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	<title>Tathergang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:39:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tathergang&amp;diff=721429&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: lf</title>
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		<updated>2025-10-15T23:35:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tathergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Tathandlung&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Kriminalistik]] der [[Prozess|Ablauf]] einer [[Verbrechen|Straftat]] im Rahmen des [[Deliktsstadium]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Tathergang ist der äußere, [[Beobachtung|beobachtbare]] Tatablauf im Gegensatz zu den meist verborgen bleibenden [[Tatmotiv]] und [[Tatentschluss]]. Deshalb gibt es für die Phase des Tathergangs meist [[Zeuge]]n oder [[Spur (Kriminalistik)|Spuren]]. Zeugen haben den Tathergang ganz oder teilweise meist zufällig beobachtet, die [[Täter]] hinterlassen durch ihre Tat Spuren am [[Tatort]]. Er muss von den [[Strafverfolgungsbehörde]]n stets rekonstruiert (nachträglich ermittelt) werden, zum Beispiel aufgrund von Zeugenaussagen, von [[Geständnis]]sen, vom [[Modus Operandi]] oder aufgrund des [[Spurenbild]]es. Der Tathergang dient dem Nachweis der [[Täterschaft]] sowie dem [[Tatnachweis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tathergang ist die den [[Straftatbestand]] erfüllende &amp;#039;&amp;#039;Tathandlung&amp;#039;&amp;#039; enthalten, die in einem [[Handeln|Tun]] oder [[Unterlassen (Deutschland)|Unterlassen]] des Täters, der [[Mittäter]] oder [[Teilnehmer (Strafrecht)|Teilnehmer]] besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=cWEFBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA135&amp;amp;dq=straftat+tatwerkzeug&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwig693vqbXdAhUCElAKHUHwBNo4ChDoAQgwMAI#v=onepage&amp;amp;q=straftat%20tatwerkzeug&amp;amp;f=false Walter Gropp, &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht Allgemeiner Teil&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 135]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Tathandlung fällt nicht bei jedem Straftatbestand dem [[Tatopfer]] sofort auf, denn beispielsweise besteht sie beim [[Taschendiebstahl]] in der – vom Opfer zunächst unbemerkten – [[Wegnahme]], bei der [[Unterschlagung (Deutschland)|Unterschlagung]] in der Zueignung oder beim [[Betrug (Deutschland)|Betrug]] in der [[Täuschung]] des Opfers. Das [[Strafrecht (Deutschland)|Strafrecht]] befasst sich mit der Tathandlung, während die Kriminalistik den Tathergang untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbereitungshandlungen ==&lt;br /&gt;
[[Straflosigkeit|Straflos]] bleibende [[Vorbereitungshandlung]]en sind [[Verhaltensmuster|Verhaltensweisen]] des Täters, die erst die Bedingungen für die anschließende Tatverwirklichung schaffen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Harro Otto, &amp;#039;&amp;#039;Grundkurs Strafrecht - Allgemeine Strafrechtslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu gehören die Planung des [[Tatort]]s, der [[Tatzeit]], des Tathergangs sowie die Beschaffung der [[Tatmittel]] (einschließlich der [[Tatwaffe]]). Die Kriminalistik geht davon aus, dass der [[Unwert]] einer Tat umso mehr steige, je sorgfältiger der Täter sie vorbereitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Schmoller]], &amp;#039;&amp;#039;Überlegungen zur Neubestimmung des Mordmerkmals „heimtückisch“&amp;#039;&amp;#039;, in: ZStW 99, 1987, S. 412 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Vorbereitungshandlungen beeinflussen den Tathergang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modus Operandi ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Modus Operandi}}&lt;br /&gt;
Der Modus Operandi bezeichnet in der Kriminalistik die Verhaltensweisen eines Täters, insbesondere die Art der Tatbegehung, wobei seit 2000 international das System „ViCLAS“ (&amp;#039;&amp;#039;Violent Crime Linkage Analysis System&amp;#039;&amp;#039;), das typisches Täterverhalten registriert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=88LmDAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA14&amp;amp;dq=Modus+Operandi+Kriminalistik&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjC1t7QrsndAhWpiIsKHV15AqIQ6AEIKzAB#v=onepage&amp;amp;q=Modus%20Operandi%20Kriminalistik&amp;amp;f=false Hans-Dieter Schwind, Kriminologie und Kriminalpolitik, 2016, S. 14]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Erst durch die im Tathergang enthaltene Tathandlung wird der [[Straftatbestand]] erfüllt. Wer beispielsweise eine fremde [[bewegliche Sache]] einem anderen in der [[Absicht (Recht)|Absicht]] wegnimmt, die Sache sich oder einem [[Dritter|Dritten]] [[Rechtswidrigkeit|rechtswidrig]] [[Zueignungsabsicht|zuzueignen]] ({{§|242|stgb|juris}} Abs. 1 [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]), erfüllt den Straftatbestand des [[Diebstahl (Deutschland)|Diebstahls]]. Hierbei besteht die Tathandlung in der Wegnahme, bei der Unterschlagung gemäß {{§|246|stgb|juris}} Abs. 1 StGB in der rechtswidrigen Zueignung oder beim Betrug ({{§|263|stgb|juris}} Abs. 1 StGB) in der Täuschungshandlung. Durch die Tathandlung wirkt der Täter unmittelbar auf [[Sache (Recht)|Sachen]] oder [[Person]]en am Tatort ein. So begeht er durch Beibringung von [[Gift]] oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen eine [[gefährliche Körperverletzung]] ({{§|224|stgb|juris}} Abs. 1 Nr. 1 StGB), die zum Tod des Opfers führen kann. Bei [[Unterlassungsdelikt]]en besteht die Tathandlung des Täters darin, dass er nicht gehandelt hat, aber eine Möglichkeit zum Handeln gehabt haben muss. Typischer Fall ist die [[unterlassene Hilfeleistung]] des {{§|323c|stgb|juris}} Abs. 1 StGB, bei der jemand bei [[Unglücksfall|Unglücksfällen]], [[Gemeine Gefahr|gemeiner Gefahr]] oder [[Not]] nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere [[Rechtsgebiet]]e [[Strafe|bestrafen]] rechtswidrige Tathandlungen. So ist die gemäß {{§|106|urhg|juris}} Abs. 1 [[Urheberrechtsgesetz (Deutschland)|UrhG]] unter Strafe gestellte Tathandlung die [[Schranken des Urheberrechts#Öffentliche Wiedergabe, § 52 UrhG|unerlaubte öffentliche Wiedergabe]] [[Urheberrecht (Deutschland)|urheberrechtlich]] geschützter [[Werk (Urheberrecht)|Werke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriminaltechnik ==&lt;br /&gt;
[[Kriminaltechnik|Kriminaltechnisch]] wird zunächst der [[Sicherungsangriff]] vorgenommen, dem der [[Auswertungsangriff]] folgt. Bei einem [[Bankraub]] beispielsweise verlässt der Bankräuber ein Auto, zieht sich die Maske über, betritt die Bank, zieht eine Pistole und geht zum Schalter. Dort fordert er die Herausgabe von 10.000 Euro, nimmt das Bargeld an, verpackt es in seine Tüte, verlässt das Gebäude und steigt in das Fluchtfahrzeug. Der &amp;#039;&amp;#039;Sicherungsangriff&amp;#039;&amp;#039; liegt dann unter anderem darin, den Tatort für Unbeteiligte abzusperren und eine [[Fahndung]] nach dem Fluchtfahrzeug zu beginnen. Der &amp;#039;&amp;#039;Auswertungsangriff&amp;#039;&amp;#039; umfasst dagegen die [[Vernehmung]] von Zeugen, die Sicherstellung von Videoaufnahmen einer Überwachungskamera und anderer [[Beweismittel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafverfahren ==&lt;br /&gt;
Die [[Strafsache]] wird vor dem [[Strafgericht]] im Rahmen einer [[Gerichtsverhandlung]] behandelt. Grundlage ist die [[Anklageschrift]], die Tathergang, Tatzeit und Tatort genau zu beschreiben hat ({{§|200|stpo|juris}} Abs. 1 [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]]). Das umfassendste Wissen über den Tathergang ist das [[Täterwissen]], das sich den [[Strafverfolgungsbehörde]]n vollständig nur über ein [[Geständnis]] erschließt. Der auf der Grundlage der vorhandenen Beweise und Spuren festzustellende Tathergang unterliegt der richterlichen [[Beweiswürdigung]]. Bei Gewissheit über den Tathergang obliegt es dem [[Richter]] im Rahmen der [[Subsumtion (Recht)|Subsumtion]] beim [[Strafprozessrecht (Deutschland)|Strafprozess]], den sich hieraus ergebenden Straftatbestand der hierzu passenden [[Sanktionsnorm]] zu unterwerfen, denn das Gericht kennt das Recht ({{laS|[[Jura novit curia]]}}). Ein Fall ist aufgeklärt, wenn Tathergang und Täter zweifelsfrei über Indizien, Zeugenaussagen oder ein Geständnis des Täters ermittelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=cbp8BwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA140&amp;amp;dq=Tathergang+Kriminalistik&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi7hP-i3PPcAhWGbVAKHcz8Bkg4ChDoAQg3MAQ#v=onepage&amp;amp;q=Tathergang%20Kriminalistik&amp;amp;f=false Helmut König (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Schwerte im Kontext&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 140]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ergebnis ist das [[Strafurteil]], in welchem der Tathergang minutiös geschildert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Die Kriminalistik bedient sich der Erkenntnisse der [[Logik]], [[Physik]], [[Technik]], [[Chemie]] oder [[Biologie]], so dass international die gleichen Bedingungen auch für den Tathergang gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Täterprofil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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