, obwohl er Abu’l Qasim, den Statthalter Nicäas, in [[Bithynien]] schlagen konnte. Am Jahresende wurde er zurückgerufen und gegen die Petschenegen geschickt, die einen [[Manichäer|manichäischen]] Aufstand bei [[Plowdiw|Philippopolis]] unterstützten. 1087 kommandierte er in der Schlacht von Drista gegen die Petschenegen den byzantinischen rechten Flügel, 1090 schlug er eine kleine Truppe von 300 Petschenegen, als er das Archontopouloi &amp;#039;&amp;#039;[[Tagma (Einheit)|tagma]]&amp;#039;&amp;#039; gegen sie führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1094, als Bewacher von Alexios’ Zelt in Pentegostis, entdeckte er die Verschwörung des Nikephoros Diogenes, des Sohnes des früheren Kaisers [[Romanos IV.|Romanos IV. Diogenes]]. Nikephoros war ein alter Freund von Alexios und Tatikios, und Alexios hatte Skrupel, ihn zu bestrafen. Da aber deutlich war, dass Nikephoros den Thron anstrebte, wurde er verbannt und schließlich [[Blendung (Strafe)|geblendet]]. Später im selben Jahr war er vermutlich mit Sicherheitsaufgaben bei der [[Synode von Blachernae]] betraut, in der der Bischof Leo von [[Chalkedon|Chalcedon]] verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1095 begleitete Tatikios Alexios auf dem Feldzug gegen die [[Kumanen]]. 1096 verteidigte er Konstantinopel gegen die [[Erster Kreuzzug|Kreuzfahrer]], die die Stadt nach ihrer Ankunft attackierten. 1097 sandte Alexios ihn mit Tzitas und 2000 [[Peltast]]en nach Nikaia, um die [[Belagerung Nicäas|Belagerung Nikaias]] durch die Kreuzfahrer zu unterstützen. Der Chronist [[Albert von Aachen]] schreibt, er sei ein Vermittler zwischen den Türken und den Kreuzfahrern gewesen, die glaubhaftere [[Anna Komnena]] berichtet hingegen, dass er gemeinsam mit Boutoumites die Übergabe der Stadt an die Byzantiner ohne Wissen der Kreuzfahrer verhandelte, was einen tiefen Graben zwischen den [[Lateiner (Mittelalter)|Lateinern]] und den Griechen erzeugte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatikios wurde anschließend beauftragt, die Kreuzfahrer durch [[Anatolien]] zu begleiten, als Führer und um sicherzustellen, dass jede Eroberung absprachegemäß an die Byzantiner weitergeben würde. Nach dem Aufbruch in Nikaia teilten sich die Kreuzfahrer in zwei Gruppen auf. Tatikios begleitete die [[Normannen]] unter Guiskards Sohn [[Bohemund von Tarent]], dessen Neffe [[Tankred von Tiberias|Tankred]] und [[Robert II. (Normandie)|Robert von der Normandie]], und [[Grafschaft Flandern|Flamen]] unter [[Robert II. (Flandern)|Robert II. von Flandern]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Gesta Francorum&amp;#039;&amp;#039; berichtet, dass er die Kreuzfahrer häufig vor der Wildheit der Türken gewarnt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Belagerung Antiochias]] wies er – laut [[Raimund von Aguilers]] – die Kreuzfahrer an, vor dem Angriff auf die Stadt das Umland zu erobern, was sie vor einer Hungersnot bewahren sollte; der Rat wurde jedoch ignoriert. Im Februar 1098 verließ er die Belagerung, weil – so [[Anna Komnena]], die ihn vermutlich nach seiner Rückkehr persönlich sprechen konnte – Bohemund ihn informiert habe, dass die anderen Kreuzritter ihm misstrauten und sein Leben bedrohten. Andererseits streute Bohemund das Gerücht, Tatikios sei ein Feigling und Verräter, sei vom Kriegsschauplatz geflohen ohne die Absicht zu haben zurückzukehren, entgegen seinen Versprechen, aus Konstantinopel Verstärkung zu holen – so der Bericht in den zeitgenössischen Chroniken der Kreuzfahrer, die ihn als Feind und Lügner bezeichnen (&amp;#039;&amp;#039;periurio manet et manebit&amp;#039;&amp;#039;, nach der &amp;#039;&amp;#039;Gesta Francorum&amp;#039;&amp;#039;), während Anna vielleicht durch ihre Vorurteile gegen Bohemund, einem langjährigen Feind ihres Vaters, beeinflusst ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1099 wurden Tatikios und der normannische Söldner Landulf zu Admiralen ernannt und damit beauftragt, eine Flotte aus Konstantinopel gegen die Flotte [[Republik Pisa|Pisas]] zu führen, die auf dem Weg war, den Kreuzfahrern zu helfen, aber die Küsten des Reiches plünderte. Diese Flotte, ausgestattet mit [[Griechisches Feuer|Griechischem Feuer]], hielt sich an den Küsten [[Kilikien]]s und [[Syria|Syriens]] auf, und kam dabei später in Konflikt mit den Pisanern und den [[Republik Genua|Genuesen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzfahrerchroniken erwähnen, dass Tatikios eine verstümmelte Nase habe – bei den Byzantinern eine übliche Strafe für Verräter, was aber bei ihm nicht der Fall zu sein scheint. Nach [[Guibert von Nogent]] hatte er eine prothetische Goldnase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der Meinung der Kreuzfahrer über ihn beschreibt ihn Anna Komnena als „ein tapferer Kämpfer, ein Mann, der seine Sinne unter Kampfbedingungen zusammenhält“, und „ein kluger Redner und ein kraftvoller Man der Tat“. Anna erzählt auch die Geschichte, dass Alexios und Tatikios [[Polo (Sport)|Polo]] spielten, als der General abgeworfen wurde und auf dem Kaiser landete. Alexios verletzte sein Knie und litt später an Gicht. Anna erwähnt nicht den Zeitpunkt dieses Vorfalls, es ist eine Nebenbemerkung in ihrem Bericht zu Alexios’ Türkenfeldzug aus dem Jahr 1110.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine Aussage zu Tatikios’ Geburts- oder Todesjahr. Obwohl das Amt des Magnus Primicerius üblicherweise von einem [[Eunuch]]en ausgeübt wurde, scheint Tatikios Nachkommen gehabt zu haben, die im [[12. Jahrhundert]] eine mächtige adlige Familie waren, zu denen ein weiterer General zur Zeit des [[Manuel I. Komnenos]] sowie ein Verschwörer gegen [[Isaak II.]], [[Konstantin Tatikios]], gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Albert von Aachen]], &amp;#039;&amp;#039;Historia Hierosolymitana&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Anna Komnena]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexias&amp;#039;&amp;#039;. Übers., eingel. und mit Anm. vers. von Diether Roderich Reinsch. DuMont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3492-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gesta Francorum]] et aliorum Hierosolimitanorum&amp;#039;&amp;#039; (anonym).&lt;br /&gt;
* [[Guibert von Nogent]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesta Dei per Francos&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Peter Tudebode]]: &amp;#039;&amp;#039;Historia de Hierosolymitano itinere&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Raimund von Aguilers]]: &amp;#039;&amp;#039;Historia Francorum qui ceperunt Iherusalem&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* [[Steven Runciman]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kreuzzüge&amp;#039;&amp;#039; („History of the crusades“). 5. Aufl. Dtv, München 2006, ISBN 978-3-423-30175-6 (3 Bde. in einem Band). &lt;br /&gt;
* Basile Skoulatos: &amp;#039;&amp;#039;Les Personnages Byzantins de L’Alexiade. Analyse Prosopographique et Synthèse&amp;#039;&amp;#039;. Collège Erasme, Leuven 1980 (Dissertation). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Byzantinisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreuzzüge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 11. oder 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tatikios&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Taticius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=byzantinischer General&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1099&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herrgott</name></author>
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