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	<title>Target Controlled Infusion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T13:06:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Target_Controlled_Infusion&amp;diff=900127&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Verwendung */</title>
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		<updated>2025-05-23T03:53:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwendung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Target Controlled Infusion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (TCI) bezeichnet die zielgerichtete [[Infusion]] von [[Arzneimittel]]n unter Verwendung von [[Integrierter Schaltkreis|mikrochipgesteuerten]] [[Spritzenpumpe]]n. Das Ziel ist hierbei das Erreichen und die Aufrechterhaltung einer bestimmten Wirkung (z.&amp;amp;nbsp;B. Schmerzfreiheit) anhand eines definierten [[Plasmaspiegel]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die TCI wird besonders für Narkosetechniken verwendet, bei denen ab einem gewissen Plasmaspiegel mit ausreichender [[Analgesie]] und [[Narkose]] zu rechnen ist und unterhalb eines bestimmten Plasmaspiegels mit dem Erwachen der Patienten gerechnet werden muss. Der Berechnung der Plasmaspiegel liegen Rechenmodelle zugrunde, welche die pharmakokinetisch bedingt besonderen Eigenschaften der verwendeten Wirkstoffe berücksichtigen. Dazu zählt etwa die kontextsensitive Halbwertszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Narkosen handelt es sich um [[Total intravenöse Anästhesie|totale intravenöse Anästhesien]] (TIVA) mit intravenösen Hypnotika ([[Propofol]], [[Etomidat]] oder [[Barbiturate]]n), Ketamin, Midazolam und unterschiedlichen [[Opioid]]en ([[Fentanyl]], [[Remifentanil]], [[Sufentanil]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Werner, B. Zwißler |Titel=Die Anästhesiologie |Auflage=4 |Verlag=Springer |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2019 |ISBN=978-3-662-54507-2 |Seiten=230 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsetzung der Infusionskonzepte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:multi compartment model for TCI.svg|mini|hochkant=1.7|Schematische Darstellung eines für die TCI verwendeten Mehrkompartiment-Modells (modifiziert nach Wilhelm,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; S. 57) zur Berechnung von Infusionsraten. Nach Verabreichung in das zentrale Kompartiment K&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; verteilt sich der Wirkstoff von dort unterschiedlich schnell in zwei virtuelle periphere Kompartimente (K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, K&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;). Parallel dazu wird er ausgeschieden. Das virtuelle Effekt-Kompartiment K&amp;lt;sub&amp;gt;E&amp;lt;/sub&amp;gt; modelliert das Auftreten des Wirkstoffs am Wirkort. Mit Hilfe der Geschwindigkeitskonstanten k&amp;lt;sub&amp;gt;xy&amp;lt;/sub&amp;gt; und der fiktiven Volumina der Kompartimente lässt sich das pharmakokinetische Verhalten eines Wirkstoffs im Organismus simulieren und für die Steuerung der TCI nutzen. Die dargestellten anatomischen Strukturen sind keine realen, sondern fiktive Gegenstücke zu den Kompartimenten zur beispielhaften Veranschaulichung.]]&lt;br /&gt;
=== BET-Schema ===&lt;br /&gt;
Das BET-Schema wurde Anfang der 1980er Jahre entwickelt. BET steht für [[Bolus (Medizin)|&amp;lt;u&amp;gt;B&amp;lt;/u&amp;gt;olus]], [[Elimination (Pharmakokinetik)|&amp;lt;u&amp;gt;E&amp;lt;/u&amp;gt;limination]] und &amp;lt;u&amp;gt;T&amp;lt;/u&amp;gt;ransfer, jene drei pharmakologischen Vorgänge, die den Plasmaspiegel eines Wirkstoffs bewirken:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Praxis der Anästhesiologie konkret - kompakt - leitlinienorientiert |Hrsg=Wolfram Wilhelm |Auflage=1 |Verlag=Springer |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2018 |ISBN=978-3-662-54568-3 |Seiten=54 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die initiale Gabe einer intravenösen Bolus-Dosis bewirkt das rasche Erreichen der Effektkonzentration.&lt;br /&gt;
* Die anschließende kontinuierliche Zufuhr des Wirkstoffes kompensiert sein Verlassen aus dem Blutkreislauf durch einerseits Elimination und andererseits den Transfer in andere Verteilungsräume.&lt;br /&gt;
* Der Transfer aus anderen Verteilungsräumen zurück in den Blutkreislauf wird durch exponentielle Reduktion der Infusionsrate ausgeglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kompartimentmodelle ===&lt;br /&gt;
Rechnerisch lässt sich das pharmakokinetische Verhalten von Wirkstoffen über Kompartimentmodelle abbilden. Den Kompartimenten (Verteilungsräumen) können als physiologische Entsprechung der Blutkreislauf (als zentrales Kompartiment) und bspw. Muskel- oder Fettgewebe (als periphere Kompartimente) fiktiv gegenübergestellt werden. Parametrisch charakterisiert werden die Kompartimente über ein (virtuelles) Verteilungsvolumen und Geschwindigkeitskonstanten. Bei den in der Anästhesie verwendeten Wirkstoffen ist die Beschreibung mittels eines 1-Kompartimentmodells in der Regel nicht ausreichend, sondern es kommen 2- oder 3-Kompartimentmodelle zur Anwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Modellparameter-Datensätze für die verschiedenen Anästhesie-Wirkstoffe (z.&amp;amp;nbsp;B. „Marsh-Datensatz“ für Propofol oder „Minto-Datensatz“ für Remifentanil)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; werden zur Steuerung der Spritzenpumpen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Effektkompartiment ===&lt;br /&gt;
Um die „hinterher hinkende“ Wirkung eines Medikaments modellhaft zu erfassen, wurde ein Effektkompartiment (&amp;#039;&amp;#039;Effect-Site&amp;#039;&amp;#039;-Kompartiment, Biophase-Kompartiment) eingeführt. Physiologisch lässt sich diesem Kompartiment der eigentliche Wirkort zuordnen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:22&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Bruhn, H. Röpcke, T. Bouillon |Titel=Target-Controlled Infusion (TCI): Die Verabreichung intravenöser Anästhetika mit computergesteuerten Spritzenpumpen |Sammelwerk=Die Anästhesiologie &amp;amp; Intensivmedizin |Verlag=DIOmed-Verlags GmbH |Datum=2002 |Seiten=547–557 |Online=https://www.ai-online.info/images/ai-ausgabe/2002/09-2002/AI%2002_09_547-557.pdf |Format=PDF |Abruf=2021-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (z.&amp;amp;nbsp;B. die Rezeptoren im Gehirn, an denen ein Anästhetikum wirkt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;). Das Effektkompartiment dient einer genaueren zeitlichen Modellierung und berücksichtigt keine Mengenaspekte (Dosis).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Man konnte nachweisen, dass die gewünschte Wirkung eines Medikaments besser eintraf, wenn als angezielte Konzentration diejenige an der &amp;#039;&amp;#039;Effect Site&amp;#039;&amp;#039; eingestellt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:22&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontextsensitive Halbwertszeit ===&lt;br /&gt;
Die [[kontextsensitive Halbwertszeit]] bzw. infusionsdauerabhängige Halbwertszeit trägt Verteilungsvorgängen in bzw. Rückverteilungsvorgängen aus den peripheren Kompartimenten Rechnung. Sie ist ein indirektes Maß für die Kumulation (Anreicherung) eines Wirkstoffes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=S. Schraag, J. Flaschar, Michael Georgieff&lt;br /&gt;
   |Titel=Target Controlled Infusion (TCI) – Stellenwert und klinische Perspektiven&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Anasthesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther&lt;br /&gt;
   |Band=35&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=2000-01&lt;br /&gt;
   |Seiten=12–20&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |PMID=10689517}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Anästhesie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Intensivmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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