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	<title>Tastevin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:05:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tastevin&amp;diff=332304&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pechmann: form.</title>
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		<updated>2024-03-07T21:42:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tastevin 2006.jpg|miniatur|Ein silberner Tastevin mit [[Rotwein]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sommelier F.I.S.A.R..jpg|miniatur|Ein Sommelier mit traditionellem Tastevin und modernem Weinglas]] &lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tastevin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von franz. &amp;#039;&amp;#039;taster&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;tâter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;tester&amp;#039;&amp;#039;, was dem deutschen „probieren“ entspricht) ist eine kleine flache [[Tasse|tassen]]ähnliche Probier-[[Schale (Gefäß)|Schale]] aus Metall mit einem Griff und oft mit einer Daumenfläche, das früher zur professionellen [[Weinbewertung|sensorischen Analyse]] des [[Wein]]s benutzt wurde. Der Tastevin wird oft von Weinverkostern und [[Weinkellner|Sommeliers]] an einem Lederband oder einer Kette um den Hals getragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ép&amp;quot;&amp;gt;Émile Peynaud: &amp;#039;&amp;#039;Die hohe Schule für Weinkenner.&amp;#039;&amp;#039; Albert Müller Verlag, Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 1984, ISBN 3-275-00843-9, S. 98 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tastevin&amp;#039;&amp;#039; wird in Frankreich jedoch auch eine [[Pipette]] genannt, mit der aus dem Spundloch eines Fasses eine Probe gezogen wird. Das ist ein Rohr aus Glas oder versilbertem Metall, das oben einen Metallgriff besitzt. Dieser Stechheber war die Ergänzung des Tastevin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ép&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch ==&lt;br /&gt;
In die Schale wird ein Schluck des zu probierenden [[Wein]]es hineingegossen. Die spiegelnde, metallische Oberfläche des asymmetrischen Reliefdekors und seiner Wölbungen und Vertiefungen gestatten es dem Degustator, die Farbe des Weins bei unterschiedlicher Dichte im einfallenden Licht zu beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verkostung von [[Sekt]] oder [[Champagner]] ist ein Tastevin nicht geeignet, da man mit ihm die Perlage nicht beurteilen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mycenaean gold goblet BM 820.jpg|miniatur|[[Mykenische Kultur|Mykenische]] Trinkschale aus Gold, &amp;lt;br /&amp;gt;1500 v. Chr.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Degustation epicier.jpg|thumb|Historischer Tastevin mit den Wölbungen und Vertiefungen seines Reliefdekors. Es bewirkt im Wein eine Lichtbrechung und ermöglicht eine Einschätzung der Klarheit des Weins sowie der Dichte seiner Farbe.]]&lt;br /&gt;
Vorläufer des Tastevin waren flache Trinkschalen, wie sie in den [[Mykenische Kultur|mykenischen]], [[Minoische Kultur|kretischen]] und kleinasiatischen Kulturen etwa ab 1500 v. Chr. im [[Altertum]] und in der [[Antike]] in Gebrauch waren. Dies waren ursprünglich einfache tassenartige Schöpfkellen aus Ton, [[Terrakotta]] und Keramik, aber auch aus Holz und Metall. Mit ihnen konnte aus Gefäßen wie [[Amphore]]n oder [[Krater (Gefäß)|Krater]] das Getränk herausgeschöpft werden. Die Schale hatte einen länglichen Henkel oder einen Ring, durch den der Zeigefinger gesteckt werden konnte, damit er nicht nass wurde. Mit diesem Gerät wurde der Wein entnommen, geprüft und getrunken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ép&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert wurde in [[Burgund]] eine kleine Tasse mit glatten oder bossierten Wänden als &amp;#039;&amp;#039;taste vin&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Im [[Languedoc]] hieß das Gerät &amp;#039;&amp;#039;tasson&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;tassot&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;tassette&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;tasse à vin&amp;#039;&amp;#039;. In England wurden die ersten Probierschalen dieser Art im 14. Jahrhundert erwähnt. Der Höhepunkt des Tastevin war im 18. Jahrhundert, als Goldschmiede die reliefverzierten, getriebenen und ziselierten Probierschalen kunstvoll fertigten. Oftmals waren die Namen der Besitzer und ein Datum eingraviert. Tastevins waren für professionelle Weinverkoster bestimmt und mussten auch robust sein, da sie auf Einkaufstouren in Weinkellern benutzt wurden. Deshalb wurden sie zumeist aus Silber hergestellt. Nach 1800 wurden nicht mehr viele Tastevins hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jr726&amp;quot;&amp;gt;Jancis Robinson: &amp;#039;&amp;#039;Das Oxford Weinlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Hallwag Verlag, München 2003, S. 726.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Burgund wurden noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts Tastevins im Weinkeller benutzt, da sich in ihnen, anders als im Glas, auch bei dämmriger und schwacher Beleuchtung die Klarheit und Farbintensität eines Weins begutachten lässt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Moderne sensorische Verkostungsmethoden setzen auf das [[Weinglas|Probier-Glas]], da man, insbesondere vor einem weißen Hintergrund, die Farbe des Weins und seine Lichtreflexe beurteilen kann. (Es gibt noch spezielle Probiergläser aus undurchsichtigem Glas, die zum Beispiel zum Verkosten von Weinen angewandt werden, wo Farbschattierungen der Weine die Beurteilung nicht beeinflussen sollen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tastevin wird heute als kulturgeschichtliches Kleinod der Weinhistorie geschätzt. Originale können einen antiquarischen Wert besitzen. Vor allem [[Weinbruderschaft]]en pflegen seine Erinnerung als traditionelles Verkostungsgerät. In Burgund ist eine Confrérie namentlich dem Tastevin gewidmet, die [[Chevalier du Tastevin|Confrérie des Chevaliers du Tastevin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* R. Mazenot: &amp;#039;&amp;#039;Le tastevin à travers les siècles.&amp;#039;&amp;#039; Grenoble 1973. &lt;br /&gt;
* [[Émile Peynaud]]: &amp;#039;&amp;#039;Die hohe Schule für Weinkenner.&amp;#039;&amp;#039; Albert Müller Verlag, Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 1984, ISBN 3-275-00843-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weingefäß]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Wine accessory#Tastevin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pechmann</name></author>
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