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	<title>Targum Onkelos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T21:45:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Targum_Onkelos&amp;diff=1168712&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ophiocordyceps am 12. Januar 2026 um 17:48 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-12T17:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hebrew Pentateuch (The S.S. Teacher&amp;#039;s Edition-The Holy Bible - Plate IX).jpg|mini|Zweisprachiger Bibeltext: Zeilen alternierend Tora/Targum Onkelos. British Library Oriental MS. 1,497, [[4. Buch Mose]] 6,3-10. 12. Jh.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Targum Onkelos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|תַּרְגּוּם אֻנְקְלוֹס&amp;amp;lrm;|Targūm ’Unqəlōs}}) ist eine [[Übersetzung (Linguistik)|Übersetzung]] der [[Tora]] aus dem [[Hebräische Sprache|Hebräischen]] ins [[Aramäische Sprachen|Aramäische]], die schon früh im [[Judentum]] offizielle Geltung erlangt hat. [[Onkelos (Autor)|Onkelos]] ist der angebliche „Autor der zuletzt autoritativen aramäischen Übersetzung“ und soll mit [[Aquila (Bibelübersetzer)|Aquila]] aus [[Sinope]] identisch sein, der eine ganz neue, wörtliche Übersetzung der Bibel ins [[Griechische Sprache|Griechische schuf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Maier (Judaist)|Johann Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Judentum. Von der Biblischen Zeit bis zur Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Kindler, München 1973, zitiert nach Lizenzausgabe Ex Libris, Zürich, S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Basistext stammt wahrscheinlich aus dem [[2. Jahrhundert]]. Als in der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] [[Palaestina]] die hebräische Sprache schrittweise durch die aramäische abgelöst wurde, entstand zu den [[Gottesdienst#Judentum|Gottesdiensten]] das Problem, dass die Menschen die hebräischen Texte nicht mehr verstanden. Man setzte deshalb Dolmetscher ein, so genannte &amp;#039;&amp;#039;Meturgemanim&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|מטורגמנים&amp;amp;lrm;}}), die mündlich aus dem Hebräischen teilweise sehr frei ins Aramäische übersetzten. Später wollte man präzisere Übertragungen aufzeichnen und schuf dazu die [[Targum]]im.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Targum Onkelos wird zuerst im Babylonischen [[Talmud]] zitiert und „unser Targum“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul V. M. Flesher, Bruce D. Chilton |Titel=The Targums: A Critical Introduction |Reihe=Studies in Aramaic Interpretation of Scripture |Verlag=Baylor University Press |Ort=Waco, Texas |Datum=2011 |ISBN=978-90-04-21769-0 |Seiten=9, 142f., 327 |Online={{Google Buch |BuchID=P-_2Ti8jSj4C |Seite=9}} |Abruf=2015-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die gelehrten Schulen von [[Sura (Babylonien)|Sura]] und [[Pumbedita]] in [[Babylonien]] ihre Tätigkeit erst im [[3. Jahrhundert]] n. Chr. aufnahmen, kann auch die Redaktion des Targum Onkelos nicht früher angesetzt werden. Der Sprachtyp ist nicht palästinisch, sondern kommt einem standard-literarischen Aramäisch näher, das auch in anderen [[Literaturgattung]]en u.&amp;amp;nbsp;a. Urkunden, [[Zauberschale]]n in ganz Babylonien Verwendung fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Müller-Kessler: The Linguistic Heritage of Qumran Aramaic. In: Armin Lange, Emanuel Tov, Matthias Weigold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Dead Sea Scrolls in Context. Integrating the Dead Sea Scrolls in the Study of Ancient Texts, Languages, and Cultures&amp;#039;&amp;#039; (Leiden 2011), S. 215–259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früheste Originalbelege sind als Zitate zum Beispiel von [[Ex]] {{B|Ex|15|9–12}} auf [[Zauberschale]]n (5.–7. n. Chr.) überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Müller-Kessler: &amp;#039;&amp;#039;The Earliest Evidence for Targum Onqelos from Babylonia and the Question of Its Dialect and Origin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal for the Aramaic Bible.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 2001, S. 181–198; Christa Müller-Kessler: &amp;#039;&amp;#039;Die Zauberschalentexte der Hilprecht-Sammlung, Jena und weitere Nippur-Texte anderer Sammlungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Materialen der Frau Professor Hilprecht-Collection.&amp;#039;&amp;#039; Band 7). Wiesbaden 2005, S. 12–13 und Tf. 1.2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In babylonischen Quellen wird Onkelos häufig mit [[Aquila (Bibelübersetzer)|Aquila]] gleichgesetzt. Onkelos und Aquila lebten beide im 2. Jahrhundert, waren beide [[Konversion (Religion)|Proselyten]] und verfassten [[Bibelübersetzung]]en, jedoch in unterschiedlichen Sprachen. Die aramäische [[Übersetzung]] des Onkelos ist vollständig erhalten, die griechische des Aquila jedoch nur in Bruchstücken. Der italienische Gelehrte [[Azaria dei Rossi]] war der erste, der sich bemühte, die Verwechslungen zwischen dem aramäischen Übersetzer Onkelos und dem griechischen Übersetzer Aquila zu entwirren. Dies ist keine einfache Aufgabe, da hier Tatsachen und Legenden ineinander verwoben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die [[Tora]], der erste Teil des [[Tanach]], ist im [[Jüdische Religion|Judentum]] das zentrale und heiligste religiöse [[Heilige Schriften|Werk]] (Buchreligion). Das [[Rabbinisches Judentum|rabbinische Judentum]] entstand als eine Strömung ([[Pharisäer]]) die sich vor allem in der Zeit nach der Zerstörung des [[Jerusalemer Tempel#Zweiter Tempel|zweiten Jerusalemer Tempels]], im Jahr 70 n. Chr., entwickelte und zur Hauptströmung des [[Judentum]]s wurde, die dann ab ca. 200 n. Chr. maßgeblich den Ritus und die [[Exegese#Im Judentum|Exegese]] der Tora prägte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tora wird als göttliche [[Offenbarung]] betrachtet, die den Juden von dem „[[Monotheismus|einzigen]] [[JHWH|Gott]]“ gegeben wurde, um ihren (kollektiven und individuellen) Lebensweg zu leiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Ortag]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Kultur und Geschichte. Ein Überblick.&amp;#039;&amp;#039; Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung 1995 5., aktualisierte Auflage Potsdam 2003, ISBN 3-932502-04-3, auf politische-bildung-brandenburg.de [https://www.politische-bildung-brandenburg.de/system/files/downloads/juedische_kultur_und_geschichte.pdf] hier S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tora, die fünf Bücher [[Mose]], umfasst nicht nur [[Halacha|gesetzliche Vorschriften]], sondern auch [[Aggada|moralische Lehren]] und spirituelle Weisheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Septuaginta]] ({{grcS|ἡ μετάφρασις τῶν ἑβδομήκοντα|hē metaphrasis tōn hebdomēkonta|de=Die Übersetzung der Siebzig‘  ‚LXX}}), sie entstand ab etwa 250 v.&amp;amp;nbsp;Chr. im [[Hellenistisches Judentum|hellenistischen Judentum]], vorwiegend in [[Alexandria in der Antike|Alexandria]], wurde eine [[Bibelübersetzung|Übersetzung]] der [[Tanach|hebräisch-aramäischen Bibel]] in die [[Altgriechische Sprache|altgriechische Alltagssprache]], die [[Koine]], geschaffen. Die LXX enthält auch Texte (etwa [[Apokryphe jüdische Schriften]]), die in dem kanonischen [[Masoretischer Text|masoretischen Text]] keine Aufnahme mehr fanden.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Susanne Galley]], Katharina Hoba, Anja Kurths, Helga Völkening: &amp;#039;&amp;#039;Die Hebräische Bibel. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt / Berlin 2015, ISBN 3-95410-028-2, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der [[Zerstörung Jerusalems|Zerstörung]] des [[Jerusalemer Tempel]]s im Jahr 70 n.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die gemeinsame Bibel als Grundlage aller Richtungen des Judentums umso wichtiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rabbinische Judentum wandte sich im Laufe der Zeit von der Septuaginta ab und nahm zeitweise eine eigene griechische Übersetzung von Aquila (Onkelos) an ([[Talmud#Jerusalemer Talmud (Palästinischer Talmud)|Jerusalemer Talmud]], jMeg 1,11 [71c]). Während die Septuaginta die hebräischen Bibeltexte ersetzte, sind die von Aquila bruchstückhaft erhaltenen Fragmente den hebräischen Texten untergeordnet und diesen zuarbeitend. So bleiben die Übersetzungen des Aquila ein [[Targum]], das keine schriftliche Bibel [[expressis verbis]] ist, sondern zunächst mündlich, später schriftlich als „Lese- und Rezitier-Performanz“ den kanonischen hebräischen Text auslegend begleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hanna Liss]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Bibelauslegung.&amp;#039;&amp;#039; (= UTB 5135, Band 4 Jüdische Studien), Mohr Siebeck, Tübingen 2020, ISBN 978-3-8252-5135-2, S. 10–11&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willem Smelik]]: &amp;#039;&amp;#039;The Rabbinic Reception of Early Bible Translation as Holy Writings and Oral Torah.&amp;#039;&amp;#039; Journal of the Aramaic Bible 1 (1999), S. 249–272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Nathan Marcus Adler]]: &amp;#039;&amp;#039;Sefer Berʼeshit – Devarim : ʻim targum ʼOnḳelos …&amp;#039;&amp;#039; Wilna 1875 (fünfbändiger Kommentar zum Targum Onkelos).&lt;br /&gt;
* Abraham Berliner: &amp;#039;&amp;#039;Targum Onkelos. Pentateuchus.&amp;#039;&amp;#039; 1884 (kritische Textausgabe).&lt;br /&gt;
* Alec Eli Silverstone: &amp;#039;&amp;#039;Aqila and Onkelos.&amp;#039;&amp;#039; Manchester 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopedia Judaica]].&amp;#039;&amp;#039; Band 12, S. 1405–1406.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sefaria.org/texts/Tanakh/Targum/Onkelos Targum Onkelos] auf [https://www.sefaria.org/texts sefaria.org] (Aramäisch mit englischer Übersetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4184462-2|LCCN=|VIAF=720144783199636971337}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tora]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Targum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ophiocordyceps</name></author>
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