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	<title>Taranis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T08:40:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taranis&amp;diff=477968&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bavarese: /* Taranis in der Tradition Lucans */ pecorum: Genitiv zu capitibus.</title>
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		<updated>2025-07-02T13:11:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Taranis in der Tradition Lucans: &lt;/span&gt; pecorum: Genitiv zu capitibus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Taranis (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Taranis Jupiter with wheel and thunderbolt Le Chatelet Gourzon Haute Marne.jpg|mini|Taranis ([[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]] mit Rad und Donnerkeil), Le Chatelet, Gourzon, Haute, Marne]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taranis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Keltische Gottheiten|keltischer Gott]] des Himmels, des Wetters und des Donners. Dem römischen Dichter [[Marcus Annaeus Lucanus|Lucan]] zufolge stand er mit [[Teutates]] und [[Esus]] an der Spitze der keltischen Götterwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie des Namens Taranis ==&lt;br /&gt;
Taranis wird allgemein als „der Donnerer“ gedeutet, verwandt sind das walisische „Taran“ und das irische „Torann“ (beides mit der Bedeutung „Donner“). Der Sache und eventuell auch dem Namen nach besteht Verwandtschaft mit dem germanischen Donnergott [[Thor|Donar/Thor]]. Inschriftlich bezeugte oder aus Inschriften erschlossene Varianten des Namens sind &amp;#039;&amp;#039;Taranus&amp;#039;&amp;#039; (als u-Stamm erschlossen aus dem Dativ Ταρανοου einer Inschrift aus Orgon, [[Département Bouches-du-Rhône|Bouches-du-Rhône]]: &amp;#039;&amp;#039;RIG&amp;#039;&amp;#039; I G-27); &amp;#039;&amp;#039;Taranucnus&amp;#039;&amp;#039; (Rheinland {{CIL|13|6478|R=}}; wohl „Donner-Sohn“ zu deuten) und &amp;#039;&amp;#039;Taranucus&amp;#039;&amp;#039; ([[Dalmatien]] {{CIL|3|2804|R=}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;much&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Much: &amp;#039;&amp;#039;Der germanische Himmelsgott.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen zur germanischen Philologie: Festgabe für Richard Heinzel&amp;#039;&amp;#039;, Niemeyer, Halle 1898 (Nachdruck Olms, Hildesheim 1985), S. 189–278; 227 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Britannien ist er als IOM TANARO (Chester: {{RIB|452}}) bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Taran“ erscheint außerdem als Personenname verschiedener [[Pikten|piktischer]] Könige. In den walisischen „[[Mabinogion|Vier Zweige des Mabinogi]]“ ist ein „Taran“ der Vater des Helden Glinnew.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taranis in der Tradition Lucans ==&lt;br /&gt;
Die Erwähnung bei Lucan hat nicht primär die keltischen Gottheiten zum Gegenstand, sondern verwendet sie lediglich für eine Umschreibung der [[Ligurer]] oder Gallier und hebt dabei die besondere Grausamkeit oder Wildheit ihres Kults hervor:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;et quibus inmitis placatur sanguine diro&amp;lt;br /&amp;gt;Teutates horrensque feris altaribus Esus&amp;lt;br /&amp;gt;et Taranis Scythicae non mitior ara Dianae&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Marcus Annaeus Lucanus]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=(&amp;#039;&amp;#039;[[Marcus Annaeus Lucanus#De bello civili|De bello civili]]&amp;#039;&amp;#039; I, 444-446):&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=&amp;#039;&amp;#039;und ihr, von denen mit entsetzlichem Blut besänftigt wird der grausame&amp;lt;br /&amp;gt;Teutates, und auf wilden Altären die schrecklichen Esus&amp;lt;br /&amp;gt;und Taranis, nicht minder grausam ist der Altar der skythischen Diana&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verweis auf die skythische Diana hat in der älteren Literatur zuweilen den Eindruck entstehen lassen, das Taranis bei Lucan als weibliche Gottheit aufgefasst sei, oder auch die Vermutung, dass es sich bei dem keltischen Namen ursprünglich um ein feminines Appellativ zur Bezeichnung der Donnergottheit gehandelt habe, die dann in eine männliche Gottheit umgedeutet worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;much&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Commenta Bernensia&amp;#039;&amp;#039; ([[Berner Lukan-Scholien]]), eine Sammlung von Lucan-[[Glosse (Erläuterung)|Glossen]] spätantiker Provenienz, die in karolingischer Zeit für den Schulunterricht aufbereitet wurden und in einer Berner Handschrift des 10. Jahrhunderts überliefert sind,&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Usener: &amp;#039;&amp;#039;Scholia in Lucani Bellum civile. Pars prior: Commenta Bernensia&amp;#039;&amp;#039;, Teubner, Leipzig 1869&amp;lt;/ref&amp;gt; steuern zu Taranis Erklärungen aus zwei verschiedenen Überlieferungen bei. Nach der einen entsprach Taranis dem Unterweltgott [[Dis Pater]] (d.&amp;amp;nbsp;h. [[Pluton|Pluto]]), und Opfer wurden ihm gebracht, indem Menschen in einer Mulde oder einem Trog aus Holz („in alveo ligneo“) verbrannt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Ed. Usener, S. 32, Z. 15-16: &amp;quot;Taranis Ditis pater hoc modo aput eos placatur: in alueo ligneo aliquod homines cremantur&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der anderen war er der oberste Gott des Kriegs und des Himmels, den anderen Göttern übergeordnet und mit [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]] gleichgesetzt, und ihm wurden in älterer Zeit Köpfe von Menschen, später aber von Tieren als Opfer dargebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Ed. Usener, S. 32, Z. 22-23: &amp;quot;et praesidem bellorum et caelestium deorum maximum Taranin Iouem adsuetum olim humanis placari capitibus, nunc uero gaudere pecorum.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auch inschriftlich mehrfach bezeugte Interpretation als Jupiter würde es nahelegen, in ihm den von [[Julius Cäsar]] in [[De Bello Gallico]] erwähnten gallischen Jupiter zu sehen, welcher (laut Cäsar) in der Vorstellung der Gallier die himmlischen Kräfte beherrschte. Als [[Dis Pater]] hätte man ihn dagegen mit jenem Gott zu identifizieren, von welchem laut Cäsar die Gallier abzustammen glaubten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Iupiter Taranis Obernburg.jpg|mini|hochkant|Reiter einer Jupitergigantensäule aus [[Obernburg am Main]] ([[Römermuseum Obernburg]]), Jupiter mit Rad als Attribut.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonografie ==&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird Taranis mit dem keltischen Typus des sogenannten „Radgotts“ identifiziert, der ein Rad oder Radsymbol oder ein Radkreuz in Händen trägt (Die wohl bekannteste Darstellung des „Radgotts“ findet sich auf dem [[Kessel von Gundestrup]], auch wenn der dargestellte Gott dort nur ein halbiertes Rad hält). Spätantike Darstellungen sind deutlich von mediterranen Statuen des Jupiter beeinflusst, die ihn bärtig und mit [[Donnerkeil (Mythologie)|Donnerkeil]] zeigen. Berühmt sind vor allem die Darstellungen auf den „[[Jupitergigantensäule]]n“. Frühkeltische Darstellungen sind dagegen wesentlich seltener und schwieriger zu identifizieren und werden zumeist anhand des genannten Radsymbols als solche klassifiziert.&lt;br /&gt;
Die Deutung des Rads ist nicht eindeutig. Neben dem Rad als [[Sonnensymbol]] wurden auch schon Interpretationen als Mondzeichen, jahreszeitliches Symbol, Symbol der Zeit oder Weltordnung oder gar als [[Kugelblitz]] vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kult ==&lt;br /&gt;
Die in der Berner Glosse erwähnte Verbrennung von Menschen hat man mit allgemeineren, nicht speziell auf Taranis bezogenen Nachrichten bei [[Diodor]], [[Strabon]] und [[Poseidonios]] in Verbindung gebracht, wonach Menschen in großen Weidengeflechten verbrannt wurden. Bei Diodor und Poseidonios ist auch von Brandopfern von Tieren (laut Diodor im Krieg erbeutete Tiere) die Rede. Die geopferten Menschen waren nach Angaben Diodors verurteilte Verbrecher, die auch mit Pfeilen erschossen oder aufgepfählt wurden (d.&amp;amp;nbsp;h., die Verurteilten wurden nicht lebendig verbrannt, sondern nach ihrer Hinrichtung dem Opferfeuer übergeben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste keltischer Götter und Sagengestalten]]&lt;br /&gt;
* [[Keltische Religion]]&lt;br /&gt;
* [[Keltische Mythologie]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gottheiten in den Asterix-Comics]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5&lt;br /&gt;
* [[Paul-Marie Duval]]: &amp;#039;&amp;#039;Teutatés, Esus, Taranis&amp;#039;&amp;#039;. In: Études Celtiques 8 (1958), S. 41–58&lt;br /&gt;
* Miranda J. Green: &amp;#039;&amp;#039;Tanarus, Taranis and the Chester Altar’&amp;#039;&amp;#039;. In: Chester Archaeological Society 65 (1982), S. 37–44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Taranis|Taranis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettergottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gottheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bavarese</name></author>
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