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	<title>Tarnnetz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:01:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tarnnetz&amp;diff=639077&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dr. Karl-Heinz Best: /* Weblinks */ erg</title>
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		<updated>2025-03-19T16:05:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Camouflage Techniques on the Western Front, 1914-1918 Q6753.jpg|mini|Britische Soldaten stellen aus Netzmaterial und Stoffstreifen Tarnnetze her (1918)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-576-1847-02A, Italien, Geschütz unter Tarnnetz.jpg|mini|Deutsche Soldaten neben einer Haubitze in einer befestigten Stellung, die von einem Tarnnetz bedeckt ist (1943)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TassaNewOrleans.gif|mini|Der schwere Kreuzer USS New Orleans wurde während Reparaturarbeiten bei Tulagi mit einem Tarnnetz abgedeckt (1942)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:US Navy 101017-N-4440L-022 Equipment Operator Constructionman Travis Love, assigned to the air detail of Naval Mobile Construction Battalion (NMCB).jpg|mini|US-Soldat in getarnter Stellung (2010)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roland II SAM.JPEG|mini|Ein mit einem Tarnnetz und Gras versehener [[Roland (Rakete)|Roland II]]-[[Flugabwehrpanzer]] der [[Bundeswehr]] (1985)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MTW NDV 2.jpg|mini|[[M113 Panzermörser 120 mm]] mit Tarnnetz (2004)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marder 1A5 Mobile Camouflage System Barracuda.jpg|mini|[[Marder (Schützenpanzer)|Schützenpanzer Marder]] 1A5 mit Barracuda-Tarnsystem von [[Saab]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tarnnetze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dienen im [[Militär]] dem Sichtschutz vor gegnerischer [[Militärische Aufklärung|Aufklärung]]. Sie imitieren [[Vegetation]]. Sie werden beispielsweise über [[Stellung (Militär)|Stellungen]], [[Bunker (Bauwerk)|Bunkern]], Gebäuden, [[Radar]]stellungen, [[Panzer]]n, [[Panzerhaubitze]]n und [[Flugabwehrgeschütz]]en aufgehängt beziehungsweise gelegt und gegebenenfalls – je nach regionaler Vegetation – mit eingeflochtenen Zweigen, Buschwerk, Gräsern und Stofffetzen ergänzt, um die Tarnwirkung noch zu verbessern. Einige Versionen sind durch [[Imprägnierung]] witterungs- und fäulnisbeständig und zudem feuerhemmend. Sie können zusätzlich auch als Wind- und Sonnenschutz dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Die militärische Nutzung und Herstellung von Tarnnetzen wurde zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] forciert, nachdem die Tarnung von Stellungen und Bereitstellungsräumen gegen die nunmehr aktive [[Luftaufklärung]] notwendig geworden war. Der konturauflösende Tarnanstrich alleine war nun nicht mehr ausreichend, es bestand der Bedarf an künstlichen Tarnmitteln, da zur Tarnung verwendete Zweige rasch verdorrten und in den Wintermonaten keine Belaubung vorhanden war. Das schwere Gerät von [[Artillerie]] und [[Kampftruppe]] musste nun mit künstlichen Tarnmitteln gegen Luftaufklärung geschützt werden. Zunächst behalf man sich mit [[Zeltbahn|Zeltplanen]] mit Tarndruck und Sack[[Flachsfaser|leinen]], die keiner weiteren Behandlung unterzogen wurden. Die [[Französisches Heer|französische Armee]] setzte hier Maßstäbe und setzte einen Kunstmaler ein, der es verstand, durch Bemalung dieser Stoffe die Natur, Licht, Schattenwurf und Metall so zu imitieren, dass die getarnten [[Geschütz]]e und [[Protze]]n auch für geübte Augen schwer zu entdecken waren. Dieser französische Maler erreichte den Dienstgrad eines [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmannes]]. Aus dieser Tarnarbeit ging der Bau von Baum[[attrappe]]n als Beobachtungsstand, oder die perfekte Tarnbemalung von Bunkern hervor. Die Bestückung von Netzen mit solchen bemalten Stofffetzen war eher eine Notlösung, da es nicht möglich war alle [[Verband (Militär)|Verbände]] mit den bemalten Planen auszurüsten. So wurde versucht, durch das Bestücken von Netzen eine größere Versorgungsdichte zu erreichen. Man stellte fest, dass Soldaten die Netze mit natürlichem Tarnmaterial ergänzten und so die ideale Grundtarnausstattung ein grundlegend bestücktes Netz sein sollte, welches von der Truppe durch Maßnahmen vor Ort der Umgebung angepasst werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen den Weltkriegen ===&lt;br /&gt;
In der [[Zwischenkriegszeit]] wurde dann durch die defensive Planung der Landesverteidigung und den Bau von [[Festungswerk]]en entlang von Landesgrenzen der Bedarf an entsprechenden Tarnnetzen so groß, dass nunmehr die Fertigung der Netze industriell erfolgte. Die Garnierung der Netze wurde mit sackleinenartigen Stoffstreifen ausgeführt, welche mit sogenannten [[Indanthron]]farben getränkt waren, um diese in Tarnfarbe (dunkles Grün) einzufärben und das Material dadurch vor dem Verwittern und Verrotten zu schützen. Die Garnierung wurde schneckenförmig und in Zick-Zack-Linien durch das Netz verwoben und durch Verknoten fixiert. Diese Art von Netzen ist oft auf alten Bildern von den [[Atlantikwall]]-Stellungen oder der [[Westwall|Siegfriedlinie]] zu sehen – hier ist auch erkennbar, dass die Tarnwirkung zur Verschleierung von Umrissen und damit dem Erschweren einer genauen Aufklärung wohl gerade ausreichend waren, die Netze jedoch selten von der Truppe vor Ort durch weitere Tarnmaßnahmen ergänzt wurden. Diese Tarnnetze, zumindest auf deutscher Seite, waren aus einfarbigen Komponenten gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Im weiteren Kriegsverlauf wurde den Tarnmaßnahmen aus schierer Notwendigkeit eine hohe Aufmerksamkeit beigemessen. So wurden nun auch Handbücher und Vorschriften verfasst und illustriert, um die Truppe mit Maßnahmen vertraut zu machen, die aufgrund der Luftüberlegenheit der Gegner zwingend erforderlich wurden. &lt;br /&gt;
Ein weiterer Einschnitt war die konsequente Verwendung von Farbfilmmaterial zur Aufklärung, so dass zum Kontrast der Aufnahmen nun auch deutlich die Farben zur Erkennung hinzugezogen werden konnten. Fotografien und Aufnahmen aus den Bereitstellungsräumen in der [[Normandie]] zeigen, dass alle Fahrzeuge, Handkarren und Stahlhelme in Tarnfarben lackiert wurden, um möglichst unsichtbar für die feindlichen [[Jagdbomber]] zu sein. [[Panzer]] wurden mit Flachnetztarnungen in Wäldern versteckt und konnten so nur noch bei Nacht, oder unter starkem Flugabwehr-Schutz, operativ am Tage eingesetzt werden. Die alliierten Verbände benutzten Tarnnetze, die ebenfalls mit Stoffstreifen garniert waren. Diese waren jedoch wesentlich größer und einzelne Stofffetzen waren so groß wie Putzlappen, sodass die Fernwirkung und Dichte dieser Netze effektiver war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kriegsschiff]]e, die für Reparaturen in Häfen lagen oder „feldmäßige Reparaturen“ durchführen mussten und somit ein leichtes Ziel für feindliche [[Kampfflugzeug]]e und Schiffe waren, wurden mit Tarnnetzen abgedeckt, um sie zu verbergen. So wie beispielsweise der beschädigte [[Schwerer Kreuzer|Schwere Kreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[New Orleans (Schiff, 1934)|New Orleans]]&amp;#039;&amp;#039; nach der [[Schlacht bei Tassafaronga]] bei [[Tulagi]] im Jahr 1942.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
An Kriegsschauplätzen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Nordafrika wurden Netze verwendet, die völlig ohne Garnierung eingesetzt wurden und dafür aus sehr dicken Strängen gefertigt waren. Teilweise wurden die Netze mit naturfarbenen Sackleinenstreifen ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich war die Einführung der Tarnnetze auch aus psychologischer Hinsicht für die Truppen wichtig, die Abschirmung gegen Feindsicht vermittelte eine gewisse Sicherheit und das Gefühl „ein Dach über dem Kopf zu haben“. Die tatsächliche Wirkung und der Erfolg der Tarnmaßnahmen hing jedoch originär vom nutzenden Truppenteil ab, der auch die erweiterten Tarnmaßnahmen umsichtig durchführen und z.&amp;amp;nbsp;B. Fahrzeugspuren, die unter die Netze führten, verschleiern musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:XA-180EST in Afghanistan.jpg|mini|[[Sisu Pasi]] in Afghanistan ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundeswehr sniper team in position.jpg|mini|Scharfschützentrupp in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RIAN archive 842939 Military exercises of Guards Engineer Brigade and Engineer Camouflage Regiment of Russian army.jpg|mini|Schneetarnnetz auf einem [[T-55]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen Zeit ist das Tarnnetz nicht aus dem militärischen Gebrauch wegzudenken. Trotz [[Wärmebildgerät]]en und [[Infrarot]] (moderne Tarnnetze schützen mittlerweile auch bedingt gegen diese Aufklärungsmittel) sind diese unvermindert im Einsatz. Je nach Land wurde eigene Feldforschung betrieben, so für jedes Gelände, ob [[Wüste]] oder Grasland, [[Wald]] oder [[Eiswüste]], das passende Tarnnetz entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neueste Entwicklung sind sogenannte Lightweight Systeme, die aus einer ultraleichten Garnierung bestehen und auf ein tatsächliches Netz verzichten. Diese „Netze“ können auf kleinstes Packmaß komprimiert werden und dienen zur Tarnung einzelner Soldaten oder Kleingerät von Spezialeinheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[ghillie suit]]&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Tarnanzug]], bei denen die Tarnnetzgarnierung direkt auf die Bekleidung genäht wird, um die persönliche Tarnung einzelner [[Soldat]]en wie [[Scharfschütze]]n zu erhöhen, ist heute wieder vermehrt in der Verwendung. Zur Konturenauflösung und Tarnung dienen Helmnetze wie das [[Mitznefet]]. Einige [[NATO]]-Staaten setzen für Panzerfahrzeuge Tarnnetze in Wald- oder Wüstentarn ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tarnen ist auch noch heute die Kunst das zu tarnende Objekt an die Umgebung anzupassen und das Auge des Beobachters zu verwirren. Die Tarnung soll einem Gegner ein Erkennen des Ziels wesentlich erschweren. Daneben spielt für Tarnmöglichkeiten das Gelände und die Wahl der eigenen Stellung eine wesentliche Rolle – markante Geländepunkte sind daher konsequent zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Bundeswehr]] erhalten Soldaten dienstliche Helmtarnbezüge aus Stoff, an denen sich Befestigungsmöglichkeiten in Form von Schlaufen für Pflanzenmaterial (Zweige, Buschwerk, Gräser) befinden. Improvisierte, zugeschnittene Tarnnetzstücke oder Sackleinenstreifen können zusätzlich als Helmtarnung dienen. Pflanzenmaterial als Helmtarnung verwelkt mit der Zeit und muss ständig erneuert werden, der improvisierte Tarnnetzbezug hingegen ist haltbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Auslandseinsätze der Bundeswehr|Auslandseinsätzen der Bundeswehr]] werden in gefährdeten [[Feldlager]]n zum Teil die Fensterinnenseiten der Gebäude behelfsmäßig mit [[Sandsack|Sandsäcken]] verstärkt und mit zugeschnittenen Tarnnetzstücken, die wie Gardinen wirken, versehen. Dies soll dem Sichtschutz zum Schutz vor Scharf- und [[Heckenschütze]]n dienen, die dann durch das Fenster keinen Soldaten mehr gezielt anvisieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jäger]] benutzen Tarnnetze und &amp;#039;&amp;#039;ghillie suits&amp;#039;&amp;#039;, um ihre [[Hochsitz]]e vor dem Wild zu tarnen und zum [[Jagd#Einzeljagd|Anpirschen]] an Wild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tarnen und Täuschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* F. Heil: &amp;#039;&amp;#039;Vorhänge, Verschiedene Tarnnetze&amp;#039;&amp;#039;, in Jaeger, Ausgabe Februar 2009, Seiten 70–73. ([https://www.frankonia.de/images/multimedia/pdf/jaeger-tarnnetze.pdf PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Camouflage nettings|Tarnnetze}}&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Tarnnetz selber bauen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tarnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Ausrüstung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Ausrüstung (Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtechnik (Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netz (Textilie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Karl-Heinz Best</name></author>
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