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	<title>Tataren - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tataren&amp;diff=14640&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-23413-49: /* Bekannte Tataren */</title>
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		<updated>2026-04-15T16:22:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekannte Tataren&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Turkvolk. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Tatar]]&amp;lt;!--WL hierher--&amp;gt; und [[Tataren (Begriffsklärung)]]; siehe auch [[Tartar]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tataren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Tatarische Sprache|tatarisch]] татарлар&amp;amp;nbsp;/tatarlar/), veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tartaren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist seit der ausgehenden [[Spätantike]] in den [[Alttürkische Sprache|alttürkischen Quellen]] &amp;#039;&amp;#039;([[Orchon-Runen]])&amp;#039;&amp;#039; und seit dem [[Mittelalter]] eine Sammelbezeichnung verschiedener, überwiegend [[islam]]isch geprägter [[Turkvölker]] und Bevölkerungsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne handelt es sich heute um ein turksprachiges Volk, welches vor allem in [[Russland]] lebt, insbesondere in den Republiken [[Tatarstan]] und [[Baschkortostan]]. In der Republik Tatarstan bilden die Tataren die [[Titularnation]]. In Russland leben 5.310.649 Tataren (Volkszählung 2010), sie sind nach den [[Russen]] das zweitgrößte Volk Russlands. Darüber hinaus gibt es geografisch getrennt siedelnde Volksgruppen der Tataren in [[Sibirien]], [[Polen]], [[Ukraine]] und [[Belarus]]. In religiöser Hinsicht sind die Tataren überwiegend sunnitisch-muslimisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa wurden die Truppen des [[Mongolisches Reich|Mongolischen Reiches]] und der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] vom späten 12. bis ins frühe 16. Jahrhundert als „Tataren“ bezeichnet. Oft wurden sie auch als „Tartaren“ bezeichnet, abgeleitet von griechisch [[Tartaros]], mit der Bedeutung „die aus der Hölle kommen“. Man verballhornte dabei die Eigenbezeichnung irrtümlich mit einem ähnlich klingenden Begriff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch-941XMOdl14QC-109&amp;quot;&amp;gt;Stephan Theilig: &amp;#039;&amp;#039;Historische Konzeptionen von Körperlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Frank &amp;amp; Timme, 2011, ISBN 978-3-86596-333-8, S.&amp;amp;nbsp;109, {{Google Buch |BuchID=941XMOdl14QC |Seite=109}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Verbreitungsgebiet der Tataren.PNG|mini|hochkant=2|Die Verbreitung der Turko-Tataren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tataren – ein Name für viele Völker ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;tātār&amp;#039;&amp;#039; lässt sich von dem [[Mandschurische Sprache|mandschurischen]] Verb &amp;#039;&amp;#039;tata-me&amp;#039;&amp;#039; (mehrdeutig: „ziehen, den Bogen spannen, schießen, vor einem Heer lagern, kämpfen“) ableiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl August Anton Aloys Josef von Xylander |Titel=Das Sprachgeschlecht der Titanen. Darstellung der ursprünglichen Verwandtschaft der tatarischen Sprachen unter sich und mit der Sprache der Hellenen, etc |Datum=1837 |Seiten=413f. |Online=https://books.google.com/books?id=K7UNscA5-oYC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=tata+tatar+tataren&amp;amp;hl=de |Abruf=2021-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Beginn an kam das zusätzliche &amp;#039;&amp;#039;r&amp;#039;&amp;#039; am Ende des Wortes nur in westlichen Quellen vor. Einerseits kann es auf eine bereits frühe [[Verschmelzung (Grammatik)|Verschmelzung]] bzw. [[Verballhornung]] von &amp;#039;&amp;#039;tata-ere&amp;#039;&amp;#039; (mandsch.: „ein Krieger werden“) zurückzuführen sein&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, andererseits sollte eine bewusste Assoziation zu dem [[Altgriechische Sprache|griechischen]] Begriff [[Tartaros|Τάρταρος]] (&amp;#039;&amp;#039;Tartarus&amp;#039;&amp;#039;), „Unterwelt“, hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Tataren“ wird in vielen verschiedenen Zusammenhängen gebraucht. So wurden und werden als Tataren bezeichnet:&lt;br /&gt;
* eine im [[Mittelalter]] südlich und östlich des [[Baikalsee]]s lebende turkomongolische Bevölkerung, deren Hauptsiedlungsgebiet im 13. Jahrhundert der untere [[Kerulen]] und der [[Amur]] war, weshalb sie auch als &amp;#039;&amp;#039;Kerulen-Tataren&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden;&lt;br /&gt;
* bis zur [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] im Osten [[Sibirien]]s und Nordosten der heutigen [[Volksrepublik China]] lebende [[Mandschu-tungusische Völker|tungusischsprachige]] Bevölkerungsgruppen;&lt;br /&gt;
* vor der Gründung der [[Sowjetunion]] (1922) verschiedene [[Eurasien|eurasische]] auf dem Gebiet Russlands lebende Turkvölker, darunter die [[Aserbaidschaner]], [[Nogaier]], [[Kasachen]], [[Chakassen]] und viele andere;&lt;br /&gt;
* die [[Krimtataren]] und die mit ihnen verwandten [[Dobrudscha-Tataren]] (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Turkvölker]]), die aber zu einem anderen Zweig der [[Turksprachen]] gehören;&lt;br /&gt;
* die [[Islam in Polen, Litauen und Belarus|Muslime in Polen, Litauen und Belarus]], die zum Teil Nachfahren der Krimtataren sind, aber heute [[Belarussische Sprache|Belarussisch]] und andere Sprachen sprechen; die Muslime [[Finnland]]s werden als [[Finnland-Tataren]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit [[Dschingis Khan]]s wurden nur zwei Clans der östlichen Mongolei zu den Tataren gerechnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Im Ausland, sowohl in den islamischen wie auch im Abendland, wurde ihr Name für die Mongolen verwandt. Auch sie bestanden zunächst aus zwei Sippen, den Ari&amp;#039;ut und den Buiru&amp;#039;ut. Weit im Osten liegend, waren sie Nachbarn des chinesischen Reiches und zählten sich zu den Erbfeinden der Mongolen. Yesugai, Dschingis Khans Vater, wurde von ihnen vergiftet. Daher immer wieder dessen Kriegsparole, daß sie die mongolischen Vorfahren umgebracht hätten. Zusammen mit Dschamucha, dem sie sich angeschlossen hatten, wurden sie von Dschingis Khan ausgerottet (1202).&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Leicht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dschingis Khan. Eroberer, Stammesfürst, Vordenker.&amp;#039;&amp;#039; Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96050-9, Anhang „Die bedeutendsten innerasiatischen Steppenvölker zur Zeit Dschingis Khans“, S.&amp;amp;nbsp;252.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fälschliche Bezeichnung der Mongolen in Europa als Tataren ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mongolisches Reich}}&lt;br /&gt;
Die [[Mongolisches Reich|mongolischen Truppen]], die erstmals in den 1220er Jahren unter dem [[Großkhan]] [[Dschingis Khan]] in Europa einfielen, wurden in manchen Quellen als Ta(r)taren bezeichnet. (Nach dem [[Tartaros]] hatte man in Europa tatarische Völker manchmal auch als „Tartaren“ bezeichnet, da man annahm, diese kämen direkt aus der Hölle. Auch die Mongolen unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern wurden später so bezeichnet.) Schon in der &amp;#039;&amp;#039;Chronica Maiora&amp;#039;&amp;#039; von [[Matthäus Paris]], der einzigen halbwegs umfassenden europäischen Primärquelle zum mongolischen Reich, wird diese Gleichstellung als ein (vermutlich dem französischen König [[Ludwig IX. (Frankreich)|Ludwig IX.]] unterlaufener) Irrtum klargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jack Weatherford: &amp;#039;&amp;#039;Genghis Khan and the Making of the Modern World.&amp;#039;&amp;#039; Minnesota 2004, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. J. Saunders: &amp;#039;&amp;#039;Matthew Paris and the Mongols.&amp;#039;&amp;#039; Toronto 1968, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der US-amerikanische Historiker [[David O. Morgan]]&amp;lt;ref&amp;gt;David O. Morgan: &amp;#039;&amp;#039;The Mongols.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1986, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der britische Historiker Peter Jackson&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Jackson: &amp;#039;&amp;#039;Tughluk Temür.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopaedia of Islam.&amp;#039;&amp;#039; New Edition, S. 705.&amp;lt;/ref&amp;gt; sehen den Ursprung dieses „Fehlers“ im Versuch westlicher Chronisten, die als besonders grausam angesehenen Mongolen als „aus dem Tartarus stammend“ zu verballhornen. Der österreichische Historiker [[Johannes Gießauf]] verweist darauf, dass das Volk der Tataren bereits unter Dschingis Khan fast vollständig von den Mongolen ausgerottet und die geringfügigen Überreste von den Mongolen assimiliert wurden; die Tataren gehörten daher in Wahrheit zu den ersten Opfern der mongolischen Eroberungen, die vom späten 12. Jahrhundert bis ins frühe 16. Jahrhundert dauerten.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Gießauf: &amp;#039;&amp;#039;Die Mongolei.&amp;#039;&amp;#039; Graz, 2001, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilungen der Tataren ==&lt;br /&gt;
Alle heutigen Völker und Volksgruppen, die als Tataren bezeichnet werden, gehen weitestgehend auf die staatstragende Ethnie der Goldenen Horde zurück. Mit dem Zerfall der Goldenen Horde entwickelten sich die einzelnen „tatarischen“ Gruppen kulturell und sprachlich in verschiedene Richtungen. Die isolierte Gruppe der Lipka-Tataren soll dabei kulturell am stärksten Elemente der ursprünglichen gemein-tatarischen Identität bewahrt haben. Die Tataren auf der Krim entwickelten sich im Zuge der Staatsgründung des [[Khanat der Krim|Khanats der Krim]] kulturell und sprachlich weitestgehend selbstständig. Als [[Vasallenstaat]] des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] kam es zu einer kulturellen und sprachlichen Annäherung an die Osmanen der Türkei. Obgleich die [[Krimtatarische Sprache]] (Literatursprache und Steppendialekt) zum [[Kiptschakische Sprachen|kiptschakischen Zweig]] der Turksprachen zählt, weist sie zahlreiche Einflüsse aus dem [[Oghusische Sprachen|oghusischen Zweig]] auf. Der Dialekt der Südküste wird gar komplett dem oghusischen Zweig zugeordnet, was auf die Einwanderung zahlreicher osmanischer Türken zurückzuführen ist. Spätestens mit der Bildung der [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Krim|ASSR Krim]] 1921 im Zuge der [[Korenisazija]], mit den Krimtataren als der faktischen Titularnation (Krimtatarisch war eine der beiden Staatssprachen), bilden sie eine eigene Nation. Dementsprechend wurden sie in sowjetischen und werden heute in russischen Volkszählungen als eigene Ethnie gelistet. Historisch eng verwandt mit den Krimtataren sind die Dobrudscha-Tataren. Zwischen den ethno-territorialen Gruppen der Wolga-Ural Tataren, Astrachaner Tataren und Sibirischen Tataren kam es im 19. Jahrhundert zu einem Konsolidierungsprozess. Im engeren Sinne werden diese Gruppen heute, vor allem in Russland, als Tataren bezeichnet. In der Republik Tatarstan bilden sie die Titularnation. Die größte Gruppe bilden die Wolga-Ural Tataren. Die Astrachaner Tataren werden häufig mit dem Volk der Nogaier in Verbindung gebracht, aber auch als Nachkömmlinge des [[Khanat Astrachan|Khanats von Astrachan]] betrachtet. Ab dem 18. Jahrhundert gab es einen starken Zuzug von Tataren aus der mittleren Wolgaregion, dies führte zu einer Vermischung der beiden Gruppen. Bei den Sibirischen Tataren handelt es sich vor allem um Nachkommen des Khanats von Sibir. Sie gliedern sich in verschiedene getrennt voneinander siedelnden Volksgruppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tataren im engeren Sinne ===&lt;br /&gt;
* Die [[Astrachan-Tataren]] leben am Unterlauf der [[Wolga]] auf dem Gebiet des ehemaligen [[Khanat Astrachan|Khanats Astrachan]]. Sie standen bis ins 20. Jahrhundert der nomadischen Tradition der [[Nogaier-Tataren]] nahe und werden in der Regel als ihnen zugehörig betrachtet. Sie entstammen ursprünglich der [[Nogaier-Horde|Weiß-Nogaier Horde]]. In der Oblast Astrachan lebten 60.523 Tataren im Jahr 2010, sie stellen damit rund 6,6 Prozent der Bevölkerung. In der gesamt russischen Volkszählung hatten sich lediglich 7 Personen als Astrachan-Tataren deklariert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rosstat-2010&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gks.ru/free_doc/new_site/perepis2010/perepis_itogi1612.htm |titel=Информационные материалы об окончательных итогах Всероссийской переписи населения 2010 года |abruf=2021-08-16 |titelerg=Informationsmaterial zu den Endergebnissen der Gesamtrussischen Volkszählung 2010 |sprache=ru |hrsg=Rosstat |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120215042815/http://www.gks.ru/free_doc/new_site/perepis2010/perepis_itogi1612.htm |archiv-datum=2012-02-15 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die [[Wolga-Ural-Tataren]] leben vor allem im tatarischen Kernland an der [[Wolga]] und dem Vorland des [[Ural]]s (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Wolgabulgaren]], [[Khanat Kasan|Kasaner Khanat]]). Sie unterscheiden sich noch einmal in verschiedene, teilweise geografisch voneinander getrennte, Untergruppen mit teilweise verschiedenen Dialekten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Р. К. Уразманова, С. В. Чешко |Hrsg=Российская академия наук Академия наук Татарстана Институт этнологии институт истории и антропологии им. Н. Н. Миклухо-Маклая |Titel=Татары |Sammelwerk=«Народы и культуры» |Verlag=Наука |Ort=Moskau |Datum=2001 |ISBN=5-02-008724-6 |Seiten=23-38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die [[Kasan-Tataren|Kasaner Tataren]], in Tatarstan.&lt;br /&gt;
** Die Qasim-Tataren, heute nur wenige 10.000, sind Nachfahren der Bevölkerung des im 16. Jahrhundert mit den Moskauer Großfürsten verbündeten [[Khanat]]s von [[Kassimow|Qasim]].&lt;br /&gt;
** Die [[Teptjaren]] waren eine sozial determinierte Subethnie der Tataren im Uralvorland (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Glasover Tataren]]). Auf sie gehen ein Teil der Tataren [[Baschkortostan]]s zurück. Sie standen den [[Baschkiren]] sprachlich und in der traditionellen Kultur nahe.&lt;br /&gt;
** Die ca. 300.000 [[Mischaren]] (&amp;#039;&amp;#039;Mischeren&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mischär&amp;#039;&amp;#039;, Tatarisch: мишәр, mişər) sind die überwiegend westlich der Wolga (auch in [[Tschuwaschien]] und [[Mordwinien]]) lebenden Tataren. Der Name dieser Bevölkerungsgruppe verweist auf regionale oder darüber hinaus gehende Bezüge zu den mittelalterlichen [[Meschtscheren]] (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Finno-ugrische Völker]]). Spekulativ ist die unterstellte historische Verbindung dieser Gruppe mit den [[Magyaren]] (&amp;#039;&amp;#039;Magyor&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
** Die rund 32.000 [[Keräschen]] ([[Keräşen]], [[Krestschen]]) sind [[Russisch-Orthodoxe Kirche|orthodoxe]] [[Christen]]. Sie leben an der [[Wolga]] und vor allem im [[Ural]]-Vorland.&lt;br /&gt;
** Die [[Nagaibaken]] sind eine im östlichen Ural-Vorland siedelnde Untergruppe orthodoxen Glaubens.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siberian Tatars.jpg|mini|Sibirische Tataren]]&lt;br /&gt;
* Die [[Sibirische Tataren|sibirischen Tataren]] leben in Bevölkerungsinseln verstreut im gesamten westlichen [[Sibirien]] und unterteilen sich in zahlreiche weitere Untergruppen ([[Tobol-Tataren]], [[Tumen-Tataren]], [[Baraba-Tataren]] etc.). Sie sind Nachfahren der Kernbevölkerung des [[Khanat Sibir|Khanats Sibir]]. Manche hängen Naturreligionen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tataren im weiteren Sinne ===&lt;br /&gt;
* Die [[Krimtataren]] sind eine turksprachige Ethnie. Ihre Sprache, das Krimtatarische, ist eine der nordwesttürkischen Sprachen. Sie werden heute zu den Turkvölkern gerechnet.&lt;br /&gt;
* Die [[Lipka-Tataren]] in [[Polen]], [[Litauen]] und [[Belarus]] sprechen kein Tatarisch mehr und definieren ihr Tatarentum vor allem über den islamischen Glauben.&lt;br /&gt;
* Die [[Finnland-Tataren]] stehen den Lipka-Tataren nahe und sind Muslime.&lt;br /&gt;
* Die turkstämmigen [[Krimtschaken]] sind eine auf der Krim ansässige turksprachige Minderheit jüdischen Glaubens. Sie gehören der talmudischen Richtung des Judentums an. Die krimtschakische Sprache ist fast ausgestorben.&lt;br /&gt;
* Den [[Kaukasus-Tataren]] (veraltet) werden heute die [[Balkaren]], [[Karatschaier]]n und [[Kumyken]] zugeordnet. Dieser Begriff löste die frühere Bezeichnung „Berg-Tataren“ ab.&lt;br /&gt;
* Die tatarischsprachigen griechisch-orthodoxen [[Urum]] zählen sich selbst oft zur Ethnie der Griechen; manche betonen jedoch ihre tatarischen Wurzeln (Gegend Mariupol, Ukraine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Zahlenangaben für Astrachaner, Kasimer und Mischaren beruhen, ausgehend von älteren Zahlen, auf Schätzungen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungszahl ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ареал расселения татар в России. По данным Всероссийской переписи населения 2010 года.png|mini|hochkant=1.5|Regionen in Russland mit 2–100 % Tataren]]&lt;br /&gt;
Die Zahl der Tataren war lange Zeit umstritten und diese erhielten nie eine eigene [[Unionsrepublik]], obgleich sie einst im damaligen [[Staatswappen der Sowjetunion|Staatswappen der UdSSR]] als eine der sechs Nationen sprachlich vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Volkszählung]] in der [[Sowjetunion]] (1989) gaben insgesamt 6.648.700&amp;amp;nbsp;Menschen an, Tataren zu sein. Von diesen lebten in der damaligen [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik]] 5.552.000. Der tatarische Anteil an der Bevölkerung betrug in der damaligen [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik|ASSR]] [[Tatarstan]] (1989) 1.765.400 und in der benachbarten ASSR [[Baschkiren]] 1.120.700 Tataren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell geht man davon aus, dass sich die Zahl der Tataren weltweit auf etwa 8&amp;amp;nbsp;Millionen beläuft. Die letzte Volkszählung in Russland (2010) ergab, dass dort 5.310.649 Tataren leben. Unter diesen waren auch 34.822 Kryaschen (Keräschen), 786 Mischaren und 6.779 Sibirische Tataren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rosstat-2010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die eigentlichen Tataren (genannt auch „Turko-Tataren“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Aktschura Oglu Jussuf: &amp;#039;&amp;#039;Die gegenwärtige Lage der mohammedanischen Turko-Tataren Russlands und ihre Bestrebungen.&amp;#039;&amp;#039; 1915.&amp;lt;/ref&amp;gt;) werden als Nachfahren einer Vermischung von [[Wolga-Bulgaren]] und [[Kiptschaken]] mit „Tataro-Mongolen“ (Turkomongolen) angesehen. Ihre eigentliche Geschichte beginnt mit der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Sie waren die Kernbevölkerung der [[Khanat]]e (Fürstentümer) von [[Khanat Kasan|Kasan]], [[Khanat Astrachan|Astrachan]], Kasimov, [[Khanat Sibir|Sibir]] und dem [[Khanat der Krim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] des [[Mongolisches Reich|mongolischen Großreichs]] bildete sich das [[Khanat Kasan]] 1437 als erster turko-tatarischer Nachfolgestaat; er wurde jedoch 1552 von [[Iwan IV. (Russland)|Iwan dem Schrecklichen]] erobert, besetzt und inkorporiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-651953&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mathias Brüggmann |url=https://www.welt.de/print-welt/article651953/Weitsicht-regiert-den-noerdlichsten-Vorposten-des-Islam.html |titel=Weitsicht regiert den nördlichsten Vorposten des Islam |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=1996-01-11 |abruf=2014-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon im 16. Jahrhundert gehörten fast alle Siedlungsgebiete der Tataren zu Russland. Diese Auseinandersetzungen der Tataren von Kasan und der Russen sind als [[Moskau-Kasan-Kriege]] bekannt. Als Iwan der Schreckliche [[Kasan]] eroberte, gerieten zum ersten Mal größere nichtrussische Territorien in das [[Großfürstentum Moskau|Moskauer Reich]]. Kasan kam, weil es die erste eroberte Stadt im Gebiet der Angehörigen eines anderen Glaubens war, eine Schlüsselrolle für die Missionstätigkeit im gesamten russischen Osten zu. Drei Jahre nach der Eroberung wurde es bereits 1555 zum [[Erzbistum]] erhoben. Innerhalb der russischen Hierarchie wurde ihm nach [[Moskau]] und [[Weliki Nowgorod|Nowgorod]] in der Rangfolge der dritte Platz zuerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Unterstützung durch die gesamte russische Kirche war die Christianisierung bei den Tataren weder erfolgreich noch beständig. Immer wieder kam es zu gewaltsamem Aufbegehren der muslimischen Tataren gegen die massiv geförderte [[Missionierung]]. Wirtschaftliche und soziale Privilegien sollten die getauften Tataren (Keräschen) vom Rückfall zum [[Islam]] abhalten. 40 Jahre nach der Eroberung Kasans übermittelte [[Metropolit]] Germogen dem Zaren [[Fjodor I. (Russland)|Fjodor]] eine eher negative Bilanz der bisherigen Missionsarbeit. Der Zar ordnete daraufhin 1593 eine härtere Gangart bei der Missionierung an: Grausame Strafen für den Rückfall in den Islam, Umsiedlungen, Zerstörung der Moscheen und andere Maßnahmen sollten die Annahme des [[Christentum]]s attraktiver machen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Liste der wirtschaftlich-sozialen Benachteiligungen der Muslime und der Privilegien der Getauften ständig erweitert. Eine der weitreichendsten Folgen dieser Politik war die [[Christianisierung]] und [[Russifizierung]] der tatarischen Oberschicht. Sie waren die Vorfahren eines erheblichen Teils des [[Russischer Adel|russischen Adels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts änderte die russische Kaiserin [[Katharina II.]] die Politik gegenüber den muslimischen Untertanen des Zarenreiches: Sie versuchte, sie durch Entgegenkommen zu integrieren. Katharina schuf die „Geistliche Versammlung für die Muslime Russlands“ in Orenburg, die direkt unter der Kontrolle der russischen Behörden stand und als oberste Behörde für alle religiösen Belange zuständig war. Im 19. Jahrhundert entstand unter den Tataren die islamische Reformbewegung des [[Dschadidismus]] (von arabisch {{lang|ar-Latn|&amp;#039;&amp;#039;dschadid&amp;#039;&amp;#039;|de=neu}}), die aufklärerisches Gedankengut auch unter Tataren und Baschkiren des Wolgaraums verbreitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1920 wurde [[Tatarstan]] von den sowjetrussisch-kommunistischen [[Bolschewiki]] zu einer [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik|Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik]] (ASSR) innerhalb der [[Sowjetunion]] ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] veränderte sich die Bevölkerungsstruktur des Wolga-Ural-Gebietes: Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurden viele Bewohner der westlichen Gebiete der Sowjetunion in den Ural und das Wolgagebiet evakuiert, sodass Russen, Ukrainer und Belarussen in großer Zahl nach Tatarstan und Baschkirien kamen. 1990 erklärten die Republiken Tatarstan und [[Baschkortostan]] ihre Souveränität, und seitdem bemühen sich beide Gebiete, möglichst große Eigenständigkeit zu erlangen, ohne die Russische Föderation ganz zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Tataren ==&lt;br /&gt;
* [[Gabdulchaj Achatow]] (1927–1986), sowjetischer Wissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Rinat Achmetow]] (* 1966), ukrainischer Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Sergei Fjodorowitsch Achromejew|Sergei Achromejew]] (1923–1991), sowjetischer Marschall und Generalstabschef&lt;br /&gt;
* [[Yusuf Akçura]] (1876–1935), Ideologe des Panturkismus/Turanismus&lt;br /&gt;
* [[Alsou]] (* 1983), russische Sängerin und Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Cüneyt Arkın]] (1937–2022), türkischer Schauspieler, Drehbuchautor, Filmregisseur und -produzent&lt;br /&gt;
* [[Sadri Maksudi Arsal]] (1879–1957), Staatsmann, Rechtswissenschaftler, Denker und Wissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Dinijar Rinatowitsch Biljaletdinow|Dinijar Biljaletdinow]] (* 1985), russischer Fußballnationalspieler&lt;br /&gt;
* [[Charles Bronson]] (1921–2003), US-amerikanischer Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Musa Cälil]] (1906–1944), Dichter und NS-Opfer&lt;br /&gt;
* [[Nikolai Iwanowitsch Chabibulin|Nikolai Chabibulin]] (* 1973), russischer Eishockeyspieler&lt;br /&gt;
* [[Ruslan Chagayev]] (* 1978), usbekischer Boxer&lt;br /&gt;
* [[Tschulpan Nailjewna Chamatowa|Tschulpan Chamatowa]] (* 1975), russische Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Rinat Faisrachmanowitsch Dassajew|Rinat Dassajew]] (* 1957), sowjetischer Fußballnationalspieler und russischer Trainer&lt;br /&gt;
* [[Rustem Dautov]] (* 1965), deutscher Schachspieler&lt;br /&gt;
* [[Fjodor Michailowitsch Dostojewski|Fjodor Dostojewski]] (1821–1881), russischer Schriftsteller&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Geraci |Titel=Islam |Hrsg=Deborah A. Martinsen, Olga Maiorova |Sammelwerk=Dostoevsky in Context |Verlag=Cambridge University Press |Datum=2015 |Seiten=210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Mustafa Abduldschemil Dschemiljew]] (* 1943), ukrainischer Politiker&lt;br /&gt;
* [[Jerzy Edigey]] (1912–1983), polnischer Anwalt und Kriminalschriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Gulnara Iskanderowna Galkina|Gulnara Galkina]] (* 1978), russische Leichtathletin&lt;br /&gt;
* [[Aida Garifullina]] (* 1987), russisch-österreichische Opernsängerin&lt;br /&gt;
* [[Ismail Gasprinskij]] (1851–1914), krimtatarischer Pädagoge, Journalist und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Sofia Asgatowna Gubaidulina|Sofia Gubaidulina]] (1931–2025), sowjetisch-russische Komponistin&lt;br /&gt;
* [[Margub Timergalijewitsch Ischakow|Margub Ischakow]] (1923–1992), Generalmajor der Chinesischen Volksbefreiungsarmee&lt;br /&gt;
* [[Marat Nailewitsch Ismailow|Marat Ismailow]] (* 1982), russischer Fußballnationalspieler&lt;br /&gt;
* [[Alija Fargatowna Mustafina|Alija Mustafina]] (* 1994), russische Kunstturnerin&lt;br /&gt;
* [[Elwira Sachipsadowna Nabiullina|Elwira Nabiullina]] (* 1963), russische Volkswirtin, Bankerin und Politikerin&lt;br /&gt;
* [[Andrei Rafailowitsch Nagumanow|Andrei Nagumanow]] (* 1987), russischer Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Chametowitsch Nurejew|Rudolf Nurejew]] (1938–1993), sowjetisch-österreichischer Balletttänzer&lt;br /&gt;
* [[Raschid Gumarowitsch Nurgalijew|Raschid Nurgalijew]] (* 1956), russischer Politiker und Armeegeneral&lt;br /&gt;
* [[İlber Ortaylı]] (1947–2026), türkischer Historiker&lt;br /&gt;
* [[Renat Charissowitsch Sabitow|Renat Sabitow]] (* 1985), russischer Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Marat Michailowitsch Safin|Marat Safin]] (* 1980), russischer Tennisspieler&lt;br /&gt;
* [[Rinnat Ibragimowitsch Safin|Rinnat Safin]] (1940–2014), sowjetischer Biathlet und Olympiasieger&lt;br /&gt;
* [[Dinara Michailowna Safina|Dinara Safina]] (* 1986), russische Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* [[Roald Sinnurowitsch Sagdejew|Roald Sagdejew]] (* 1932), sowjetisch-russischer Physiker&lt;br /&gt;
* [[Alina Ilnasowna Sagitowa|Alina Sagitowa]] (* 2002), russische Eiskunstläuferin&lt;br /&gt;
* [[Irina Shayk]] (* 1986), russisches Model&lt;br /&gt;
* [[Mirsaid Sultan-Galijew]] (1892–1940), sowjetischer Politiker und Ideologe&lt;br /&gt;
* [[Rashid Sunyaev]] (* 1943), russischer Astrophysiker&lt;br /&gt;
* [[Jakub Szynkiewicz]] (1884–1966), erste Großmufti des unabhängigen Polens&lt;br /&gt;
* [[Zemfira]] (* 1976), russische Sängerin&lt;br /&gt;
* [[Kamila Walerjewna Walijewa|KamIla Walijewa]] (* 2006), russische Eiskunstläuferin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Baschkiren]]&lt;br /&gt;
* [[Mongolen]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in Russland]], [[Islam in der Ukraine]], [[Islam in Polen, Litauen und Belarus]], [[Islam in Finnland]] und [[Islam in Estland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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{{Commons|Tatar xalıq kiemnäre|Tatarische Trachten}}&lt;br /&gt;
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