<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tapp-Tarock</id>
	<title>Tapp-Tarock - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tapp-Tarock"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tapp-Tarock&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T20:35:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tapp-Tarock&amp;diff=1077112&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cewbot: Korrigiere defekten Abschnittslink: 2025-07-08 #Italienisch-spanisches Blatt→Spielkarte#Italienisch-Spanisches Blatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tapp-Tarock&amp;diff=1077112&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-09T19:19:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Cewbot/log/20201008/configuration&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Cewbot/log/20201008/configuration (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Korrigiere defekten Abschnittslink&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/257732455&quot; title=&quot;Spezial:Diff/257732455&quot;&gt;2025-07-08&lt;/a&gt; #Italienisch-spanisches Blatt→&lt;a href=&quot;/index.php/Spielkarte#Italienisch-Spanisches_Blatt&quot; title=&quot;Spielkarte&quot;&gt;Spielkarte#Italienisch-Spanisches Blatt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tarockkarten in der Hand eines Spielers.jpg|300px|mini|Tarockkarten in der Hand eines Spielers]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tapp-Tarock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Wiener Tappen) ist ein Kartenspiel für drei Personen aus der [[Tarock]]-Familie. Es war zwischen den beiden [[Weltkrieg]]en das bevorzugte [[Kartenspiel]] in den [[Wiener Kaffeehaus|Wiener Kaffeehäusern]] (Literatencafés, Café Central). Heute wird es noch regional gespielt. Von Tapp-Tarock abgeleitet ist das heute in Österreich am weitesten verbreitete Tarockspiel, die Vierpersonen-Variante [[Königrufen]]. Es ist mit dem badischen Kartenspiel [[Dreierles]] eng verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Entstehungszeit von Tapp-Tarock ist nicht mehr festzustellen, es dürfte sich aber im frühen 19. Jahrhundert im heutigen [[Österreich]] entwickelt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;folkvord&amp;quot;&amp;gt;Gerald K. Folkvord: &amp;#039;&amp;#039;Die große Humboldt-enzyklopädie der Kartenspiele&amp;#039;&amp;#039;. 2005, ISBN 3-89994-058-X&amp;lt;/ref&amp;gt; Die älteste Variante ist aus dem Jahre 1821 überliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sedlaczek&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Mayr, [[Robert Sedlaczek]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Große Tarockbuch&amp;#039;&amp;#039;. Zsolnay Verlag, Wien 2001, ISBN 3-85223-462-X, S. 105–110&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tapp&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bezeichnung für die verdeckten Karten in der Mitte des Tisches – in anderen Spielen auch &amp;#039;&amp;#039;[[Talon (Spiele)|Talon]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stock&amp;#039;&amp;#039; genannt. Andere Kartenspielnamen, die sich davon ableiten, sind &amp;#039;&amp;#039;Tappu&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tappä&amp;#039;&amp;#039; für die [[Schweiz]]er Tarockvariante [[Troggu]], sowie das [[Stubaital]]er Kartenspiel [[Brixentaler Bauerntarock|Dobbm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namensvariationen für das Spiel waren &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tarock-Tapp(en)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tappen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tapper&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Da es sich bei der Ansage „ich tappe“ um die niedrigste im Spiel handelte, die schon bald aus der Mode kam, wurde das Spiel auch nach der nächsthöheren &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreiern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreierl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sedlaczek&amp;quot; /&amp;gt; Ende des 19. Jahrhunderts wird auch der Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeco&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ulmann&amp;quot;&amp;gt;S. Ulmann: &amp;#039;&amp;#039;Illustrirtes Wiener Tarockbuch&amp;#039;&amp;#039;. 1887, S. 19–39&amp;lt;/ref&amp;gt; Das deutet auf eine Verbindung mit [[Cego]] hin, was „der Blinde“ bedeutet; so werden in ebendiesem Spiel die verdeckten Karten genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Tapp-Tarock wurde wahrscheinlich im späteren 18. Jahrhundert in Österreich entwickelt. Die erste bestimmte Erwähnung erschien in einem Reiseberichteintrag vom September 1801 als Justus Fischer berichtete, dass „in mehrern Gesellschaften, die ich während meines jetzigen sehr kurzen Aufenthalts hier [Stadt [[Brünn]]] besuchte, fand ich, daß sehr stark und zwar &amp;#039;&amp;#039;Tappen&amp;#039;&amp;#039; oder [[Préférence|Preference]] gespielt wurde...“&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer (1803), S. 189. Obwohl das könnte auch das [[Tapp]] oder [[Deutschtarok]] bedeuten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der Wiener Schriftsteller [[Joseph Richter (Schriftsteller)|Joseph Richter]], der seine [[Eipeldauer-Briefe]] ab 1785 veröffentlichte, erwähnte das &amp;#039;&amp;#039;Tarocktappen&amp;#039;&amp;#039; mehrmals ab 1803.&amp;lt;ref&amp;gt;s. z.&amp;amp;nbsp;B. Richter (1803), 5. Brief, S. 34.; (1804), 4. Brief, S. 29; und (1812), 3. Brief, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Taroktappen&amp;#039;&amp;#039; tauchte das Spiel 1806 in der Oper &amp;#039;&amp;#039;Die neue Alzeste&amp;#039;&amp;#039; von [[Joachim Perinet]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Perinet, Joachim (1806). &amp;#039;&amp;#039;Die neue Alzeste: Eine Karrikatur-Oper in Knittelreimen, von 3 Aufzügen&amp;#039;&amp;#039;. Wallishausser, Wien. S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten bekannten Spielregeln sind aus dem Jahr 1821 in Wien überliefert, im Buch &amp;#039;&amp;#039;Theoretisch-praktische Anweisung zur gründlichen Erlernung des beliebten Tarok-Tappen Spiels&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Dummett, Sir Michael (1980). &amp;#039;&amp;#039;The Game of Tarot.&amp;#039;&amp;#039; London: Duckworth. S. 440r.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Theoretisch-praktische Anweisung zur gründlichen Erlernung des beliebten des Tarok-Tappen Spiels&amp;#039;&amp;#039;, 1821, Wien und Prag: Carl Haas.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830 hat man im Unterhaltungsblatt &amp;#039;&amp;#039;Flora&amp;#039;&amp;#039; bemerkt, dass „im Oesterreichischen zuerst vor einigen Decennien das sogenannte Tarocktappen mit diesen Tarockkarten erfunden und eingeführt wurde.“&amp;lt;ref&amp;gt;„Vorschlag für Liebhaber des Kartenspiels“. in Flora: ein Unterhaltungsblatt. 8 March 1830. Munich: Lentner. S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tapp-Tarock ist die wohl älteste Tarockvariante, bei der vier Reformen des Tarockspiels gemeinsam durchgeführt waren:&lt;br /&gt;
* die Entfernung eines Teiles der 78 Karten aus dem vollen Set; hier verblieben 54 Karten, wie auch bei den heute verbreiteteren Varianten [[Königrufen]] und [[Neunzehnerrufen]]&lt;br /&gt;
* der Umwandlung des &amp;#039;&amp;#039;Narren&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sküs&amp;#039;&amp;#039; von einer Sonderkarte zum „normalen“ höchsten Tarock&lt;br /&gt;
* die Umstellung von [[Spielkarte#Italienisch-Spanisches Blatt|italienischem Blatt]] auf das heute standardmäßige [[Spielkarte#Französisches Blatt|französische Blatt]]&lt;br /&gt;
* die Einführung der Spielprämie, mit dem Tarock I den letzten Stich zu gewinnen (&amp;#039;&amp;#039;Pagat Ultimo&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umwandlung des Sküs ist laut dem Tarockexperten [[Michael Dummett]] in Österreich vollzogen worden;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Dummett]]: &amp;#039;&amp;#039;The Game of Tarot&amp;#039;&amp;#039;. London 1980&amp;lt;/ref&amp;gt; sie ist allerdings (noch nicht streng durchgezogen) auch in der älteren Schweizer Variante &amp;#039;&amp;#039;Troggu&amp;#039;&amp;#039; zu finden. Die Einführung des &amp;#039;&amp;#039;Pagat Ultimo&amp;#039;&amp;#039; ist laut Kartenspielhistoriker John McLeod keine ursprüngliche Idee der Tarockspiele, sondern von ähnlichen Prämien im &amp;#039;&amp;#039;Hundertspiel&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet worden. Es handelte sich um eine seinerzeit in Österreich weit verbreitete Variante von [[Trappola]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den insgesamt 54 Karten unterscheidet man zwei Gruppen: 22 Tarock und 32 Farbkarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tarock ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 Tarock sind (außer dem Sküs) mit römischen Zahlen durchnummeriert. Sie nehmen die Rolle von dauerhaften [[Trumpf (Kartenspiel)|Trümpfen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Tarock spielen besondere Rollen und werden daher mit Namen bedacht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* I – &amp;#039;&amp;#039;Pagat&amp;#039;&amp;#039;, auch: Spatz&lt;br /&gt;
* XXI – &amp;#039;&amp;#039;Mond&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sküs&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gstieß&amp;#039;&amp;#039; (ohne Nummer, ähnelt dem [[Joker]] anderer Kartenspiele und war möglicherweise dessen Vorbild, spielt aber hier eine ganz andere Rolle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen bilden diese drei die &amp;#039;&amp;#039;[[Trull (Tarock)|Trull]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie haben einen viel höheren Kartenwert als die anderen Tarock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Farbkarten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 32 Farbkarten bestehen aus je acht Karten in den vier [[Spielkarte#Französisches Blatt|französischen Farben]] [[Herz (Farbe)|Herz]], [[Karo (Farbe)|Karo]], [[Pik (Farbe)|Pik]] und [[Kreuz (Farbe)|Kreuz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Karten jeder Farbe bilden die &amp;#039;&amp;#039;Figuren&amp;#039;&amp;#039; in absteigender Stichkraft &amp;#039;&amp;#039;König&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dame&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cavall&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bube&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Hälfte der Farbkarten sind je vier kleine Karten, die &amp;#039;&amp;#039;Skartindeln&amp;#039;&amp;#039; (auch: Skatindeln) oder &amp;#039;&amp;#039;Glatzen&amp;#039;&amp;#039;. Bei jeweils abnehmender Stichkraft sind dies bei den schwarzen Farben 10, 9, 8 und 7, bei den roten Ass, 2, 3 und 4. Der Unterschied in der Rangordnung zwischen den roten und den schwarzen Skartindeln erinnert daran, dass in früheren Tarockvarianten mit allen Karten von Ass bis 10 gespielt worden ist. Schon damals war die Rangordnung in den roten Farben eine andere als in den schwarzen. Bei der Reduktion des Blattes sind dann jeweils die sechs niedrigsten Farbkarten entfernt worden: bei Herz und Karo waren es 10, 9, 8, 7, 6 und 5, bei Pik und Treff waren es Ass, 2, 3, 4, 5 und 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielablauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorrunde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vorrunde wird durch Los die Sitzordnung bestimmt. Ebenso wird durch Los der erste Geber ermittelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;folkvord&amp;quot; /&amp;gt; Es wird anschließend reihum gespielt. Immer der Spieler rechts vom Geber wird in der neuen Runde der neue Geber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geben ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geber legt zunächst sechs Karten verdeckt auf den Tisch (&amp;#039;&amp;#039;Talon&amp;#039;&amp;#039;) und teilt dann jedem Spieler 16 Karten aus (üblicherweise gegen den Uhrzeigersinn in Paketen zu je vier Karten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auktionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rechts vom Geber sitzende Spieler eröffnet nun die Auktion um die Spielweise. Die Gebotsstufen sind die folgenden: &amp;#039;&amp;#039;Dreier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Unterer&amp;#039;&amp;#039; (Zweiblatt), &amp;#039;&amp;#039;Oberer&amp;#039;&amp;#039; (Einblatt), &amp;#039;&amp;#039;Solo&amp;#039;&amp;#039;. Er gibt ein Gebot ab und darf als einziger, wenn er wieder an der Reihe ist, das zuletzt abgegebene Gebot halten. Alle anderen Spieler müssen das Gebot überbieten oder passen (&amp;#039;&amp;#039;tappen&amp;#039;&amp;#039;). Passen zwei Spieler nacheinander, so ist die Auktion beendet. Wer die Auktion gewonnen hat, spielt alleine gegen die zwei anderen Mitspieler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;folkvord&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spielansagen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spielansagen geben dem Spieler zusätzliche Punkte, sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Prämien&amp;#039;&amp;#039;. Es zählt somit nicht nur die Ergebnisse der Stiche, sondern belohnt werden so auch das Risiko, welches der Spieler eingeht, und sein Spielkönnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anzahl Talonkarten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Ansagen werden per Auktion ausgehandelt. Es wird mit jeder Stufe hin zum Solo für den einzelnen Spieler, der gegen die zwei anderen als Partei spielt, schwieriger zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dreier&amp;#039;&amp;#039;: Der Spieler erhält offen die ersten oder letzten drei Karten aus dem Talon und kann verdeckt drei Karten aus seinem Blatt zu seinen Stichen ablegen, jedoch keine Könige oder Trullstücke, andere Tarockkarten dürfen nur dann - und zwar offen - abgelegt werden, wenn andere Karten nicht mehr zur Verfügung stehen. Die verbleibenden Karten des Talons erhalten die Gegner des Spielers. Diese Karten zählen somit wie Stiche. &amp;#039;&amp;#039;Der Dreier ist 3 Punkte wert&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zweiblatt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Unterer&amp;#039;&amp;#039;: Der Spieler erhält das erste, mittlere oder letzte Kartenpaar. Der Rest des Talons geht an die Gegner. &amp;#039;&amp;#039;Das Zweiblatt ist 4 Punkte wert&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einblatt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Oberer&amp;#039;&amp;#039;: Bei &amp;#039;&amp;#039;Einblatt&amp;#039;&amp;#039; erhält der Spieler eine Karte des Talons. Der Rest geht an die Gegner.  &amp;#039;&amp;#039;Das Einblatt ist 5 Punkte wert&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Solo&amp;#039;&amp;#039;: Der ganze Talon gehört den Gegnern. &amp;#039;&amp;#039;Der Solo ist 8 Punkte wert&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Punkte- und Kartenansagen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spieler kann auch ansagen, ob er alle Stiche machen wird (bzw. will) oder ob er die Karte &amp;#039;&amp;#039;Pagat&amp;#039;&amp;#039; spielt. Etwas anzusagen birgt ein höheres Risiko, weil die gegnerische Partei vorab Informationen über den Spielverlauf bekommt, gibt aber mehr Punkte. Somit ist es ein Abwägen der Spieler, ob sie mit ihrem Blatt, welches sie in den Händen halten, ein solches Risiko eingehen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Absolut&amp;#039;&amp;#039;: Sagt der Spieler Absolut an, so muss der Spieler mindestens 40 Punkte machen, um zu gewinnen. Sonst gehen alle Punkte zu den Gegnern.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grand point&amp;#039;&amp;#039;: (umgangssprachlich, bzw. verballhornt auch genannt „Grammenboi“): Der Spieler muss 50 Punkte machen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Valat&amp;#039;&amp;#039;: Der Spieler muss alle Stiche machen. &amp;#039;&amp;#039;Der Valat vorher angesagt ist 24 Punkte wert, still im Spiel gemacht 12 Punkte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pagat&amp;#039;&amp;#039;: Der Spieler wird mit dem Pagat den letzten Stich machen. &amp;#039;&amp;#039;Der Pagat angesagt ist 8 Punkte wert, still 4 Punkte. Im Solo ist er angesagt 24 Punkte wert und still 8 Punkte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kontra ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Legen des Spielers kann gekontert werden. Die Punkte werden aber mit jedem Kontra verdoppelt. Die Steigerungen sind &amp;#039;&amp;#039;Kontra&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rekontra&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Subkontra&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kontra: Die gegnerische Partei glaubt, dass sie die besseren Karten hat und das vom Geber angesagte Spiel gewinnen wird. &amp;#039;&amp;#039;Die Punkte in diesem Spiel zählen nun doppelt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Rekontra: Der Spieler, der angesagt hat, glaubt nach wie vor die besseren Karten hat und gewinnen wird und fordert einen Rekontra. &amp;#039;&amp;#039;Die Punkte in diesem Spiel zählen nun vierfach&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Subkontra: Die gegnerische Partei bleibt dabei und glaubt, dass sie das vom Geber angesagte Spiel gewinnen wird. &amp;#039;&amp;#039;Die Punkte in diesem Spiel zählen nun achtfach&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stechrunden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt Farbzwang und Tarockzwang (Trumpfzwang).&amp;lt;ref name=&amp;quot;folkvord&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spielbewertung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesamtwert der Karten beträgt 70 Punkte. Von der Gesamtzahl der Punkte in den Stichen wird 35 abgezogen, dazu kommen die Prämien für die Ansagen, diese Summe wird bei einem höheren Spiel als &amp;#039;&amp;#039;Dreiblatt&amp;#039;&amp;#039;, oder bei &amp;#039;&amp;#039;Kontra&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rekontra&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Subkontra&amp;#039;&amp;#039; mit dem entsprechenden &amp;#039;&amp;#039;Multiplikator&amp;#039;&amp;#039; vervielfacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kontra: Verdopplung der Prämien&lt;br /&gt;
* Rekontra: Vervierfachung der Prämien&lt;br /&gt;
* Subkontra: Verachtfachung der Prämien&amp;lt;ref name=&amp;quot;folkvord&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zählen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kartenwerte im Tapp-Tarock.svg|mini|400px|Die Werte der Karten]]&lt;br /&gt;
Die 70 Punkte des Kartenwertes sind bis auf &amp;#039;&amp;#039;Drittelpunkte&amp;#039;&amp;#039; unterteilt. Im Einzelnen beträgt der Wert der Karten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 4⅓ Punkte: die [[Trull (Tarock)|Trullstücke]] und die Könige&lt;br /&gt;
* 3⅓ Punkte: die Damen&lt;br /&gt;
* 2⅓ Punkte: die Cavalle&lt;br /&gt;
* 1⅓ Punkte: die Buben&lt;br /&gt;
* ⅓ Punkt: alle anderen Karten (= die übrigen Tarock und die Skartindeln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karten, die ⅓ Punkt wert sind, werden „Blatt“ genannt, weswegen die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Blatt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Drittelpunkt&amp;#039;&amp;#039; als [[Synonyme]] behandelt werden. Das Spielziel bei positiven Spielen ist es, mindestens &amp;#039;&amp;#039;35 und zwei Blatt&amp;#039;&amp;#039;, kurz 35/2, zu erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es umständlich ist, die Werte samt den Drittelpunkten einzeln zusammenzuzählen, wird stattdessen der Wert jeder Karte zum Zählen entweder auf- oder abgerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 5 Punkte: die Trullstücke und die Könige&lt;br /&gt;
* 4 Punkte: die Damen&lt;br /&gt;
* 3 Punkte: die Cavalle&lt;br /&gt;
* 2 Punkte: die Buben&lt;br /&gt;
* 1 Punkt: alle anderen Karten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nimmt den Wert von drei Karten und zieht 2 ab. Ein König, ein Bube und ein Skartindel sind also &amp;lt;span style=&amp;quot;white-space: nowrap&amp;quot;&amp;gt;(5 + 2 + 1) – 2 = 6&amp;lt;/span&amp;gt; Punkte wert. Bleibt am Schluss eine Karte übrig, so wird von ihrem Wert ⅔ abgezogen; bleiben zwei Karten übrig, so werden von ihrem Wert 1⅓ Punkt abgezogen. Will man während des Spiels mitzählen, muss man subtrahieren: So sind etwa der Pagat, ein König und ein Cavall &amp;lt;span style=&amp;quot;white-space: nowrap&amp;quot;&amp;gt;(5 + 5 + 3) − 2 + 2 − ⅔ = 12⅓&amp;lt;/span&amp;gt; wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund für den Abzug der ⅔ Punkte besteht darin, die &amp;#039;&amp;#039;Bild&amp;#039;&amp;#039;-Karten (Farbfiguren und Trullstücke) im Vergleich zu den Blatt aufzuwerten, weil letztere durch ihre große Anzahl sonst zu viel Rolle spielen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Variante ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Variante ist das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rauben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Haben die ersten zwei Spieler bei der Auktion gepasst, kann der Geber für die anderen Spieler verdeckt bis zu sechs für ihn passende Karten aus dem Talon aussuchen und bei der nächsten Austeilung in sein Blatt nehmen. Er muss dann als Erster mindestens „Dreiblatt“ ansagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Justus Wilhelm Christian Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Reisen durch Oesterreich, Ungarn, Steyermark, Venedig, Böhmen und Mähren in den Jahren 1801 und 1802&amp;#039;&amp;#039;, 3, Wien, 1803.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Richter (Schriftsteller)|Joseph Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran, Eilftes Heft&amp;#039;&amp;#039;, 5. Brief. Peter Rehm seel. Wittwe. Wien, 1803.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Richter (Schriftsteller)|Joseph Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran, Drey und zwanzigstes Heft&amp;#039;&amp;#039;, 4. Brief. Peter Rehm seel. Wittwe. Wien, 1804.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Richter (Schriftsteller)|Joseph Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran, Erstes Heft&amp;#039;&amp;#039;, 3. Brief. Peter Rehm seel. Wittwe. Wien, 1812.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tarockspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spiel (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stichspiel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cewbot</name></author>
	</entry>
</feed>