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	<title>Tatherrschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T16:15:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tatherrschaft&amp;diff=998133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 18:58 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T18:58:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tatherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff aus der [[strafrecht]]lichen [[Tatherrschaftslehre]], die zur Abgrenzung von [[Beteiligung (Strafrecht)|Täterschaft und Teilnahme]] herangezogen wird. Es geht also um die Frage, wer die &amp;#039;&amp;#039;Zentralfigur&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hauf, Strafrecht AT, 2. Auflage 2001, S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt; des konkreten Handlungsgeschehens und somit [[Täter (Strafrecht)|Täter]]  gemäß {{§|25|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] ist (und nicht etwa nur Anstifter oder Gehilfe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme entstehen bei der Abgrenzung vor allem zwischen der [[Mittelbare Täterschaft|mittelbaren Täterschaft]] und [[Anstiftung (Deutschland)|Anstiftung]] und [[Mittäterschaft]] und [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]]. Je nachdem, welche der Beteiligungsformen gewählt wird, schwankt die Strafbarkeit der Beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der BGH vertrat hierzu früher die sog. &amp;#039;&amp;#039;animus-Theorie&amp;#039;&amp;#039;. Danach ist Täter, wer Täterwille habe (sog. &amp;#039;&amp;#039;animus auctoris&amp;#039;&amp;#039;), Teilnehmer, wer einen Teilnehmerwillen habe (sog. &amp;#039;&amp;#039;animus socii&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Joecks, § 25 StGB, 4. Auflage 2003, Rn. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu der &amp;#039;&amp;#039;animus-Theorie&amp;#039;&amp;#039;, erfolgt die Abgrenzung nach der Tatherrschaftslehre nicht vorwiegend nach subjektiven Merkmalen des Täters, sondern vorwiegend nach seinen objektiven Merkmalen. Die Tatherrschaft ist damit &amp;#039;&amp;#039;das vom [[Vorsatz (Deutschland)#Deutsches Strafrecht|Vorsatz]] erfasste „In-den-Händen-Halten“ des tatbestandlichen Geschehens&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Maurach: &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht AT&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage, § 49 II C 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. die vom Willen getragene beherrschende Steuerung des Tatablaufs.&amp;lt;ref&amp;gt;Samson, Strafrecht II, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt;  Diese liegt bei demjenigen vor, der die Tat nach seinem Willen hemmen oder ablaufen lassen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Frisch, LdR, S. 975; Hillenkamp, 19. AT-Problem, S. 160&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Formen der Tatherrschaft werden unterschieden:&lt;br /&gt;
# Die Tatherrschaft des unmittelbaren Täters (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handlungsherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;= unmittelbare Täterschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#:= Tatherrschaft besitzt, wer objektiv das „Ob“ und „Wie“ der Tatbestandsverwirklichung beherrscht und einen entsprechenden Willen besitzt, somit das Tatgeschehen in seinen Händen hält.&lt;br /&gt;
#:* Bsp.: A entwendet das Fahrrad des O&lt;br /&gt;
# Die Tatherrschaft des Hintermannes über den Vordermann durch ein überragendes Wissen (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wissensherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;= mittelbare Täterschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#:= Der Hintermann nutzt bewusst einen beim Tatmittler vorliegenden „Defekt“ aus – also etwa, dass dieser nicht vorsätzlich bezüglich der Tatbestandsverwirklichung handelt (im unteren Beispiel also hinsichtlich einer Körperverletzung des O).&lt;br /&gt;
#:* Bsp.: A sagt B: „Hier ein ungeladenes Gewehr. Schieß auf O und jage ihm einen richtigen Schreck ein.“ In Wirklichkeit ist die Waffe geladen, was dem B jedoch nicht bekannt ist. Er vertraut A und verletzt O durch den Schuss. Der A hatte eine Tatherrschaft über B, damit scheidet die Teilnahmefunktion des A aus – er ist mittelbarer Täter.&lt;br /&gt;
# Die Tatherrschaft des Hintermannes über den Vordermann durch ein überragendes Wollen (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willensherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;= mittelbare Täterschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#:= Der Vordermann befindet sich in einer besonderen Abhängigkeit vom Hintermann. Diese kann zum Beispiel bei einem Schuldunfähigen oder Genötigten der Fall sein.&lt;br /&gt;
#:* Bsp.: Der geistige Mentor A sagt seinem psychisch labilen und von A völlig abhängigen Schüler B, er solle O töten. B tut dies ohne Widerrede. Der A hatte hier kraft Ausnutzung der [[Schuldunfähigkeit]] die Willensherrschaft über B und war daher mittelbarer Täter.&lt;br /&gt;
# Die Tatherrschaft durch eine Organisationshierarchie (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Organisationsherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;= mittelbare Täterschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#:= Der Vordermann befindet sich in Abhängigkeit von einer stark organisierten Hierarchie ([[Mafia]], Militär usw.) und muss sich dieser &amp;quot;beugen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
#:*Bsp.: Der A ist „[[Mafia]]boss“, der dem ihm hörigen B befiehlt, T zu töten. B tut dies aus Angst um sein Leben und seine Stellung in der Hierarchie. A ist als mittelbarer Täter zu bestrafen.&lt;br /&gt;
# Die Tatherrschaft der arbeitsteiligen Mittäter (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;funktionelle Tatherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;= Mittäterschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#:= Die Täter begehen die Tat aufgrund eines gemeinsamen Tatplanes (der auch situativ – also spontan – gefasst werden kann) gemeinsam und tragen dabei arbeitsteilig jeweils mit eigenen Handlungen zur Tatbestandsverwirklichung bei, ohne die der Taterfolg auf diese Weise nicht möglich gewesen wäre.&lt;br /&gt;
#:*Bsp.: A hält den T fest, damit B diesen erschlagen kann. Wenn A den T nicht festhielte, könnte T fliehen und B den Tatbestand des Totschlags nicht verwirklichen. A und B sind als Mittäter zu bestrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Strafrechtslehre (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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